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Diskutiere im Thema Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??" im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Hi

    ich hab vor einer Woche meine positive Diagnose auf ADS bekommen und bin echt total allein damit ... Ich hab in meinem vorstellungpost ja schon geschrieben, die psychologin hat gesagt, dass ich ein ads-mischtyp sei. whatever... ich weiß mit dem ganzen ads echt nicht so viel anzufangen. PLÖTZLICH soll ich "krank" sein?? Nur weil ich die elfte wiederholt hab und nach der 12 abgebrochen hab, hab ich eine "krankheit" im kopf? ich finde das wirklich alles... naja... ein bisschen abstoßend. meine psychologin meinte, dass es gut wäre, dass ich jetzt "bescheid wüsste" aber über was genau weiß ich bescheid??

    jetzt ist ja die frage, wenn ich medikamente nehmen soll (ritalin), okay, dann hilft es mir, mich zu konzentrieren. aber muss das sein?? hätte ich die elfte nicht wiederholen müssen, wenn ich ritalin genommen hätte? will das mir im ernst jemand behaupten? ganz ehrlich, ich hatte auch so ein paar probleme, mit der konzentration allein hatte das nicht nur zutun! und eine tablette soll das alles auf einmal gut machen? ganz ehrlich, wie soll das gehen?

    sorry wenn ich da ein bisschen ... naja letztendlich bin ich einfach nur allein mit der sache und weiß nichts mit allem anzufangen. auf einmal bin ich KRANK und soll tabletten nehmen, "die helfen ihnen" wurde mir gesagt.... ich versteh die welt nicht mehr. vor einem monat kannte ich ADS nur aus dem fernsehen und da wird oft gesagt, medikamente sind schlecht und sind nur dazu da, damit die pharmaindustrie reicher wird. keine ahnung...

    ich bin für jede hilfe dankbar.

  2. #2
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Hallo güldchen 93,

    Mischtyp heißt, dass Du sowohl hyper- als auch hypoaktiv bist.
    Wenn Du noch gar keine Ahnung hast, hilft es, sich erstmal in des Thema einzulesen, das alles hier zu erklären, wäre zu viel und das meiste findest du in den einzelnen threads. Da du ja psychologisch behandelt wirst, muss es ja irgendwelche Symptome geben.....
    Wie sich das bei Dir genau äußert, kannst nur du selbst rausfinden.
    Mir hat es geholfen, mich darüber zu informieren und mit viel Selbstreflektion unterscheiden zu lernen, was ich bin und was die Krankheit. Aus meiner Erfahrung lindert die Medikation die Beschwerden und hilft dabei, an sich zu arbeiten indem die Selbstwahrnehmung (die ja bei AD(H)S nicht so einwandfrei funktioniert) verbessert wird.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg auf Deinem Weg

    LG Tanja

  3. #3
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Hallo Güldchen.

    also erst mal: Medikamente "müssen" nicht sein. Und wenn du das partout nicht willst, willst du das nicht und das muss ein Arzt akzeptieren. Auf der anderen Seite hast du auch nicht nur ADS, weil du eine Klasse wiederholen musstest oder Konzentrationsschwierigkeiten hast. Ich würde dir empfehlen, dich jetzt erst mal in aller Ruhe ausführlich zu informieren. Und dich dabei nicht von den Medien zu sehr beeinflussen zu lassen, die leider oft SEHR schlecht recherchierte Berichte über ADS bringen. Wenn du ein wirklich gutes Buch zum Thema suchst, kann ich von Cordula Neuhaus "Das hyperaktive Kind und seine Probleme" empfehlen. Da geht es durchaus nicht nur um Kinder sondern auch darum, wie sich das Ganze bei Erwachsenen zeigt und es zeigt ganz viele Dinge, die bei ADSlern einfach anders sind. Wenn du ADS hast und die die Diagnose nicht völlig versemmelt haben, solltest du dich an ganz vielen, wenn auch sicher nicht allen, Stellen wieder erkennen.

    Generell machen Medikamente in meinen Augen nur Sinn, wenn du einen gewissen Leidensdruck hast. Denn die Medikamente haben schon auch negative Seiten (manche Menschen haben Nebenwirkungen und es kann auch Schwierigkeiten mit Dingen wie privater Krankenversicherung zB geben). Viele ADSler haben allerdings so massiv unter ihren Problemen zu leiden, dass die negativen Seiten der Medikamente absolut nebensächlich sind. Ich setze zB dank der Medis gerade meine Verbeamtung aufs Spiel (komme mit dem normalen Medikament nicht klar, daher nehme ich was, was da problematisch sein könnte, ist aber eine andere, lange Geschichte), aber ich würde nie wieder freiwillig darauf verzichten, weil meine Lebensqualität so unglaublich viel höher ist mit Medis. Aber wie gesagt, dass muss jeder für sich abwiegen. Und das kannst nur du selber, deswegen solltest du dich so lange über das Thema informieren, bis du ein wirklich gutes Gefühl hast, egal für welchen Weg du dich am Ende entscheidest!

