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Diskutiere im Thema Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Kann Trine nur zustimmen, was sollte man auch merken , wenn man ein AD einnimmt? ständig Hi? wäre ja auch nicht gut. Den Normalzustand spürt man nicht resp. nimmt man nicht wahr, sondern vor allem die Veränderungen.

    Ich meinerseits habe mir "Marker" gesucht, an denen ich Veränderungen festmachen kann. Das sind vor allem Verhaltensweisen und emotionale Reaktionen in bestimmten Situationen. z.B. Wutausbrüche, Spielverhalten, Wunsch nach Rückzug etc. Da machen sich dann schon Veränderungen bemerkbar.

    Rückmeldungen von vertrauten Menschen sind unersetzlich, aber: Andere nehmen vieles auch nicht wahr. Mein ADS z.B. ist von anderen nicht wahrgenommen, sondern ich wurde allenfalls wegen bestimmten Verhaltensweisen belächelt, oft auch gut gemeint, i.S. von das ist halt .... , der ist halt so ..., verletzt hat es trotzdem. Das ist immer auch eine Frage natürlich entwickelter Bewältigungsstile.

    LG

  2. #32
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Ich kann die Frage nach der Wirkung eines AD nicht ganz nachvollziehen.

    Das, was ich kenne, ich dass man nicht richtig merkt, wenn man in die Depression reinrutscht. Dass man erste Anzeichenfalsch zuordnet, ein bisschen so wie in der ersten Zeit einer Erkältung, wo einem nicht gut ist, aber man denkt, man ist einfach kaputt u. müde.

    Wenn man dann richtig verschnupft ist, erkennt man im Rückblick, woher das fiese Körpergefühl herkam.

    Die Depressionen, die ich bisher hatte, waren nicht zu verkennen. In einem depressiven Schub würde ich (fast) alles machen, um irgendwie Erleichterung zu haben. Das fiese daran ist dann ja auch, dass man selbst das Gefühl hat, es wird nie wieder besser. Deshalb sind auch schon öfter EKTs diskutiert worden in den schlimmen Zeiten.

    Und ich denke, wenn es nochmal so schlimm wird wie die letzten Male würde ich auch das versuchen.

    Überhaupt würde ich mal unterstellen, dass jeder, der tief in der Depression steckt, alles machen würde, um so etwas wie Hoffnung oder ein "gutes Gefühl" zu kriegen.


    Darum ist mir ein Rätsel, wie man selbst nicht merken soll, ob ein AD hilft oder nicht.

  3. #33
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Andi, das ist ja nicht nur meine Erfahrung im Freundeskreis, sondern auch die Aussage der Psychiaterin. Man selbst merkt häufig micht, dass es einem ein wenig besser geht, weil das Normalität ist. Man muss sich selbst wieder kennen und spüren lernen. Darum ist Therapie zusätzlich zum AD wichtig.

    Und dann ist auch immer noch die Frage, was erwartet man von einem Medikament? ADs funktionieren nicht so, dass man auf einmal glücklich und zufrieden ist, es ist ein schleichender Prozess, den man nur schwer selbst wahrnehmen kann. Die Umwelt bemerkt zum Beispiel, dass sich der Betreffende auch wieder auf andere einlassen kann und nicht nur um sich selbst kreist. Das ist ein Schritt aus der Depression. Der Betroffene nimmt das zum Beipiel nicht wahr, weil er häufig auch nicht diese Selbstbezogenheit war genommen hat.

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Ich verstehe, was Du meinst Trine. Das ist auch sicher richtig so.

    Ich gehe da sehr von mir aus, von diesen Phasen eben schwerer Depression, wo es irgendwie auch um Leben und Tod geht, gar nicht um die Frage eines zufriedenen Lebens, sondern um die Frage des Überlebens.

    Natürlich gibt es Depressionen in verschiedenen Schweregraden. Die auch behandlungsbedürftig sind.

    Die Frage nach der Erwartung an das AD würde ich so beantworten, dass es

    1. gewährleistet, dass es zu keinem Schub schwerer Depression kommt (da hab ich bisher leider keinen Erfolg gehabt)

    2. ein Gefühl der Hoffnung und Perspektive zulässt (was ja in der Depression total fehlt).


    2. funktioniert zur Zeit ganz gut

  5. #35
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    @Andicool: rückblickend merkt man bestimmt dass es gewirkt hat, aber im Moment ist die Wirkung bei vielen schleichend, die volle Wirkung der AD tritt sowieso erst verzögert ein, also nach 4-6 Wochen. Die Verbesserung kommt allmählich und setzt ja auch eigene Arbeit voraus. Man muss sich z.B. von negativen Gedanken distanzieren etc. .. Es ist keinesfalls so, dass man nur eine Tablette schluckt und dann ... es braucht in der Regel immer auch eine Psychotherapie begleitend.

    ich denke aber auch, dass es Wirkungen gibt, die man selbst und sehr früh spüren kann, es ist so oder so sehr unterschiedlich.

