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Diskutiere im Thema Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Ich glaube, bezüglich Sucht wird da einiges verwechselt: MPH wird von Laien oft mit Kokain von der Wirkung her verglichen. Persönlich kann ich dazu nichts sagen, weil ich Koks noch nie ausprobiert habe. Koks soll eine extrem antriebssteigernde und aufpuschende Wirkung haben. Durch diesen "Kick" ist dann die Suchtgefahr gegeben. Es mag sein, dass durch MPH bei Gesunden, die es missbräuchlich einnehmen, auch eine Sucht entstehen kann, falls es dann tatsächlich der Wirkung von Koks ähnlich sein sollte.

    Bei ADHS ist die Wirkung anders als bei Gesunden. Von daher kann man es nicht verlgeichen. EInem Diabetiker sagt man ja auch nicht, er sei Insulinsüchtig.

  2. #12
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    @emil
    Lieber Emil,

    ich bin süchtig nach Schokoladetrüffeln und würde auch schon mal nachts auf einen Stuhl steigen, um dranzukommen.
    Mich gelüstet es auch leider nach einer Zigarette, wenn andere rauchen.

    Dummerweise vergesse ich immer wieder mal mein Medikinet adult und denke nicht dran, mir rechtzeitig ein
    neues Rezept zu holen. Und kannst du sagen, dass es süchtig macht, wenn ich noch heute Ritalin-Tabletten im Kram
    meines Sohnes finde, die er vor über 10 Jahren in der Schule einnehmen sollte.





    Mir ist nicht bekannt, dass es bei bestimmungsgemäßen Einsatz süchtig macht.

    LG Gretchen

  3. #13
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Gretchen schreibt:
    @emil


    Dummerweise vergesse ich immer wieder mal mein Medikinet adult und denke nicht dran, mir rechtzeitig ein
    neues Rezept zu holen. Und kannst du sagen, dass es süchtig macht, wenn ich noch heute Ritalin-Tabletten im Kram
    meines Sohnes finde, die er vor über 10 Jahren in der Schule einnehmen sollte.
    Das spricht schon gegen eine handfeste Sucht.
    Entwickelt man Abhängigkeiten?
    Also wird es ohne Medis schlimmer, oder wird man einfach nur wieder zum Traumtänzer?

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Nein, man entwickelt keine Abhängigkeiten. Je nach Erfolg der VT kann man die Defizite, die man ohne Medikamente hat, auch besser händeln. Es kann aber auch sein, dass man ohne MPH der gleiche Traumtänzer ist, wie vor der ersten Einnahme.

    Schlimmer wird es nicht.
    Geändert von Trine ( 9.01.2013 um 12:39 Uhr) Grund: Ergänzung

  5. #15
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Meine Therapeutin hat gesagt, MPH muß, um wirklich die Wirkung gut zu sehen, auch wirklich regelmäßig eingenommen werden.

    D. h. Wecker stellen oder Handy-Alarm !

    Ich vergess aber manchmal trotz Handy alarm, muß erste Priorität haben, das Handy, hat meine Therapeutin gesagt, werd versuchen, das jetzt einzuhalten, denke, geht auch besser, wenns endlich von der KK bezahlt wird, ich hab ja keen Geld. Teil mir das wohl deshalb mehr oder weniger unbewußt ein.

    Weil ich kein Medikinet adult nehmen kann, wegen Magensäure, veränderte, kein ret., und mein Neurologe mir kein Attentin befürwortet, kotz weil er sich einfach nicht damit auskennt, muß ich MPH unret. nehmen.


    Ich hatte oft das Gefühl. das MPH wirkt nicht richtig, d.h. ich habe aber auch einen ganz schlechten Überblick über mich selber und nehme die Wirkung auch nicht so deutlich war. Aber meine Kollegin hatte aus dem Grund einen Test in der Charite gemacht, eine Wirkung ist def. vorhanden.
    Also für MPH bekomme ich jetzt demnächst eine Bewilligung.
    Es sieht tatsächlich so aus, dass MPH immer genommen wird. Mich würde mal die Altersgrenze interessieren, und bis zu welchem körperlichen Zustand man MPH nehmen kann, und ob man das wirklich ohne Probleme bis ins hohe Alter nehmen kann.

