Umfrageergebnis anzeigen: Habt ihr bei AMPH Dosissteigerungen vornehmen müssen / Toleranz beobachtet?

Teilnehmer
19. Du darfst bei dieser Umfrage nicht abstimmen
  • Ich habe Toleranzentwicklung / geringere Wirkung beobachtet (außer Titrationsphase).

    12 63,16%
  • Ich habe keine Toleranzentwicklung / geringere Wirkung beobachtet (über 3 Monate Einnahme).

    1 5,26%
  • Ich habe keine Toleranzentwicklung / geringere Wirkung beobachtet (über 1 Jahr Einnahme).

    3 15,79%
  • Ich habe keine Toleranzentwicklung / geringere Wirkung beobachtet (über 2 Jahr Einnahme).

    3 15,79%
Multiple-Choice-Umfrage (Mehrere Antworten sind möglich).
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Diskutiere im Thema Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßnahmen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Damit der ADHSler optimale Ergebnisse erzielen kann, ist er auf kontinuierliche, positive Stimulanzien von außen angewiesen. Auf Dinge also, die ihn irgendwie interessieren, motivieren, begeistern, eben stimulieren.

    Der bekannte ADHS-Spezi Ed Hellowell bezeichnet diesen Vorgang als STRUCTURE BY MEANING, sinngemäß: Da der ADHSler aus sich heraus keine verbindlichen Strukturen entwickeln kann, ist er darauf angewiesen, sich mit etwas zu beschäftigen, was für ihn eine Bedeutung hat, an dieser Tätigkeit entlang, kann er sich dann strukturieren.

    In einer reizarmen Umgebung schaltet sein Gehirn dagegen automatisch auf Bildschirmschonermodus. Bleiben positive Stimulierungen und Belohnungseffekte von außen über längere Zeit aus, entwickelt sich fast zwangsläufig eine Depression. Nicht umsonst gilt ein Sinnesentzug sogar bei den Normalos als Folter.
    Also ich verstehe das so: Das Medikament ermöglicht dem ADHSler besser zu planen und sich selbst eine Struktur zu schaffen. Er ist so nicht mehr so stark auf Stimulierung von außen angewiesen. Nötig für Planung dürften ja Exekutive Funktionen und ein einigermaßen funtionierendes Arbeitsgedächtnis sein. Und darauf wirken doch die Medikamente?

    Acts and speaks before thinking. Gedanken, Gefühle, Handlungen, generell Reaktionen auf einen Aussenreiz können nur schwer oder gar nicht inhibiert (unterdrückt) werden.

    Im Gegensatz zu den beiden anderen Hauptsymptomen Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsdefizit, ist Impulsivität ein diagnostisches Ausschlußkriterium, d.h. keine Impulskontrollstörung vorhanden = kein ADHS vorhanden.
    Warum sollten die Medikamente auf die Selbstkontrollfähigkeit nicht wirken, oder habe ich das falsch verstanden?

    Solange wir kein gescheites retardiertes Amphetamin zur Verfügung haben, möchte ich jedem, der Probleme mit der Toleranz zu haben glaubt, einmal folgende Methode vorschlagen:

    Die Tagesdosis Amphetamin versuchsweise auf ein dutzend kleine Portionen aufzuteilen, anstatt 3 x eine große Portion zu vertilgen.

    Bei mir hat sich tatsächlich heraussgestellt, dass 12 x 5 mg DL-Amphetamin stärker wirken als 3 x 20 mg.

    Kann es sein, dass der stärkere Effekt darauf beruht, dass man nun mehrere Anflutungsphasen hat? Bei mir habe ich beobachtet, dass die Anflutungsphase eigentlich die angenehmste Phase ist. Das Anfluten des Wirkstoffs geht bei mir einher mit besserer Stimmung und Motivation. Aber ich hatte auch den Eindruck, dass die Ärzte die (Geschwindigkeit der) Anflutungsphase in Zusammenhang mit Suchtentwicklung sehen und deshalb manche Ärzte lieber Amphetaminkapseln statt Saft verschreiben. Saft hat anscheinen eine intensivere aber wohl kürzere Anflutungsphase.


