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Diskutiere im Thema Erleben der Medikamentenwirkung im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
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  1. #481
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Lieber Steve,

    hast du schon mal einen Menschen gesehen, der super gelaunt und volle Kanne konzentriert und mit Schwung und Elan an eine Arbeit heran geht, die er hasst? Und der dann noch abends Bock auf Freunde besuchen etc hat und dabei gut gelaunt ist, weil er schon an seine morgige verhasste Arbeit denkt?

    Unliebsame Arbeiten wie eine Maschine zu verrichten, dabei noch hoch konzentriert und am besten noch fehlerfrei.....ähem.....wir sind keine Roboter Steve, wir sind Menschen. Da ist es völlig natürlich, dass wir unliebsame Arbeiten nicht mögen.

    Ich bin überglücklich darüber, dass ich nicht wie eine Maschine arbeiten kann und das ganze noch stundenlang und hoch konzentriert. Damit würde ich mir selbst etwas vor machen, denn das wäre nicht die Realität.

    Ich habe mittlerweile eins gelernt: Gerade als ADHS-ler sollte man sich unbedingt und schon fast zwingend eine Arbeit suchen, die einem grossen Spass macht, die einen interessiert und in der man aufgeht. Ansonsten hat man als ADHS-ler und auch als nicht-hirnstoff-eingeschränkter Mensch kaum eine Chance auf Glück, Erfüllung und Gelingen.

    Bis ich das allerdings kapiert habe, sind 4 Jahrzehnte ins Land gegangen. Und da hatte ich noch keine Diagnose. Ich kannte also den Grund nicht. Das war noch schwerer.

    Ich habe immer gutes Geld verdient, war 33 Jahre lang mind. 8 - 10 Stunden am Tag arbeiten. Eine Zeit lang sogar 7 Tage die Woche. Mehrere Burn-Outs waren da unumgänglich. Ich habe meistens meine Jobs nie sonderlich gemocht. Da hat mich das viele Geld, das ich verdiente, auch nicht glücklicher gemacht.

    So das ganze war jetzt lediglich auf deinen einen Satz bezogen, dass du auch mal gerne wie eine Maschine deine Arbeit verrichten kannst. Zu deinen Verwirrungen mit der Wirkung von MPH komme ich auch noch zurück, nur leider jetzt nicht sofort (aus Zeitgründen, sorry).

    lg Heike

  2. #482
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 546

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hallo,

    auch ich möchte mich mal bezüglich der Medikamentenwirkung äußern, denke, dass ich nach fast 8 Wochen Medikinet Adult auch eine Kleinigkeit berichten kann:

    - Ich habe bemerkt, dass ich sehr empfindlich auf MPH zu reagieren scheine - 2x5mg/Tag reichen mir schon aus wenn ich nicht beansprucht bin.

    - Den ersten Effekt habe ich beim Bowling - nach ca. 4 Wochen Einnahme - bemerkt. Ich habe 10mg genommen und es war erstaunlich - früher haben mich die Bowler auf den anderern Bahnen IMMER total gestört (am besten war ich wenn wir alleine auf der Anlage waren - da wo wir hingehen durchaus möglich). Beim zweiten Spiel des Abends, ist mir mittendrin aufgefallen : "Wow, dich stören die anderen nicht mehr! Wie cool ist das denn?!" Ich war total begeistert. Jetzt kann ich sogar spielen, wenn direkt jemand neben mir ebenfalls einer anschiebt, stört es mich nicht mehr Das Gefühl ist aber dennoch irgendwie difus, ich habe mich nicht anders gefühlt oder so, aber doch war was anders.

    - Nehme ich 10mg, hocke den ganzen Vormittag am Laptop oder wurschtle in der Wohnung rum hab ich NW (Herzklpfen, hoher Blutdruck). 5mg reichen da völlig aus.

    -Ich war diese Woche, obwohl krankgeschrieben 2x in der Arbeit, weil ich die Medikamentenwirkung dort testen wollte (mein Kollege ist cool drauf und weiß vom ADS). Auch dort war es interessant. Mit 10mg hat mich das Radio (früher einer meiner Hauptsörfaktoren) nicht mehr gestört. Ich konnte mit meinem Kollegen ein zusammenhängendes Gespräch führen, ohne dass mich das Radio gestört hätte, es kamen soagar Nachrichten und ich musste nicht meinen Senf dazu abgeben. Auch da ist es mir irgendwann zwischendurch aufgefallen. NW: Keine!

