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Diskutiere im Thema Erste Einnahme, etwas verunsichert... im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Ja das mit dem Diagnoseschock kenne ich auch. Obwohl ich es ja schon vorher wusste, war ich auf einmal wie vor den Kopf geschlagen. Komisch oder?

    Es dauert Holdi, es dauert.

    Du kannst das hier im Forum mal beobachten: Ganz viele MPH-Anfänger - lol - bei denen es direkt von Anfang an super wirkt, schon nach der ersten Einnahme, haben den schlimmeren Rebound als die, die sich sehr langsam und mit Geduld eindosieren. Dabei ist keins von beiden besser oder schlechter. Es muss jeder für sich seinen Weg finden.

    So...und das Kompliment mit der Selbstbeobachtung behälst du....sonst komm ich dir dahin
    Und ein bisschen mehr Selbstbewusstsein üben wir auch noch

    lg Heike

  2. #32
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Na dann melde ich mich auch mal wieder zu Wort. War wieder ein paar Tage nicht im Netz...

    Holibaldi, was würdest Du von einem begleitenden Coaching und / oder einer Verhaltenstherapie halten? Wie Du ja schon selber gemerkt hast, ist das MPH nur die halbe Miete.
    Es kann Dir z.B. dabei helfen, deine "Abneigung gegen das Anfangen / bzw. vor dem Lernen" zu überwinden. Die eigentlichen Veränderungen müssen nämlich von Dir selber kommen, das MPH ebnet Dir nur ein wenig den Weg...

    Da es aber auch da wieder schwer ist, einen Anfang zu finden, kann eine solche Therapie wirklich hilfreich sein. Oft ist man auch einfach "betriebsblind" und hat keine zündenden Ideen wie man etwas verändern könnte.

  3. #33
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hallo loekoe,

    beim nächsten Neurologenbesuch werde ich Ergotherapie zur Sprache bringen. Mich würden vor allem konkrete Möglichkeiten interessieren, einen strukturierten Tagesablauf etablieren zu können. Davon bin ich momentan noch eine gefühlte Unendlichkeit entfernt. Eine Verhaltenstherapie habe ich eher nicht im Sinn, es ist zu schwer, einen halbwegs kompetenten Therapeuten/Therapeutin zu finden. Der letzte diesbezügliche Versuch (und das war im Grunde ein sehr erfahrener und einfühlsamer Therapeut) endete auch eher unbefriedigend. Irgendwann hatten wir die Kindheit durch (inkl. Familienaufstellung), danach waren meine Probleme unverändert präsent und mein Verhalten im Alltag weiterhin chaotisch. Er gab mir zwar einige Tipps (Terminkalender, guten Freund als Kontrollinstanz etc.), doch die konnte ich allesamt nicht alleine umsetzen.

    Mit Anfang 20 hatte ich schon eine Verhaltenstherapie (wegen akuten Problemen in der Ausbildung), doch dieser Therapeut erwies sich als einzige Katastrophe; unter anderem erklärte er mir, dass ich mir die Träumerei nur einbilde, dass jeder Mensch gleich sei und als Krönung legte er mir (der zu dem Zeitpunkt sexuell noch völlig unerfahren war) nahe, doch unbedingt einmal in den Puff zu gehen. Das tat ich natürlich nicht, weil mich sowas damals wie heute einfach nur anwidert. Ich könnte nie mit einem Menschen intim werden, den ich nicht sehr gut kenne. Der Kerl war schlichtweg inkompetent.

    Lange Rede kurzer Wurz: Was hälst du also von der Idee, es mit einer Ergotherapie zu probieren?

    Es grüßt dich,

    Holdi

  4. #34
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hallo ihr alle,

    bin heute etwas deprimiert, weil das Medi so gar keine Wirkung mehr zeigt und damit zusammenhängend auch die Bereitschaft schwindet, mir weiter Betäubungsmittelzeugs einzuwerfen. Ab morgen probiere ich noch die vorerst letzte Dosissteigerung (30mg täglich) und wenn sich auch nichts tut, halte ich mit der Neurologin Rücksprache, um das Medikament (vorerst) wieder abzusetzen.