    Ja das habe ich auch gelesen! Da geht es um die Anflutungszeit und soweiter. Auch das mit dem cyclen, das ist ja fast wie bei Medikamenten für Parkinson oder so etwas. Die muss man auch nach 5 bis 10 Jahren wechseln. Das klingt eigentlich logisch. Was aber wenn man das Ritalin schlecht verträgt? Hat man dann Pech gehabt oder helfen "Phasen ohne" und dann wieder von vorne anfangen? Es gibt ja, was Sucht betrifft (und daher nehme ich auch an Gewöhnung) so eine "Memory" im Körper, die dann das schnell wieder auf die alte Dosis macht. Ich habe auch mal gelesen, dass das einer der Gründe ist, warum man zum Beispiel einen erfolgreichen Drogenentzug am besten im künstlichen Tiefschlaf machen sollte, weil der Körper dann anders reagiert. Ich habe das aber nicht mehr genau im Kopf, bitte korrigieren wenn ich da falsch liege.
    Puhh.... ist halt die Frage warum man das Ritalin nicht besser verträgt? Habe mal gehört, dass Dexmethylpehnidat (Focalin) weniger Nebenwirkung hat. Aber ob das wirklich stimmt weiss ich nicht. Aber es gibt ja noch Alternativen... Medikamente die nicht die erste Wahl sind.

    Sie möchte aber im Moment nichts mehr nehmen oder ausprobieren, weil sie Angst davor hat sich wieder wie auf einem Trip zu fühlen. Beim nächsten Arztbesuch werde ich ihn fragen, ob er die Tropfen nochmal verdünnen lassen kann mit Wasser. Mal sehen was er dazu sagt. Dann kann meine Freundin sich noch überlegen, ob sie es nochmal ausprobiert oder nicht.
    Vielleicht kann sie ja eine kleine Spritze mit Mililiterangaben nehmen, bzw. könnte der Arzt die Repzeptur ändern, so dass sich das Verhältnis der Mischung ändert.

    Wenn das so sein sollte dann deutet das eher darauf hin das die Diagnose "ADS" vll nciht so stimmen kann denn die dosis war ja nun wirklich sehr gring.. Aber ich bin kein arzt deswegen sag ich : ärztlich abklären lassen
    Die Psyche kann schon einen großen Einfluss auf die Wirkung der Medikamente haben. Möglicherweise werden von manchen ADHSlern mit Angststörungen die Stimulanzien weniger gut vertragen. War da nicht auch noch was mit einem Zusammenhang von Verstoffwechselungsrate und Wirkung des Medikaments?

    Ich glaube jedenfalls, dass wir in den nächsten Wochen einen Versuch mit der Kombi Amphetamin + Aurorix + Piracetam starten werden.
    Wie willst du es denn machen? Gleich alle drei, oder erst zwei? Verschreibt dir alles der gleich Arzt?

    Ich möchte noch darauf aufmerksam machen , dass Krause/Krause im ADHS-Erwachsenenhandbuch das Nahrungsergänzungsmittel SAMe empfehlen. Dieses würde die Stimulanzienwirkung verstärken.

    Das kann ich bestätigen. Es wirkt außerdem leicht antidepressiv und antriebssteigernd. Ich kann es mir leider nicht leisten. Aber SAMe ist ein Geheim-Tipp für alle, bei denen Kohle keine Rolle spielt.
    Wurde nicht auch Zink empfohlen?
    Geändert von ivanDrago ( 9.05.2013 um 22:27 Uhr)

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.622

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    ivanDrago schreibt:
    Also ich verstehe das so: Das Medikament ermöglicht dem ADHSler besser zu planen und sich selbst eine Struktur zu schaffen. Er ist so nicht mehr so stark auf Stimulierung von außen angewiesen. Nötig für Planung dürften ja Exekutive Funktionen und ein einigermaßen funtionierendes Arbeitsgedächtnis sein. Und darauf wirken doch die Medikamente?
    Du darfst das nicht ausschließend verstehen. Optimal ist natürlich Stimulanz von Innen + Aussen.


    Warum sollten die Medikamente auf die Selbstkontrollfähigkeit nicht wirken, oder habe ich das falsch verstanden?
    Wirken sie schon. Aber nicht so deutlich wie auf die Konzentration.


    Kann es sein, dass der stärkere Effekt darauf beruht, dass man nun mehrere Anflutungsphasen hat?
    Könnte sein.

    Ich glaube aber, dass der Hauptgrund in der gleichmässigeren = konstanteren Wirkung zu suchen ist.