    - Man muss sich aber dennoch auf sein Tun konzentrieren - wenn man sich ablenken lässt - dann passierts auch. Es ist aber nicht mehr so anstrengend seine Aufmerksamkeit auf etwas zu lenken. Ich habe z.B. etwas gelötet in der Arbeit - gleichzeitig war ein zusätzlicher Mensch da mit dem sich mein Kollege unterhalten hat. Früher hätte ich ALLES mitbekommen, wäre evtl. sogar in meiner Tätigkeit erstarrt, weil ich zugehört und vergessen hätte weiterzuarbeiten - wenn ichs zugelassen hätte jetzt auch, aber ich konnte mich bewusst auf meine Lötaufgabe konzentrieren.

    - 1. Besuch in der Arbeit: 10mg/5mg -> am Nachmitag hab ich mich erschöpft gefühlt - ausgelaugt.
    2. Besuch in der Arbeit: 10mg/10mg -> am Nachmittag hab ich mich noch belastbar gefühlt, obwohl die Woche anstrengend war (viele Termine).

    - Wenn ich beansprucht bin - z.B. stressiger Tripp in der Großstadt (z.B. zum Doc) merke ich dass ich durch die Einnahme von MPH schneller runterkomm. Nach einem aufreibenden Ausflug eben in die Großstadt war ich total durch den Wind und durcheinander dann hab ich 15mg genommen und habe mich ziemlich schnell viel besser gefühlt - ohne NW.

    - Fühle mich im Großen und Ganzen "beschützter" mit MPH. Ohne fühle ich mich "verletzlich und angreifbar" - auch wieder so ein difuses Gefühl. Brauche der Situation angepasste Dosis um nicht "verletzlich" zu sein. Am Dienstag habe ich meine Vormittagsdosis weggelassen (vergessen ) und bin nach München zum Doc rein gefahren - hat sich schrecklich angefühlt. Nach der Nachmittagsdoses (10mg) gings mir viel besser.

    - Was ich noch nicht beobachtet habe:
    Konzentrationsfähigkeit wie eine Maschine (hab auch drauf gewartet - keine Ahnung ob das noch kommt/überhaupt geht ).
    Abhängigkeit vom Essen - keine Ahnung, da ich die Wirkung nicht so direkt spüre - spüre ich auch den Zusammenhang zum Essen nicht... Esse natürlich trotzdem immer was zur Einnahme.


    Fazit:
    Bin von der Wirkung überrascht - die Wirkung beim Bowling und in der Arbeit haben mich beeindruckt.
    Glaube aber trotzdem, dass man noch viel selber machen muss und sich nicht auf die Wirkung verlassen darf von Wegen: "Die Pille macht das schon!" Ich habe aber das Gefühl, dass besonders in der Behandlung von Kindern das so dargestellt wird. Pille ins Kind rein - Kind ruhig/gut in der Schule... passt wohl nicht auf Erwachsene.

    Werde auf jeden Fall dranbleiben - meine Psychiater (ja, immer noch der) und ich sind der Meinung, dass ich auf jeden Fall auf einem guten Weg bin.

    Schönes Wochenende noch
    lg Susilein

  3. #483
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Susilein schreibt:
    Glaube aber trotzdem, dass man noch viel selber machen muss und sich nicht auf die Wirkung verlassen darf von Wegen: "Die Pille macht das schon!" Ich habe aber das Gefühl, dass besonders in der Behandlung von Kindern das so dargestellt wird. Pille ins Kind rein - Kind ruhig/gut in der Schule... passt wohl nicht auf Erwachsene.
    Hallo Susilein,

    zuerst einmal freut es mich sehr was ich da von dir lese. Klasse

    Zum Zweiten gebe ich dir vollkommen Recht, was deinen Satz mit der Behandlung von Kindern betrifft. Ja sicher ist es so, dass ein Erwachsener es dank Hilfe von MPH schaffen kann, endlich Strategien zu entwickeln, um in seinem Leben weiter zu kommen. Zu erkennen was falsch läuft, dann überlegen und dann lernen. So macht das jeder Mensch, ob mit oder ohne MPH....ob mit oder ohne AD(H)S. Jeder so weit wie er kann und/oder es möchte. Zur Maschine wird da niemand - und das ist auch gut so. Es sei denn, man benutzt seine Arbeit als Lebenserhaltungselexier, da man sonst nichts anderes hat. Dann kann es sein, dass man seine 12-Stunden-Tage im Büro absitzt, gutes Geld verdient dadurch, ein schönes tolles Auto fährt.....und die Nachbarn, Freunde und Familie das ja so sehr anerkennen und stolz (und neidisch) darauf sind, wie derjenige das nur kann und macht. Man selber würde das ja niemals schaffen. Also ist man selbst ein Versager, weil man nicht so ein tolles Auto wie der Nachbar hat. Dabei hat der Nachbar keine feste Beziehung und keine Kinder. DAS wird aber leider nicht als Erfolgspunkt angesehen. Nein hier zählt wieder nur die Kohle. Hier sind wieder mal die Menschen, die wie Maschinen arbeiten können DAS 1A Vorbild. Aber ich schweife ab, sorry.