    Es muß doch Leute geben, die das schon seit Jahrzehnten nehmen, oder nicht ?

    Liebe Grüße von Arbeit, Anni

  6. #16
    Chaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 5.321

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Also MPH ist unglaublich gefährlich und süchtig machend. Vor allem die retardierte Form.

    Das Zeug macht derart süchtig, daß ich andauernd meine Nachmittagsdosis vergesse.

  7. #17
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 190

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Emil schreibt:
    Da die meisten Amphetamine süchtig machen, ist es doch nicht unwahrscheinlich, das das für den ein oder anderen amphetaminähnlichen Stoff auch zutrifft, oder?
    Und von wegen Medikament und wäre nicht auf dem Markt, möchte ich daran erinnen, daß sowohl Heroin als auch Kokain jahrelang als Medikamente auf dem Markt waren.
    Ich habe das Gefühl, das Medikamte im allgemeinen, Ritalin+co im Besonderen, viel zu voreilig verschrieben werden, da Seine Suchtgefahr nicht auszuschließen ist.
    MPH ist Methylisiertes Amphetamin! Es wird aus gutem Grund methylisiert. Voreilig verschrieben? Ich kämpfe seit Jahren, seit dem ich statt MPH Antidepressiva verschrieben bekam und selbst bei der Minidosis einen absoluten Ausraster mit Blackout hatte, darum, das MPH das Medikament erster Wahl bei ADHS ist und das von den Ärzten eingehalten werden sollte.

    Es ist nämlich in der Realität so, das die meisten Erwachsenen erst durch mehrere, oft sehr fatale, Medikamenten Versuche durch müssen, bevor sie MPH verschrieben bekommen. Und die Kinder, die müssen meistens erst von mehreren Kindergärten fliegen, von diversen Erziehern/innen misshandelt, von Psychiatern verkorkst, von Lehrern und Schülern gemobbt und von Selbstmord sprechen, bis sie es dann doch verschrieben kriegen. Meistens ist dann von der Kinderseele nicht viel übrig und Selbstwertgefühl mangelware.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 161

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Ich bin übrigens seit etwa 30 Jahren brillensüchtig.

    Ernsthaft.

    Angefangen hat es damit, als bei mir eine leichte Kurzsichtigkeit festgestellt wurde. Ein Augenarzt verschrieb mir nach ausführlicher Diagnose eine Sehhilfe. Diese solle meine Fehlsichtigkeit ausgleichen, so daß ich entfernte Gegenstände wieder scharf und klar wahrnehmen könne. Ich müsse, so der Augenarzt, sie nicht dauerhaft tragen, sondern nur, wenn ich sie benötige. Und sie sei sehr gut verträglich, versicherte er mir. Es gäbe so gut wie keine Nebenwirkungen, wenn die Stärke der Gläser optimal auf meine Sehschwäche angepasst und das Gestell auf meine Kopfform optimiert sei. Nachts jedoch solle ich sie nicht tragen, da es sonst zu Einschlafschwierigkeiten und zu Beschädigungen der Sehilfe kommen könne.

    Nun gut, ich ließ mich drauf ein. Ach, hätte ich das nicht getan! Aber ich wusste damals noch nichts zu den alternativen Heilmethoden. Doch dazu später. Der Optiker führte mir eine Reihe an Gestellen vor, aus denen ich mir ein Modell aussuchen durfte. Ich entschied mich für das am wenigsten hässliche Kassenmodell. Als meine Brille fertig war, setzte ich sie zum ersten mal auf und litt sofort an leichtem Schwindel. Dies sei erst mal normal, meinte der Optiker, das würde sich geben. In der Tat wurde das mit dem Schwindel besser. Ich wurde sogar regelrecht euphorisch, als ich entfernte Dinge scharf sehen konnte. Nicht so schön hingegen waren die weiteren Nebenwirkungen. In der Schule wurde ich für meine Sehhilfe ausgelacht und als "Brillenschlange" diskriminiert. Mädchen ignorierten mich plötzlich. Für einen Jungen mitten in der Pubertät ist das eine traumatische Erfahrung. Einzig die Lehrer waren begeistert. Da ich wieder alles sah, stiegen meine Leistungen. Im Gegensatz zu meinen sozialen Kontakte im Unterricht. Die sanken gegen Null, da ich meine Nachbarn nicht mehr um Unterstützung bei der Entzifferung der Schrift auf der Tafel bitten musste. So wurde ich zu dem sozial verkümmerten Leistungs-Zombie, wie er in dieser leistungsorientierten Gesellschaft erwünscht ist.

