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  1. #1
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 356

    Amphetamin Medikamente bei ADS

    Hallo,

    Mich würde mal Interessieren was es für unterschiedliche Amphetamin Medikament es gibt bei ADS und was genau der unterschied ist bei der Wirkung?
    Ich weiss von: Vyvanse / DL-Amphetaminsulfat / Attentin

    Amphetamin soll es in Tropfen, Saft und Tabletten Form geben.

    Danke schon mal für die Infos.....

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Der Unterschied liegt in der Wirkungsweise, während Methylphenidat vorwiegend die Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin im synaptischen Spalt hemmt, förder Amphetamin die Freisetzung von Noradrenalin und Dopamin. Der Effekt ist das mehr Neurotransmitter im synaptischen Spalt sind und somit die signalübertragung besser wird. Subjektiv wird die wirkung auch differenziert wahrgenommen, während MPH eher stark Konzentrationssteigernt wirkt und man die Wirkung(und eventuell auch die Nebenwirkungen) deutlich wahrnimmt, so ist Amphetamin wesentlich subilier in der Wirkung. Man spührt kaum etwas aber man hat dennoch wirkung. Amphetamin steigert die Konzentration und macht in der regel menschen auch ein wenig sozialer, besonderst ADSler die eher ruhig und zurückhaltend sind weil sie angst haben etwas zu sagen, leute die stottern oder ähnliche dinge haben, da hilft amphetamin meist besser als MPH.

    Amphetamin gibt es in Kapseln und im Saft.
    Dextroamphetamin gibt es als fertigpräpertat unter dem Namen "Attentin" und sowohl auch in Tropfenform.

  3. #3
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 356

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Habe dazu noch fragen:

    1. Wie lang ist die Wirkungzeit von Amphetamin? (4std. oder wie beim Retrat 8std.)
    2. wann ist es empholen eher Tropfen oder Tabletten/Kapseln zu nehmen?
    3. Ist Vyvanse in Deutschland erhältlich?
    4. Wie merkt man die geeignete dosierung, da es ja anscheinend Subtiler wirken soll?

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Zu frage 1:
    Die Halbwertzeit von D-Amphetamin schwankt zwischen 6-10 stunden. Je nachdem wie der PH des Urins ist. Um so saurer um so schneller wird es aus dem körper eleminiert.
    4 Stunden haben vll viele nur die Aktive Wirkung doch die passive also die unterbewusste die kann durchaus noch 12 stunden nach der letzen einnahme wenn nicht sogar noch am nächsten tag dasein. Man gibt in der regel 1-3 tagesdossierungen, normalerweise alle 6 stunden aber wie gesagt das ist alles sehr indivirtuell und sollte mit dem arzt abgesprochen werden!

    2. Kapseln sind praktisch wenn man seine dossirung gefunden hat und man oft unterwegs ist und man nicht iwelche sperrigen flaschen die den saft enthalten mit transprotieren kann. 2 nachteile haben allerdings kapseln, zum einen sind sie fest dossiert in der regel 5/10/15 mg Kapseln und zum anderen sind Kapseln unglaublich teurer als saft in der herstellung.

    3. Vyvanse ist zurzeit nochnicht erhältlich allerdings wird es demnächst wohl ein präperat geben das den Namen "Elvanse" trägt und wohl das gleiche sein soll. Ob es für Erwachsene zugelassen sein wird vermag ich nicht zu beantworten

    4. Wenn man sich konzentrieren, ruhig ist, sprich wenn man normal ist. Ich habe die erfahrung gemacht das man nach einigen Monaten einfach garnichts mehr merkt und man einfach normal ist, also kaum ADS symtome hat. Aber das alles sollte man lieber mit dem arzt genau besprechen

  5. #5
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 356

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Habe schon einige Medikamente hinter mir, bisher hat MPH am Besten geholfen.
    Habe zuerst Medikinet gehapt und jetzt nehme ich zurzeit Concerta da es länger wirkt und gleichmäßiger, bin sehr sensiebel was die Wikung von Medikamenten angeht.

    Jedoch habe ich immer noch probleme im Sozialen bereich (eher Schüchtern, Ängste) bei ADs wurde es schlimmer, bei MPH ist es minimal besser.
    Es hat sich bei mir schon viel Positives getan Dank MPH, doch merke ich auch das meine Kreativität und Gefühle nicht mehr so ausgeprägt sind.