    Aber ich hatte auch den Eindruck, dass die Ärzte die (Geschwindigkeit der) Anflutungsphase in Zusammenhang mit Suchtentwicklung sehen und deshalb manche Ärzte lieber Amphetaminkapseln statt Saft verschreiben. Saft hat anscheinen eine intensivere aber wohl kürzere Anflutungsphase.
    Ich glaube nicht, dass die so weit denken.

    Ich glaube, dass sie prinzipiell beim Gedanken Amphetamin ein ungutes Gefühl beschleicht. Und dass bei der Präferierung Kapsel gegen Flasche das psychologische Moment eine Rolle spielt. (Angst, der Patient könnte einen Schluck aus der Pulle nehmen.)

    Ich selbst erlebe im Gegensatz zu Dir das langsamere Anfluten der Kapseln als viel heilsamer, weil ein zu schnelles Anfluten unangenehm mit meinen Komorbiditäten interferiert (v.a. Angststörung).


    Wie willst du es denn machen? Gleich alle drei, oder erst zwei? Verschreibt dir alles der gleich Arzt?
    Ja, natürlich der gleiche. Es sei denn ich fresse i.d.Z. schon so viele Medikamente, dass ich alles doppelt sehe.

    Piracetam war ein Vorschlag von mir, der ausnahmsweise nicht kategorisch als Bullshit bezeichnet worden ist(*). Der Vorschlag Aurorix stammt von ihm.

    Technisch wird es wohl so ablaufen, dass man erst einmal schaut, was Stimulanzien + Aurorix bewirken. Und dann Piracetam ausprobieren.

    Wurde nicht auch Zink empfohlen?
    Stimmt. Die positive Wirkung von Zink auf Stimulanzien kann ich sogar bestätigen. Mir wurde es bloß zu blöd, zu jeder Stimulanziendosis 10 mg Zink einzunehmen. Aber prinzipiell ist die Idee nicht schlecht, glaube ich.

    Im Gegensatz zur Magnesium-Theorie hat es bei mir glaub schon ein bisschen was gebracht. Allerdings jetzt auch nicht so viel, dass ich die Wirkung von Zink nun sträflich vermissen würde.

    (*) Zur Ehrenrettung meines Psychiaters muss man vielleicht sagen, dass seitdem sich die meisten seiner Vorschläge im Zeitraum von 4 Jahren ebenfalls als Bullshit herausgestellt haben, er Vorschlägen zugänglicher geworden ist.

  3. #43
    Zotti

    Gast

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Hallo, sie nimmt überhaupt nichts (meine Freundin die nur zwei Tropfen brauchte). Sie hat auf jeden Fall ADS. Wenn man hypersensibel ist, merkt man immer zehnmal mehr wie andere Menschen. Ich weiß ja nicht ob ihr wißt wie ein Trip wirkt oder Gras, sie hatte auf jeden Fall natürlich keinen Rededrang, sondern es war wohl der Effekt, wenn man das erstemal was genommen hat, was der Körper nicht kennt.

    Sie nahm Dinge etwas anders war, auch deutlicher und bewußter, also so wie wenn man Drogen genommen hat, eine Art Bewußtseinserweiterung.
    Seitdem ich die Tropfen nehme, nehme ich Dinge auch anders und bewußter war, jedoch über die Zeit ist mir das klar geworden.

    Wie das genau bei jedem wirkt, ist wahrscheinlich individuell verschieden. Als ich das erstemal Ritalin genommen habe, war das auch für mich wie ein Knall im Gehirn, wie eine Art Erleuchtung (auch wenn ihr gegen Esoterik voreingenommen seid). Ich glaube es ist ganz normal, wenn das Gehirn das erstemal im Leben einen bestimmten Stoff bekommt, der dann der richtige ist, dann merkt man es eben. Bedenklich wäre es nur, wenn es dann ständig so ist.
    Ich habe auch mal erlebt, daß ich von einer Bachblütenmischung mich wie unter Drogen fühlte. Ich weiß nicht warum und wieso, doch so war es mal, das war aber noch ganz früher, wo ich noch keine Medikamente genommen habe, also noch in Berlin. Ich finde es kann alles geben, auch Homoöphatie hat ihre Berechtigung, wir wollen ja auch, das die Normalen nichts sagen ADS gibt es nicht oder? Ich versuche alles so stehen zu lassen wie es ist, nur wenn ein Homoöpath oder Esoteriker die ADS oder Asperger-Diagnosen anzweifelt, dann finde es genauso anmaßend wie umgekehrt.

