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Diskutiere im Thema Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    hello meine lieben!

    hab eine frage bezüglich mph medikation.
    ich überlege ob ich es ausprobieren sollte bin jedoch bei medis immer sehr ängstlich.
    dank der vielen einträge und erfahrungen hab ich immer mehr hoffnung das es mir helfen würde.
    ein thema das mir während meinen recherchen aufgefallen ist war überwiegend auf adhs seiten von eltern im gespräch.

    es ging darum positive verhaltensmuster durch ritalin "einzuschleichen".
    mit therapie und vor allem dem hintergedanken es auch irgendwann ohne medis zu schaffen.
    nun ist die situation bei erwachsenen möglicherweise schon etwas eingefahren und komplizierter. ich hab auch wenig darüber gefunden. (es wird bei wikipedia erwähnt)

    wie seht ihr das? welche erfahruhngen hab ihr bis jez gemacht?

    eine andere sache die scheinbar gang und gebe ist, "bei kindern", ist das ritalin/mph freie wochenende. (vielleicht um fortschritte festzustellen oder daran zu arbeiten)
    ist das für euch auch ein thema?

    ich kann mir schon vorstellen das es funktioniert weiß aber nicht wie realistisch es in der praxis ist.

    LG!

  2. #2
    durch und durch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 412

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    Früher war eine Einnahmepause noch die gängige Vorgehensweise.
    Heute ist das überholt!

  3. #3
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    Ich hätte gar keine Lust, es am WE weg zu lassen. Warum auch? Warum soll es mir denn freiwillig wieder schlechter gehen? Nehme es nun seit 13 Wochen. Es bringt mir so etwa 30% Verbesserung zu vorher.

    Meine Meinung dazu ist, warum seinem Stoffwechsel und seinem Gehirn das anzutun? Wechsel dieser Art können nicht gut sein. Ich bin ja schon fix und alle, wenn ich mal vergesse, eine Kapsel zu nehmen.

    Aber vielleicht liegt das daran, dass ich schon älter bin und viel zu viele Jahrzehnte vorher gekämpft habe, ohne von ADS zu wissen. Keine Ahnung.

    Das muss jeder für sich selbst heraus finden und natürlich Arzt fragen.

    lg Heike

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    Ich kenne auch Kinder (nein Alex, nicht schimpfen - ganz allgemein gemeint.. ) die nehmen es Grundsätzlich nur an Schultagen - nicht am Wochenende, nicht in den Ferien.

    Ich finde das (für mich) nicht gut. Es hört sich für mich so an, als wenn das Medikament nur genommen wird, damit andere mit dem ADHSler klar kommen, oder eben aufgrund des Leistungsdrucks unserer Gesellschaft, nicht aber, damit derjenige selber sich besser oder sicherer fühlt.

    Dass evt. eine Dosis- Anpassung an stressfreien Tagen etwas weniger oder ähnliches - damit komm ich klar

    Es verändert meine Wahrnehmung - ich brauchte etwas um mich daran zu gewöhnen und damit klar zu kommen. Wenn ich es jetzt weg lasse - dann ist es wieder genauso umgekehrt (für mich) sprich ich hab nicht all meine "alten" Schutzmechanismen greifbar, die ich vor der MPH Behandlung hatte... ich fühle mich total schutzlos...

    Evt. eine Dosisanpassung - nachdem viel negatives sich in positives gewandelt hat - sich Verhaltensstrukturen verändert haben, weil man "gelernt" oder eben "Erfahren" hat, wie es anders besser geht... dann brauchts vielleicht weniger.. aber weglassen - für mich ein nogo.

    Wie lange nimmst du es jetzt schon? hast du positive Veränderungen dadurch? meinst du, die Veränderungen kommen nur, weil du gelernt hast, dein Verhalten zu verändern? hört sich für mich an (Achtung Spitzfindig) als wenn es doch nur "unerzogene" Kinder sind, die sich nicht anpassen wollen - und wenn sie gelernt haben, wie man sich benimmt, dann ist alles gut und sie brauchen keine Medikamente mehr (kein Angriff , oder Meinungsunterstellung, nur verschärfte allgemeine Deutung )

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    ich verstehe was ihr meint,
    @mimikry, ich nehme momentan keine medis, werde aber mph in nächster zeit ausprobieren.