    Möchte deshalb den versuch wagen Amphetamin mal auszuprobieren, nur weiss ich nicht welches ob Attentin, D-Amphetamin oder DL-Amphetamin? eher Saft, Kapseln oder Tropfen?
    Mich stört die kurze Wirkzeit, möchte ungern 3 mal am Tag was einnehmen müssen besonders in der Arbeit. Denke auch das dann eher Kapseln oder Tabletten in frage kommen.

    Elvanse (Vyvanse) soll im Juni 2013 für Kinder in Deutschland erhältlich sein, habe gehört das es eine Wirkzeit von 12-16 std. hat, das währe ja für jeden ADHsler der mit Amphetamin gut zurecht kommt Perfekt.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Also wegen der Wirkungsdauer würd ich mir erstmal keine Sorgen machen. 6 Stunden ist doch eignentlich ziemlich lang oder? Außerdem gibts in der Regel kein Rebount. Das Medikament wirkt lange nach, es fängt langsam an zu wirken und hört dann langsam iwann auf zu wirken. Kein An-Aus-Effekt.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 295

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    sb100 schreibt:
    Außerdem gibts in der Regel kein Rebount.
    Stimmt so nicht, den hatte ich sehr wohl - und zwar heftiger als mit MPH. Dafür hat es sich ruckzuck eingependelt und war nach wenigen Tagen nicht mehr da.
    Die Wirkdauer von 6h ist der Idealfall... Ich nehme nach 5,5h die zweite Dosis ein (Attentin) da es ca. 30-45min braucht um zu wirken.
    Welche Einnahmeform? Ein halbes Jahr hatte ich den D/L-Saft. Man muss eben mit einer Spritze hantieren um die richtige Menge abzumessen und für unterwegs ist das reichlich unpraktisch weil man immer ein kleines Fläschchen mitschleppt. Die Tabletten sind wesentlich bequemer, aber auch wesentlich teurer!

    Ich gebe dir übrigens recht @ADD was die Kreativität angeht... Wird merklich außer Kraft gesetzt

  8. #8
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 356

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Angeblich soll die Kreativität durch Amphetamin nicht so beeinträtigt werden als wie mit MPH!
    Oder ich warte noch bis Juni und frage meine Ärztin wegen dem Elvanse! bevor ich nach Attentin frage....

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Natürlich kann es auch ein Rebount bei Amphetamin geben allerdings ist dies bei den meisten nicht der fall.
    Amphetamin hat eine Halbwertzeit von ca. 10 Stunden. Es wirkt sehr lange nach, wenn auch nur unterbewusst!

  10. #10
    Simönchen

    Gast

    AW: Amphetamin Medikamente bei ADS

    Hallo

    Möchte auch kurz meine Erfahrungen und Erkenntnisse betreffend des Amphetamins schildern. Muss kurz ausholen:

    Bekam nach der Diagnose initial unretardiertes MPH (Ritalin), das mir sozusagen Welten eröffnete bzgl. Konzentration, Impulsivität, Ordnung (im Kopf), strukturiertes Arbeiten und vor allem, an Dingen dranzubleiben. Ich fand es genial und war sehr glücklich. Anfangs. Nach ca. 2 Monaten bemerkte ich plötzlich, was "Rebound" für mich heißt - bleierne Müdigkeit, die mich auch mal im Sitzen einschlafen ließ (z.B. wenn ich arbeitsbedingt nicht "rechtzeitig" die nächste Dosis nehmen konnte) und abendliche, nicht in den Griff zu kriegende Fressflashs beim kompletten Abklingen der Wirkung, also ein paar Stunden vor dem Schlafengehen. Zusätzlich ließ meine Libido stark nach. Das alles störte mich derart, dass ich meinen Arzt um eine Alternative bat - sowohl was den Rebound und die damit zusammenhängenden Schrecklichkeiten betraf als auch in Bezug auf meine Libido.

    Zuerst probierten wir Concerta aus, ich nahm dann für 10 Tage ca. 36mg morgens und fühlte mich damit wesentlich besser. Kein schnelles Anfluten, keine Peaks, und der Rebound war fast verschwunden - weniger Hunger am Abend und nur ein ganz klein wenig Müdigkeit, was mich am Abend ja nicht störte. Zusätzlich hat das Concerta eine wesentlich niedrigere, konstante "Erregungskurve" und ich kam damit ca. 7 - 8 Stunden gut klar. Aber: Libido war noch immer im Keller, und zwar sowas von.