    Viele Grüße
    Cam

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Hi,

    schön geschrieben

    Ob Medikamete dir helfen werden kann ich auch nicht sagen, aber von dem was ich hier im Forum schon gelesen habe, kann es schon einen beträchtlichen Unterschied machen...
    Ich persönlich werde es auch erst ab nächsten Monat herausfinden... In deinem Fall würde ich mir da jetzt nicht so viel Sorgen machen, die meisten hier berichten maximal über kleinere Nebenwirkungen, welche gegenüber den Vorteilen fast vernachlässigbar sind.

    Aber dir scheint es ja aber im Moment eher noch darum zu gehen, die Diagnose zu akzeptieren Kann mich gut in dich hineinversetzten... man kennst sich und seine Art ja schon das gesammte Leben lang und man hat ja irgendwann mal das eigene ICH eben als ICH akzeptiert, und nun heißt es, dass dieses ICH "krank" sein soll... das ist natürlich erstmal ein Schlag ins Gesicht... könnte auch aus nem schlechten Film sein....
    Das Problem ist, da man ja nicht weiß wie es im Kopf von anderen Leuten aussieht und man daher nicht so einfach über den eigenen Tellerrand schauen kann

    Warum hast du dich den überhaupt testen lassen? Hattest du selber das dringende innere Bedürfniss das zu tun, weil du das Gefühl hattest, dass irgendwas nicht so stimmt, oder wurdest du von anderen Leuten eher dazu "gedrängt"?

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Noch so als Ergänzung - ADS ist keine Krankheit! Man tickt nur etwas anders als Nicht-ADSler ... und daraus ergeben sich eben einige Probleme... weil eben alles auf Nicht-ADSler ausgelegt ist.. Genauso wie sehr große Menschen (über 2m oder so) Probleme haben, weil die meisten Sachen auf kleinere Leute genormt worden...

    Deshalb besteht eigentlich das Hauptproblem eines ADSler dadrin, wie er sich das Leben organisiert, dass seine ADS-Symptome möglichst wenig als Schwächen auswirken und möglichst zu Stärken werden können. Denn ADS muss nicht nur Nachteile bringen, etwas anders zu ticken kann auch zum Vorteil werden... man muß nur die richtige Umgebung/Nische finden..

    Natürlich ist es großes Problem, dass man sich seine Umgebung nicht so frei aussuchen kann. Und da ist man eben auf Hilfsmittel wie Medikamente oder Nachteilsausgleiche, Coach etc. angewiesen...

  6. #6
    Gibt´s Kaffee ?

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 1.610

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Rina Oka schreibt:
    Noch so als Ergänzung - ADS ist keine Krankheit! Man tickt nur etwas anders als Nicht-ADSler ... und daraus ergeben sich eben einige Probleme... weil eben alles auf Nicht-ADSler ausgelegt ist.. Genauso wie sehr große Menschen (über 2m oder so) Probleme haben, weil die meisten Sachen auf kleinere Leute genormt worden...
    Wie definierst Du denn Krankheit? Wenn AD(H)S keinen "Krankheitsstatus" hätte, gäbs auch keine Medikation oder Therapie dafür..... Sehr große Mensch bekommen ja auch keine "Schrumpfhormone", oder so
    Ich würde dich gerne in den Thread "Sichtweisen zu AD(H)S....." einladen, um das (freundlich) zu diskutieren...
    LG Tanja

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Sieh die Medikamente als Angebot. Viele nehmen sie auch nur auf Zeit. Welchen Krankheitswert du dem kürzel "ADHS" zuschreibst musst du selbst für dich entscheiden. Immerhin ist auch die Diagnose ADHS in der Häufigkeit auch eher eine neue Erscheinung - soll heißen: die Mitglieder hier sind mehr oder minder die erste Generation an Erwachsenen mit Diagnose. Viele gehen ohne Diagnose durchs Leben, bzw. sind gegangen. Bei den einen holpriger (Komorbiditäten olé), bei den anderen -ich sag mal- ohne Komplikationen im Lebenslauf, bis hin zu sehr erfolgreichen Menschen.

    Viele hier, wie auch immer sie zur Diagnose gekommen sind, werden sich glaub ich mit einem "Ich hab immer geahnt, dass bei mir was anders ist" zitiert fühlen, und waren froh, als dieses etwas einen Namen hatte. Und vielen hilft es sich besser kennenzulernen (auch über dieses Forum).

