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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 27

    Drogendefinitionen

    Hi again,

    nachdem letztes mal alle meine Threads geschlossen wurden, habe ich im real life hin- und wieder die Frage gestellt, was die Leute als Drogen empfinden, und hier erstmal nichtsmehr gemacht. Ich finde dieses Thema sehr interessant! Allein schon die Tatsache, dass verhindert werden soll, dass Ritalin auch nur im Bezug zu Drogen erwähnt wird, zeigt meiner Meinung nach, ein was für falsches Bild in unserer Gesellschaft über den Drogenbegriff vorliegt, wenn selbst Konsumenten von Ritalin so krasse Probleme haben, dies als Droge zu bezeichnen.

    "Als Droge werden im heutigen deutschen Sprachgebrauch stark wirksame psychotrope Substanzen und Zubereitungen aus solchen bezeichnet. Allgemein weisen Drogen eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Wirkung auf. Traditionell als Genussmittel verwendete oder als Medikament eingestufte Drogen werden in der öffentlichen Wahrnehmung oft nicht als solche betrachtet, obwohl in geeigneter Dosierung und Einnahmeform ebenfalls Rausch- oder erheblich veränderte Bewusstseinszustände auftreten können." (Wikipedia)

    Ich bin der Meinung, dass diese Definition von Drogen ganz klar Ritalin einschließt. Keiner der von mir befragten Personen hätte Ritalin nicht als Droge eingestuft! Diese Definition stellt aber auch Kaffee als Droge dar, auch wenn man dann langsam an die Grenze der starken psychotropen Wirkung gelangt. Auch Kaffee haben die meisten von mir Befragten als Droge eingestuft. Es handelt sich bei den Befragten komplett um Studenten Anfang bis Mitte Zwanzig, denen allen eine gewisse Affinität zu Drogen (und sei es nur Alkohol) nachgesagt werden kann.

    Auf der anderen Seite steht der Volksmund, der das als Drogen sieht, was verboten ist. Alkohol wäre nach dieser Definition also keine Droge. Diese Definition ist meiner Meinung nach komplett unwissenschaftlich, weil es bei Drogen um die Wirkung und nicht den rechtlichen Status gehen sollte. Die starke psychotrope Wirkung kann man angesichts von Alkoholleichen meiner Meinung nach nicht im Ansatz zurückweisen. In manchen Bundesstaaten der USA gibt es medizinisches Marijuana. In manchen ist Cannabis sogar legal. Würde man nur das als Droge sehen, was verboten ist, wäre Cannabis in diesen Bundesstaaten nicht als Droge definiert. Imho ebenfalls kompletter Humbug, da Cannabis eine klare psychotrope Wirkung hat. Allerdings hat eben auch Ritalin eine klare psychotrope Wirkung.

    Ich möchte mit diesem Thread absolut niemand provozieren! Ich habe mal gehört, dass man sich als Soziologe über die alltäglichen Dinge des Lebens wundern soll. Ich wundere mich darüber, warum hier in diesem Forum ein Thread geschlossen wird, indem die Frage gestellt wird, was die Leute als Droge ansehen. Für mich war eigentlich selbstverständlich, dass Ritalin eine Droge ist. Ich habe ja den Verdacht, dass es darum geht, dass vermieden werden soll, dass es sich bei Patienten die Ritalin bekommen, um Leute handelt, die täglichen Drogen nehmen. Ich persönlich sehe Ritalin als Droge, mache aber absolut kein Geheimniss daraus, dass ich sie nehme. Vielmehr versuche ich meine Freunde davon zu überzeugen, dass Ritalin gut für mich ist. Meiner Meinung nach sollte man Ritalin als das anerkennen, was es nach wissenschaftlicher Definition ist. Denn Wissenschaft zu verbieten ist meiner Meinung nach niemals gut. (Aber evtl. täusche ich mich ja auch einfach in der Definition.) Trotzdem sollte man dann verteidigen, dass Ritalin gut für einen ist, sofern es denn so ist. Es ist eben eine Droge, die ganz klaren medizinischen Nutzen hat, und damit eben auch ein Medikament. Nicht vergessen darf man auch, dass Ritalin ja unter das BtmG fällt, und damit für den Großteil der Bevölkerung verboten ist. Ist Ritalin nun für diese Menschen eine Droge?

