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Diskutiere im Thema Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Seit März letzten Jahres nehme ich Elontril wg. der damaligen Depression, was mir auch sehr gut half. (außerdem nehme ich MPH wg. ADHS schon seit 2006)

    Nun hat es mich wieder heftig erwischt und mein Dr. schlug mir nun drei Medikamente vor wg. der rezidivierenden Depressionen, über die ich mich schlau machen soll und beim nächsten Termin und nach der Blutuntersuchung würden wir sehen, ob er eines davon ansetzen wird.

    In Frage kommen : Lithium
    Valproat
    Seroquel

    Er klärte mich über die häufigsten Nebenwirkungen schon mal grob auf.
    So weit, so gut.
    Nun las ich im Internet, dass alle drei sehr häufig als Begleiterscheinung eine deutliche Gewichtszunahme bewirken könnten.
    Das geht bei mir nun gar nicht, weil mich das erst recht fertig machen würde.

    Hat einer von euch diesbezüglich Erfahrungen gesammelt?
    Wenn ja, wie wirkte z.B. Lithium auf euch?

    Mein jüngerer Bruder bekam schon einmal Lithium wg. seiner bipolaren Störung, setzte dies aber recht schnell wieder ab, was aber eher mit seiner Persönlichkeit zu tun hat.

    Ich werde auf jeden Fall noch ausführlich mit meinem Arzt sprechen, trotzdem interessiert mich eure Meinung!

    LG Emely

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Wenn bei Dir Elontril sehr gut wirkt, wäre es ein völliger Humbug dieses Medikament abzusetzen.

    Sollte die positive Wirkung von Elontril nachgelassen haben, kommt als allererstes eine Dosissteigerung von Elontril in Frage.

    Lithium - kommt auf den Charakter der Depression an, ist sie nicht agitiert, ist Lithium eher kontraproduktiv, da es - insbesondere ADHSler - müde macht.

    Lithium kommt darüber hinaus bei einer unipolaren Depression grundsätzlich nur in Frage als Augmentation eines AD.

    Seroquel kommt grundsätzlich nur als Notlösung in Betracht. Und dann auch nur, wenn die Depression mit Ein- und Durschlafstörungen verbunden ist, was jedoch meistens der Fall ist.

    Jawohl. Sowohl Seroquel als auch Lithium machen schlapp und fett.

    Über Valproat kann ich leider nix sagen.


  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Eiselein schreibt:
    Wenn bei Dir Elontril sehr gut wirkt, wäre es ein völliger Humbug dieses Medikament abzusetzen.

    Sollte die positive Wirkung von Elontril nachgelassen haben, kommt als allererstes eine Dosissteigerung von Elontril in Frage.

    Lithium - kommt auf den Charakter der Depression an, ist sie nicht agitiert, ist Lithium eher kontraproduktiv, da es - insbesondere ADHSler - müde macht.

    Lithium kommt darüber hinaus bei einer unipolaren Depression grundsätzlich nur in Frage als Augmentation eines AD.

    Seroquel kommt grundsätzlich nur als Notlösung in Betracht. Und dann auch nur, wenn die Depression mit Ein- und Durschlafstörungen verbunden ist, was jedoch meistens der Fall ist.

    Jawohl. Sowohl Seroquel als auch Lithium machen schlapp und fett.

    Über Valproat kann ich leider nix sagen.


    Vielen Dank für Deine Antwort!

    Ganz ehrlich möchte ich das Elontril eigentlich auch nicht missen und hatte auch gehofft, dass eine Dosissteigerung indiziert sein könnte.

    Der Dr. sagte einmal, dass er nicht mehr als 300 mg Elontril verschreiben würde. Und ich nehme bereits 300 mg.

    Das war aber vor meiner Krise. Vielleicht lässt er noch einmal mit sich reden!

    Zur Zeit kämpfe ich sehr gegen die Depression an, gehe eben in die Sonne, Rad fahren und schwimmen und zweimal in der Woche zur Psychoanalyse. aber das ist VERDAMMT schwer!!!

    Naja, am 24.6. ist der nächste Termin. Mal sehn was der ergibt. Mein Arzt ist übrigens auf ADHS spezialisiert.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Beim Elontril gibt es das Problem, dass bei Dosierungen ab 600mg die Wahrscheinlichkeit für Krampfanfälle deutlich gesteigert ist.

    Darum gibt der Hersteller die Maximaldosierung mit 300mg an.

    Es gibt also trotzdem immer noch die Spanne bis 600mg, wo mit nix besonderem zu rechnen ist.

    Vielleicht kannst Du das Thema einfach nochmal ansprechen im Hinblick darauf. Bei mir hat es sich gelohnt.

  5. #5
    Lysander

    Gast

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Mein Arzt in Naumburg sagte mir das zwar ebenfalls mit den 300mg als empfohlene Höchstdosis (in Deutschland), war aber bereit mir nötigenfalls 450 mg versuchsweise zu verschreiben. Ich finde auch, dass Du versuchst Deinen Arzt zu überreden. Das Elontril hat ja wirklich gut bei Dir gewirkt. Vielleicht sieht das mit 450 mg viel besser aus.