    Wir können ADS (Asperger) genauso wenig beweisen wie die Heilpraktiker o.ä. die Homoöpathie. Ich persönlich habe im Esoterikbereich sehr schlechte Erfahrungen gemacht, doch zwei bis drei Heiler habe ich kennengelernt (eine kenne ich jetzt noch und gehe auch öfter mal hin) die authentisch und glaubwürdig sind. Ich versuche wie bei allen Dingen auf meine Intution zu hören und meine Erfahrungen.......äähhh, da gehörte ja noch was dahinter, weiß aber nicht was, so jetzt genug palavert.

    Gruß Zotti
    Geändert von Zotti (11.05.2013 um 14:02 Uhr)

  4. #44
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.622

    Unglücklich AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Könnte sich hier bitte der Piracetam-Spezialist noch einmal zu Wort melden?

    Denn irgendwas mach ich schon wieder falsch.

    Ich nehme den Stoff strickt nach PBL, also 3 x 800 mg zu jeder Stimulanziendosis.

    Was in der PBL von Piracetam alles "versprochen" wird, ist geradezu sagenhaft:

    - Konzentrationsverbesserung

    - Müdigkeitsabnahme

    - Antriebssteigerung

    - Sexualitätssteigerung usw.

    In der Realität, also bei mir jedenfalls: PUSTEBLUME!

    Das Zeug macht MÜDE, also das Gegenteil von dem, was behauptet wird.

    Und von wegen, es verbessert die Stimulanzienwirkung! Im Gegenteil könnte man sagen, dass die Stimulanzienwirkung geradezu egalisiert wird!

    Ich werde morgen mal getreu meiner Unter-Überdosierungs-Variabilitäts-Theorie (= wenn ein Stoff nicht so wirkt, wie er wirken soll, nimm versuchsweise einmal sehr viel mehr oder sehr viel weniger, bevor Du ihn absetzt) einmal eine sehr viel geringere Dosierung ausprobieren. So long.

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Eiselein, ich hatte in dem Memantin-Thread kurz was dazu geschrieben.

    Dass es der Wirkung des Amphetamins in die Quere kommt ist nicht verwunderlich, siehe mein Beitrag dort.

    Mein Freund hat es auch nicht lange genommen. Da er gerade in der Examensvorbereitung ist, konnte er sich die damit verbundene Lethargie und den brain fog nicht leisten. Der einzig angenehme Effekt, den er hatte war ein unglaublich erholsamer Schlaf (ich glaube, er hat noch nie so erholsam und tief geschlafen). Er rennt sonst bestimmt 5 mal aufs Klo nachts, nicht weil er ne schwache Blase hätte, sondern nur weil er zu unruhig ist, um im Bett liegen zu bleiben. Mit Piracetam nur ein einziges mal.

    Leider war der Hangover dann auch noch tagsüber zu spüren, d.h. einfach abends nehmen ist auch keine Lösung. Wenn sein Cholin angekommen ist, wird er es nochmal mit 4,8 g probieren, da er in vielen Berichten gelesen hat, dass es Betroffenen ähnlich ging und der Effekt mit Dosen um die 4-5g ins positive umschlug. Aber ohne Cholin traut er sich nicht - soll tierische Kopfschmerzen machen teilweise.

    Man sollte wohl darauf achten, dass man das Cholin nach Möglichkeit am Vorabend nimmt, wenn man das Pir. frühs einnimmt, das verträgt sich angeblich nicht so gut.

    Ein on-off-Effekt ist wohl dann bei korrekter Dosierung direkt zu merken, indem man eine intensivere Farbwahrnehmung hat oder Musik irgendwie intensiver wirkt.

    Alles nur Hörensagen aus entspr. Foren

    Mir ist das Zeug irgendwie aber unsympathisch ...

  6. #46
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.622

    Frage AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna



    Wenn ich Dein Post richtig interpretiere, rätst Du mir eher zu einer Dosissteigerung?



    An der Theorie könnte was dran sein. Denn in der PBL steht zu lesen, dass unter 5 mg keine NW zu erwarten seien. (Als erfahrener Medikamentenuser lese ich das immer so: Darunter sind auch keine Hauptwirkungen zu erwarten(?))

    Je nachdem, welche PBL man studiert, erfährt man etwas anderes über die Dosierung.

    In einer wird die Dosis am Gewicht festgemacht.

    In der anderen wird von einer Mindestdosis von 2,4 g und einer Höchstdosis von 4,8 g gesprochen.