    Scheint mir alles in allem ohnehin vernünftiger, erst mit einem Coaching/Ergotherapie das Mögliche zu probieren und dann ggf. als Nothilfe ein Medikament einzusetzen. Ich werde die Ärztin mal fragen, wie sie das so sieht.

    Bis dahin!

    Holdi

  5. #35
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hallo,

    ein ergotherapeutisches Coaching halte ich für sehr sinnvoll. Es nur wichtig, dass der Therapeut / die Therapeutin sich wirklich mit erwachsenen ADHSlern auskennt. Sonst bekommst Du nur die 0-8-15 Standardtipps + wahrscheinlich noch große Augen, weil man ja mit soooo einfachen Sachen Probleme hat und es hapert dann wieder an der Umsetzung.

    Mein erstes Coaching zielte damals auch darauf ab mir eine Tagesstruktur, bzgl. Hausarbeit, Rechnungen bezahlen etc. zu geben.

    Das zweite Coaching, ein paar Monate später, nahm dann eine etwas andere Richtung. Hier ging es viel um Gefühle, Bedürfnisse erkennen / erfüllen, Probleme in der Kommunikation mit dem Partner, der tägliche "Überlebenskampf" mit den Kindern usw.

    Beide haben mir sehr geholfen, wobei ich das zweite Coaching für mich persönlich sehr anstrengend fand. (sich mit Gefühlen beschäftigen uaaaaahhhhhh..... )
    Es war aber auf alle Fälle richtig und wichtig sich auch mal damit auseinanderzusetzen.

    Zusätzlich habe ich die Option bei Problemen / Fragen einfach mal bei meiner Therapeutin anzurufen oder auch eine neue Einheit anzufangen.

    Deine erste Verhaltenstherapie war ja wohl mal voll daneben!!! Was war das denn für ein Therapeut???

    Bzgl. keine Mediwirkung: bist Du dir sicher? Hast Du jemand Nahestenden, der dir Rückmeldungen geben könnte? Wie gesagt, der Eigenwahrnehmung kann man nicht immer trauen.

  6. #36
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hallo loekoe,

    heute war ich nach Einnahme von 30mg Medikinet (retard) offensichtlich überdosiert. Ich hatte leichte Bauchschmerzen, leichte Kopfschmerzen, einen starken Herzschlag und deutlich erhöhten Puls (80 in Ruhe im Bett, ist für mich sehr hoch, normal um die 50) und Blutdruck am Morgen von knapp 150/95. Außerdem kamen mir bei den üblichen konfusen Überlegungen mehrmals die Tränen und ich fühlte mich depri und antriebslos den ganzen Morgen über. Jetzt geht es langsam wieder.

    Da bin ich wohl übers Ziel hinaus geschossen.

    Anbei danke für den Tipp mit dem Coaching, werde ich beachten!

    Viele Grüße,

    Holdi
    Geändert von Holdibaldi ( 8.07.2013 um 13:58 Uhr)

  7. #37
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hi Holdi,

    das hatten wir ja hier schon vermutet. Aber sieh es bitte positiv, denn nun weisst du, dass du mit 30 mg derzeit überdosiert bist. Bist ja noch am Anfang. 3 Woche oder?
    Kann sich ja noch ändern mit der Dosierung.

    Drücke dir weiterhin alle Daumen

    lg Heike

  8. #38
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Genau wegen solcher Sachen wurde "früher" die Dosisfindung mit unretardierten MPH gemacht. Damit es bei Nebenwirkungen, Überdosierung etc. nicht so lange anhält.... Ich finde es immer noch nicht gut, dass heute direkt mit Medikinet adult angefangen wird, auch wenn ich die Gründe dafür natürlich verstehen kann.

    Aber wie Heike schon sagte: jetzt weißt Du zumindest schon einmal, was zu viel ist. Die Kunst ist jetzt, dass optimale Einnahmeschema (Zeitabstand) herauszufinden. Also lass dich nicht unterkriegen... es dauert eben leider...

