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Diskutiere im Thema Erleben der Medikamentenwirkung im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #31
    ADD


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 352

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hört sich positiv an, werde das mal ausprobieren wenn ich den mut finde.
    Werde jetzt erstmal über Weihnachten und den freien Tagen, meine erfahrungen sammeln bevor es auf Arbeit weiter geht.

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hi Salamander,
    das mit dem Geräusche bzw. Nebengeräusche erleben finde ich interessant. Nehme Medikinet Adult jetzt seit dem 6.11. und das ist etwas, was mir extrem aufgefallen ist.
    Reagiere jetzt viel empfindlicher auf Nebengeräusche und kann es irgendwann überhaupt nicht mehr abhaben, wenn mehrere Personen gleichzeitig reden. Auch wenn ich das wirklich niemals tun würde, hab ich jetzt schon öfter unseren heißgeliebten Kanarienvogel mit Freiheit bedroht :-)
    Mag zwar immer noch gerne Hintergrundmusik, aber nur noch leise und ruhige Musik. Alles aufpeitschende empfand ich in letzter Zeit plötzlich als unangenehm und extrem störend bei der Konzentration.


    Da die Einnahme des Medikaments zufällig in eine ungünstige oder auch andererseits extrem günstige Zeit viel, konnte ich bisher noch nicht so beobachten zu welchen Zeiten das so extrem wurde, also im Bezug auf die Wirkzeit. Jetzt wo ich also auch dank des Medikaments einen riesigen Haufen schwerer, neuer und alter aufgeschobener Aufgaben angegangen bin, wirds hoffentlich etwas ruhiger und ich bekomme den Raum mich selber mal mehr wahr zu nehmen und zu beobachten.

  3. #33
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Hihi. Das mit den Nebengeräuschen war eines meiner ersten Erlebnisse, wo ich dachte "diese Kapeseln sind ein Segen" und bedauerte, darauf nicht viel eher gekommen zu sein und mich dann noch eine Weile gegen Medis gesträubt zu haben. Warum? Ich habe sie einfach nicht gehört. Ich habe bei offenem Fenster (!) einen längeren Text geschrieben und erst nachdem ich schon ein weilchen schrieb und anfing, darüber nachzudenken was als nächstes da rein muss, Geräusche von draußen gehört, weil ich zuvor einfach auf das und nur das fokussiert war, was ich tat. Sonst waren diese Geräusche immer ebenso präsent wie alles andere und entsprechend musste ich das Fenster immer schließen, wenn ich mich konzentrieren sollte.

    Wenn ich nun irgendwo bin und meine Aufmerksamkeit nicht gezielt auf etwas gerichtet, empfinde ich meine Umgebung als weniger "wuselig" und laut. Höre nicht jedes knistern oder muss mich dann wenigstens nicht immer umdrehen und orten, wo es herkommt. So erleichternd ist das.

    In letzter Zeit haben diese Effekte etwas nachgelassen. Da muss ich mal schauen, ob eine Dosisanpassung erforderlich ist oder das am Schlafmangel liegt.
    Geändert von mel. (22.12.2012 um 11:59 Uhr) Grund: fehlten zwei Wörter ohne die der Satz zusammenhanglos war.

  4. #34
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 69

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    mel. schreibt:
    Hihi. Das mit den Nebengeräuschen war eines meiner ersten Erlebnisse, wo ich dachte "diese Kapeseln sind ein Segen" und bedauerte, darauf nicht viel eher gekommen zu sein und mich dann noch eine Weile gegen Medis gesträubt zu haben. Warum? Ich habe sie einfach nicht gehört. Ich habe bei offenem Fenster (!) einen längeren Text geschrieben und erst nachdem ich schon ein weilchen schrieb und anfing, was als nächstes da rein muss, Geräusche von draußen gehört, weil ich zuvor einfach auf das und nur das fokussiert war, was ich tat. Sonst waren diese Geräusche immer ebenso präsent wie alles andere und entsprechend musste ich das Fenster immer schließen, wenn ich mich konzentrieren sollte.

    Wenn ich nun irgendwo bin und meine Aufmerksamkeit nicht gezielt auf etwas gerichtet, empfinde ich meine Umgebung als weniger "wuselig" und laut. Höre nicht jedes knistern oder muss mich dann wenigstens nicht immer umdrehen und orten, wo es herkommt. So erleichternd ist das.

