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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 190

    Frage Verschreibung für Medikamente woher?

    Kann ich mit dem Konsiliarbrief von der Psychologin eigentlich zum Hausarzt gehen und sagen "Verschreiben'se mir mal bitte MPH"? Bzw. wie sind da die Erfolgschancen?

    Im Brief steht dass ich ADHS habe und eine Behandlung mit MPH angeraten wird. Aber das ist für den Hausarzt schon ein Ding, wenn jemand reingeschneit kommt und sagt "huhu, einmal Betäubungsmittel bitte", oder?

    Ich stelle mir auch vor, dass wenn ich zum Psychiater gehe, dass ich dann die ganze Diagnoseprozedur direkt nochmal mitmachen darf, weil er seriöserweise sich ja nicht drauf verlassen will, was irgend jemand anderes sagt.

    Wie lief das bei Euch? Also hier sind vor allem die angesprochen, die nicht Diagnose und Medikation "aus einer Hand" bekommen haben...

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 80

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Hallo, das Problem kommt demnächst auch noch auf mich zu.

    Was ich mich frage ist, wieso verschreibt die Psychologin nicht MPH?

    Und wenn, dann würd ich auch zu einem Themenbezogenen Facharzt gehen und nicht zum Hausarzt. Die müssen doch alle Ihr Budget schonen

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 351

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Ich habe gerade letzte Woch meine Hausärztin gefragt. Antwort: wenn sie ein Bericht vom ADHS-Doc bekommt, dann kann sie hier manchnal zur Überbrückung, verschreiben. Ich war überrascht, dass mein Doc noch nie ein Bericht geschrieben hat, trotz dass auf jeder Überweisung stand - bitte um Bericht. Ich bin bei dem Doc ca 3-4 Jahre. Er selbst wollte ein Bericht von meiner Psychiatrieärztin, was ich veranlass habe.
    Wegen Fahrerei wäre das für mich einfacher und das werde ich auch demnächst ansprechen. Allerdings mit Dosierung und Einstellung hat sie keine oder ganz wenig Ahnung, das hat sie mir selbst gesagt. Deswegen ohne Bericht läuft nichts. Ihre Ausage fand ich völlig in Ordnung.

    LG
    Surre

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    R4lph schreibt:
    Hallo, das Problem kommt demnächst auch noch auf mich zu.

    Was ich mich frage ist, wieso verschreibt die Psychologin nicht MPH?

    Und wenn, dann würd ich auch zu einem Themenbezogenen Facharzt gehen und nicht zum Hausarzt. Die müssen doch alle Ihr Budget schonen
    Ach so, ich bin Privatpatient. Geht also nicht auf's Budget.

    Die Psychologin darf keine Medikamente verschreiben, das dürfen m.W. nur approbierte Ärzte (Psychiater, Neurologen oder eben Allgemeinärzte).

    @Surre: Ja, ich habe für mich jetzt auch beschlossen auf den Bericht zu warten und den mitzunehmen. Der Brief alleine ist doch etwas dünne.

  5. #5
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Hallo,

    wenn der Konsiliarbrief diese Empfehlung aufweist, kannst Du es doch einfach versuchen. Mach einen Termin bei Deinem Hausarzt und frage, ob er Dir da weiter helfen kann. Wenn nicht, dann wirst Du zum Psychiater gehen müssen, der Dich auf MPH einstellt. Denn als Facharzt hat er auch mehr Hintergrundwissen zur Verabreichung des Medikaments. Mit Sicherheit wird er noch Tests mit Dir machen. Nicht unbedingt den ADHS-Test, aber EEG, EKG, Blut... Blutdruck...

    Einfach so, sollte kein Arzt sowas raus rücken. Selbst im Konsiliarbrief des Psychologen, der eine Medikation mit MPH vorsieht, sind keine weiteren organischen Untersuchungsergebnisse, die eine Medikation befürworten könnten.

    Mein Psychiater hatte den Verdacht auf ADHS, veranlasste die Testung durch eine Psychologin. Ist halt alles in einer Praxisgemeinschaft.

    LG Schnubbel

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Also Ihr Lieben.....ich klär euch jetzt mal auf .....das Bienchen kam zum Blümchen.....ach neee falsches Thema....moment....

    MPH darf nur auf BTM-Rezepten ausgestellt werden (Betäubungsmittelrezepte). Diese darf nicht jeder Arzt ausstellen, sondern er muss hierfür eine Zulassung haben - so ist zumindest mein Kenntnisstand.