    Ich hoffe inständig, dass ich nun über dieses Thema diskutieren darf, oder zumindest mal die Meinungen anderer anhören kann. Und sei es nur, damit die Forumsleitung sieht, wie die Meinung der User ist. Wenn hier die Mehrzahl die Meinung verbieten will, dass Ritalin eine Droge ist, dann werd ich das evtl. nicht einsehen, aber einsehen, dass man die Meinung in diesem Forum nicht haben darf. Eine kleine Chance für eine meiner Meinung nach interessante Diskussion würde ich mir aber schon erhoffen. Immerhin hat mich das Ganze so beschäfftigt, dass ich sogar im real life darüber rede, und nun nochmals einen Versuch hier starte. Meiner Meinung nach hat es auch etwas damit zu tun einen Teil von sich zu leugnen, wenn man Ritalin starr nicht als Droge sehen will. Es ist eine Droge (klare starke psychotrope Wirkung bei entsprechender Dosierung) aber sie hilft uns. Warum müssen wir Ritalin als das leugnen was es ist? Sollten wir nicht sagen: "Wir nehmen Ritalin/eine Droge, und das ist auch gut so!"?

    Grüße
    Daniel
    Geändert von Dweg85 (29.05.2013 um 17:04 Uhr)

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Drogendefinitionen

    Ich schaffe es leider gerade nicht deinen Beitrag zu lesen, da ich zu unkonzentriert bin, allerdings möchte ich mal meine Meinung zu einer Droge schildern, was ich darunter verstehe:

    Ein Wirkstoff, der zu einer Veränderung des körperlichen Normalzustandes führt.

    Es gibt ja auch körpereigene Drogen wie z.B. Adrenalin - diese machen den Körper aufmerksam und putschen ihn auf.

    Folglich fallen andere Dinge (auch Ritalin und Derivate), Zigaretten, Alkohol, Haschisch etc. auch unter die Definition "Droge".

    Ich weiß nicht, ob alle Drogen süchtig machen, ich denke ja. Sex kann letztlich auch zu einer Droge werden, die man immer und immer wieder benötigt. Es gibt viele Sexsüchtige Menschen, die einfach das Gefühl eines Orgasmusses brauchen etc. (ich find das Gefühk auch toll ). Abhängigkeit entsteht immer dann, wenn dem Körper ein Wohlgefühl umgibt.

    Deshalb brauchen auch viele Leute einen Adrenalinkick, sind süchtig danach.. andere wiederum werden spielsüchtig, weil ihnen das Gefühl des Gewinnens ein Wohlgefühl bereitet.

    Soweit zu meiner Meinung, deinen Text lese ich bei Gelegenheit aber nochmal, sorry

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: Drogendefinitionen

    Hallo,


    Geschlossen.

    Siehe hierzu die Community-Regeln -->
    Community-Regeln

    (nicht gestattet ist .. )

    Die Bezeichnung von Medikamenten oder medikamentösen Wirkstoffen als "Droge(n)", "Stoff", "Zeug", "Material" oder mit anderen Begriffen, die mit illegalen Drogen assoziiert werden können oder die Bezeichnung einer Medikamenten-Einnahme als "Einwerfen", "Reinwerfen", "Reinhauen", "Konsumieren" oder mit anderen Begriffen, die mit dem Konsum illegaler Drogen assoziiert werden können.
    @ Dweg85: Du hast bei deiner Registrierung hier sowohl explizit bestätigt, die Regeln gelesen zu haben, sowie dich ebenso explizit dazu verpflichtet, diese jederzeit einzuhalten.

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    LG,
    Alex

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