    In letzter Zeit haben diese Effekte etwas nachgelassen. Da muss ich mal schauen, ob eine Dosisanpassung erforderlich ist oder das am Schlafmangel liegt.
    Das ist es ja was ich meine, habe den Eindruck, dass ich Nebengeräusche jetzt noch weniger abhaben kann, ja sie mich manchmal regelrecht aggressiv machen. Früher habe ich auch beim Autofahren meist immer total laut Musik gehört und gar mitgegröhlt, heute höre ich nur noch ganz leise.

    Also eher umgekehrt. Hatte zwar auch schon früher schlecht Gesprächen folgen können, wenn mehrere Personen gleichzeitig redeten, aber da habe ich mich dann meist immer gedanklich ausgeklinkt.

    Heute ist das (zumindest zuhaus) so, dass ich nachdrücklich Ruhe bzw. Ordnung einfordere und eine Thematik ordnen und zu ende bringen möchte. Versuche jetzt mal mich zu beobachten unter Berücksichtigung der Einnahmezeiten.

    Deine Signatur macht mir übrigens noch eine für mich gravierende Änderung bewusst. Konnte früher, also vor dem Medikinet nur noch schwer bis garnicht mehr die Großschreibung verwenden. Heute mach ich es wie von selbst und ohne große Anstrengung wieder ;-)
    Geändert von else (22.12.2012 um 10:59 Uhr)

  5. #35
    salamander

    Gast

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    ich find das interessant wie unterschiedlich das empfinden für mit und ohne
    medis ist.

    ich habe es bei mir als experiment betrachtet, inkl. mich selber als experiment
    auf zwei beinen.

    die medis werden wohl verstärken was jeder von uns an persönlichem hat,
    und die wirkung zeigt sich dann entsprechend. so wie ich das empfinde,
    fühlt es sich an, als würden die medis die sensibilität für das erhöhen,
    was man tatsächlich in sich spürt und ein imaginäres rauschen, das bis
    dato darüber lag und verhinderte es zu spüren/wahrnehmen, abstellen.

    in erster linie muß man sich da erst mal dran gewöhnen. find das ist ähnlich
    wie mit ner brille. als ich mich beschwerte daß ich soooo schlecht sehe,
    -0,25/-0,5, von soooo schlecht kann da also keine rede sein, für mich aber
    schon hat mich mein augenarzt fast ausgelacht, und gemeint das würden
    die meisten gar nicht merken....

    ich bekam wie gewünscht die brille, fand das wieder scharfe sehen auch
    richtig gut, aber bis dahin hats mich ganz schön weggedreht. brille auf,
    und mir wurd schwindlig, konnt distanzen nicht mehr einschätzen, treppen
    und stufen waren in erster linie mal gefährlich. zu anfang nahm ich sogar
    die brille ab, weil meine einschätzung mit brille, nicht mit den realtiäten
    zusammen paßte. also brille ab, damit da nichts passiert = ich nicht ins
    straucheln kam.
    es hat seine zeit gedauert, bis sich alles angepaßt hatte.

    mit den medis verhält es sich aus meiner sicht genauso. das muß alles
    neu ausprobiert werden. alte erfahrungen (-werte), das geht, das geht
    nicht auf den prüfstand stellen. schauen wie sich alles anfühlt,
    diese übergangsphase, zwischen beiden welten, in der die alten referenzen
    auf dem prüfstand stehen, nachjustiert oder komplett neu gesetzt werden,
    muß man irgendwie durchhalten, damits was wird.

    ich habe auch ein freundin, die ich sehr gerne mag, die sehr lebhaft ist.
    sage ich jetzt, mit medis! vorher ist mir das nie aufgefallen. mit medis
    schon, da fragte ich mich schon. huia, ist sie laut, ist sie lebenhaft, beim
    erstenmal so erleben, irritierte es mich gewaltig, war sie schon immer so?
    ja war sie, konnte mir nur nie auffallen.
    jetzt empfinde ich das wieder als normal. erleb ich sie wenn die medis
    bei mir nachlassen, kommt mir jetzt das seltsam vor.

    also ich glaub, das ist ein umstellungs- und gewöhnungsprozeß wie
    wenn man eine brille bekommt. es dauert halt, bis das neue normal
    wird, und das leben so eingerichtet ist, wie man es sich wünscht,
    und indem alle sinne plötzlich 100% zur verfügung stehen.