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Leider hatte die Psychotherapie bei mir keinen Erfolg in bezug auf die Depression.

    Das wurde eben auch mit der genetischen Komponente begründet, daher werde ich seit Jahrzehnten rein medikamentös behandelt.

    Durch die (neue) Diagnose ADS ist aber das Thema Therapie doch wieder aufs Tablett gekommen. Könnte mir vorstellen, dass es doch was bringen könnte in dem Zusammenhang.

  7. #37
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 317

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    wenn Therapien nicht helfen, kann das an vielem liegen, man muss auch einen guten Therapeutin/en finden. Hast Du schon mal Schematherapie versucht? kann ich nur empfehlen.

    Meine Erfahrung ist auch, dass es hartnäckige Arbeit der/des Therapeutin/en braucht, wenn die Therapie nicht funktioniert, heraus zu finden, woran das liegt. Aber es gibt eine genetische Komponente und manchmal besteht der Erfolg darin, diese zu akzeptieren und damit leben und die ganze Sache auch etwas aus Distanz betrachten zu können und nicht so hart mit sich oder der Welt ins Gericht zu gehen.

  8. #38
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 330

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Im Radio und Tv kommen grad überall die Schirmherren der Depressionshilfe, Harald ******* usw. Da wird immer gesagt, Depression ist eine Krankheit, die man gut behandeln kann. Das ist doch eine Lüge, das stimmt doch alles nicht. Warum sc ich und vile anderer dann schon Jahre lang rum?

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Wieso, stimmt doch. Behandeln kann man Depressionen sehr gut mit den zahlreichen "tollen" Medikamenten.

    Die Frage, wie zuverlässig es wirklich zu einer Heilung oder Besserung kommt, wird doch gar nicht gestellt.

    Wie schon irgendwo vorher mal erwähnt, warte ich eigentlich schon immer auf ein Medikament, das wirklich hilft. (Zumindest hab ich mit dem Elontril mal eins, das zumindest ansatzweise was kann, zumindest fürs Empfinden.) Irgendwann nach dem soundsovielsten Medikamentenwechsel fällt es auch schwer, weiterhin auf eine medikamentöse Revolution zu hoffen.

    Vielleicht ist eine Depression auch so vielschichtig, dass man mit der selektiven Manipulation von Katecholaminen oder Serotonin überhaupt nicht zum Ziel kommen kann.

  10. #40
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Von Aurorix auf Cipralex umgestiegen - endgültig die Schnauze voll

    Ich meine, 30 % aller an Depressionen erkrankten sprechen nicht auf die medikamentöse Therapie an, hätte der psychiatrische Gutachter, bei dem eine Freundin von mir als Psychologing arbeitet, gesagt. Allerdings höre ich auf Fortbildungen von anderen Gutachtern immer, dass Depressionen gut behandelbar sind. Und diese Aussage hat dazu geführt dass, ich meine Diagnose "Depressionen" in Frage gestellt habe. Aus meiner Sicht kann ich sagen, dass die Vergesslichkeit, Konzentrationsproblematik, Strukturlosigkeit, Chaos, Antriebslosigkeit die als Symptome der Depression gewertet wurden, die ADHS-Symptome sind, erst wenn diese Symptome so stark sind, dass gar nichts mehr geht, kommt die Depression. Darum hat mir persönlich die Behandlung ausschließlich mit ADs überhaupt nichts gebracht, weil trotz Cipralex das Chaos, die Strukturlosigkeit und die Konzentrationsschwächen die selben waren...Rein äußerlich betrachtet, wurde aber angenommen, dass Cipralex eben nicht die Depression beseitigt, obwohl für mich persönlich klar war, dass diese Freudlosigkeit und Emotionslosigkeit sehr wohl mit Cipralex verschwunden waren.

    Jetzt mit der richtigen Diagnose und den richtigen Medis bin ich definitiv nicht depressiv, aber manchmal eben doch ziemlich chaotisch, verträumt oder ähnliches, was aber eben keine Symptome der Depression, sondern ADHS ist!

    @ Andi: Letztlich ist die medikamentöse Behandlung der Depression, genauso wie der ADHS - eine rein symptombezogene Behandlung. Die genauen Wirkweisen der Medikamente kennt man ja gar nicht. Es gibt Vermutungen, die durch Behandlungserfolge (scheinbar) belegt sind. Darum muss der Arzt häufig mehrere Medikamente ausprobieren, bevor er das richtige AD gefunden hat. Ich glaube, an deiner Vermutung ist sehr viel Wahres dran.

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