    Hinzu kam eine motorische Unruhe, denn ich war stets damit beschäftigt, das Gestell in die gewünschte Position zu schieben, wenn sie aufgrund ihres Gewichts von der Nase zu rutschen drohte. Die Gläser mussten regelmäßig geputzt werden, was mich zwang, stets das notwendige Equipment mitzuführen. Mein natürlicher Bewegungsdrang wurde gehemmt, weil ich die nicht unbegründete Angst hatte, die Brille könne mir beim Toben und beim Sport vom Kopf fallen und zu Bruch gehen. Und so weiter...

    Und jetzt, liebe Forumsmitglieder, komme ich zu dem, wovon wohl jeder Junkie berichten kann: Die Wirkung der Brillengläser ließ nach, ich hatte das Gefühl, trotz Brille wieder schlechter zu sehen. Neue Gläser mit einer höheren Dioptrinstärke stellten mich vorerst zufrieden. Inzwischen trug ich die Brille ganztags, ich konnte nicht mehr anders. Und alle paar Jahre wiederholte sich dies Spiel. Ich brauchte mehr. Immer stärkere Brillengläser. Mein Augenarzt grinste und der Optiker rieb sich die Hände. Ich war nun in ihrer Macht, es sollte kein Entkommen mehr geben. Man schwatzte mir teure, "modernere" Gestelle auf, zwang mich zu dünnen, leichten aber kaum finanzierbaren Plastikgläsern.

    Und heute? Mein erster Gedanke morgens und mein letzter Gedanke abends gilt der Brille. Wenn ich sie mal verlege, werde ich panisch und bin nicht mehr handlungsfähig, bis ich sie entweder mit der Hand ertastet habe oder um Hilfe bei der Suche bitten muss. Ohne Brille bin ich nicht lebensfähig. Völlig abhängig. Erpressbar.

    So, liebe Leute, kam ich in die Fänge der Augenarzt- und Optikerlobby. Ach, wäre mir damals nur bewusst gewesen, daß ich mit Augengymnastik, Homöopathie und Ernährungsumstellung mit viel Vitamin A meine einst leichte Fehlsichtigkeit hätte gut in den Griff bekommen können! Hätten die Lehrer mich mit meiner Schwäche doch nur so akzeptiert und vielleicht ihre Worte an die Tafel in einer etwas größen Schrift geschrieben! Und wenn die Gesellschaft nicht so scheiß ignorant wäre, gäbe es für uns Fehlsichtige gepolsterte Laternenpfähle und keine Stufen, über die man fallen könnte. Aber man verschreibt fehlsichtigen Kindern lieber optische Hilfsmittel, damit sie so funktionieren, wie die Wirtschaft es will und macht sie für ihr Leben lang abhängig von der Optiker-Industrie...

    Übrigens: Wusstet ihr, daß immer mehr Menschen eine Sehhilfen "benötigen"? Ja, man kann von einer regelrechten Modediagnose sprechen! Alleine in Deutschland tragen 62 % der Menschen über 16 Jahre Korrekturgläser! 62 %! Macht euch das mal klar! Und wer verdient daran? Klar, die Optiker und ihre willigen Erfüllungsgehilfen, die Augenärzte. Es ist ein Skandal...
    Geändert von Trago ( 9.01.2013 um 17:26 Uhr) Grund: Korrekturen

  9. #19
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.212

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Lieber Trago,

    bitte diesen Artikel veröffentlichen, am besten DER SPIEGEL, FAZ oder SZ!
    Danke
    Gretchen

  10. #20
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.160

    AW: Süchtig nach Medikinet, Ritalin und Co.?

    Der is doch nicht von Dir?? Wo hastn den geklaut ????absolut megageil haha

    Liebe Grüße Anni

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