    bin jez 28 und wenn es mir hilft macht es mir ein bisschen sorgen das ich es "den rest meines lebens" nehmen muss um eventuell das erreichte aufrecht zu erhalten.
    !!obwohl dieser thread eher ein interesse ist (was ist möglich...) und nichts mit enscheidungs-findung ängsten etc. zu tun hat.!!

    als ich diese erfahrungen von adhs-eltern gelesen habe musste ich ans fischen denken. vieleicht funktioniert das ein bisschen wie beim angeln, man muss immer genug schnur lassen damit sie nicht reißt, arbeitet aber trotzdem daran den fisch heranzuholen und einestages ins boot zu bekommen.

    ein paar überlegungen hab ich noch
    muss aber dazusagen das ich mich in diesen bereichen nicht auskenne!!!

    -in einem artikel über kognitive vorgänge hab ich mal gelesen das leistung(sprich besser werden) durch ständiges widerholen entwickelt wird (üben). so entstehen neue bahnen im gehirn und vorhandene werden gefestigt und ausgebaut. (@mimikry - bei dir scheint diese überlegung gar nicht zu funktionieren - schutzmechanismen wurden eher schwächer)
    bsp. vielleicht gewöhnt man sich so sehr an eine saubere wohnung das man es dan garnicht mehr ausshält auf einem kriegsfeld zu leben

    -soziale kompetenzen sind etwas das man lernen kann. ich tu mir im moment oft schwer in der geselschaft, wenn mir zb. mph hilft speichert man das eine oder andere ab macht es sich zu eigen und kann es vieleicht auch ohne medi ausführen.
    in der verhaltenstherapie nennt man das glaub ich "mem" (Memetik) - von memory abgeleitet.
    (smaltalk zum beispiel)

    -selbstbewusstsein. dinge die erreicht wurden, ausbildungen die abgeschlossen wurden oder einfach eine stellung im leben die erreicht wurde und einem über seiner adhs diagnosse hinwegsehen lässt obwohl sie da ist. mph, so wie ich bis jez den eindruck gewonnen habe, ist etwas konkretes das einem hilft tatsachen zu schafen.(?)

    ich möchte hier keinenfalls überzeugungen durchsetzen (die ich gar nicht haben kann), es interessiert mich nur was im bereich des möglichen ist und erfahrungen die vieleicht schon gemacht wurden...

    LG

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    guerlain schreibt:

    -in einem artikel über kognitive vorgänge hab ich mal gelesen das leistung(sprich besser werden) durch ständiges widerholen entwickelt wird (üben). so entstehen neue bahnen im gehirn und vorhandene werden gefestigt und ausgebaut. (@mimikry - bei dir scheint diese überlegung gar nicht zu funktionieren - schutzmechanismen wurden eher schwächer)
    bsp. vielleicht gewöhnt man sich so sehr an eine saubere wohnung das man es dan garnicht mehr ausshält auf einem kriegsfeld zu leben
    Doch, das funktioniert sogar hervorragend - Schutzmechanismen werden nicht schwächer, vielleicht falsch ausgedrückt. Ohne MPH konnte ich mein Leben hervorragend managen. Ich bin einfach durchgerauscht, immer mit 200%. Und ich hatte phantastisch funktionierende Schutzmechanismen (erprobte Problemlösungsstrategien ) Aber die waren für die Zeit "ohne" MPH funktionierend. Mit MPH passten die nicht mehr - veränderte Wahrnehmung - Reaktionen anderer, eigene Reaktionen und Empfindungen waren verändert. Also legte ich mir neue Schutzmechanismen zu. Funktioniert bestens. Nun die Kruks, wenn ich MPH weglasse habe ich das Gefühl, als wenn ich mich erst wieder an das Chaos gewöhnen muss - meine "mit" MPH Schutzmechanismen greifen nicht mehr, und die alten sind nicht mehr sofort verfügbar. Es dauert ca 2-3 Tage, dann bin ich wieder "umprogrammiert" und könnte ohne MPH durchs Leben rauschen (will ich nicht .) )

    Das meinte ich mit : Schutzmechanismen sind nicht greifbar = Schutzlos.

