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Diskutiere im Thema Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Wenn du richtig ausrasten musst, dann helfen auch Medis nur begrenzt.
    Ab und an hab ich auch mal so Phasen, da raste ich wegen Kleinigkeiten aus, schreie rum und schlag um mich. Dinge kaputt werfen und gegen Türen treten (eine ging mal zu Bruch...) hab ich mir Gott sei Dank abgewöhnt.
    Zwei kleine Tricks benutz ich aber immer:
    1) Wenn ich sauer werde, ziehe ich die Augenbrauen ganz stark hoch.
    2) Oder ich atme ganz tief ein und zähle bis 5.
    Das ist banal, aber hilft bei kleineren Ausrastern wirklich gut. Manchmal hilft aber auch weinen statt Wut, aber das ist situationsabhängig.
    Ich wünsch dir viel Erfolg, dass es die Medis etwas besser machen!

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    habe die letzten 5 jahre starke mittel bekommen. habe zwar immernoch ab und an ein ausraster allerdings wiederum nicht so oft wie vorher



    seit einigen tagen weis ich das ich mit unter bipolar bin. somit wird mir immer mehr klar und ich verstehe mich selbst

    wir sind alle opfer unseres gehirns. somit der spielball zwischen neurologie und psyche

  3. #13
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Lange Zeit war ich immer sehr schnell reizbar, seit ich eingestellt bin hat sich das gebessert. Sogar ohne Medikamente schaffe ich es mittlerweile recht lange eine absolut stoische Ruhe zu bewahren. Das hat mir mal ein Coach beigebracht. Der wurde mir von einem ehemaligen Chef spendiert, weil ich sein Problembärchen in der Firma war. Der Coach hat unter anderem NLP Techniken angewendet. Ohne jetzt eine Diskussion über Sinn und Unsinn von NLP starten zu wollen hier ein Trick der mir geholfen hat:

    Ich habe gelernt mir Anker zu setzen. Ein Anker im Kopf tut im Grunde nichts anderes als Emotionen festzuhalten und dich auf einen ganz bestimmten, sicheren Punkt zu fokussieren. Wenn du Ankerst, rufst du also in einer stressigen Situation ein von dir selbst gespeichertes, positives Gefühl ab und entschärfst dir die Situation einfach selbst. Als Auslöser kannst du jeden Sinneseindruck verwenden der dir einfällt. Ich drücke mir z.B. eine bestimmte Stelle an meiner rechten Hand, wie ein Knopf. Kannst dich auch am Kopf kratzen oder dir ein Lied ins Ohr rufen, ganz egal was du machst.

    Ob man das nun NLP nennt oder Konditionierung oder sonst wie ist egal. Für mich klang es sehr logisch. Ausserdem kostet es nichts, du findest hunderte Anleitungen im Netz (Suche nach: "Anker setzen NLP" oder so was)

    Umgekehrt hat Mensch auch viele bereits gesetzte und unerwünschte Anker. Die kann man mit dieser Technik auch umkehren, also quasi abschalten. Nota bene: Dies ist keine Werbung für NLP. Ich hatte mit dem Ankern meine persönliche Erfahrung und sie war nicht schlecht, deshalb schreibe ich hier darüber. Es gibt seriöse Persönlichkeitstrainer, dumme Scharlatane und aggressive Sekten die mit NLP arbeiten. Im Internet kann man sich aber einen guten Überblick verschaffen ohne mit irgendwem in Berührung zu kommen. Alles Psychos ausser Mutti.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Bei mir liegen auf dem Schreibtisch und wo ich sonst oft bin solche "Wutbälle" rum... nur für den Fall, daß ich gerade sauer bin und was werfen muß

    Die hier mein ich: http://pic.ameisenkeks.de/pe080.jpg

    Viele Grüsse
    DragonLady

  5. #15
    Celestis

    Gast

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Solche Wutbälle habe ich auch,leider halten sie nicht aus lol

  6. #16
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Bei mir hiessen die "Wutmaus" und hatten ein Kabel. Damit konnte man vor dem Finale noch so lassomässig rumschleudern. Ganz toll!

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Ich bin auch immer ziemlich ausgerastet. Zwar nicht so, dass ich Dinge durch die Gegend geworfen habe, aber dafür verbal. Dabei hat Medikinet mir SEHR geholfen. Anfangs bin ich noch sehr fahrig gewesen, allerdings (so komisch das klingt) mehr aus Gewohnheit. Das gewöhnt man sich dann aber recht schnell ab.
    Jetzt mit Elontril und ohne MPH ist es nicht mehr ganz so fein, aber ich habe immerhin zwischen aufkommender Wut und dem Ausbruch derselben eine ausreichend lange Phase in der ich noch bei Verstand bin. Und schaffe es dann meist, mich wieder zu beruhigen.