    BTM-Rezepte hat nicht jeder Arzt und wenn ja, sind diese nummeriert und der Arzt wird daraufhin STRENGSTENS überprüft, was und wieso er aufgeschrieben hat.
    Hierfür benötigt der Arzt eine schriftliche ADHS-Diagnose.

    Meine Diagnose wurde von einer Institutionsambulanz durchgeführt und mein Arzt sitzt ca. 50 km davon entfernt. Mein Arzt ist Psychiater/Neurologe. Er darf das verschreiben und hat das auch ohne Probleme gemacht, nach Vorlage der Diagnose.

    Psychologen sind keine Ärzte R4lpH.....dürfen von daher keine Rezepte ausstellen. Im Gegensatz zu einem Psychiater, der Medizin studiert hat bzw. musste.

    So hab ich jetzt irgend etwas vergessen???

    lg Heike

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Ich antworte aus Zeitmangel nur ganz kurz:
    1) Psychologen dürfen keine Medikamente verschreiben, weil sie keine Ärzte sind. Es gibt ärztliche Psychotherapeuten, die Medikamente verschreiben dürfen, meistens aber in der Regel an einen Psychiater verweisen.

    2) Der Hausarzt darf MPH nur zur Überbrückung verschreiben, wenn kein Facharzt für Psychiatrie greifbar ist und grundsätzlich die Diagnostik vorliegt und auch ein multimodales Therapiekonzept durch geführt wird. Ob der Hausarzt es macht oder dich an den Vertreter deines behandelnden Psychiaters/Neurologen verweist, muss er selbst entscheiden. Ärzte, die selten BTM-Rezepte ausstellen, machen ungern davon Gebrauch, weil es dabei soviel zu beachten gibt und das immens aufwendig ist.

    3) Meine Psychiaterin/Neurologin führt in ihrer Praxis keine Diagnostik durch. Sie hat mich dazu in die Ambulanz überwiesen. Normalerweise schickt die Ambulanz die Patienten dann mit der Diagnose zurück zum überweisenden Psychiater zur Medikamenteneinstellung. Meine Ärztin hat aber keine Ahnung von ADHS und darum hat mich die KLinik bis zur optimalen Dosis betreut. Nach dem die gefunden war, verschreibt mir meine normale Psychaterin das MPH nach den Angaben der Klinik. Bei uns gibt es zwei anerkannte Diagnose"zentren", einmal eine psychologische Spezialpraxis und einmal die Klinikambulanz. Beide Diagnosestellungen werden von den niedergelassenen Psychiatern anerkannt.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Danke für Eure zahlreichen und informativen Beiträge.

    Ich warte wie gesagt mal auf den Bericht als "Munition" für den Arztbesuch.

    War halt irgendwie schon in Aufbruchsstimmung und dann gefrustet, als mir klar geworden ist, dass das etwas kniffliger sein wird als gedacht.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    So, der Bericht ist immer noch nicht angekommen, dafür aber eine Rechnung...die Erstellung des Berichts ist zwar als Posten noch nicht drauf, das finde ich aber trotzdem schwach.

    Bin jetzt einfach mal mit dem zweizeiligen Konsiliarbrief zu meinem Doc gestapft und der hat mir doch tatsächlich ohne Murren Ritalin verschrieben. Bin mal gespannt ob ich's eventuell sogar von der privaten Kasse erstattet bekomme.

    Allerdings hat er echt keine Ahnung von ADHS und kennt deshalb die verschiedenen Medikamente nicht...Ritalin ist ja bei Erwachsenen eher ungewöhnlich, glaube ich, aber zum Ausprobieren ob MPH überhaupt was bringt ist es wohl OK.

    Wie so oft merke ich dass tatsächlich gar nicht alles so schwierig ist wie ich manchmal denke. Das Fazit ist wohl (wie immer; vielleicht lerne ich ja mal draus): Weniger denken, mehr machen.

    Eins hab ich doch vorher noch kurz gemacht, nämlich ihn angerufen um abzuchecken ob er grundsätzliche Vorbehalte (ideologischer Art oder so) gegen ADHS/MPH hat - die Strecke zu meinem Hausarzt ist halt nicht der nächste Weg und bevor ich stundenlang rumfahre um mir eine Absage und womöglich eine schwachsinnige Standpauke bezüglich der "Nicht-Existenz" von ADHS zu holen wollte ich das zumindest mal abklären.

  10. #10
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Verschreibung für Medikamente woher?

    Ja, die private Kasse erstattet die Kosten, natürlich abzüglich deines Selbstbehalts. Und du musst es natürlich hinbekommen, den Erstattungsantrag zu stellen

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