    Kinder - natürlich kommt es auch auf das Alter an - sind hier viel auf ihre Eltern angewiesen. Üblich ist es, dass Eltern ihren Kindern Strategien bei bringen, wie sie im Leben zurecht kommen können. Und natürlich lernt ein Kind sehr schnell, wie es sich in entsprechenden Situationen verhalten soll/kann. Ist aber nun ein Gehirnbotenstoffmangel vorhanden, fehlen dem Kind diese "Gedankengänge", es fehlen die Möglichkeiten und Gehirnkapazitäten diese Strategien zu erlernen, zu verstehen und umzusetzen.

    Und hier macht es MPH dem Kind viel leichter. Ich finde es entsetzlich, dass bei "Zappelphilipp" in der Schule nur an Stören im Unterricht und an "nicht-lernen-können bzw. wollen" gedacht wird. Wenn man so eingeschränkt denkt ist es kein Wunder, dass der Satz "Pille rein ins Kind - Kind danach ruhig" so negativ in den Gehirnen unserer Umwelt und Mitmenschen eingebrannt ist.

    Ich finde, gerade DAS macht es zum grössten Problem. Ich würde mich so sehr freuen, wenn unsere Mitmenschen das mal endlich kapieren würden.

    lg Heike

  4. #484
    Kreativchaotin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 584

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Susilein, geht mir genau wie dir mit Medikinet Adult, kann jedes Wort von dir unterstreichen, auch die Wirkung von 10 mg und 5 mg an unterschiedlichen Tagen. Ist bei mir ganz genauso.

  5. #485
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 546

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Ich möchte noch etwas anfügen bzgl. Nebenwirkungen:

    - Schlechte Haut - seitdem ich Medikinet Adult nehme schau ich aus wie ein Streußelkuchen - total häßlich. Hatte zwar schon immer ein bisschen unreine Haut, aber jetzt wurds extrem.

    Des Weiteren habe ich, hauptsächlich im Gesicht, ekzemartige, juckende, schuppende Stellen wo sich auch kleine Pustenln bilden die man ausdrücken kann. Behandle sie mit Zinksalbe, dadurch trocknen die Stellen und sind wenigstens nicht mehr rot.

    - Mehr Haarausfall - nach dem Haarewaschen sind im Abflusssieb viel mehr Haare, auch in der Bürste sind mehr Haare nach dem Kämmen

    - Leichte Muskelzuckungen v.a. in Ruhe an den Beinen und Armen

    - Vermehrtes Schwitzen - am Freitag, als ich zu Fuß zu mir in die Arbeit gegangen bin hat mir mein Kollege nach Ankuft sein Deo zugeworfen und mich gebeten es zu benutzen. Ist zwischen uns zwar ok, haben wir mal so abgemacht , dass wir uns gegenseitig auf Mängel (Körpergeruch, Schweißflecken, Pickel usw.) hinweisen dürfen, aber trotzdem voll peinlich - hab mich dann auch gleich umgezogen, zum Glück gibts in Krankenhäusern genug blaue Leibchen...

    - Mehr Kopfschmerzen als früher - kann aber keinen Zusammenhang zwischen An- und Abfluten feststellen - die Kopfschmerzen (leicht) kommen und gehen wie sie lustig sind...


    Allles in Allem überwiegen aber die positiven Effekte deutlich - hoffe, dass die oben genannten Punkte sich bei einer Langzeitbehandlung reduzieren oder ganz geben. Schaue ich in einem halben Jahr immer noch wie ein Teenager aus oder schwimme bei jeder Gelegenheit in meinem eigenen Saft, muss ich mal ein ernstes Wörtchen mit meinem Doc reden.

    lg Susilein

  6. #486
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 309

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hallo....

