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Diskutiere im Thema Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    Hallo Zusammen,

    da ich seit dem 2. Tag der Einnahme nach kurzer Zeit immer Migräne bekomme, habe ich den Arzt gefragt, ob
    ich nicht unretadiertes Ritalin o.ä. ausprobieren könnte.

    Er meinte, dass könnte er mir nicht verschreiben, da ich bei Nebenwirkungen dann keine Haftung mehr hätte, da diese Medikamente
    nur für Kinder seien.

    Ist das Richtig? Und was mache ich in diesem Fall. Er will sich jetzt erkundigen, welcher Zusatzstoff die Migräne auslösen könnte.

    Leider habe ich da nicht viel Hoffnung, dass er was findet. Migräneauslöser sind ja bei jedem verschieden.

    Schade, dass Medikament wirkt ansonsten super. Wenn ich Cetritizin vorher nehme, habe ich auch keine Migräne. Aber das ist
    ja keine Dauerlösung.

  2. #2
    ErichW

    Gast

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    Nicht du hast keine Haftung mehr, sondern seine Haftpflichtversicherung dürfte diesen Fall wohl nicht abdecken. Er würde dann ggf. privat haften. Was er i.d.R. leicht abändern könnte, allerdings verbunden mit einer Prämienerhöhung. Wenn er das nicht will, kann man nichts anderes machen, als sich einen Arzt suchen, der das nicht so eng sieht oder dessen Haftpfllicht Off-Label-Verordnungen mit absichert.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    cengel schreibt:
    Hallo Zusammen,

    da ich seit dem 2. Tag der Einnahme nach kurzer Zeit immer Migräne bekomme, habe ich den Arzt gefragt, ob
    ich nicht unretadiertes Ritalin o.ä. ausprobieren könnte.

    Er meinte, dass könnte er mir nicht verschreiben, da ich bei Nebenwirkungen dann keine Haftung mehr hätte, da diese Medikamente
    nur für Kinder seien.

    Ist das Richtig? Und was mache ich in diesem Fall. Er will sich jetzt erkundigen, welcher Zusatzstoff die Migräne auslösen könnte.

    Leider habe ich da nicht viel Hoffnung, dass er was findet. Migräneauslöser sind ja bei jedem verschieden.

    Schade, dass Medikament wirkt ansonsten super. Wenn ich Cetritizin vorher nehme, habe ich auch keine Migräne. Aber das ist
    ja keine Dauerlösung.

    Hi Cengel,

    ich gehe mal davon aus, dass Du ein MPH-Präparat verschrieben bekommst, weil Du eine AD(H)S-Diagnose bekommen hast.

    Edit: Habe gerade beim Stöbern gelesen, dass Du Deine Diagnose hast.

    In diesem Fall übernehmen für Erwachsene ADSler die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten für MPH-Präparate für Medikinet adult (grundsätzlich) und Concerta, sofern schon vor dem 18. Lebensjahr Concerta zur Behandlung verschrieben wurde. (Quelle: 2. Welche Medikamente gibt es zur Behandlung der ADHS im Erwachsenenalter)


    Darüber hinaus kann der Arzt, wenn er es zur Behandlung für sinnvoll hält, andere MPH-Präparate verschreiben. Dies nennt man dann "Off-Label-Use" (Off-Label-Use).

    Zum Beispiel verschreibt mir mein Arzt unretardiertes MPH. Und zwar auf einem privaten (!!!) BTM-Rezept und ich muss das Medikament dann auch selber zahlen.


    Wie das mit Haftungsfragen ausschaut - da müsste man mal in die Berufshaftpflicht des Arztes schauen. Allerdings halte ich es in diesem speziellen Fall für unwahrscheinlich, dass unretardiertes MPH ausgenommen ist. Schließlich ist unretardiertes MPH zur Behandlung von ADS bei Kundern und Jugendlichen zugelassen und die "Nicht-Zulassung" erstreckt sich bei ADSlern auf keine weiteren Diagnosen oder Behandlungsformen sondern "nur" auf das Alter der zu behandelnden Person.


    Voraussetzung ist allerdings: Das ADS wurde diagnostiziert.