    In der dritten taucht eine Mindestdosis von 2,4 g und eine Höchstdosis von 12 g (!!!) auf.


    Kurz um, die Hersteller des Mdis scheinen sich selber nicht ganz sicher zu sein, ob

    a) das Medikament überhaupt wirkt

    und

    b) wenn ja, in welcher Dosierung


    Für Deine Theorie spricht auch die Tatsache, dass dasjenige, was wir uns von dem Medikament als Wirkung versprächen:

    - gesteigerte Aktivität

    - Abnahme der Müdikeit/Schlaflosigkeit

    - Angetriebenheit

    - erhöhte Triebhaftigkeit

    kurz, alle möglichen positiven Wirkmöglichkeiten des Medis werden unter den NW aufgezählt (!!!), also unter den unerwünschten Wirkungen.

    Diese beschriebenen NW, die aber eigentlich erwünschte Wirkungen sind, sollen aber erst in Dosierungen ab 5 g auftreten. Auf diesen Punkt wollte ich hinaus.


    Ausserdem in der PBL zu finden:

    Keinesfalls soll das Medi kombiniert werden mit:

    a) Stimulanzien

    Weil dies

    I. die Wirkung derselben verstärkt

    II. die oben beschriebenen NW von P. verstärken

    DAS IST JA GENAU DER FALL, DER EINTRETEN SOLL!

    und

    b) seltsamerweise mit NL, da P. die Wirkung von NL verstärkt.

    Dies kann ich mir schon eher vorstellen. Von einer Verstärkung der Stimulanzienwirkung kann jedoch keine Rede sein, im Gegenteil (wobei ich die fuzzilogische bis paradoxe Reaktion des ADHSlers auf Medikamente generell immer mit in Rechnung stelle).

    Fazit: Wie sich aus diesem Müdigkeitspräparat eine wie auch immer geartete positive Wirkung entfalten solle, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Ich werde die Sache mal weiter beobachten.

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Eiselein schreibt:


    Wenn ich Dein Post richtig interpretiere, rätst Du mir eher zu einer Dosissteigerung?
    ich rate niemandem zu irgendwas weil das lt. Forumsregeln nicht gestattet ist

    (Ja.)

    Sehr aufschlussreich dazu ist dieses hier Single doses of piracetam affect 42-chann... [Neuropsychobiology. 1993] - PubMed - NCBI :


    U-shaped dose-dependent effects were found; they were strongest after 4.8 g piracetam.

    Hier sind es sogar 9,6g und eine Verschlechterung bei geringen Dosen wurde ebenfalls festgestellt Single-dose piracetam effects on global ... [Int J Psychophysiol. 1999] - PubMed - NCBI :

    Brain electric activity was assessed [...] After oral ingestion (1-1.5 h), both measures showed significant decreases from placebo to 2.4 g piracetam.

    [...] In addition, Global Dimensional Complexity showed a significant return to placebo values at 9.6 g piracetam.

    Hier wird gezeigt, dass der therapeutische Effekt besser ist, wenn die Einnahme drei mal täglich erfolgt.

    The random administration of four different single oral doses of piracetam (Nootropil, CAS 7491-74-9)--1.6 g, 3.2 g, 4.8 g and 9.6 g--at fixed intervals of 2 weeks to 5 healthy subjects has confirmed and explicited its platelet anti-aggregant and rheological properties after doses of 4.8 g and 9.6 g. [...] These effects are greatest between 1 and 4 h after dosage, and then diminish progressively to disappear between 8 and 12 h after administration. This explains the need to divide the total daily dose into 3 intakes at 8-hourly intervals. This study confirms the presence of four sites of action of piracetam: the vessel wall, platelets, plasma and cell membranes (RBC, WBC), which provide the basis for the potentially important antithrombotic activity of piracetam.
    Zusammenfassend würde ich aus diesen Studien ableiten, dass man 100mg Cholin am Vorabend und 4,8g Piracetam frühs und ggf nochmal 4,8g mittags als gute Startdosis für die Titration ansehen könnte. Wenn das nicht hilft, halt um 1,2g pro Einnahme steigern.

  8. #48
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Bei mir war es zu Beginn so, dass 1200mg Piracetam mit meiner normalen Dosis von 10 mg d/l-Amphetamin zu stark waren. Habe dann beides jeweils auf die Hälfte reduziert. Hatte am Anfang auch ziemlich schnell Kopfschmerzen und relativ schlechten Schlaf. Das mit den Kopfschmerzen war dann nach der Dosisreduktion eigtl vorbei. Habe dann jedoch auch begonnen Lecithin (wegen dem Cholin) einzunehmen.