    guerlain schreibt:
    -soziale kompetenzen sind etwas das man lernen kann. ich tu mir im moment oft schwer in der geselschaft, wenn mir zb. mph hilft speichert man das eine oder andere ab macht es sich zu eigen und kann es vieleicht auch ohne medi ausführen.
    in der verhaltenstherapie nennt man das glaub ich "mem" (Memetik) - von memory abgeleitet.
    (smaltalk zum beispiel)
    Hier kann ich dir sagen, durch die veränderte Wahrnehmung und die Möglichkeit mein Hirn vor der Emotionalen Reaktion zu befragen habe ich viele Verhaltensketten durchbrechen können. Bekomme positives Feedback welches mir Stress nimmt. Durchbrochene Verhaltensketten, die neu "Programmiert" werden funktionieren auch ohne MPH (zB morgens vor Wirkungseintritt) und die "nicht negative" Reaktion meiner Umwelt bestärkt mich, bzw. ich bin nicht gestresst - somit komm ich klar. Dies nehme ich als positive Begleiterscheinung von MPH wahr - aber nicht als ausschließlichen Wirkungswunsch. Wie gesagt - ich nehme nicht MPH damit andere besser mit mir klar kommen oder ich in die Gesellschaft passe


    guerlain schreibt:
    -selbstbewusstsein. dinge die erreicht wurden, ausbildungen die abgeschlossen wurden oder einfach eine stellung im leben die erreicht wurde und einem über seiner adhs diagnosse hinwegsehen lässt obwohl sie da ist. mph, so wie ich bis jez den eindruck gewonnen habe, ist etwas konkretes das einem hilft tatsachen zu schafen.(?)
    All diese Dinge gibt es auch bei ADHSlern ohne MPH. (Ich habe 3 Firmen und 3 Kinder und nebenbei noch eine 3 jährige Ausbildung mit Abschluß 1,2 Durchschnitt geschafft - alles direkt VOR dem Behandlungsbeginn. ABER ich fühlte mich im letzten Jahr wie durchgehend vor einem Dauerburnout.

    Die Arbeit der letzten 2 Jahre, die ich wie einen Berg vor mir hergeschoben habe, hab ich in den letzten 3 Monaten nebenbei mit erledigt. Dinge die mir absolut unangenehm waren - die ich nicht mochte - die kann ich jetzt einfach als Pflichterfüllung angehen - stehen auf meiner Liste, werden gemacht - basta.

    Ich kann auch mit MPH den Tag vertrödeln oder statt zu arbeiten hier im Forum rumgämmeln .. gar kein Problem. Aber ich kann mich strukturieren. Oder das wichtigste für mich - ich reagiere nicht nur noch, ich agiere. Ich bin nicht ständig getrieben, in Verteidigungs- oder Angriffsposition, nicht mehr ständig auf dem Sprung, ich kann abschalten, kann geplant- gezielt denken. Ich kann Kritik annehmen. Und vieles mehr. (Durchschlafen z.B.)

    Dauerhaft ein Medikament zu nehmen, dass hat mich mehr als abgeschreckt... keine Frage. Aber hm - wie war das? wenn du Diabetes hättest, würdest du Insulin in Frage stellen?

    Wenn ich dann sage : ADHS ist eine genetisch bedingte Störung der Selbstregulation und Selbstkontrolle ( genetisch bedingte Störung im Dopamin- und Noradrenalin-System als eine wesentliche Ursache von ADHS)
    Diabetes dagegen eine Störung des Zuckerstoffwechsels .... Beim Diabetes stellt keiner die Lebenslange Insulin Behandlung in Frage, da die Diagnose einfach durch einen kleinen Bluttest nachweisbar ist. Und wenn die richtige Menge Insulin dem Körper Appliziert wird, dann ist das Blutergebnis wie bei einem "gesunden" tja, dies geht beim ADHS leider nicht. Wenn es einen solchen einfachen Test gäbe, der die Diagnose, genauso wie die Wirksamkeit der Medikamentation beweisen würde, würde dich der Gedanke an die zu nehmenden Medikamente genauso abschrecken?

