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Diskutiere im Thema Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #21
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH

    Andicool schreibt:
    .

    Den Vergleich mit Koks würde ich ablehnen. Da hatte ich (die Zeiten sind Jahre her) das Phänomen, dass der Alkohol das Koks total gepusht hat. Oder das Stoffwechselprodukt, das aus diesem Mix besteht.

    .
    Ja, aber das Kokain wird dann zu Cocaethylen was dann weitaus giftiger ist. In meinen Kokszeiten habe ich Alkohol garnicht gespürt. Trotzdem wagte ich den Vergleich, weil Ritalin chemisch dem Kokain ähnlicher ist, und es eben auch mit Alkohol zu einer anderen Substanz wird. Also echt nicht zu empfehlen. Siehe oben. Und darin liegt der Hund begraben. Kokain ist ja theoretisch auch nicht mit Alkohol zu empfehlen, egal wie du das fühlst. Manche Leute merken von garnichts garnichts, trotzdem ist es auf Dauer schädlich . Und irgendwann rächt sich das dann .
    Geändert von noubamofi (14.05.2013 um 19:26 Uhr)

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 111

    AW: Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH

    hallo
    weißt du was mir letzten s passiert ist?
    Ich nahm mein venlofaxin und medikinet tagsüber und nach getaner arbeit spät abend s ging ich noch ein Bier trinken .
    Aus einem wurden 4 und zwei Schnäpse ...
    Um 11 .45 wachte ich mit meinen Klamotten ,Socken im Bette auf ziemlich am Arsch
    ich weiss das ich heim gelaufen bin ob ich noch fern gesehen hab weiss ich nicht mehr ...

    Lg Matte

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 271

    AW: Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH

    5 ZUSAMMENFASSUNG

    Methylphenidat ist ein Dopaminreuptakehemmer, der in seiner chemischen Struktur dem Amphetamin ähnlich ist. Klinisch wird es in der Behandlung des juvenilen Aufmerksamkeitsdefizit-Syndroms (ADHS) eingesetzt. Aber auch eine steigende Anzahl Erwachsener, die am ADHS leiden, profitiert von dessen therapeutischen Wirkungen. Bei gleichzeitiger Einnahme von Methylphenidat und Ethanol wird aus beiden der aktive Metabolit Ethylphenidat gebildet.

    Zur Charakterisierung der pharmakokinetischen Eigenschaften von Methylphenidat bei gleichzeitiger Ethanolaufnahme, wurden Untersuchungen zum in-vitro Metabolismus in humanem Leberhomogenat und ein von der Ethikkommission und der Bundesbehörde genehmigter Probandenversuch nach AMG durchgeführt. Dabei wurden drei verschiedene Konditionen mit variierter Einnahmereihenfolge der Prüfsubstanzen bei 9 gesunden männlichen Probanden untersucht, die die alleinige Aufnahme von Methylphenidat (20 mg), die Aufnahme von Methylphenidat (20 mg) 30 Minuten nach Ethanolaufnahme (Wein bis zu einer BAK von ca. 0,8 ‰) und die Einnahme von Methylphenidat (20 mg) 30 Minuten vor Ethanolaufnahme (Wein bis zu einer BAK von ca. 0,8 ‰) beinhalteten. Blutproben wurden über einen Messzeitraum bis zu 7 h entnommen und durch eine neu entwickelte validierte Methode mit Hochleistungsflüssigkeitschro matographie-Flugzeitmassenspektrometrie (LC-TOF) analysiert.
    Die in-vitro Versuche zeigten, dass nur in Gegenwart von Leberenzymen Ethylphenidat gebildet wurde, bei alleiniger Inkubation von Methylphenidat und Ethanol in Puffer konnte die Bildung von Ethylphenidat nicht nachgewiesen werden.

    In-vitro zeigten die Leberenzyme außerdem für die Ethylphenidatbildung eine Sättigung durch hohe Konzentration von Methylphenidat (Sättigung ab 0,7 mg/l) und Ethanol (Sättigung ab 5,3 g/L), die durchaus in der Anflutungsphase nach Medikamentenaufnahme in der Leber vorliegen können. Der Metabolismus zu Ritalinsäure wurde durch Ethanol deutlich gehemmt. Die enzymatische Reaktion war außerdem signifikant (p < 0,01) durch Natriumfluorid hemmbar. Bei zusätzlicher Inkubation mit Kokain (äquimolar zu Methylphenidat), konnte ebenfalls eine signifikant Verringerung der Bildung (p < 0,01) von Ethylphenidat und Ritalinsäure gezeigt werden. Dies gab einen Hinweis auf das am Metabolismus beteiligte Enzym, die humane Carboxylesterase 1A, die den
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    Metabolismus von Kokain katalysiert. Außerdem konnte eine geringfügige Bildung von Ethylphenidat bei Inkubation von Methylphenidat und Ethanol in Serum gezeigt werden, die über eine durch Fluorid hemmbare Esterase katalysiert wurde.