    Dosisfindung ist dynamisch... meine Erfahrung ist, dass man nicht sagen kann, dies ist DIE Dosis...
    Es gibt viele Einflüße.... Eine Wirkdosis ist zu finden, mit der man die symtome beruhigen kann, findet man durch auf und abdosierung in einer mit dwm doc festgelegte range... manchmal brauct man a bisserl mehr der weniger....
    Bei mir kommt noch dazu, dass ich immer nach einiger zeit wechseln muss zwischen Methyl...Hexal und Medikinet adult.... weil unter Hexal die Wachheit und Konzentration zu starkwird und unter Medikinet die innere Ruhe zu Müdigkeit führt. Der Wechsel bringt dann wieder die für mch optimale Wirkung.
    Das ist dann immer ein Tag... da merk ich ich muss switchen.
    Is auch irgendwie lustig... ich merk dann entweder zu wach oder ich werd müde. Dann wechseln und es is alles wieder gut. Manchmal nach zwei, manchmal nach drei wochen.
    Ich hab nen doc der mit mir jedenfalls die Wirkdosis gefundwn hat und wir haben eine range festgelegt. Damit dosiere ich dann entsprechend meiner tagesform.
    Hab ich die richtige dosis vom dann fuer mich richtigen medi, dann ist ea so, dass nach 30-60 min einfach da bin. Also wach und da. Geerdet und konzentriert. Das fasziniert mich immer noch.
    Es geht mir saugut und.... ahja... so wie hier bereits von mir veschrieben. Ich habe akzeptiert, dass ch nunmal adhs habe und mit mph und dem wissen die symtome so beeinflusse, dass ich mein Leben und alles was ich mach positiv steuern kann. Jedoch muss man akzeptieren, dass ich wie alle anderen Menschen Schwankungen unterliege. Ich halte mich also nicht an adhs fest oder spiegel alles an adhs sondern versuche mich einfach als Mensch wie jeder andere zu sehen.
    Klar... nehm halt entweder Hexal alle 4-5 und Medikinet alle 7-8 Stunden. Je nachdem was gerade besser wirkt bei mir.

    Ich möchte ausdrücklich sagen, dass das bei mir so ist und ich dies nur berichte und nicht damt ausdrücken will, dies könnte für andere gelten!
    Ich sage das nur, dasa hier ncht wieder eine Diskussion folgt, die dann unter die Gürtellinie geht...

    Das ist bei mir so...
    Und es geht mir vwrdammt gut... wie jedem anderen auch... mit all den Schwankungen, die wir nunmal unterliegen...

    So, dann ein schönes WE
    Don
    :-)

  7. #487
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hallo Susilein,

    Deine Nebenwirkungen kommen mir irgendwie ungewohnt vor. - Vor allem die starken Hautreaktionen. Das mit dem vermehrten Schwitzen kenn ich durchaus bei einigen, bei mir selbst vor allem zu Beginn der Eindosierung.

    Ich würde an Deiner Stelle umgehend Rücksprache mit dem Doc halten.
    "Allergische Reaktion?" "Durch Methylphenidat oder in Folge des vermehrten Schwitzens?"

    Ist Deine Diagnose schon abgeschlossen?

    Nachdem was Du sagts scheinst Du auch im klinischen Bereich zu arbeiten?


    LG,

    Saturnus

  8. #488
    Neues vorgestelltes Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 54

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hallo Don,

    Find ich gut Du hast also inzwischen auch Dein "Handling" und Dosisbereich gefunden.

    Diese unterschiedliche Reaktion zwischen Medikinet-Adult und unredatiertes Methylphenidat kenn ich auch. Weshalb ich auch hin und wieder, so wie Du, die MPH Form wechseln wollte. - Leider lässt mein Doc das nicht zu. - Also habe ich mich mit meinen Medikinet-Adult - Spektrum (20mg/Tag bis 50mg/Tag) abgefunden.

    Wobei ich dazu folgendes sagen muss: "So etwas wie eine primäre Tagesdosierung, sollte unbedingt eingehalten werden. - Bei mir ist dies 1x 20mg - 1x 20mg (40mg/T.).

    - Einerseits fand ich für mich heraus und viele geben mir da Recht, das ein "gewisser Tagesspiegel" von Nöten ist um sich auch psychisch an das Medikament anpassen zu können, sowie "Verhaltensregulativ" (Therapie/ Coaching/ Self Management) mit sich arbeiten zu können.

    - Andererseits hast Du absolut recht, müssen wir die Möglichkeit haben können die Dosierung unserer Tagesform/ Lebensrhythmus oder - Anforderungssituationen entsprechen anzupassen.

    In ein paar Treats/ Postings (?) zuvor sprach jemand davon, dass die Hauptwirkung von Methylphenidat eine Art von "BESCHÜTZT SEIN FÜHLEN" ist, dem kann ich absolut zustimmen.- Vor allem bei Medikinet-Adult ist dies bei mir so. Bei beispielsweise MPH- Hexal ist bei mir die Konzentration besser, jedoch weniger die psych. Stabilität (Beschützt sein!).

