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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    Immer niedrigere Dosis?

    Hallo liebe Leute!

    Ich habe schon von einigen gelesen, dass sie mit der Zeimer mehr MPH nehmen müssen um die erwünschte Wirkung zu erzielen. Ich bekomme selbst welches Seit 6 Monaten und bemerke, dass es bei mir genau umgedreht ist. Mit der Zeit brauche ich immer weniger (erst hatte ich 5 mg, dann hab ich die Tabletten geteilt, dann noch einmal geteilt....) und finde das sehr komisch. Eigentlich ist es ja gut, wenn man nicht so viel brauch, aber ich frage mich ob es nicht ein Anzeichen sein kann, dass ich es nicht vertrage? (Gibts bei Alkoholikern nicht auch so eine Übersensibilität ..kurz vor Schluss? . Im Laufe des Zyklus gibt es dann nochmal zusätzliche Schwankungen, so ist es unmöglich eine einmal-für-alle-Zeiten Dosis zu finden...

    Wohlgemerkt: es sind nicht nur die Nebenwirkungen, die stärker werden, sondern auch die gewollte Wirkung!

    Wäre für eigene Erfahrungen oder Wissen dankbar!
    liebe Grüße,
    Porcupine

    p.s. Bitte verweist mich nicht nur an meine Psychiaterin. Mit der hab ich nächste Woche ein Gespräch, aber als ich es schon einmal ansprach schien sie eher verwirrt, kennt solche Fälle nicht. Ich wollte deswegen mal in euren persönlichen Erfahrungen nachschauen!

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 1.209

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Ich hab schon gehört, dass sich der Neurotransmitterhaushalt stabilisiert, wenn MPH über ne längere Zeit eingenommen wird.

    Kann schon sein, dass Deine Birne quasi "warmgelaufen" ist, Neurotransmitter produziert und sensibler auf die Blockade durch MPH reagiert.

    Hast schonmal ne längere MPH-Pause gemacht. Wenn ja, wie lang und wie ging's Dir da?

    (Hab selber keine Erfahrung, hab aber von o.g. Phänomen mal gehört oder gelesen.)

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Könnte auch sein, dass du in der Anfangszeit einfach für deinen Bedarf zu hoch eingestiegen bist und jetzt erst durch die Reduzierung merkst dass deine ideale Dosis viel geringer ist. So war`s bei mir zumindest-allerdings hatte ich eben auch keine ideale Wirkung mit der für mich zu hohenDosis sondern einiges an NW. Also hatte ich schon nach einigen Tagen die Dosis auf die Hälfte reduziert,mein Arzt hat sich auch gewundert und da befinde ich mich seit mehreren Jahren.

    Was mich wundert ist,dass deine NW bei Dosisverringerung stärker werden? Das war bei mir gegenteilig.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Ich würde sagen, dass es umgekehrt ist. Dass also diejenigen, die die Dosis erhöhen müssen, die Ausnahmen sind. Leute wie Du, die mit der Zeit weniger einnehmen, dagegen die Regel darstellen.

    Ich habe eine ähnliche Erfahrung gemacht. Erst kürzlich habe ich den Apotheker angewiesen, mir nur noch 5 mg DL-Amphetaminkapseln zusammenzumischen, nicht mehr 10 mg.

    Man muss sich das ähnlich wie bei einer Dampflok vorstellen. Man muss erst unglaublich viel Kohle in den Kessel schaufeln, bis das Ding endlich einmal auf Betriebstemperatur kommt und sich langsam von der Stelle bewegen kann. Läuft die Lok dann wie geschmiert, muss man nur noch wenig Brennmaterial nachschaufeln, um sie in Gang zu halten.

    Ein weiterer Aspekt ist derjenige, dass mit der Abnahme der Komorbiditäten, v.a. Depression und Dissoziation sind hier relevant, der Stimulanzienverbrauch automatisch sinkt. Die Stimulanzien können sich sozusagen auf ihr Kerngebiet konzentrieren und müssen nicht mehr alles mögliche andere mitbehandeln. Während Depression und Dissoziation ungeheuere Stimulanzienverbraucher sind, reagiert ADHS selbst recht sensibel auf Stimulanzien.

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Jep. Meine Dosis ist auch gesunken.


    ---
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  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Hallo Leute, danke für eure Antworten, das erleichtert mich sehr!

    @Nietzsche. lange Zeit ausgesetzt habe ich nicht, da es mir einfach zu schlecht nach 2,3 Tagen ging. Allerdings habe ich (Frau sei Dank) jeden Monat ne Woche die einem Aussetzen recht nahe kommt und danach reagiere ich immer noch empfindlicher auf die Dosis (was mir auch logisch erscheint).

    @Eiselein. Vor allem dir besonders vielen Dank für deine Worte. Deine "Holzhammer"-Erklärung ist zudem echt einleuchtend. Ich hatte und habe ein gutes Maß an Komorbiditäten angehäuft und bin des Winters seit Jahren eigentlich depressiv. Inzwischen bin ich innen drin und mein Leben draußen viel funktionstüchtiger und "gesünder" geworden. Und ja: am Anfang habe ich die Medikamentenwirkung nicht mal richtig bemerken können..nur eben, dass das Chaos etwas erträglicher wurde. Inzwischen spüre ich die Wirkung sehr genau, was wohl auch durch die verbesserte Körperaufmerksamkeit kommt, die ich in den letzten Monaten bekam.

    Jetzt frage ich mich nur wieso Psychiater mit Retard einstellen (was die Entwicklung eines Gefühls nicht eben erleichtert) und dann auch noch mit 10mg anfangen? Das werde ich nächste Woche mal bei meiner Frau Dr. als Frage vortragen...

    viele liebe Grüße,
    Porcupine

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 96

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Ich wollte diesen Thread nochmal aktualisieren, vielleicht kann ich damit auch anderen helfen die verunsichert sind.
    Ich bin inzwischen bei einer täglichen Dosis von 5 (!!) mg angekommen und es geht mir glänzend dabei.

    Als ich noch mehr nahm, war ich regelmäßig überdosiert und dachte oft: "ach herrje, bist du am Ende doch ein Stino? Das kann doch nicht sein, dass du davon nicht ruhig wirst!"

    Inzwischen glaube ich, dass sehr viele Leute von den Medikamenten abgeschreckt werden oder nicht optimal profitieren, weil sie viel viel zu hoch eingestellt sind. Nach dem Motto "wenn man nicht sofort was merkt, reicht es nicht".
    Seitdem ich ein gutes gleichmäßiges Level gefunden habe, profitiere ich nochmal viel mehr als vorher und habe viel weniger Nebenwirkungen. Möchte auch andere bekräftigen, sich nicht davon verwirren zu lassen, in welchen Größen die Tabletten/Kapseln produziert werden. Für viele ist das okay, für viele aber auch viel zu viel.

    lg,
    Porcupine

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Immer niedrigere Dosis?

    Ich habe auch regelmässig den Verdacht dass mehr Leute hier über- als unterdosiert sind und 5mg/Tag sind bei Erwachsenen in der Bandbreite - es gibt da einen der sich mit Billigung des Arztes MPH Schokokugeln macht um Milligrammweise dosieren zu können - dem reichen dann 2 oder 3 mg auf ein paar Dosen verteilt.

    Andererseits gibt es auch die "100mg und noch lange nicht überdosiert" - Kandidaten.

    Weil diese Bandbreite so extrem ist gibt es ja eigentlich die Regel dass gar keine Dosierungsvorschläge gepostet werden sollen - um niemandem zu verunsichern.




    ---
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