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Diskutiere im Thema Venlafaxin Wie geht/ging es Euch? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 128

    Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Ich nehme Amphetamin. Ich kann mich jetzt endlich Konzentrieren und bin bei der Sache, aber ich komme trotzdem nicht hoch. Mir fehlt einfach die Energie etwas zu machen. Aufgefallen dabei ist mir eine Trauer die ich nicht erklären kann, sie begleitet mich allerdings schon ein par Jahre. Diese art Trauer ist mir jetzt aber erst bewusst geworden.
    Jetzt habe ich mir Venlafaxin verschreiben lassen. Ich wollte unbedingt unretardiertes Venlafaxin, da ich retard Produkten nicht so vertraute. (Venlafaxin 1A Pharma 37,5mg)

    Man liest so viel, dass die ersten Wochen SOO schlimm sind, ..

    Wie ist es Euch ergangen beziehungsweise wie geht es Euch jetzt damit. Was passiert denn da so?
    Ich habe da großen Respekt.

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Hmm

    Dreamland schreibt:
    Ich wollte unbedingt unretardiertes Venlafaxin
    Was im Falle von Venlafaxin nur leider keinen einzigen Vorteil bringt und dafür umso mehr Nachteile.

    Um einen einigermaßen brauchbaren Plasmaspiegelverlauf (sowohl des Venlafaxins, wie auch seines aktiven Metaboliten) zu bekommen, müsstest du das unretardierte Venlafaxin mindestens etwa alle 3 bis 4 Stunden einnehmen.

    Eine Wirkung - abgesehen vom Placeboeffekt - würde ich bei einmaliger oder auch zweimaliger Einnahme jedenfalls nicht unbedingt erwarten, denn dafür ist bei diesem Wirkstoff ein gleichmäßiger Plasmaspiegel essenziell.

    Dafür würde ich umso mehr Nebenwirkungen erwarten, da du einen recht immensen, wenn auch nur kurzzeitigen Spitzenwert im Serumspiegel haben dürftest.

    Unretardiertes Venlafaxin ist - wenn überhaupt - nur in Ausnahmefällen während des Beginns der Einstellungsphase sinnvoll.

    Daher wird es im Vergleich zu den Retardpräparaten auch nur in verschwindend geringem Umfang verordnet.

    Davon abgesehen: Trauer, die einen schon über Jahre begleitet (nennen wir es mal "anhaltende leichtere Depression" oder auch Dysthymia alias F34.1 (nur mal eine Annahme)) wird man mit gar keinem Medikament dauerhaft los, sondern da führt der einzige Weg über eine Therapie.

    Um das medikamentös zu therapieren müsste man schon ein Medikament erfinden, das einem sämtliche bewussten und vor allem unbewussten Erinnerungen an die Lebensjahre seit Beginn der frühen Kindheit ausradiert und einem statt dessen eine wesentlich erfreulichere Vergangenheit und ebenso eine gesündere Verarbeitung derselben verpasst.



    LG,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Habs in einem anderen Thread schon mal geschrieben, Venlafaxin ist ein Geschenk der Götter. Keine nennenswerten Nebenwirkungen gehabt (bis auf 2-3 Minuten Schwindel nach dem Aufstehen in der ersten Woche und ein bisschen Müdigkeit). Hört aber nach ein paar Wochen auf, nehm die Pillen der Freude jetzt seit anfang April. Hatte diese Trauer auch, ist bei mir verschwunden, manchmal werde ich noch so melancholisch / wehmütig, aber kein Vergleich zu vorher. Pass ein bisschen auf bezüglich der Amphetamin-Dosis, Venlafaxin tendiert dazu die Wirkung zu verstärken, in meinem Fall sogar extrem. Ich komm jetzt mit ner Dosis von 5mg retariderten MPH sehr gut aus ohne Rebound, vorher war ich bei 20mg.