  8. #18
    Celestis

    Gast

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    auch nicht schlecht.

  9. #19
    salamander

    Gast

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    So heftige Aussetzer kenn ich auch. Ich zitter dann am ganzen Körper. Es reicht, kommt
    angeschoben als glühender Feuerball im Bauch.

    Mir hilft dann nur mehr den Schauplatz zu verlassen, tut ich das nicht, wächst wo ich
    gerade bin, kein Gras mehr. Meine Aussetzer sind allerdings der verbalen Art und
    sie sind wahrscheinlich vernichtender, als wenn sie körperlicher Natur wären.

    Ich mag es kein bißchen, wenn ich in diese Zustände hinein gerate, weil ich mich
    dann nicht mehr im Griff habe. Nicht, dass was ich sagen würde, an den Haaren
    herbeigezogen wäre, oder ohne Hand und Fuß, aber ich formulier's in so einer
    brachialen Direktheit, dass danach jedes Gespräch oder nach Wogenglättung
    evtl. unter anderen Umständen mögliche Annäherung unmöglich sind.

    Eine zeitlang hab ich das Schauplatz verlassen, mit runter schlucken verwechselt,
    und bin danach nicht auf die Sache zurück gekommen, die "es reicht" in mir aus-
    gelöst hat. Das ist aber nicht gerade zielführend, schürt nur Feuerbälle, die bei
    nächster Gelegenheit hallo brüllen und anrollen, bei der kleinsten Kleinigkeit.

    Versuche es jetzt seit einiger Zeit wieder mit: Schauplatz verlassen, mit meinem
    Mantra: Ich bin zu aufgewühlt um das Gespräch weiterzuführen und weg bin ich.
    WEnn mein Gemüt sich runter gekühlt hat, komme ich darauf zurück, aber nicht
    ohne vorher einen Rahmen vorzugeben, bedeutet auch, wenn es zuviel wird, den
    Schauplatz wieder zu verlassen um das Gespräch zu unterbrechen.

    So funktioniert es einigermaßen gut. Wo das nicht möglich ist, lauf ich nach wie
    vor standepedes mit dem Kopf gegen die Wand .

    Ich habe es früher schon mal so gehandhabt, mit einem meiner Vorgesetzten, so
    war mit mir gut umzugehen und Konsensfähigkeit zu erreichen. Habe damals sehr
    gute Erfahrungen damit gemacht, aber nicht gewußt, warum ich genau das brauche,
    und volle Kanne gegen die Wand rausche, wenn ich es nicht schaffe, diese
    Rahmenbedingungen für mich zu etablieren.

    Salamander

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 442

    AW: Aggressiv, Ausraster: helfen Medikamente?

    Ich nehme keine Medis mehr, aber soweit ich das verstanden habe, können die Medikamente langfristig dazu beitragen, dass man nicht mehr so schnell aggressiv wird.
    Weil sie die Wahrnehmung andere Trigger schwächen ... (besser kriege ich das nicht mehr zusammen, hängt irgendwie mit der verbesserten Konzentrationsfähikeit zusammen).


    Die gefährliche Mischung von Aggressivität und Impulsivität kenne ich - gut wenn es "nur" Außenstehende trifft. So etwas wie Dir bei Fielmann passiert mir auch gern mal. Auf dem Markt gibt es einen Stand, da bedienen sie mich nicht mehr, dabei haben DIE mich provoziert! Und zum nächsten famila sowie ein Geschäft- jeweils in der nächsten Stadt - gehe ich lieber auch nicht mehr.



    Es ist schon echt sch...: Weil es so unerwartet und heftig kommt, dass ich echt machtlos überrascht bin. Eben noch gut drauf, höflich, freundlich, fröhlich wie immer und dann zack - wie bei Dir vorm Fielmann - plötzlich die Explosion.


    Schlimm ist es aber, wenn es zu hause passiert. Denn mein Gegenüber ist oft unschuldig! Katastrophal, dass ich mich dann nicht zurückziehen kann!!!

    Meine Familienmitglieder neigen allesamt dazu, sich festzubeißen. Und dann wird alles kurz und klein gehauen - verbal. Aus Hilflosigkeit, in unbremsbarer Rage...
    Wie soll ich das hinterher wieder gut machen?
    Ich entschuldige mich, klar, aber das, was es wirklich mit dem anderen macht, lässt sich nicht rückgängig machen.

    Ich wünschte, es gäbe ein Mittel dagegen. Dann würde nur ich leiden, ich würde nicht auch noch die anderen so nachhaltig verletzen...
    Geändert von ADHS72 (27.01.2013 um 20:24 Uhr) Grund: Rechtschreibkorrekturen

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