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Diskutiere im Thema Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    trümmerlotte

    Gast

    Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    Letzte Woche hatte ich mal wieder ein Erlebnis mit dem Gesetz. Ich kam in eine Polizeikontrolle. Dort wurden die Leute auf Drogenkonsum über prüft. Auf die Frage ob ich irgendwelche Medikamente zu mir nehme gab ich natürlich brav an das ich Medikinet nehme, Gott sei dank hatte ich die Kopien meiner Rezepte dabei. Dann bekam ich da komplette Programm. Musste Urintest machen, der natürlich nichts anzeigte, musste verschiedene Übungen zur Fahrtauglichkeit machen. Es war alles in Ordnung aber der Polizist belehrte mich das ich bei Unwohlsein lieber nicht fahren sollte. Da ich ein Mischtyp bin ist es doch wohl besser unter mph zu fahren als zu träumen. Das habe ich auch der Polizei gesagt. Warum bewegt man sich da in einer Grauzone? Würde ich unter mph einen Unfall bauen wäre das dann eine Straftat? Warum gibt es da kein eindeutiges Gesetz?

  2. #2
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Autofahren unter mph

    Hallo Trümmerlotte,

    falls Du es noch nicht selbst gesehen hast, kopiere ich Dir mal Smileys Antwort auf Deine Frage hierher.

    SMILEY IN leider noch das leidige Thema MPU schreibt:
    @ evakäfer und trümmerlotte,

    hat eigendlich gar nichts mit dem Thema des Thread zu tun, ist aber schnell beantwortet.

    Warum bewegt man sich da in einer Grauzone? Würde ich unter mph einen Unfall bauen wäre das dann eine Straftat? Warum gibt es da kein eindeutiges Gesetz?



    Man bewegt sich dabei nicht in einer Grauzone! Die Gesetzgebung ist dazu recht eindeutig, siehe "Fahrtauglichkeit - Medikamente". Wenn die Fahrtauglichkeit unter dem Einfluss von Medikamenten nicht gegeben ist, es also zu Unwohlsein oder Ausfallerscheinung kommt oder nachgewiesen wird, kann es eine Straftat sein. (Selbst zu Prüfen - Eigenverantwortung)

    Vor der Teilnahme am Straßenverkehr hat jeder Teilnehmer die Pflicht sein Fahrzeug auf Verkehrstauglichkeit zu prüfen, des weiteren hat er seine Fahrtauglichkeit zu prüfen!
    Besonders bei Medikamenteneinnahme, wenn also ein Unwohlsein besteht ist im Zweifelsfall die Fahreignung nicht gegeben und das KFZ nicht zu benutzen.

    Das steht auch immer in der Packungsbeilage zu jedem Medikament unter: (Straßenverkehr - bedienen von Maschinen) oder fragen sie ihren Arzt oder Apotheker.

    Unwissenheit schützt vor Strafe nicht.

    LG Smiley
    LG Tanja

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.807
    Blog-Einträge: 40

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    Hallo.

    trümmerlotte schreibt:
    Auf die Frage ob ich irgendwelche Medikamente zu mir nehme gab ich natürlich brav an das ich Medikinet nehme
    Spontan fällt mir dazu ein:

    Brave Mädchen kommen in den Himmel, böse Mädchen überall hin.

    Du bist nicht verpflichtet, bei einer Verkehrskontrolle anzugeben, dass du Medikamente einnimmst (egal, welche).

    Die Chancen, dass ein Drogentest vor Ort ein falsch-positives Ergebnis z.B. auf Amphetamine liefert, ist quasi gleich Null.

    Naja, außer natürlich, du nimmst Aphetamine ein.

    Wenn du bei den netten "Tests" zur Fahrtauglichkeit oder davor bei deiner Fahrweise aufgefallen wärst, dann hättest du jetzt aber ein wirkliches Problem in Gestalt des §316 StgB (=Trunkenheit im Verkehr).

    Ebenso, wenn du an einem Unfall beteiligt gewesen wärst (gleich, ob du nach menschlicher Logik daran Schuld bist, oder nicht).

    Das Ganze ist eine wirkliche Grauzone und selbst dann, wenn man Medikamente einnimmt und trotzdem objektiv absolut fahr-tauglich ist, kann einem trotzdem die Schuld an einem Unfall zugerechnet werden, nur, weil man einen entsprechenden Wirkstoff im Körper hat.

    Gegen das Ganze gibt es nur eine Lösung, nämlich nicht Auto zu fahren.



    LG,
    Alex

  4. #4
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    Alex, kann ein ärztliches Gutachten oder so im Falle eines (unverschuldeten) Unfalls unter MPH nicht die Notwendigkeit der Einnahme feststellen? ADHSler sind ja eigentlich, wenn sie gut eingestellt sind, besser mit den Gedanken beim Fahren als ohne MPH.. Kann ich von mir auf jeden Fall behaupten. Und wenn man die Symptomatik von ADHS betrachtet, dass viele Betroffene gerade zu rasanter Fahrweise neigen, dann ist es doch nur mehr wie richtig, wenn man etwas dagegen tut...

