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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    ADHS und Antidepressiva

    Hallo

    Ich habe vor einem Jahr von meiner Psychiaterin Efexor verschrieben bekommen, um meine leichten Depressionen unter Kontrolle zu halten, aber auch um mich wegen meinem ADHS besser konzentrieren zu können.

    Vor einigen Monaten hatte ich das Gefühl, ich bräuchte diese Medikamente nicht mehr und habe angefangen sie ab zu setzen. Dies habe ich sehr langsam gemacht, daher nehme erst seit kurzem gar nichts mehr.

    Nun habe ich aber schon seit Wochen das Gefühl ich sei total agressiv
    (kann nicht einmal mehr einkaufen gehen, ohne mich über alles und jeden aufzuregen)Ob die Konzentration schlechter geworden ist, kann ich nicht beurteilen, da die immer schon schlecht war...

    Hat jemand Erfahrung damit? Wird das besser? Ich frage mich, ob ich die Medis nicht besser wieder nehmen würde!!

    LG
    Esther

  2. #2
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADHS und AD's

    Hallo Eschit

    Efexor ist ein Medikament, dass bei Depressionen und Angstzuständen sehr oft verwendet wird - ein Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer. Das heisst, dass sowohl Dein allgemeiner Zustand hinsichtlich des "sich-schlecht-fühlens" (Serotonin), als auch Deine Konzentration und Ausgeglichenheit (Ruhe, Konzentration --> Noradrenalin; Biosynthese im Körper aus Dopamin, dass bei AD(H)S´lern oft dysreguliert ist) besser werden.

    Venlafaxin ? Wikipedia
    Dopamin ? Wikipedia
    Noradrenalin ? Wikipedia
    Serotonin ? Wikipedia

    Es ist absolut veständlich und auch normal, dass Du Dich unter den Medikamenten besser gefühlt hast und auch dachtest, klar, Du bräuchtest sie nicht. Immerhin bewirken sie ja dieses Gefühl und sollen dies auch bewirken - letztlich soll es auch genau darauf hinauslaufen. Du sollst sie ja auch irgendwann nicht mehr brauchen.

    Dennoch ist es wichtig und erforderlich, dass Du ein Absetzen der Medikation mit Deiner behandelnden Ärztin bzw. dem behandelnden Arzt absprichst. Er oder sie kann Dir diesbezüglich sicher noch weitere Infos dazu geben und sollte eigentlich auch mit Deinem Willen kooperieren. Wenn das nicht zu Deiner Zufriedenheit verläuft, dann ist das sicherlich nur begrenzt in Ordnung und Du hast jederzeit die Möglichkeit, Dich nach einem anderen Arzt oder nach einer anderen Ärztin umzuschauen, die Dir, nach Deinem Gefühl, eher entspricht.

    Gerade bei AD´s ist ein eigenmächtiges Absetzen problematisch, weil eben diese Medis eine gewisse Zeit brauchen (meist 7 bis 21 Tage), um wirklich ihre volle Wirkung zu entfalten. Der Stoffwechsel hat sich dann allerdings noch lange nicht umgestellt - und genau das ist eigentlich das Ziel dabei, damit der Körper sich auf Dauer wieder selber helfen und die zusammenhängende Hormon- sowie Neurotransmittersynthese und -regulation wieder in die eigene Hand nehmen kann. Eben, damit Du die Medis nicht ewig brauchst.
    Geändert von Ehem. Mitglied 14 (19.09.2009 um 21:35 Uhr) Grund: ...wieder mal ganze Wörter gedacht - aber net geschreibselt....

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADHS und Antidepressiva

    Hallo Virtuna

    Danke für deine Antwort.

    Ich hab das nicht so genau beschrieben. Die Idee, das Zeugs ab zu setzen kam zwar von mir, aber natürlich hab ich mich mit meiner Ärztin abgesprochen. Sie hat mir erklärt, wie man die Medis ausschleichen kann, ansonsten hat sie sich aber nicht besonders dafür interessiert. Ich werd wohl mal wieder bei ihr vorbei gehen müssen, vielleicht hat sie ja diesmal mehr dazu zu sagen... Und sonst werd ich dann mal einen anderen Arzt aufsuchen!

    Danke & liebe Grüsse
    Esther

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 21

    AW: ADHS und Antidepressiva

    Hallo

    Ich selbst nehme keine Medikamente, hatte nein wollte heute, nein gestern Samstag schönen Grillabend in Familie machen.............

    Bekam immer wieder gesagt warum bist do so aggressiv, so aufgedreht, dich regt wiéder mal alles auf, bleib doch mal ruhig........... usw.

    Also ich weiß nich, aber ich glaub wenn ich ein Medikament bekomme wird s mit mir bestimmt besser, bei meinem Sohn funktionierts teilweise, ich meine damit so lange wie das Medikament anhält geht es nur gegen Abend wird er manchmal auch agressiv.

    Gruß Zinki

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 57

    AW: ADHS und Antidepressiva

    ganz ehrlich ich werde von antideppreisva immer deppresiv hatt einer von euch vll. ne erklärung dafür?ich bin meiner meinung nach ruhiger aber die stimmung stürtzt mies in den keller aber extrem also mich macht dann plötzlich alles traurig jeder gedanke ist ein schlimmes gefühl sehr schlimm möchte ich nie wieder erleben übrigens gilt das gleiche für mph das hab ich auch mal probiert fällt mir grade ein

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 39

    AW: ADHS und Antidepressiva

    Hi Leute,
    das ist mir mit Strattera passiert.
    Von dem Zeug bin ich so aggressiv geworden, das ich sogar meinen Familienangehörigen
    Dinge hinterher geworfen habe. Ich war total geschockt aber hatte das nicht mehr unter Kontrolle.
    Auch wollte ich mich dauernd prügeln obwohl ich das seit meiner Kindheit nicht mehr gemacht habe. Seitdem ich Medikinet nehme habe ich Ruhe.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 4

    AW: ADHS und Antidepressiva

    Hallo...