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 21

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    [QUOTE=Mimikry;334578]Doch, das funktioniert sogar hervorragend - Schutzmechanismen werden nicht schwächer, vielleicht falsch ausgedrückt. Ohne MPH konnte ich mein Leben hervorragend managen. Ich bin einfach durchgerauscht, immer mit 200%. Und ich hatte phantastisch funktionierende Schutzmechanismen (erprobte Problemlösungsstrategien ) Aber die waren für die Zeit "ohne" MPH funktionierend. Mit MPH passten die nicht mehr - veränderte Wahrnehmung - Reaktionen anderer, eigene Reaktionen und Empfindungen waren verändert. Also legte ich mir neue Schutzmechanismen zu. Funktioniert bestens. Nun die Kruks, wenn ich MPH weglasse habe ich das Gefühl, als wenn ich mich erst wieder an das Chaos gewöhnen muss - meine "mit" MPH Schutzmechanismen greifen nicht mehr, und die alten sind nicht mehr sofort verfügbar. Es dauert ca 2-3 Tage, dann bin ich wieder "umprogrammiert" und könnte ohne MPH durchs Leben rauschen (will ich nicht .) )

    Das meinte ich mit : Schutzmechanismen sind nicht greifbar = Schutzlos.



    und wenn ich eine therapie mache, mach ich die dann für mein "nicht funktionierentes ich" (ohne medis) oder unter medikation? (falls ich zb. anstrebe ohne oder mit möglichst wenig auszukommen)
    vieles was ich unter medikation lernen würde könnte ich ja dann unter umständen nicht ohne medikation umsetzen.

    vieleicht habe ich, wie du, gar nicht das bedürfniss ohne medis auszukommen, ich kenn es noch nicht, (hab erst in einem monat meinen arzt termin
    aber im moment hab ich das gefühl es ist eine art herausforderung dagegen anzukämpfen

    wenigstens hab ich jez durch das forum einen anhaltspunkt bekommen, den mir kein arzt von sich aus nahegelegt hat. (adhs), wurde bis jez immer gegen depressionen behandelt obwohl ich immer wieder klargestellt habe das ich keine hab.
    es kann nur vorwärts gehn
    lg

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 118

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    Ich persönlich nehme es immer, da meine Psychologin mir dazu angeraten hat, dies hat folgende Gründe:
    ADHS zu haben bedeutet ja nicht nur, sich nicht konzentrieren oder nicht aufmerksam zu sein. Oft hat man Probleme mit der Impulsivität, Aggressivität etc.
    Es gibt nun Sachen, die machst du unterbewusst, bzw. als ADHS'ler macht man sehr vieles unterbewusst. In der Regel erkennt man das aber nicht und kann nichts dagagen machen, vielleicht auch weil man Impuslv ist. Da kann das Ritalin helfen, dass du diese Zustände besser erkennen kannst du und du effektiv (evtl. in Therapie mit der Psychologin) daran arbeiten kannst und erstmal auch deine Probleme erkennst. Oft weiss man ja auch nicht genau, was man falsch macht, man merkt nur dass man von den anderen nicht verstanden wird, und genau das kann es dir aufzeigen, sodass du wie gesagt daran arbeiten kannst.
    Es gibt jedoch auch Symptome von ADHS, wie eben das Problem mit der Aufmerksamkeit bzw. Konzentration, die du ohne RItalin als ADHS'ler nicht in den Griff bekommen kannst. Dein Gehirn funktioniert nun mal wie es funktioniert, und du kannst leider da nicht daran arbeiten. Jedoch kann ich mir vorstellen, wenn dies vielleicht nicht dein grösstes Problem ist, und du vielleicht schon für einige Zeit (kann jedoch auch bis zu einigen Jahren gehen) all deine anderen Probleme in den Griff gekriegt hast, die du durch das ADHS hast, dass du dann das Ritalin am Wochenende nicht, bzw. (eher unwahrscheinlich) gar nicht mehr nehmen könntest. Ich würde aber sicher am Anfang es durchgehend nehmen, da du am Wochenende schliesslich auch mit Menschen zu tun hast und nicht immer zu Hause für dich allein bist.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 217