    Wenn es langfristig aber nicht besser werden sollte, würde es sich lohnen nochmal auf ein anderes MPH-Produkt umzusteigen. Mitunter kommt man auch einfach mit der Freisetzungsart nicht so gut klar.

    Ging mir z.B. mit Concerta und Medikinet so.
    Concerta: schöne gleichmäßige Wirkstoffabgabe über rund 8 Stunden, kaum Probleme beim Nachlassen der Wirkung. Nur morgens musste ich mit einer kleinen Dosis unretardiertem MPH "anschubsen", weil Concerta langsamer anflutet.

    Medikinet: sehr schnelles Anfluten, Abfall und dann kleinere Retarddosis hinterher (hab mich deswegen auch mal überdosiert, konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen und wär fast im Stehen eingepennt, selbst nach 2 Stunden Schlaf und dem Gefühl das alles wieder ok ist, sprach mich mein Sohn darauf an, dass ich so komisch wäre und langsam reden würde ), dazu kamen auch Kopfschmerzen, heftige Rebounds, bis hin zu einer wieder auftetenden Depression. Alles in allem eine unangenehme Wirkweise.

    Mein Arzt wollte mir dann damals ein zusätzliches AD verschreiben was ich aber partout abgelehnt habe, da Medikinet für mich gar nicht mehr in Frage kam.
    Für den Schritt, auf Amphetamine zu wechseln musste ich aber dennoch etwas Überzeugungsarbeit leisten.

  9. #39
    Holdibaldi

    Gast

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hallo Heike und loekoe,

    danke euch für die Aufmunterung.

    Morgen beginne ich den Tag erstmal ohne Medikinet, ich habe nach der heutigen Erfahrung das starke Bedürfnis, einmal wieder ohne medikamentös veränderte Botenstoff-Konfusion (also normalverwirrt) in den Tag zu starten. Dann schaue ich, wie es mir dabei geht.

    Momentan bin ich echt sauer. Ich sitze hier allein und hilflos mit diesem krassen Medikament und spiele Versuchskaninchen an mir selbst, während ich auf den nächsten Neurologentermin warte, von dem ich mir ehrlich gesagt so gut wie nichts verspreche, weil die Ärztin (so gut sie es auch meint) schlicht keine Zeit hat, um mich sinnvoll behandeln zu können. Ich komme mir bei Ärzten so vor wie ein Zeitdieb.

    Ach, ich könnte platzen!

    Holdi

  10. #40
    Chaoten-Weib

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    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erste Einnahme, etwas verunsichert...

    Hey Holdi,

    gaaanz ruhig. Mag sich jetzt blöd anhören, aber du hast ja uns hier. Und wir haben dir alle gesagt, dass du mit 1000%tiger Sicherheit zu schnell zu hoch mit der Dosis gegangen bist.

    Natürlich musst du mit deinen Ärzten reden, klar. Ich weiss, wie das ist, wenn man auf sich selbst gestellt ist mit der Eindosierung. Das ist mir ganz genauso gegangen wie dir.
    Ich habe mir hier übers Forum geholfen. Ich war besser informiert als mein Arzt damals. Der wollte mich mit 3 x 20 mg Medikinet adult einstellen.....zu Beginn !!!!

    Ich hab dann auch Versuchskaninchen gespielt mit mir selbst. Aber ehrlich gesagt hat mir das Spass gemacht. Ich war es ja und kein Arzt etc. Versuch es erst mal so zu sehen. Immer positiv denken.

    Du bist noch so am Anfang mit deiner Dosisfindung. 3 Wochen ist da gar nix.

    Mal ne andere Frage: hast du Probleme mit Sodbrennen oder andere Probleme mit deinem Magen? Könnte nämlich auch ein Grund dafür sein, dass dein Medikinet adult nicht so wirkt, wie es sollte.
    Fällt mir gerade mal so ein. Nimmst du noch andere Medis? Sorry wenn ich es vielleicht überlesen oder vergessen haben sollte. Hab nämlich auch ADS

    lg Heike

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