    Hey Zinki, dass kenne ich zu gut! Meine beste Freundin findet auch immer wieder, ich sei agressiv (andere Menschen halten sich da eher zurück). Da ich jetzt keine Medikamente mehr nehme, ist es im Moment aber teilweise so schlimm, dass es wohl jeder merkt...

    Also dass man AD's depressiv wird, davon habe ich noch nie gehört. Mir gings eigentlich in der Zeit, in der ich die AD's genommen habe ziemlich gut. Zumindest bin ich nicht mehr regelmässig in so tiefe Löcher gefallen wie früher. Hatte zwar nur einmal eine richtige Depression, aber alle paar Wochen wieder mal so einen Tag, an dem ich nur hätte heulen können...

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: ADHS und Antidepressiva

    totti schreibt:
    Hi Leute,
    das ist mir mit Strattera passiert.
    Von dem Zeug bin ich so aggressiv geworden, das ich sogar meinen Familienangehörigen
    Dinge hinterher geworfen habe. Ich war total geschockt aber hatte das nicht mehr unter Kontrolle.
    Auch wollte ich mich dauernd prügeln obwohl ich das seit meiner Kindheit nicht mehr gemacht habe. Seitdem ich Medikinet nehme habe ich Ruhe.
    Mir geht es so, das ich nix mehr mit mir machen lasse, sondern Konflikte offen anspreche, und mich endlich mal gegen diesen Family-Druck und Prägung wehre. Fühle mich viel stabiler!

  9. #9
    Ehem. Mitglied 14

    Gast

    AW: ADHS und Antidepressiva

    Aggressivität unter AD´s und Mph sind mir auch neu, ehrlich gesagt.

    Ich könnte mir vorstellen, dass bei Mph durch die verbesserte Konzentration, Konfliktsituationen deutlicher hervortreten, die wir vorher nicht so explizit wahrgenommen haben und uns somit - damit dann auch von unseren Gefühlen diesbezüglich - besser distanzieren, oder einfach ablenken konnten. Das klappt jetzt unter Mph nicht mehr so gut. Wenn uns dann die beste Reaktion auf und in solche(n) Situationen mehr oder weniger unbekannt ist, weil wir ja eben bisher noch nie wirklich haben reagieren müssen, dann könnte vielleicht eine Art Überforderungsgefühl zu aggressiven Reaktionen führen. Hier ist dann Selbstarbeit und Umgang mit den Situationen für uns gefragt, eben wie Sally auch schreibt.

    Eine falsche Einstellung auf Mph - oder das falsche Medikament für uns - führen öfter zu Nebenwirkungen. Dazu gehört auch Herzrasen und innere Unruhe, meiner eigenen Erfahrung nach. Da wir körperliche Signale aber gefühlsmäßig so interpretieren, wie wir es gelernt haben (durch Erfahrung meist), kann es ohne weiteres passieren, dass wir diese Nebenwirkungen als Angst oder Wut wahrnehmen - obgleich sie eigentlich auf das Medikament zurückzuführen sind. Hier könnte es eventuell helfen sich klar zu machen, dass das die Medis sind - und nichts mit der Situation zu tun hat.

    Was die AD´s angeht denke ich, es könnte durchaus möglich sein, dass die (teils sedierende = beruhigende) Wirkung das Gedankenkarussel stoppt - und somit Gedanken und Gefühle, die wir bisher durch das immer weitere und immer schnellere Denken gut haben wegschieben können, sich jetzt nicht mehr so leicht weggeschieben lassen. Das "springen" in Gedanken ist nicht mehr so leicht möglich. Nicht zuletzt deshalb halte ich es auch für absolut notwendig, neben einer medikamentösen Therapie, auch psychologische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

    Tatsächlich ist es oft so, dass gerade depressive Menschen nach Beginn einer Einnahme von AD`s suizidal werden. Das ist deshalb so, weil die Energie für einen evtl. Suizid oder alleine schon für die Gedanken daran, komplett aufgebraucht ist und sich auf einem Minus-Level bewegt. Durch die Medis steigt die Energie für Gedanken und Handlungen wieder an, wodurch dann auch natürlich die Einnahme von AD´s problematisch wird - die Dinger sind nämlich eigentlich hochgiftig, wenn sie falsch angewandt werden.

    Vielleicht sprecht ihr das mal bei euren behandelnden Ärzten an? Die können euch da sicher noch mehr Infos zu geben.

  10. #10
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: ADHS und Antidepressiva

    Also ich habe eher das Gefühl, jetzt besser im Kontakt mit meinem eigenem Körper zu stehen, und Gefühle auch zu beschreiben.

    früher "Ach ihr habt doch alle keine Ahnung...jaja wenn Du meinst....lass gut sein...blabla"

    heute "Wie meinst Du das? Also ich fühle mich.... und das ist mein leben, ich treffe die Entscheidungen, aber ich sehe das Du Dich sorgst...blabla"

    also ist schon besser geworden, ich lasse mir zwar nix mehr gefallen, was unfair mir gegenüber ist, aber ich renne auch nicht weg

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