kween schreibt:
Ich habe mal etwas gefunden:


Laut §24a des StVG heißt es: „Ordnungswidrig handelt, wer unter der Wirkung eines in der Anlage zu dieser Vorschrift genannten berauschenden Mittels im Straßenverkehr ein Kraftfahrzeug führt. Eine solche Wirkung liegt vor, wenn eine in dieser Anlage genannte Substanz im Blut nachgewiesen wird. Satz 1 gilt nicht, wenn die Substanz aus der bestimmungsgemäßen Einnahme eines für einen konkreten Krankheitsfall verschriebenen Arzneimittels herrührt.
Amphetamine zählen zu den genannten Substanzen. Methylphenidat wird rechtlich als Amphetamin behandelt. Die Vorschrift gilt also auch für Medikamente mit diesem Wirkstoff.
Wer also nachweisen kann, dass er oder sie Methylphenidat therapeutisch einnimmt, der begeht keine Ordnungswidrigkeit.
Trotzdem kann er oder sie sich strafbar machen.
Dem kann ich nicht ganz zustimmen. Das besagt lediglich, dass alle Substanzen aus der Anlage zu §24a. Darin enthalten sind:

StVG - Einzelnorm

Dabei ist Methylphenidat kein Amphetamin und kann diesbezüglich m.E. auch nicht für eine Ordnungswidrigkeit heran gezogen werden. Da es Ärztlich verordnet ist, fällt das aber ohnehin weg.

Was davon natürlich unberührt bleibt ist die Sache mit der auffälligen Fahrweise. Bin ich augenscheinlich nicht in der Lage ein Fahrzeug zu führen, dann kann sicherlich §316 StGB (Trunkenheit im Straßenverkehr) bzw. wenn es ganz blöd läuft sogar §315c. Desweiteren kann man bei Bekanntenwerden einer MPH-Einnahme auch noch Probleme mit der Fahrerlaubnisbehörde bekommen. Da gibt es hier im Forum mindestens einen Fall eines Führerscheinentzuges. Müsste man mal suchen.

Deswegen kann ich nur jedem Empfehlen, keine Angaben zu Medikamenteneinnahme zu machen und der Polizei in keinem Fall irgendwelche Rezepte oder Bescheinigungen vom Arzt unter die Nase zu halten und einen Unrintest höflich verweigern.Man bringt sich da sehr schnell in ganz blöde Situationen wenn man an engagierte Polizisten gerät. Nur weil man denkt man macht ja alles richtig mit dem Zettel vom Arzt, heißt das noch lange nicht dass man damit sicher ist.