    Medikamente musst du nicht nehmen, das muss keiner - und je nachdem wieweit ADHS-Symptome für dich und dein Leben einen Problemcharacter haben, kannst du dich entscheiden ob es sinnvoll ist eine psychologische Therapie oder Medikamente oder Beides als Hilfestellung anzunehmen, oder nichts von dem zu machen, oder Sport zu betreiben, oder sonst etwas oder gar nichts.

    Wenn du dich mit der Diagnose allein fühlst bist du ja immerhin schon in das richtige Forum geraten. Mit sehr ausgewählten Mitgliedern, den coolen paar % der Gesellschaft

  8. #8
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Chaostanja schreibt:
    Wie definierst Du denn Krankheit? Wenn AD(H)S keinen "Krankheitsstatus" hätte, gäbs auch keine Medikation oder Therapie dafür..... Sehr große Mensch bekommen ja auch keine "Schrumpfhormone", oder so
    Nun, sie brauche eben Sachen in ihren Größen.. und die Medis bewirken eben in selber Richtung - da wir für einen Moment normal ticken - für kurze Zeit eben das, was bei uns anders ist, ausgeglichen ist.

    Ich würde dich gerne in den Thread "Sichtweisen zu AD(H)S....." einladen, um das (freundlich) zu diskutieren...
    Danke, aber für sowas zur Zeit gerade keinen Nerv ...

  9. #9
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Meine Antwort hierauf ist:

    Wenn ich mir einen Nagel abreisse (auaaaaaa) und es blutet und weh tut (und das tut es echt) und ich nehme dann eine Ibuprofen, weil die Schmerzen zu stark sind......

    dann habe ich auch eine Krankheit und nehme dazu noch Drogen......

    Alle Medis sind Drogen.....schau mal bei Wikipedia nach

    Droge

    Alles ist relativ.......

    Wenn man krank sein WILL, dann ist man auch krank. Will man es nicht, dann ist man das auch nicht.

    Wenn dir jemand in einem Kaufhaus sagt, dass deine Frisur scheisse aussieht, und der nächste eine Stunde später, dass deine Frisur echt toll ist.....was ist das dann? Keine Ahnung, sag du es mir.

    Güldchen93, du bist 20 Jahre.....und hast dein ganzes Leben noch vor dir. Die Entscheidung, wie du leben willst, liegt bei dir ganz allein.

    lg Heike

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 25
    Forum-Beiträge: 118

    Medikamente, müssen die sein und warum? Wieso bin ich plötzlich "krank??"

    Hi güldchen!

    Lass dich erstmal gedrückt fühlen, ich kann verstehen dass es dir grossen Stress und aufregung bekommt, so plötzlich eine solche Diagnose zu bekommen, das kann einen auch mal überfordern.

    Um dich sachlich aufzuklären, es gibt zwar alternative Therapien ohne Medikamente, jedoch zeigen diese bei reinem ADHS in Doppelblindstudien keinen Erfolg. Liegen jedoch Komorbiditäten vor (ob du welche hast, weiss ich nicht) ist es durchaus möglich diese in Begleitung mit dem ADHS zu verbessern, jedoch wirst du damit vermutlich trotzdem die ADHS-typischen Probleme nicht los.

    Erstmal wäre natürlich gut zu wissen: wo stehst du jetzt? Was machst du im moment? Was willst du später machen? Willst du studieren? Das sind alles Fragen, die du dir stellen musst, bevor du dich für oder gegen Medikamente entscheidest.
    Wenn du im Moment noch in der Ausbildung, einem Studium,... steckst, wäre es wohl besser für dich, wenn du eine medikamentöse Therapie machst, vor allem weil du Probleme in der Schule hattest. Zu deiner Frage ob du das nicht gehabt hättest, wärst du damals schon auf Medikamente eingestellt: es ist durchaus möglich.
    Wenn du allerdings nur arbeitest und sonst nicht mehr studieren willst oder eine Ausbildung beginnen oder ähnliches, könntest du es dir überlegen, ob du Medikamente nehmen möchtest oder nicht. Das hängt vor allem davon ab, ob du in deinem Job bestimmte Stärken brauchst, die dein ADHS einschränken. Oder aber wenn du Probleme hast dich sozial zu integrieren.
    Am besten ist jedoch, du redest mal mit deinem Spezialisten darüber, wie deine aktuelle Lebenssituation ist und frage sie, ob sie denkt dass du von den Medikamenten profitieren könntest. Du musst dir bewusst sein, dass dich niemand zwingen kann, Medikamente zu nehmen, es ist immer noch deine Entscheidung.

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