    Im Probandenversuch fand sich in Kombination mit Ethanol ebenfalls die Bildung von Ethylphenidat. Die Konzentrationen lagen im Bereich von 0,3-3,2 μg/l. Methylphenidat wurde im Bereich von 4,6-28,6 μg/l und Ritalinsäure in einem Bereich von 187-442 μg/l nachgewiesen, was sich mit Ergebnissen anderer Studien deckt. Aus den quantitativen Daten wurden die pharmakokinetischen Parameter nach Einkompartimentmodell ermittelt. Für Methylphenidat wurden dabei anders als bei Kokain, bei dem sich nach Ethanolaufnahme die Wirkstoffkonzentrationen signifikant erhöhen, keine signifikanten Unterschiede bei Vergleich der 3 untersuchten Konditionen festgestellt, obwohl sich tendenziell höhere Wirkstoffkonzentrationen bei Einnahme zusammen mit Ethanol zeigten.

    Die Ethanolgabe vor anstatt nach Methylphenidateinnahme verzögerte die Ritalinsäurebildung (tmax 2,6 vs. 1,8 h) und im Vergleich zu der Einnahme von Methylphenidat ohne Ethanol lagen die maximalen Werte (Cmax) signifikant niedriger. Bezüglich Ethylphenidat konnte eine Erhöhung (p < 0,05) der Cmax und der Area under the curve gefunden werden, wenn Alkohol vor Methylphenidat eingenommen wurde. Im Vergleich zu Kokain, das fast 1:1 zu Kokaethylen umgesetzt wird, konnte Ethylphenidat aber nur in Spuren nachgewiesen werden. Ein Proband zeigte neben hohen Methylphenidatkonzentrationen (> 25 ng/ml) niedrige Ritalinsäurekonzentrationen (< 90 ng/ml) bei normaler Ethylphenidatbildung, was auf eine Hemmung des Methylphenidatmetabolismus bezüglich der Hydrolyse zu Ritalinsäure hindeutete. Dieser Proband wurde als „poor metabolizer“ klassifiziert.


    Von Kokaethylen ist bekannt, dass es bei verlängerter Halbwertszeit eine ähnlich ausgeprägte Wirkung wie Kokain besitzt. Die Eliminationshalbwertszeit von Ethylphenidat war dagegen deutlich kürzer als die von Methylphenidat (1,5 vs. 2,6 h). Die Pharmakodynamik von Ethylphenidat wurde in der Studie nicht erfasst, aus den subjektiven Berichten der Probanden ergaben sich jedoch keine deutlichen Unterschiede in der Medikamentenwirkung bei gleichzeitigem Konsum von Ethanol und Methylphenidat im Vergleich zur alleinigen Methylphenidateinnahme.
    https://publikationen.ub.uni-frankfu...tion_koehm.pdf

    Ich wusste zwar das es auf dem RC Markt ein MPH Analog gibt, aber nicht das es sich hier um Ethylphenidat handelt

  4. #24
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH

    Hi zäme,

    meine Erfahrung mit MPH und Alkohol ist, dass es auch ziemlich auf die Alkoholqualität draufankommt.

    Von billigen Weinfussel im Essen, wenn zB. die Sauce nicht richtig verdampt hat oder der Alkohol im Saucengemüse gebunden wurde, wurde ich wegen wohl kleinsten Mengen irgendwie aggressiv und ungeduldig. Konnte mich aber schon noch kontrollieren.

    Von einem Fussel Orangenlikör am Fruchtsalat, den mein dummer Onkel reingeschüttet hat, obwohl ich ihm sogar noch gesagt habe, dass ich keine Alkohl trinke möchte, wegen den Medis, wurde ich furchtbar nervös und hibbelig.

    Hingegen von etwa o,5 dl qualitativ gutem Rotwein aus dem Rebberg neben dem Haus meiner Grosseltern, spüre ich rein gar keine Nebenwirkungen. Aber mehr als 4-5 Schlückchen habe ich davon auch noch nie getrunken.

    Also mein Fazit für mich, wenn ich nicht weiss, um was für Alkohol es sich handelt, absolute Abstinenz einhalten!
    Das hat sich so gut bewährt.

    LG Nicci

  5. #25
    Muh!

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 6.856

    AW: Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH

    Dopaminreuptakehemmer
    Geiles Wort. Warum schreibt der Autor nicht Dopaminwiederaufnahmehemmer? Er könnte auch gleich - wie es einen angehenden Doktor besser zu Gesicht steht - Dopaminereuptakeinhibitor schreiben.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 340

    AW: Filmriss mit Alkohol und Methylphenidat / MPH

    stimmt... hab ich total überlesen.

    ich schmeiß mich weg.

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