  4. #4
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 356

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    anhaltende leichtere Depression" oder auch Dysthymia alias F34.1 (nur mal eine Annahme)) wird man mit gar keinem Medikament dauerhaft los, sondern da führt der einzige Weg über eine Therapie.
    Es gibt einige die machen schon seit Jahren Therapie ohne erfolg. Oder auch Therapie mit Medikamenten unterstützung was meist am Besten ist bei Ängsten/Depressionen.

    Das Problem ist ja, das ohne Medikamenten unterstützung die Leute kaum im Alltag klar kommen und Ängste haben, hemmungen kurz vor dem rausschmiss stehen, arbeitslos sind und nicht mehr aus dem Haus gehen können etc. Man muss ja Geld verdienen, Familie ernähren u.s.w. da kann man nicht mal eben die Arbeit liegen lassen und zur Therapie gehen regelmäßig.

    Ausserdem macht das nicht jeder Arbeitgeber mit. Es ist ein Kampf, daher bin ich sehr froh das es Medikamente gibt die mich Funktionieren lassen auch wenn es nicht der Gesunde weg ist aber das ist bei Ängsten/Phobien dann egal man will nur keine Panik mehr haben.

    Bin auch in Therapie, dort erfahre ich ein anderes Denke zu bestimmten Dingen in meinem Leben was auch Hilfreich ist. Doch die vielen Situationen im Alltag auf Arbeit, kann man manchmal nicht überwinden nur durch Therapie, es geht um starke gefühle/Körperliche symptome bei Ängsten... wo man einfach nur weg laufen möchte und dardurch meinen Job verlieren würde (jeden job)! Dank der Medis kann ich der Angst ins Gesicht schauen / dank der Therapie kann ich anders darüber Denken.
    Geändert von ADD (30.06.2013 um 01:05 Uhr)

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Hmm

    "Geschenk der Götter" und "Pillen der Freude" ...

    Und du nimmst es "schon" seit Anfang April?

    Also ich will deinen scheinbar grenzenlosen Euphorismus ja nicht unbedingt dämpfen, aber:

    Denkst du auch hin und wieder mal an die Zukunft?

    Also nicht nur deshalb, weil erfahrungsgemäß diese götterhafte Freudenwirkung bei den geschilderten Problematiken nicht ewig anhält, sondern auch daher, weil es ja nach wie vor eine symptomatische Therapie ist, die nicht das zugrunde liegende Problem löst, sondern nur - reversibel, also nur während der Einnahmedauer - die Auswirkungen lindert.

    @ ADD:
    Keine Frage können Medikamente auch bei einer Dysthymia eine Hilfe sein.

    Entweder, um eine Therapie zu unterstützen oder auch, um diese erst zu ermöglichen.

    Speziell bei einer Dysthymie muss man sich aber irgendwann entscheiden, ob man das Problem an der Wurzel packen will mit der realen Chance, es tatsächlich dauerhaft auszumerzen und einen wirklichen Wendepunkt zu erfahren (was alles andere als leicht und dafür langwierig und oft auch sehr schmerzhaft ist) oder ob man eben in Zukunft weiter irgendwie funktionieren will, ohne tatsächlich zu leben.

    Das heimtückische ist ja auch, dass es immer wieder mal Zeiten gibt, in denen man sich relativ gut fühlt und an die schlechten Zeiten hat man sich ja auch irgendwie gewöhnt.

    Was solls also .. irgendwie - wenn auch mehr schlecht als recht (was einem aber nicht mehr so wirklich auffällt) - geht es ja weiter.

    Der Mensch gewöhnt sich mit der Zeit wirklich an nahezu alles.

    Auch an ein fehlendes Bein, ein blindes Auge oder eben an eine Dysthymie.

    Die Fähigkeit des Menschen, Kompensationsstrategien zu entwickeln und zu verfestigen, ist eine seiner größten Stärken und auch gleichzeitig eine seiner größten Schwächen.

    Die Entscheidung "Therapie ja/nein" ist eine Grundsatzentscheidung, die man niemandem abnehmen kann und oft braucht es auch erst einiges an Zeit, bis man den für sich richtigen Umgang damit findet.

