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Diskutiere im Thema G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.805
    Blog-Einträge: 40

    G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Hallo.

    Wie einer Pressemeldung des Gemeinsamen Bundesausschusses von gestern (21.3.2013) zu entnehmen ist, hat der G-BA nun die Rahmenbedingungen festgelegt, unter denen eine Verordnung von Methylphenidat-haltigen Arzneimitteln "in Ausnahmefällen" bei Erwachsenen zu Lasten der gesetzlichen Krankenkassen möglich sein wird.

    Das heißt im Klartext, dass unter den nun formulierten Bedingungen auch andere Präparate als Medikinet adult am dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Änderung von den gesetzlichen Kassen bezahlt werden müssen.

    Die genauen Rahmenbedingungen sind noch nicht veröffentlicht, jedoch ist bereits jetzt zu erkennen, dass die medikamentöse Therapie von einem ausgewiesenen Spezialisten für Verhaltensstörungen durchgeführt werden muss und auch behandlung-freie Zeiträume eingeplant werden müssen.

    Ausserdem wird eine gesonderte Dokumentation vorgeschrieben.

    Zudem ist nun auch endlich formuliert, wie eine ADHS-Diagnostik bei Erwachsenen zu erfolgen hat, was dann hoffentlich auch zukünftig die unsachgemäßen und unvollständigen Diagnosestellungen zumindest einschränken wird.

    Sobald der Beschluss nach Prüfung durch das Bundesgesundheitsministerium in Kraft tritt, wird er auf folgender Seite veröffentlicht werden:

    Beschlüsse zu "Verordnungseinschränkung en und -ausschlüsse (III)" - Gemeinsamer Bundesausschuss

    Hier die Pressemitteilung im Original:

    http://www.g-ba.de/downloads/34-215-...imulantien.pdf


    LG,
    Alex

  2. #2
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Alex schreibt:
    Die genauen Rahmenbedingungen sind noch nicht veröffentlicht, jedoch ist bereits jetzt zu erkennen, dass (...) und auch behandlung-freie Zeiträume eingeplant werden müssen.
    Was soll das bezwecken? Wenn sie schon dem aktuellen medizinischen Stand Rechnung tragen wollen, dann ganz....

    Ein Diabetiker macht bestimmt keine Behandlungspause und ich musste auch noch nie mit meinen Schilddrüsenhormonen pausieren....

    Ansonsten ist es ja wenigstens ein Schritt in die richtige Richtung, wenn niicht medice noch Einflussmöglichkeiten hat, die werden dann nämlich "ihren Monopolstatus" verlieren.

    Danke für die Info, Alex,

    LG Tanja

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 466

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Chaostanja, ich dachte der behandlungsfreie Zeitraum sei auch jetzt schon eine Bedingung, um immer wieder zu prüfen, ob das Medikament noch notwendig ist?

    Was ich mir daran sinnvoll vorstellen kann, ist, dass sich neue Verhaltensweisen vielleicht so gut eingespielt haben, dass ein Medikament bei Manchen seine Notwendigkeit verliert, um den Alltag auf die Reihe zu kriegen.

    Wobei ich mir allerdings auch vorstellen kann, dass das nur einen sehr kleinen Prozentanteil von Leuten betrifft.

    Immerhin soll es ja auch einen Anteil an AD(H)Slern geben, die von vornherein so gut strukturiert, bzw diszipliniert sind, dass sie kein Medikament benötigen (auch wenn ich nicht verstehe, wie die dann in die Praxis gefunden haben).

    LG, zammel

  4. #4
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    oot(?)

    zammel schreibt:
    Chaostanja, ich dachte der behandlungsfreie Zeitraum sei auch jetzt schon eine Bedingung, um immer wieder zu prüfen, ob das Medikament noch notwendig ist?
    ich habe zumindest noch nieeine Pause gemacht und bin auch ehrlich nicht scharf darauf, für eine definierte Zeit wieder so wahrnehmungsgestört herum zu laufen, wie vorher...

    Was ich mir daran sinnvoll vorstellen kann, ist, dass sich neue Verhaltensweisen vielleicht so gut eingespielt haben, dass ein Medikament bei Manchen seine Notwendigkeit verliert, um den Alltag auf die Reihe zu kriegen.
    Sicherlich kann man mit Strategien und neuen Bewertungsschemata einiges kompensieren, aber der Stoffwechsel bleibt trotzdem gestört, ansonsten wären wir ja bei der Hüther´schen These, dass das Gehirn diese Stoffwechselstörung selbst irgendwann ausgleichen könne.
    Ich persönlich glaube nicht daran.
    Was aber nicht heissen soll, dass alle unbedingt immer MPH nehmen müssen, es gibt sicherlich welche, die sich so gut "trainiert" haben, dass die Kompensationen die Lebensqualität aufrecht erhalten können.... Es gibt ja laut Forschung auch tatsächlich einen Anteil an Menschen mit AD(H)S in der Kindheit, was sich tatsächlich mit dem "Erwachsenwerden" ´rausgewachsen hat (ich glaube so 20 % der Betroffenen..)
    Wie es ohne MPH ist, merke ich auch beim bzw. nach dem Rebound, dazu benötige ich keine Behandlungspause... "die Wirkung endet ja täglich irgendwann", weil MPH keinen Spiegel aufbaut...