    Habe ziemlich schnell bemerkt, wie die Wirkung nachließ. Habe aber auch jeden Tag geistig viel gearbeitet. Nach ca. 10 Tagen habe ich das Piracetam oder das Amphetamin verdoppelt. Dann wieder 10 Tage später die andere Substanz verdoppelt. So war ich dann bei 1200mg Piracetam und 10 mg d/l-Amphetamin als Einzeldosen. Diese Dosis habe ich dann ungefähr noch 1 bis 2 Wochen so eingenommen. Irgendwann habe ich mich gefragt ob ich leichte Gedächtnisprobleme bekomme. Schließlich habe ich beides wieder halbiert. War eh mit meinem Projekt fertig. Habe dann Amphetamin und Piracetam seltener genommen. Hatte leider noch relativ viel zu tun. Dann war Ich auch noch krank. Was in den letzten drei Jahren eigentlich nicht vorgekommen ist. Als ich dann kein Piracetam mehr zu dem Amphetamin genommen habe, hatte ich das Gefühl, dass das Amphetamin nicht mehr wirkt. Ich habe dann auch das Amphetamin auf Null reduziert und nehme nun stattdessen eine niedrige Dosis Strattera ein. Aber das war eh beabsichtigt.


    Also kurzum:

    - Mein Dosisbereich Piracetam 600mg - 1200 mg und dazu Lecithin (Einzeldosen immer zusammen mit dem Amphetamin; 2 mal am Tag). Mehr Piracetam -> stärkere Wirkung

    - VORSICHT: Mit der Zeit lässt möglicherweise die Wirkung nach; evtl. Entwicklung einer Amphetamintoleranz; ist aber schwer zu sagen, da ich viel gearbeitet habe und dann auch noch die Dosis immer weiter reduziert habe

    - Möglicherweise tritt dann nachdem sich verstärkende Wirkung verliert, ein anderer Effekt von Piracetam hervor; vll als Brain fog beschreibbar mit Vergesslichkeit, aber auch Gelassenheit. ein bisschen so als würde man in einer geistigen Nebelwolke sitzen. (Vll falls das möglich ist einfach mal Piracetam ohne Stimulanz nehmen und auch höhere Dosen des Piracetams ausprobieren; dann kriegt man möglicherweise ganz gut ein Gefühl dafür wie Piracetam auf einen wirkt ohne gleich Gefahr zu laufen sich durch eine Wirkverstärkung mit der Kombination überzudosieren).
    Geändert von ivanDrago (18.05.2013 um 00:23 Uhr)

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Hallo,

    das hört sich alles recht interessant an. Habe seit Jahren abwechselnd MPH in allen Variationen sowie d-amp Saft und nun DL-Amp Kapseln eingenommen. Was mich brennend interessieren würde sind verlässliche Informationen zum Thema Koffein und MPH/Amp. Kennt jemand wissenschaftliche Studien zu dem Thema? Eigentlich würde man ja vermuten, dass Koffein als Adenosinblocker keinen Einfluß auf die Wirkung von MPH bzw AMP bzgl. des Dopamin- bzw. Noradrenalinspiegels haben sollte. Allerdings kann ich die Wechselwirkung bestätigen. Ich habe mehrere Jahre kein Koffein zu mir genommen und da war die Stimulanzienwirkung sehr berechenbar. Allerdings bin ich auf den Espressogeschmack (Siebträger, Handmühle, Bohnen bei Mondschein geerntet und vom Meister geröstet...
    gekommen und kann mich nur schwer davon trennen.

    Dh. mich würde interessieren wie genau die beiden Substanzen zusammen wirken und wann bzw. wie der Kaffekonsum am besten stattfinden kann.


    Danke schon mal

  10. #50
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 177

    AW: Toleranzentwicklung bei Amphetamin - Bedeutung, Implikationen und Gegenmaßna

    Denke typische Wechselwirkungen sind :
    Herzklopfen
    Erhöter Blutdruck
    Nervosität
    Kopfschmerzen
    Übermäßige Müdigkeit


    Bei manchen aber wirksich der Koffein gebrauch zusammen mit Stimulanzien nicht negativ sondern possitiv auf die Wirkung aus. Ist bei jedem anderst.

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