    Belastende Ängste oder sogar Panik sind eine andere Hausnummer mit anderen Lösungsansätzen, aber auch der Möglichkeit, wieder ohne diese zu leben.



    LG,
    Alex

  6. #6
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    Forum-Beiträge: 128

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Das hört sich ja jetzt erstmal (nicht) so positiv an. Das ist sowieso ein Thema welches ich noch bearbeiten werde (die “Trauer“ mit meinem Psychiater).
    Der Hauptgrund für das Venlafaxin ist ja meine Antriebslosigkeit. Ich hoffe das es mir damit erstmal besser gehen wird.

    Wie ist denn die Anfangsphase so, was verändert sich da mit der Zeit, retard oder nicht, welche Dosis, etc.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Jepp, habe das Velafaxin retard 150mg 10 Jahre lang genommen, bis endlich die AD(H)S Diagnose gestellt wurde. Jetzt geht es plötzlich auch ohne Antidepressivum.

    Jetzt weiß ich endlich,was mir gefählt hat- Dopamin= MPH-Einnahme Einfach genial.

    Doch die Einstellung ist echt nicht einfach, hab noch ganz schön mit Nebenwirkungen zu kämpfen- starke Migräneartige Kopfschmerzen,Übelkeit, Obstipation,

    Medikinet adult 10-15-0 mg

    Ich hoffe, ich finde bald die richtige Dosis.

    Ich würde mich über Eure Erfahrungen damit freuen.

    Ich weiß, daß mir das Medikament sonst hift-kann mich endlich konzentrieren, Dinge anpacken, bin optimistischer-nur leider noch sehr schwankend,

    wegen der Dosisangleichung, macht mir noch echt ganz schön zu schaffen. Hoffe ich verliere meine Arbeit nicht, weg. langer Krankschrift.

  8. #8
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    Forum-Beiträge: 52

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    kleiner Nachtrag: nehme Medikinet adult schon seit 7 Wochen, dachte schon über Straterra nach.

    Aber wieder über mehrere Wochen einschleichen, wäre Horror- und wahrscheinlich ein Arbeitsplatzverlußt.-Hilfeee.

    Würde mich echt über Antworten hier freuen: wie lange können diese Nebenwirkungen bei MPH andauern?

    Hab ich es endlich bald geschafft?- Ich will echt kein Antidepressivum mehr nehmen.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 128

    AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Bei mir hat MPH leider versagt, darum nehme ich jetzt Amphetamin.

    Amphetamin hat laut meinen Empfindungen echt sehr wenig Nebenwirkungen. Es wird immer weniger. Die Konzentration bleibt aber, echt super. Wenn das also mit dem MPH nicht so klappen sollte, würde ich Amphetamin (ich nehme Attentin) mal versuchen. Also mache ich ja schon.

    Hast du die 150mg retard nur morgens genommen?

    Hat jemand Erfahrungen mit unretardiertem Venlafaxin?

  10. #10
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    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 52

    Lächeln AW: Venlafaxin Wie geht/ging es Euch?

    Zum Venlafaxin wollte ich nur noch eine Antwort an Dreamland schreiben:

    Es muss sich erst ein Medikamentenspiegel in Deinem Blut aufbauen, bis ein zufriedenstellendes Wirkspektrum eintritt.

    Das dauert bei Trevilor/Venlafaxin etwa 3-4 Wochen und wirkt erst ab 75mg retard, zumindest zusammen mit MPH.

    Ohne gleichzeitiger MPH Einnahme, wirkt Trevilor,bei AD(H)S erst ab 150mg retard am Tag, da dann erst das Noradrenalin ausgeschüttet wird, und das dann sich auch positiv auf den Dopaminhaushalt auswirkt.

    Doch bei gleichzeitiger MPH.Einnahme, sollte das Venlafaxin nicht so hochdosiert werden, also eher 75mg, wirkt dann eher antidepressiv.

    So hab ich das zumindest erlebt.

    Liebe Grüße und viel Erfolg friedvoll

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