    LG Tanja

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Verstehe ich nicht, da ist immer nur von Stimulantien die Rede, aber es geht nur um MPH oder auch um Amphetamin?

    Und wie stehen diese Beschlüsse des gba im Zusammenhang mit der Zulassung von Medikamenten? Also z.B. Attentin hat nur eine Zulassung für Kinder - das Ändert sich durch diese Bewertung des gba nicht, Medikinet hat eine Zulassung für Erwachsene und wurde auch schon bezahlt von den Kassen, trotz der Einschätzung des gba. Was bringt der gba also überhaupt??

    Oder ist es eine Art Richtlinie, die den Herstellern die Zulassung vereinfacht? Und dann nur in Bezug auf MPH oder auch Amphetamin?

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Hey Leute,

    könnt ihr euch nicht einfach nur freuen darüber?

    Ich jedenfalls bin gerade in die Luft gesprungen. Komme ich doch meinem unretadiertem MPH einen wesentlichen Schritt näher, ohne es selbst zahlen zu müssen.

    Das ist doch TOLL !!!

    Und natürlich wäre es super, wenn diese Regelung auch für Amphetamin gelten würde, klar.

    Aber ansonsten.....freuen ist schöner als ärgern

    lg Heike

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 234

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Heike schreibt:

    Ich jedenfalls bin gerade in die Luft gesprungen. Komme ich doch meinem unretadiertem MPH einen wesentlichen Schritt näher, ohne es selbst zahlen zu müssen.

    Das ist doch TOLL !!!
    Das heißt, die unretardierten MPH-Produkte waren bisher zwar für Erwachsene zugelassen, wurden aber nicht von der Kasse gezahlt weil der gba dies nicht befürwortet hatte? Und warum wurde Medikinet dann bezahlt?? Ich kapier es noch immer nicht

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Heike, ich will dich in deiner Freude ja nicht bremsen aber bevor du später enttäuschst bist. Was im Klartext Ausnahmefälle bedeutet, ist ja noch nicht eruiert. Bleibt abzuwarten welche Kriterien man als "Ausnahmefall" zu erfüllen hat.

    causality, die Logik warum Medikinet adult von der Kasse übernommen wird und das unretardierte MPH für Erwachsene nicht, hab ich auch noch nicht begriffen! Für mich pure Willkür aber wir können ja froh sein, dass Medikinet adult inzwischen bezahlt wird, ist ja auch erst seit 2011 so!
    Dass es eine vernüftige Regelung für die Testverfahren geben soll, begrüße ich sehr

  9. #9
    Chaoten-Weib

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    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    Huhu Insane,

    ach menno....aber ich schiebs jetzt mal auf meine erhöhte Temperatur, dass ich direkt in die Luft gesprungen bin. Wobei ich denke, dass ich zu den Ausnahmefällen gehören werde mit meiner chron. Gastritis.

    Ich hätte es schon längst bei der KK beantragen müssen, hab den Antrag auch hier liegen seit 4 Wochen.....aber wem sag ich das

    lg

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 17

    AW: G-BA regelt Verordnungsfähigkeit von Methylphenidat bei Erwachsenen

    zammel schreibt:
    Chaostanja, ich dachte der behandlungsfreie Zeitraum sei auch jetzt schon eine Bedingung, um immer wieder zu prüfen, ob das Medikament noch notwendig ist?

    Was ich mir daran sinnvoll vorstellen kann, ist, dass sich neue Verhaltensweisen vielleicht so gut eingespielt haben, dass ein Medikament bei Manchen seine Notwendigkeit verliert, um den Alltag auf die Reihe zu kriegen.

    Wobei ich mir allerdings auch vorstellen kann, dass das nur einen sehr kleinen Prozentanteil von Leuten betrifft.

    Immerhin soll es ja auch einen Anteil an AD(H)Slern geben, die von vornherein so gut strukturiert, bzw diszipliniert sind, dass sie kein Medikament benötigen (auch wenn ich nicht verstehe, wie die dann in die Praxis gefunden haben).

    LG, zammel

    Das wird hauptsächlich Leute treffen, die vor ihrer Pubertät ADHS/ADS diagnostiziert bekommen haben und durch die Pubertät hindurch vernünftig medikamentiert wurden.
    Dann kann es nämlich sein, dass das Gehirn während der Pubertät den Hormonhaushalt bzw die fehlerhafte Hormonproduktion mitilfe der Medikamente nachhaltig regeneriert.

    In solchen Fällen ist dann häufig nach dem 25. Lebensjahr entweder gar keine oder nur noch eine sehr geringe Medikamention nötig (So wurde mir das zumindest von meinem Arzt und einigen Quellen meiner Facharbeit erklärt)

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