    Mein Arzt hat in der Anfangsphase außerdem darauf bestanden, dass ich regelmäßig mitteile, in welchen Situationen ich welche Dosis vom unretardierten MPH nehme und was es bewirkt hat.


    Ich hoffe, ich konnte weiter helfen!

    Liebe Grüße


    Grey
    Geändert von Grey (14.06.2013 um 16:49 Uhr) Grund: siehe Edit

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    Lieben Dank, Ich glaube, es wird Zeit für einen neuen Arzt. Habe einen heißen Tip bekommen. Hoffentlich klappt es.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    cengel schreibt:

    Schade, dass Medikament wirkt ansonsten super. Wenn ich Cetritizin vorher nehme, habe ich auch keine Migräne. Aber das ist
    ja keine Dauerlösung.


    Alson moment mal : wenn du das Antihistaminikum Cetrirzin hast du keine migräne?
    Was ist wenn du Loratardin genommen hast? Hast du dann auch keine migräne?
    Das deutet iwie stark auf ne Allergie hin. ICh würde mal die Allergie behandeln, bzw. Allergologen.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    Das Problem existiert insofern nicht, als dass im Migränefall Amphetamin zu verschreiben ist.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    Hallo Eiselein, ich verstehe nicht ganz. Das Problem existiert nicht? Gibt es da eine Regel? Ich glaube nicht, dass mein Arzt das weiß. Kannst Du mir dazu etwas sagen?

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.633

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    cengel schreibt:
    Hallo Eiselein, ich verstehe nicht ganz. Das Problem existiert nicht? Gibt es da eine Regel? Ich glaube nicht, dass mein Arzt das weiß. Kannst Du mir dazu etwas sagen?
    Normalerweise ist es so, dass Migräne unter Mph zurückgeht. Sollte dies nicht der Fall sein oder sollte Migräne dadurch erst ausgelöst werden, sollte man auf Amphetamin umsteigen, anstatt Mph mit Schmerzmitteln zu kombinieren.

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    In diesem Fall wird die Migräne durch eine Histaminintoleranz ausgelöst, weil bei retardierten Medikamenten bei den Hilfsstoffen Histaminliberatoren verwendet werden. Leider ist die Forschung da noch nicht so weit, dass man genau weiss, welcher Hilfsstoff die (pseudo)allergischen Symptome auslöst. Ich habe ganz stark das Povidon in Verdacht und deshalb Kontakt mit Professer Jarisch aufgenommen. Seine Antwort kam umgehend: leider könne man da keine einheitlichen Werte bei den betroffenen Patienten feststellen. Jeder Betroffen reagiere unterschiedlich auf unterschiedliche Hilfsstoffe, so dass man da bei retardierten Medikamenten wirklich ausprobieren müsse, was geht.

    Bei den unretardierten MPH-Produkten sind diese Hilfsstoffe nicht dabei, so dass da keine Probleme auftreten. Insofern ist das auch keine Haftungsfrage für den Arzt, ob das von der Versicherung mit abgedeckt ist oder nicht. Es ist lediglich eine Frage des Regresses, wenn der Arzt unretardiertes MPH auf Kassenrezept verschreibt. Privatrezepte mit unretardierten MPH sind kein Problem, allerdings zahlt die Krankenkasse dann evtl. nicht.

    Sprich am besten mit dem Arzt, der die Histaminintoleranz festgestellt hat, schildere ihm das Problem bezüglich der Migräne und dem MPH und frag ihn, ob er eine Lösung hat, wie man das mit der Krankenkasse regeln kann. Solltest du finanziell nicht auf jeden Euro schauen müssen, würde ich mir die Mühe nicht machen und das MPH auf Privatrezept selbst zahlen.

    Ansonsten: Psychiater wechseln, wie du oben schon geschrieben hast.

    Viel Erfolg!

    LG Trine

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Arzt will kein Ritalin unretadiert verschreiben - Haftung ?

    Vielen Dank für Eure Hilfe.

    Habe heute Ritalin probiert und noch keine Migräne. Wenn morgen keine kommt, habe ich es wahrscheinlich überstanden.

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