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Mal so ne ganz blöde Frage: was ist denn mit deinem Serotoninspiegel? Vielleicht reicht ein einfaches SSRI zusätzlich? Oder ein SNRI mit Dosissteigerung des MPH, damit Serotonin, Noradrenalin und Dopamin abgedeckt sind?

    Hier in der PIA wird bei Depressionen als Komorbidität in der Regel Cymbalta oder Venlafaxin zum MPH verordnet statt Elontril.

    Lithium kenn ich nur bei bipolaren Störungen als Dauermedikation. Valproat ist mE ein Epilepsie-Medikament, was auch bei Migräne verordnet wird und bei bipolaren Störungen bei manischen Zuständen. Ich kenn niemanden, der Seroquel nimmt, teile aber Eiseleins Ansicht dazu.

    Kann es sein, dass er Valdoxan gesagt hat? Das testet zur Zeit ein Bekannter(seit 8 Wochen). Der Wirkstoff ist irgendwie mit dem Melatonin verwand. Bei meinem Bekannten war es so, dass er zig ADs ausprobiert hatte, die alle nicht funktioniert haben. Seit dem Valdoxan ist zu beobachten, dass er deutlich aufgeschlossener ist, Tag/Nachtrhytmus deutlich besser hinbekommt als zuvor mit einem atypischen Neuroleptikum zum Einschlafen. Zugenommen hat er davon jedenfalls nicht! Wenn du dazu etwas Bestimmtes wissen möchtest, kann ich gerne nachfragen und dir seine Antworten weiterleiten.

    LG Trine

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Trine schreibt:
    Mal so ne ganz blöde Frage: was ist denn mit deinem Serotoninspiegel? Vielleicht reicht ein einfaches SSRI zusätzlich? Oder ein SNRI mit Dosissteigerung des MPH, damit Serotonin, Noradrenalin und Dopamin abgedeckt sind?

    Hier in der PIA wird bei Depressionen als Komorbidität in der Regel Cymbalta oder Venlafaxin zum MPH verordnet statt Elontril.

    Lithium kenn ich nur bei bipolaren Störungen als Dauermedikation. Valproat ist mE ein Epilepsie-Medikament, was auch bei Migräne verordnet wird und bei bipolaren Störungen bei manischen Zuständen. Ich kenn niemanden, der Seroquel nimmt, teile aber Eiseleins Ansicht dazu.

    Kann es sein, dass er Valdoxan gesagt hat? Das testet zur Zeit ein Bekannter(seit 8 Wochen). Der Wirkstoff ist irgendwie mit dem Melatonin verwand. Bei meinem Bekannten war es so, dass er zig ADs ausprobiert hatte, die alle nicht funktioniert haben. Seit dem Valdoxan ist zu beobachten, dass er deutlich aufgeschlossener ist, Tag/Nachtrhytmus deutlich besser hinbekommt als zuvor mit einem atypischen Neuroleptikum zum Einschlafen. Zugenommen hat er davon jedenfalls nicht! Wenn du dazu etwas Bestimmtes wissen möchtest, kann ich gerne nachfragen und dir seine Antworten weiterleiten.

    LG Trine
    Hey Trine,

    vielen Dank für Deine Gedanken dazu!

    Er meinte schon Valproat, weil er mir die drei Medis aufschrieb, damit ich mich darüber schon einmal informieren kann.

    Lithium hätte ich auch nur den bipolaren Depressiven zugeordnet u hatte diesbezüglich gleich nachgefragt. Er meinte, dass es durchaus auch bei unipolaren Störungen angezeigt sei.

    Ich nahm schon verschiedene ADs seitdem bei mir das erste Mal Depressionen diagnostiziert wurden : Zoloft, Fluoxetin, Venlafaxin und mehr fällt mir grad nicht ein..

    Nun geht u.a. auch um Phasenprophylaxe, weil das einfach furchtbar an meinen Kräften zehrt und ich berufstätig bin u bleiben möchte!!

    LG Emely

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 1.096

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Hi

    Frage deinen Doc doch mal nach Lamotrigin; ist ebenfalls eine Phasenprophylaxe, wirkt aber in erster Linie antidepressiv. Und macht nicht dick

    VG Amn

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Amneris schreibt:
    Hi

    Frage deinen Doc doch mal nach Lamotrigin; ist ebenfalls eine Phasenprophylaxe, wirkt aber in erster Linie antidepressiv. Und macht nicht dick

    VG Amn
    Hey, danke für den Tipp! Mach ich

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Wer hat schon Erfahrungen mit Lithium gemacht?

    Dem Tipp mit Lamotrigin möchte ich mich uneingeschränkt anschließen.
    Ich nehme das jetzt seit über einem Jahr und hatte noch nie irgendwelche Nebenwirkungen davon (!). Im Gegensatz zu den drei Medikamenten, die dir dein Arzt genannt hat, wirkt das Lamotrigin fast nur gegen Depressive komponenten und drückt die Hochs nicht weg. Die Folge: Man ist weniger "zombiefiziert".

    Lg,
    Schneekind.

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