    das medi wirkt ja auf unser gehirn, und das steuert alles was uns ausmacht.
    die schaltzentrale bekommt 100% stormversorung, damit läuft das ganze
    system rund, es gibt also nichts, das davon unbeeinflußt bleibt. wir
    stellen um von windows 95 auf windows 8

    oder

    vorher hatten wir ein käfer mit ferrari motor, die kiste konnte nie ausgefahren
    werden, sonst wär uns die karosserie um die ohren geflogen, usw. usf. nun
    werden karosserie, bremsen, etc.pp. dem motor angepaßt, jetzt müß ma halt
    schauen, wie wir mit den ps die wir unter der haube haben, klar kommen.
    autofahren üben, und das neue fahrverhalten kennenlernen.

    sie seht ihr das?

    salamander

  6. #36
    Prinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 826

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Salamander, das hast Du ganz wunderbar in Worte gefasst. Genauso erlebe ich das auch. Das Medikament macht es möglich so zu sein, wie ich nun mal bin. Ich erlebe Facetten, die ich noch nie gesehen habe.
    Ganz krass hatte ich es vor ein paar Tagen auf der Weihnachtsfeier meines Sohnes. Es ist voll, laut, stickig, extremes Gewusel. Doch ich sitze da, wie der Fels in der Brandung und es geht mir am allerwertesten vorbei. Ich war innerlich total ruhig, konnte mich auf meine Kinder oder auf Gespräche mit anderen Müttern konzentrieren. Das war wirklich toll. Und was habe ich früher da immer Stress mit gehabt!
    Das mit meinen Freunden oder überhaupt mit anderen Menschen geht mir auch so. Aber auch da glaube ich, das es schon vorher da war, nur wird man sich dessen jetzt eher bewusst, weil man einfach mehr Kapazitäten zur Verfügung hat.
    Der Freundeskreis wandelt sich, das ist zwar einerseits auch schmerzhaft, aber wenn es nicht mehr passt, dann muss man auch loslassen können.

  7. #37
    salamander

    Gast

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    bingo, so gehts mir auch.
    ich finds phänomenal, was in der welt alles los ist,
    was ich gemanaged im umgang bekomme,
    was vorher nicht ging,
    und,und,und...

    salamander

  8. #38
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.439

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Also erstmal noch mal zu den Geräuschen an sich. Ist nicht so, als würden sie mich nicht stören. Ganz im Gegenteil. Wenn ich hier lernen will bitte absolute Ruhe. Ich bin echt Geräuschempfindlich, so dass mich Geräusche nerven, die andere vermutlich gar nicht groß hören. Aber ich denke, das liegt am Reizfilter und der Konzentration. Wenn ich wie bei meinem Beispiel total auf etwas konzentriert bin, blende ich solsche Geräusche unter MPH dann doch aus, wie Stinos es vermutlich in der Regel tun. Aber eben nur, wenn die Notwendigkeit des Ausblendens besteht. Ist meine Aufmerksamkeit nicht auf etwas bestimmtes gelenkt höre ich doch wieder auch andere Geräusche und empfinde sie als nervend. Aber unter MPH kann ich bei einem Gespräch mit anderen in einer Geräuschvollen Umgebung, mich auf dieses konzentrieren anstatt dauernd um mich herumzublicken, wo welches Geräusch herkommt. Und mit Geräusch meine ich eben auch diese kleinen Dinge wie knistern, brummen etc. Das macht mich wahnsinnig. Musik etc. geht schon gleich gar nicht. Die ist ja tatsächlich vordergründig und davon fühlen sich auch genug Stinos in ihrer Konzentration gestört.

    Andererseits ist unter MPH auch das Ausblenden von Musik möglich. Manchmal ist die wiederum sogar gut, um diese kleinen Geräusche zu übertönen, die nicht die ganze Zeit vorhanden sind sondern jedes mal einen neuen Reiz darstellen. Die Musik ist konstant und einmal ausgeblendet wird man nciht ständig durch diese Nebengeräusche aufgeschreckt. Auf die Dauer ist es natürlich auch unter MPH anstrengend, aktiv Geräusche auszublenden.

    Hm. Das ist etwas wirr. Ich hoffe ich konnte deutlich machen, was ich meine.