    - Im gesamten habe ich auch eine Verbesserte Selbstwahrnehmung, was ich Anfangs überhaupt nicht kapierte. Zu Beginn der Methylphenidat Behandlung glaubte ich teilweise, das sich bestimmte Schwierigkeiten in Affekt, Verhalten oder Konzentration, teilweise, scheinbar, verstärken; dem wahr jedoch nicht so! Dies habe ich inzwischen Wahrnehmen können.

    Vielmehr war es so das ich erstmals, intensiver, mir Gewahr werden konnte, Wie ich eigentlich "Organisiert" - Bin.


    Ja, schon teilweise spannend,


    LG,

    Saturnus

  9. #489
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 309

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hi Saturnus,

    Warum lässt Dein Doc Dir in einer abgsprochenen Range und den verschiedenen mph-Formen keine freue Hand? Mein Doc sagt immer, nur ich kann herausfinden, was mir Gutes bringt. Er hat mich engmaschig beim eindosieren begleitet. Als ich dann die Dosis hatte, haben wir hochdosiert. Dann gings schlechter. Somit hatten wir die Range. Die kann ich nehmen wie ich es brauche. Der Umstieg auf Adult kam nach 4 Monaten. Da habe ich dann festvestellt, dass nach drei Wochen die Müdigkeit kam. Bin auf Hexal zurück. Dies habe ich dann mit doc besprochen. Er kannte das bei einigen anderen. Somit habe ich nun beide Medis und switche dann wenn entweder das wache zu wach ist und die Konzentration fast bissig wird. Und wenn beim Adult die Ruhe zur Müdigkeit wird dann wieder Hexal.
    Ich finde es sehr angenehm, dass mich mein doc als Erwachsener akzeptiert und seine Aufgabe in der Begleitung sieht. Er hat das aber erst so entschieden, als er mich nach einiger Zeit einschätzen konnte und mit unterstellt, dass ich eigenverantwortlich damit umgehe. Sobald ne Abweichung kommt, meld ich mich bei ihm.

    Aber wie gesagt, das ist bei mir so...

    Und es ist für mich immer noch ein einfach gei... Gefühl, wie ich jetzt einfach da bin. Es hat sich soviel geändert. Soviel hat aufgehört mich zu stressen. Und ich nwhme wahr was da ist. Lebe immer mehr und besser im Moment und kann relaxen. Klar nicht immer, aber durchaus vergleichbar mit Menschen ohne adhs.

    Ich habe das Glück, sowohl im Bekannten aos auch Kollegenkreis mich zu spiegeln.
    Aja... es ist einfach klasse!

    :-) und war auf ner Feier und habe mal n Bier getrunken... es war nichts zu spüren. Also, auch das wird wieder möglich.... also, ich bin kein alki.... aber ich habe immer gerne mal n bierchen getrunken. Seit Februar nicht mehr.
    Alles dreht in normale Wege....

    Ich hatte auch beim Sex oft Erektionsverlust, weil die Gedanken über was weiss ich, mich auch während schöner Zweisamkeit einfach weggeschubst haben. Denk mal an... oh ich muss tanken, während Du dich eigentlich hingeben willst...:-).
    Auch dasist weg...

    Nebenwirkungen nix.... Mein noch vor nem Jahr vorhandener erhöhter Blutdruck hat sich normalisiert. Klar, der Stresspegel is ja auch viel kleiner geworden.
    Am Anfang war schwitzen.... feuchte Händer....
    Manchmal Unruhe... schlafstörung... Heisshunger auf Nutella oder auf Salz.
    Alles aber mittlerweile normal.

    Ähm... ob Hautprobleme eine allerkische Reaktion sind, würde ich hier nicht diagnostizieren... dadurch kann jemand auch in Panik geraten.... Bitte doc anrufen....

    Aja... also, schau nun Fußball Polen Deutschland...
    Seid gegrüßt, Don

  10. #490
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 546

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hallo Saturnus,

    ja, ich arbeite im klinikschen Bereich, aber nicht am Patienten. Warum?

    Die Diagnose ist auch abgeschlossen.

    Habe mit meinem Doc schon gesprochen über die Hautveränderungen.
    Das kann durchaus mal vorkommen - der Ausschlag der Anfangs noch total hässlich war ist aber jetzt inzwischen schon wieder gut weggegangen. Einige Stellen sind ganz weg, andere nur noch leicht rauh und sie jucken nicht mehr.
    Der Ausschlag kann aber auch noch eine Nachwirkung des extremen psychischen Stress sein unter dem ich ja gestanden habe.
    Da die Entwicklung positiv verläuft, werde ich jetzt weiter beobachten.

    lg Susilein

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