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Diskutiere im Thema Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 28

    Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Halli Hallöle liebe Chaoten

    Ich bin mir fast sicher, dass diese Frage hier schon 150 mal gestellt wurde.
    Da ich aber noch keine Passenden Antworten gefunden habe und ich mir das von der Seele reden möchte, frag ich euch einfach nochmal

    Ich war letzten Mittwoch beim Psychiater. Endlich! oO
    Der hat mir Aufgrund meiner Aussagen Venlafaxin gegen meine "depressiven Einschläge" verschrieben.
    Soviel ich weiß dauert das ja ne Weile bis das Wirkt.
    Jetzt nehme ich dass seit einer Woche und nach dem ersten Tag hab ich alle möglichen (Nebenwirkungen?)
    Das fing an mit unfassbaren Magenschmerzen.
    Da habe ich mir aber noch nicht so viel bei gedacht. Mein Magen ist ziemlich im Eimer denke ich...
    Drei Tage später ging das los mit unglaublichen Koordinationsstörungen und unglaublicher Verwirrtheit -und verwirrt bin ich ja sowieso schon ständig :/ -
    Das Problem ist nur, dass ich mir das bei meiner Arbeit nicht leisten kann. Ich arbeite in der Spülküche. Ich kann da nicht das halbe Inventar zerstören.Das wird teuer.
    Vorübergehend krankschreiben lassen ist aber auch keine Lösung da ich sonst bei meinen Kolleginnen komplett unten durch bin da ich vorher schon oft gefehlt habe und wir sowieso schon chronisch unterbesetzt sind.
    Außerdem habe ich in der Packungsbeilage gelesen, dass die Suizidgefahr bei unter 25jährigen steigen kann
    Das ist so meine größte Angst.
    Ich habe auch so schon immer einen Hang zu unbeabsichtigten kleineren Unfällen.
    Hinzugekommen sind in dem letzten Jahr aber auch ungewollte Gedanken an Selbstverletzungen.

    Jetzt nehm ich die ja auch noch nicht lange.
    Meint ihr das mit den Nebenwirkungen geht vorüber? Wann wirkt dieses Medikament so wie es soll? Und wie sieht das bei euch mit der Suizidgefährdung aus falls überhaupt vorhanden?

    Über eure Erfahrungen, Ratschläge, Antworten würd ich mich freuen

    Jenny

    PS. Sorry falls der Text etwas konfus geschrieben ist. Hab ihn nicht nochmal über gelesen

  2. #2
    pero

    Gast

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Ich habe das vor einem Jahr versucht, damals gegen Depressionen

    Das fing an mit unfassbaren Magenschmerzen.
    Das hatte ich auch und war der Grund das wieder abzusetzen. Habe das nicht ausgehalten.

    Außerdem habe ich in der Packungsbeilage gelesen, dass die Suizidgefahr bei unter 25jährigen steigen kann
    Das steht bei fast allen AD's. Ist kein Grund zur Panik solange du jemanden hast mit dem Du sprechen kannst.
    Ich glaube nicht das man beim ersten Gedanken daran sofort handelt, aber ich denke man sollte im Kopf behalten das diese Gedanken verstärkt werden könnten und dann sollte man sofort handeln.
    Vielleicht wäre es auch gut jemanden darüber zu informieren, jemanden den man täglich sieht, der auch auf solche Äusserungen achtet und sofort einschreitet.
    Diese Warnung allein wäre für mich kein Grund das Abzusetzen, solange es keine weiteren Nebenwirkungen gibt. Ist eine Warnung die man weder ignorieren noch überbewerten sollte. Halt eine Warnung.

    Hinzugekommen sind in dem letzten Jahr aber auch ungewollte Gedanken an Selbstverletzungen.
    Klingt nach Borderline, weniger nach ADHS oder Depression


    Lg
    pero

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Guten Morgen!

    Ich habe Venlafaxin - als alleiniges Medikament - mal etwas länger als ein Jahr genommen. Die Nebenwirkungen, die du hattest , hatte ich nicht, allerdings anfangs eine erhöhte Motorik, das heisst eine - vorallem körperliche - Unruhe. Ansonsten nichts. Ich bin dann wieder auf Cipralex umgestiegen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, ich werde zu aggressiv auf das Venlafaxin. Das war aber alles.


    Magenschmerzen - hast du schon Magensäurehemmer probiert?

    Das mit Selbstmord ist so eine Sache: Es ist deswegen erhöht, weil Leute ja - wenn depressiv - antriebslos sind und auch Selbstmordgedanken manchmal haben. Da ADs die Aktivität steigern, kann es im schlimmsten Fall dazu kommen, dass einer sich dann wirklich dazu "aufrafft" seinen bereits überlegten Selbstmord zu begehen. Daher verschreiben manche Ärzte gerade in der Anfangsphase auch Benzodiazepine zusätzlich.