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    guerlain schreibt:

    und wenn ich eine therapie mache, mach ich die dann für mein "nicht funktionierentes ich" (ohne medis) oder unter medikation? (falls ich zb. anstrebe ohne oder mit möglichst wenig auszukommen)
    vieles was ich unter medikation lernen würde könnte ich ja dann unter umständen nicht ohne medikation umsetzen.
    "nicht funktionierendes ich" tztzt, wie negativ also mein Therapeut sagte - erst mal auf Medikamente einstellen, dann gucken was noch übrig bleibt an Dingen, die mir nicht gefallen, die nicht ok sind oder was auch immer und dann Therapie wenn nötig (ich weiß ja nicht welche Probleme du hast, ist ja bei jedem anders)


    guerlain schreibt:
    vieleicht habe ich, wie du, gar nicht das bedürfniss ohne medis auszukommen, ich kenn es noch nicht, (hab erst in einem monat meinen arzt termin
    Fragen, auf die du ganz von alleine Antworten finden wirst. Ich kann dir nur soviel sagen - mit Medikamenten geht es mir so viel besser, soviel mehr Lebensqualität - aber zB gestern.. ich hab lange geschlafen und meine morgen Medikamentation erst um 11:30 genommen, da es Sonntag war und ich nicht so spät noch die 2. nehmen wollte (17:00) hab ich sie ausfallen lassen - Ergebnis: um 19:00h - 20:15 hab ich dermaßen üble Stimmung gehabt - hab alle angeranzt, war total aggressiv und innerlich wütend - ohne greifbaren Grund. Zum Glück hab ich durch die Verhaltensänderung bei Medikinet gelernt, zu sagen was los ist und Hilfe einzufordern. So war es mir möglich, nachdem mein Mann sich wirklich mühe gegeben hat, meine Stimmung aufzufangen und ich es schaffte ihm dermaßen vor den Kopf zu stossen - er ging wütend in einen anderen Raum - ich blieb alleine - wütend, traurig, verwirrt - ABER NEU: ich konnte ihm eine sms schicken mit : help und er kam zu mir, nahm mich in den Arm und sagte "Danke" er konnte es nicht handeln. Ohne meine eigenen Verhaltensänderungen wäre es mir niemals möglich gewesen mir irgendwie Hilfe zu holen - ich wäre stinke sauer gewesen und hätte mich im Recht gefühlt. So konnte ich, trotz Rebound und trotz "ohne" Medikinet Hilfe suchen, ja einen Hilfebedarf eingestehen.

    Weißt du wie ich es meine?


    guerlain schreibt:
    aber im moment hab ich das gefühl es ist eine art herausforderung dagegen anzukämpfen
    Jo, ich sagte anfangs - ich bin ein Willensstarker Mensch - ich lass mich einstellen, schau mir an wie es sich anfühlt und wie es mir gefällt und dann setze ich es ab, weil ich ja dann weiß wie es sein soll und schaffe es ohne Medikamente.

    Denn ich wollte niemals ständig immer irgendwas nehmen müssen (hatte schon mit der Pille probleme damals)

    Aber - die Realität hat mich eingeholt. Das "sein" mit Medikinet in der richtigen Dosis ist etwas, was ich "ohne" niemals erleben würde. Ich habe keinerlei Bedürfnis darauf zu verzichten. Mein Mann sagt, er sieht es meinen Augen an, ob ich es genommen habe oder nicht... (die Ausstrahlung - nicht gehetzt, keine Maske, sondern lieb und offen)

    guerlain schreibt:
    wenigstens hab ich jez durch das forum einen anhaltspunkt bekommen, den mir kein arzt von sich aus nahegelegt hat. (adhs), wurde bis jez immer gegen depressionen behandelt obwohl ich immer wieder klargestellt habe das ich keine hab.
    es kann nur vorwärts gehn
    lg
    schau es dir an, frag deine Fragen, teil deine Sorgen und ängste - was du im Endeffekt machst, ist deine Sache

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.650

    AW: Verhaltensmuster einschleichen / ritalinfreies Wochenende

    Ich lasse das MPH mittlerweile an Wochenenden weg weil ich mich da nicht all den Anforderungen ausgesetzt sehe wie an den Wochentagen mit Arbeit. D.h wenn ich machen kann was ich will klappt es auch ohne.

    Das klappt gut. Allerdings kann ich nichts "übertragen"; d.h. an Tagen ohne MPH bin ich weiter schnell chaotisch,reizüberflutet, ungeduldig etc.- Therapie hat da leider auch wenig genützt. Aber ich schaffe es mittlerweile besser zu bestimmen was ich mir wann zumute . Das ist nur eben ohne MPH nicht sehr viel.

    Im Umkehrschluss hieße das, wenn ich am WE arbeiten müsste würde ich es nehmen.

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