    Also versuchten wir die letzte Alternative - Amphetaminsulfat-Kapseln zu je 5 mg, 2 davon morgens, ca. 6-7 Stunden später nochmal eine. Was nach der MPH-Einnahme deutlich spürbar war, ist, dass man im Vergleich quasi nichts bemerkt - bei mir gibt es mit dem Medi kein Anfluten und auch kein Abfluten und absolut keinen Rebound. Meine täglichen Probleme waren damit gut zu therapieren, damit hatte ich keine Probleme und fand die Wirkweise sehr angenehm. Man kann es halt durch diese subtile Wirkung nur sehr schlecht einschätzen, zumindest mir ging und geht es immer noch so. Ich war/bin mir auch nie sicher, wann ich am frühen Nachmittag die nächste Kapsel einnehmen soll, da ich den Wirkverlust durch das extrem langsame und für mich nicht spürbare Abfluten nicht einschätzen konnte - denke da kann ich mich auf den Post von weiter oben beziehen, in dem geschrieben wird: es hat eine sehr lange Halbwertszeit und kann auch nach der üblichen Wirkzeit nachwirken. Manchmal vergesse ich es nachmittags deswegen sogar, und es passiert: nix Ich kann auf jeden Fall sagen, dass man mit dem Amphetamin einen konzentrierten, strukturieren, stressfreien Arbeits- und Privatalltag haben kann und dass es die ADHS-Symptome deutlich lindert. Was mir ein bisschen fehlt, ist das Fokussierenkönnen. Der Hyperfocus, der beim MPH ja doch stark spürbar ist, gerade beim unretardierten, ist beim Amphetamin zwar vorhanden, aber deutlich abgemildert. Die Rückmeldungen durch den Partner oder gute Freunde, die von der Diagnose wissen, können da sehr helfen. Mein Freund meinte zum Beispiel nach einer gewissen Zeit mit dem Ritalin, dass ich verschlossen und unglücklich wirke - obwohl ich das nicht war. Ich war durch die starke, fokussierende Wirkung einfach ruhiger und mehr in mich selbst gekehrt, was mit meiner Grundstimmung aber nix zu tun hatte.

    Als ich auf's Amphetamin wechselte und mein Arzt mir schon sagte, dass ich auf Äußerungen vom Partner oder nahestehenden Personen, die mich gut kennen achten soll, hab ich ihm erstmal nix davon erzählt - ich wollte nicht, dass er sich dann ständig drauf konzentriert, was genau denn jetzt vielleicht anders sein könnte und im schlimmsten Fall das Gras wachsen hört. Lustig: eine bei mir sehr spürbare und überaus angenehme (Neben-)wirkung des Amphetamins ist die verbesserte Stimmung! Nicht, dass ich vorher ständig schlecht drauf oder gar depressiv war, es kam nur wieder das "alte" Simönchen zum Vorschein, mit all den Albernheiten und Verrücktheiten. Nach drei Einnahmetagen fragte mich mein Freund bereits, was denn los sei, ich sei wieder so "quirlig" (das vermisste er so beim MPH) und positiv und gehe mehr aus mir heraus. Das hat mich irrsinnig gefreut! Dieselbe Rückmeldung kam von meinen Kolleginnen. Ich bin ausgeglichen und "liebe das Leben mehr" mit dem Amphetamin. Auch die Libido krabbelte wieder aus ihrem Keller.

    Fazit:

    das für mich beste Medikament bei AD(H)S. Gerade Menschen, die sich ohnehin schwertun beim Kontakteknüpfen oder beim Zugehen auf andere Menschen, könnte es neben der gewünschten Wirkung auch in der Richtung helfen, davon bin ich überzeugt.

    Hier in Österreich ist Attentin nicht zugelassen und mein Arzt (ADHS-Spezialist für Erwachsene) meinte mal, er könne sich auch nicht vorstellen, dass z.b. Elvanse für Erwachsene zugelassen wird, da, so blöd es klingen mag, "der Markt dafür zu klein sei". Ich hab' trotzdem noch Hoffnung, obwohl ich mit den Kapseln sehr zufrieden bin. Ich muss sie übrigens nicht selbst bezahlen, das übernimmt die Kasse nach chefärztlicher Bewilligung - wie auch schon beim Ritalin und beim Concerta.

    Mittlerweile bin ich sehr zufrieden mit der Medikation und möchte auch nicht mehr zum MPH zurück.

    Liebe Grüße,

    Simönchen

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