    Allerdings kann das Suizidrisiko erhöht sein bei jungen Erwachsenen auch NACH der Einstellungsphase. Da gibts Studien dazu. Angeblich soll es ja kontraindiziert sein bei Adoleszenten und soweiter. Was hast du denn vorher genommen, dass dein Arzt dir Venlafaxin verschreibt? Normal werden solche Mediks erst als Medikamente zweiter Wahl genommen, wenn die gängigen SSRI s nicht helfen?

    Zu den Gedanken über Selbstverletzung: Wie äussert sich das genau?
    Geändert von noubamofi (29.05.2013 um 10:35 Uhr)

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    ich habe Venlafaxin 75 mg (Trevilor) als mein erstes überhaut AD, allerdings wegen "Aufmerksamkeitstörung bei Depression". Der damalige Neurologe meinte, es kommt von Depression (aber der kennt leider nur eine psychische Störung und das ist nämlich Depression).

    Das war vor sehr vielen Jahren und ich war noch nicht depressiv. Unter Trevilor wurde ich depressiv und wegen erheblicher Verschlechterung wurde ziemlich schnell (nach ca. 1 Monat) abgesetzt. Danach einige Zeit habe ich wegen Depression Johanniskraut bekommen. Die depressive Stimmung war weg, Konzentrationsprobleme sind geblieben.

    Als Nächstes habe ich Erdonax (Reboxetin) bekommen und das hat mir einiger Massen, vorübergehend geholfen.


    LG
    Surre

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Hallo!

    Trevilor habe ich 2006 über etwa 2 Monate eingenommen, nach Schema aufdosiert.
    Die innere Unruhe nahm zu, wie auch die motorische, wenn man das trennen möchte.
    Da ich mich in der Aufdosierung befand bekam ich ein Neuroleptikum dazu und die Versicherung, die NW würden sich im Verlauf legen.
    Dies trat nicht ein und ich habe alles abgesetzt.
    Nach diesen zwei Monaten ging es mir subjektiv besser, einfach weil die NW mich so sehr beeinträchtigte und mit dem Absetzen verschwand.
    Kein Therapieerfolg wie er im Buche steht, aber immerhin ... !

    Ich kenne Menschen, denen Trevilor gut hilft und welche, die es gar nicht vertragen. In der hier ansässigen Psychiatrie wird es als AD der ersten Wahl bei diagnostiziertem ADHS im Erwachsenenalter gern angewandt.

    rajas

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Erstmal danke für eure antworten
    Sorry ich hab keine Ahnung wie man in der mobilen Version zitiert

    Aber zu dem Thema mit den magensaeurehemmern:
    ich habe oft Probleme mit dem Magen, sodbrennen, krämpfe und so weiter. Das hilft meist alles immer nur kurzfristig.

    Zu der Sache mit den Gedanken an Selbstverletzungen:
    Das sind ungewollte spontane eingebungen. Teilweise echt erschreckend. Zum Beispiel wenn ich auf dem Balkon gehe kommt plötzlich der Gedanke inklusive dem Bild dazu ich könnt mich ja einfach mal runterschmeissen. Oder wenn ich Gemüse oder so schneide kommt der Gedanke ich könnt ja einfach mal abrutschen und mir in die hand schneiden. Ich find das echt unschön. Ich will das ja nicht. Weder mich selbst verletzen und umbringen erst recht nicht oO

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Jenny92 schreibt:
    Aber zu dem Thema mit den magensaeurehemmern:
    ich habe oft Probleme mit dem Magen, sodbrennen, krämpfe und so weiter. Das hilft meist alles immer nur kurzfristig.

    Zu der Sache mit den Gedanken an Selbstverletzungen:
    Das sind ungewollte spontane eingebungen. Teilweise echt erschreckend. Zum Beispiel wenn ich auf dem Balkon gehe kommt plötzlich der Gedanke inklusive dem Bild dazu ich könnt mich ja einfach mal runterschmeissen. Oder wenn ich Gemüse oder so schneide kommt der Gedanke ich könnt ja einfach mal abrutschen und mir in die hand schneiden. Ich find das echt unschön. Ich will das ja nicht. Weder mich selbst verletzen und umbringen erst recht nicht oO
    Zum Thema Magen: Ja das tut es. Ich nehem das Zeug fast regelmässig. Haste dir das schon mal ansehen lassen? Eventuell Bakterien oder was?