    Aber diese, wie Du sagst Grauzone, erschließt die Gesetzgebung leider nicht...

    LG Schnubb

  5. #5
    ErichW

    Gast

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    Nochmal, es gibt keine Grauzone, es ist alles klar geregelt. Die Verantwortung Medikamente zu nehmen oder nicht, liegt eindeutig beim Fahrer. Fährt jemand wegen der Medikament schlecht, macht er/sie sich schuldig. Fährt jemand wegen nicht genommener Medikamente schlecht, macht er/sie sich ebenfalls schuldig. Welche Entscheidung richtig war, lässt sich im Problemfall selten eindeutig und schnell beantworten, deswegen muss man ggf. hinnehmen, dass die Sache aufwändig überprüft wird. Aber das hat mit Grauzone nichts zu tun, sondern viel mit Selbstverantwortung.

  6. #6
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    @ErichW... was ist mit dem Fall, dass man unter MPH gut und sicher und gut fährt und in einen Unfall verwickelt wird bzw. durch Reifenplatzer, Glätte (bei angepasster Geschwindigkeit) einen Unfall verursacht???

    Dass man schlechte Fahrweise in jedem Fall zu verantworten hat, ist klar.. Aber wenn man unverschuldet unter Einfluss von Medikamenten in eine Unfallsituation kommt und kontrolliert wird... Was ändert das an der Schuldfrage?

  7. #7
    ErichW

    Gast

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    Schnubbel schreibt:
    ...wenn man unverschuldet unter Einfluss von Medikamenten in eine Unfallsituation kommt und kontrolliert wird... Was ändert das an der Schuldfrage?
    Na eben, dass man keine Schuld hat. Aber das muss wie bei jedem anderen Unfall überprüft werden. Wer sein Medikament bestimmungsgemäß einnimmt und deswegen fahrtüchtig ist, der hat nichts zu befürchten - außer dem Stress einer entsprechenden Untersuchung der Vorgänge.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    ErichW schreibt:
    Nochmal, es gibt keine Grauzone, es ist alles klar geregelt. Die Verantwortung Medikamente zu nehmen oder nicht, liegt eindeutig beim Fahrer. Fährt jemand wegen der Medikament schlecht, macht er/sie sich schuldig. Fährt jemand wegen nicht genommener Medikamente schlecht, macht er/sie sich ebenfalls schuldig. Welche Entscheidung richtig war, lässt sich im Problemfall selten eindeutig und schnell beantworten, deswegen muss man ggf. hinnehmen, dass die Sache aufwändig überprüft wird. Aber das hat mit Grauzone nichts zu tun, sondern viel mit Selbstverantwortung.


    Hallo ErichW,
    wenn es wirklich so ist, wie Du schreibst, dann ist das für mich keine Grauzone sondern eine Schwarzzone.

    Egal wie wir fahren – mit oder ohne Medikamente, von der Versicherung bekämen wir dann immer den schwarzen Peter zugeschoben. Und wer entscheidet, ob jemand schlecht fährt? Nach einem Unfall ist das doch klar. Wer hat dann die besseren Argumente?

    Ich konnte schon einigen Unfällen ausweichen gerade wegen meiner ungefilterten Wahrnehmung.

    Von mir kann ich sagen, solange ich nicht im Rebound fahre, was ich sicher vermeide, kann ich mit oder ohne Medikamente gleich gut fahren, eben mit unterschiedlichen Stärken:

    http://adhs-chaoten.net/adhs-erwachs...net-adult.html

    LG
    Elektron
    Geändert von Elektron (19.03.2013 um 11:06 Uhr) Grund: Zitat geändert

  9. #9
    ErichW

    Gast

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    Elektron schreibt:
    Egal wie wir fahren – mit oder ohne Medikamente, von der Versicherung bekämen wir dann immer den schwarzen Peter zugeschoben. Und wer entscheidet, ob jemand schlecht fährt? Nach einem Unfall ist das doch klar. Wer hat dann die besseren Argumente?
    Wenn eine offizielle Untersuchung ergibt, dass kein schuldhaftes Verhalten vorliegt, hat die Versicherung keine Chance, sich zu drücken.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 393

    AW: Autofahren unter Methylphenidat / MPH / Medikinet adult

    ErichW schreibt:
    Wenn eine offizielle Untersuchung ergibt, dass kein schuldhaftes Verhalten vorliegt, hat die Versicherung keine Chance, sich zu drücken.
    …da habe ich vor ein paar Jahren, als ich mit dem Fahrrad umgefahren wurde, andere Erfahrungen gemacht.
    LG
    Elektron

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