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Diskutiere im Thema Ritalin "neueinstellung" nach 10 Jahren im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 47

    Ritalin "neueinstellung" nach 10 Jahren

    Hallo Leute

    Ich nehme Ritalin seit dem Kindergarten, zu Beginn hatte ich halbe 10mg von novartis. Seit der Grundschule habe ich 20mg retard Tabletten. Jetzt bin ich 18 und habe die 20mg Medikinet adult.

    Sie wirken, d.h. sie eliminieren die typischen ADHS symptome aber ich weiß nicht, ob die Wirkung die bestmögliche ist. Ich nehme seit 10 Jahren die gleichen Tabletten und es wurde in der Zeit nicht überprüft, ob die Dosis noch stimmt.

    Wie ist das Vorgehen, wenn man jetzt zum Arzt geht und quasi nach einer "Neueinstellung" fragt? Ich kann mich an meine Einstellung auf die 20mg nicht erinnern. Meine Eltern auch nicht.

    Bekommt man dann alle Tabletten von 5mg bis 40mg um die Wirkung zu testen? Und wie lange dauert das ungefähr? Bekommt man dann von jeder "Wirkstärke" 10 Tabletten die man dann ausprobiert und über das Ergebnis berichtet?

    grüße

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Ritalin "neueinstellung" nach 10 Jahren

    Hallo Noodle,

    in der Regel fängt man mit 1x 10 mg Medikinet adult morgens an, wenn man eindosiert, und behält das ein paar Tage bei, nimmt dann mittags 1x 10 mg dazu, bespricht nach einiger Zeit wieder die Wirkung mit dem Arzt und erhöht dann je nachdem um weitere 5 oder 10 mg. und prüft ob die Wirkung besser ist bei möglichst wenig Nebenwirkungen.

    Die Dosismengen sind ja individuell sehr unterschiedlich,und man muss prüfen wie lange man eine Wirkungsabdeckung braucht (mir reicht z.B. eine Einnahme täglich die ca 8h wirkt, viele brauchen eine längere Wirkzeit)

    Das wird dein Arzt aber mit dir besprechen-jeder hat da andere Vorgehensweisen.

  3. #3
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Ritalin "neueinstellung" nach 10 Jahren

    Hallo Noodle,

    bist du eigentlich noch beim Kinderarzt oder schon beim Erwachsenen-Arzt, nachdem du ja schon 18 bist?

    Wenn du dich wohl fühlst mit der Dosis und auch nicht unbedingt damit aufhören willst, was in deinem
    Altern nicht selten ist, kannst du es doch so lassen. Das ausgereifte Gehirn braucht meistens etwas
    weniger MPH, aber wie kürzlich ein Professor von sich gegeben hat (Dieter Braus - Ich denke, das lesenswerte
    Werk von ihm heißt "Einblick ins Gehirn") sind die Reifungsprozesse, die auch als "Pubertät" bekannt sind,
    erst mit 26 Jahren abgeschlossen. Danach wird das Gehirn natürlich auch noch "umgebaut", aber nicht mehr
    so gravierend.

    Was willst du eigentlich nach dem Abi machen? (Wenn ich mich nicht täusche, machst du ja gerade die
    Prüfungen und kommst gut zurecht).

    LG Gretchen
    (Neugierige Mutter)

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Ritalin "neueinstellung" nach 10 Jahren

    Also, die korrekte Dosis beim Ritalin ist super wichtig und oft kann es eine Weile dauern bis der richtige Pegel gefunden wurde.
    Eine zu kleine Dosis erfüllt nicht ihren Zweck, eine zu große Dosis führt zu ungewünschten Wirkungen... Da die "korrekte" Dosis von Person zu Person verschieden ist, und sich mit der Zeit auch verändern kann, bleibt ein gewisses (kontrolliertes!) Ausprobieren nicht aus.
    Dass Methylphenidat ein wirkungsvoller Arzneistoff ist, lässt sich nicht abstreiten. Dennoch sind die Nebenwirkungen vielseitig und können zu starken Einschränkungen im Alltag führen. Deshalb sollte Methylphenidat nur verwendet werden, wenn eine ausführliche Diagnose nach den erwähnten Kriterien gestellt worden ist. Zudem ist dabei regelmäßige ärztliche Betreuung und Aufsicht zwingend notwendig und auftretende Nebenwirkungen sollten augenblicklich nach Auftreten mit dem behandelnden Mediziner besprochen werden. MPH sollte deshalb erst dann verwendet werden, wenn andere therapeutische Maßnahmen langfristig zu keiner Verbesserung führen konnten. Quelle
    Vergleicht dazu die Tendenz, wie es früher in Amerika gemacht wurde, als Ritalin neu entdeckt als "Wundermittel" wurde und sie dann den Kindern viel zu hohe Dosen gegeben haben... Ist ja schon grauselig beim drüber nachdenken.

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