    Zum Thema Selbstverletzung: So wie du das schilderst, sind das Zwangsgedanken (kein Boderline!!! vergiss das mit dem Borderline das ist Schrott....)
    Und tja, da kann man sicher medikamentös was machen. Jetzt ist MIR zumindest auch klar warum du gleich Venlafaxine verschrieben hast bekommen. Arzt hat wohl auch an Zwangsstörung gedacht . Wenn es dir aber nicht guttut würde ich das melden , gibt ja genug anderes Zeugs und so prickelnd hören sich die NWs bei dir wirklich nicht an, leider. Vielleicht verträgst es wirklich schlecht. Generell bin ich schon relativ platt, dass man jemandem , der zum ersten Mal ADs nimmt bei den von dir beschriebenen Symptomen erstmal gleich "Venlafaxine" gibt. Zu meiner Zeit (jaja bin schon alt) war das ein Medikament, eben auch wegen dem NW-Profil, dass man erst, wenn SSRIs nicht wirken , gibt. Habe ich richtig verstanden, dass das das erste Medikament ist, das du nimmst? Wie kommst du zu ADHS?

    http://de.wikipedia.org/wiki/Zwangss...t_Medikamenten
    Geändert von noubamofi (29.05.2013 um 22:34 Uhr)

  8. #8
    VierSterneMurch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.541

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Trevilor ist meine Hausmarke, das einzige Medikament was meine Panikstörung eindämmt...

    Die erste Woche hat es sich fast durch den Magen gefressen und im Kopf war ich leicht GAGA - aber jetzt merk ich keine Nebenwirkung und die Panik ist auf ein erträgliches Maß runter, allerdings hat es bei mir (wie jedes AD) keine Antidepressive Wirkung

  9. #9
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 34

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Hi Jenny ich nehme venlaflaxin auch. Bin jetzt bei 225mg..
    Nebenwirkungen sind auch gehäuft da xD vor allem Appetit losigkeit.. noch 3 kg und ich hab untergewichtig.. :o aber nun dauert es meist Ca einen Monat bis es wirkt.. habe es einmal 3 Monate genommen und dann abgesetzt.. weil ich unruhiger und zitterig wurde.. auch Panik Attacken bekam und Stimmung Schwankungen ..

    ich kann sagen mit venlaflaxin ging es mir etwas besser.. aber nicht viel.. nun bekomme ich doppelt so viel wie vorher und auch ritalin bekomme ich nun endli h..
    und hab das Gefühl dass ich komplett aufm andern Planeten wohne xD also echt dissoziativ und Verschleiert.. aber das sollte sich auch bald legen wird gesagt.. hoffentlich..

    Also wie gesagt ich kenne viele die das nehmen und einer sagt sogar dass die Wirkung erst nach 3 Monaten eingesetzt hat.. doch alle sagen dass es ihnen hilft..

    Liebe grüße
    Biene

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 28

    AW: Welche Erfahrungen habt ihr mit Venlafaxin?

    Nee meinen Magen hab ich mir noch nicht durchchecken lassen...
    Mir graust es davor. Da ich da ja schon seit Jahren öfters Probleme damit habe, rauche, gelegentlich mal was trinke... letzten Herbst bin ich deswegen ins Krankenhaus gegangen weil ich nicht einmal mehr schlafen konnte vor Schmerzen.... Ich weiß, einmal nachgucken lassen wäre echt besser.

    Wegen der Sache mit den Zwangsgedanken:
    Hmm... Ich hab mir den Link mal durchgelesen. Ist ja nicht so schön oO

    Gemäß ICD-10, Code F42, gelten folgende diagnostische Leitlinien:

    1. Die Zwangsgedanken oder zwanghaften Handlungsimpulse müssen vom Patienten als seine eigenen erkannt werden.
    2. Mindestens gegen einen Zwangsgedanken oder gegen eine Zwangshandlung muss der Patient noch Widerstand leisten.
    3. Der Zwangsgedanke oder die Zwangshandlung dürfen nicht an sich angenehm sein.
    4. Die Zwangssymptome müssen sich in zutiefst unangenehmer Weise wiederholen.
    5. Die Symptomatik muss über mindestens 14 Tage an den meisten Tagen bestehen.


    Das trifft alles zu. Bis auf das Fünfte. Wenn ich das richtig verstehe müssten die von 14 Tagen an mehr als 7 Tagen da sein oder?
    Diese Gedanken kommen bei mir meist dann wenn ich das am wenigsten erwarte.
    Nicht unbedingt alle zwei Tage. Manchmal sind die gar nicht da manchmal halt permanent.

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