    Slamander, was du da von deiner Wahrnehmung deiner Freundin schreibst, kenne ich auch. In der ersten Zeit unter MPH empfand ich eine bestimmte Freundin auch als extrem quirlig. Das war sie immer, aber mit MPH ist mir das noch mehr aufgefallen.
    Den Vergleich mit der Brille finde ich prima. Gleichzeitig nervt mich dieses on und off manchmal etwas, weil ich es bei MPH nicht so gut steuern kann, wie mit einer Brille. Meine Brille setze ich zum Autofahren und in der Uni auf. Sonst nicht. Daran, wie sich mein Sehen dann verändert habe ich mich gewöhnt, kann mich drauf einstellen und auf den Punkt steuern. So nehme ich den Unterschied kaum mehr wahr und auch mein Gehirn hat sich daran gewöhnt. Ob nun mit oder ohne Brille, mein Gehirn rechnet den Seheindruck so, dass der Boden gerade ist. In der ersten Zeit mit Brille war der immer schief. Trüge ich die Brille rund um die Uhr, wäre er schief wenn ich die Brille abnehme. Auf diese Weise ist mein Gehirn auf beides angepasst.

    Diese Art Anpassung werde ich mit MPH wohl nicht erreichen. Sogar ist der Effekt nicht immer identisch. Ich glaube, das hängt sehr von meiner allgemeinen Tagesform ab. Diese hatte ich gehofft, wäre mit MPH etwas gleichbleibender. Was wiederum gar nicht geht, denn die Wirkdauer ist irgendwann um....
    Und dieses on und off, was ich nicht punktgenau kalkulieren kann, finde ich momentan etwas schwierig für mich. Weil ich nicht mehr den ganzen Tag darauf achten möchte, wie MPH nun gerade wirkt oder nicht, Wirkzeit vorbei, um mein Verhalten daran anzupassen.
    So habe ich neulich das Ende der Wirkdauer nicht bewusst bemerkt und bin den Kommilitonen im Seminar kräftig auf die Nerven gegangen. Was ich auch erst im Nachgang bewusst registriert habe. Das war gar nicht schön.

    Kurzum: Früher ohne MPH habe ich einen Großteil des Tages damit verbracht, mich und mein Verhalten zu beobachten, um die Nerven der Leute in meinem Umfeld nicht zu sehr zu strapazieren oder anzuecken. Das war anstrengend und MPH hilfreich, da nicht bei jedem Gesagten gleich meine Gedanken lossprudelten und somit weniger Verhaltenskontrolle notwendig war. Sowieso kann ich jetzt besser erstmal den Gedanken des anderen verfolgen und meine Gedanken laufen dann einspurig nacheinander, anstatt in einer Verknotung mehrerer Assoziationsketten gleichzeitig. Manko: Wenn ich nicht doch wieder die Anstrengung in Kauf nehme, mich ständig zu beobachten und/oder das Nachlassen der Wirkzeit sich nicht per Rebound bemerkbar macht (was auch echt unschön ist), verlasse ich mich auf MPH und es sprudelt ggf. ungefiltert eine Palette des ADHS-Verhaltens los, was ich doch selbst nervig bis unmöglich/unhöflich finde.

    Allerdings nehme ich das MPH nun auch erst seit September und habe sicherlich noch eine Reihe an Anpassungsprozessen vor mir. Dem mich kennenlernen mit und ohne MPH und sozusagen ein paar Regeln für mich aufstellen. Genau das fällt mir aber schwer, da ich das MPH eben nicht so gut steuern kann wie die Brille, bzw. da viel mehr aktive Anpassung meinerseits irrsinnigerweise an mich selbst erforderlich ist.

  9. #39
    salamander

    Gast

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    na ja, ich nehm das mph grad mal drei wochen. die rebounds die so oft beschrieben werden,
    erlebe ich nicht in der form, vielleicht liegt das am retard und dass ich die letzte medi (10 mg)
    zwischen 16:00 und 17:00 h nehme.

    wobei als ich startete, mit einer morgens, einer mittags, hatte ich es auch nicht.

    ich komme so sehr "weich" über den tag. lasse ich die um 16:00 h ausfallen und nehme
    die letzte zw. 13:00 und 14:00h, komme ich auch gut klar, fühle mich ab aber etwa 20.00 h
    geschlaucht, wie früher, also die nur die halbe power. bin auch unruhiger und kann mich
    weniger gut auch etwas einlassen. dieser zustand gefällt mir nicht, also verzichte ich meist
    nicht auf die letzte medi.

    die dosis liegt bei mir pro tag zw. 30 und 40 mg.
    40 mg, wenn ich morgens mit zwei starte, was ich nicht immer tue.

    wobei ich ganz ehrlich sagen muß, ich find die stinos genauso anstrengend, wie sie es
    von uns sagen. in ihrem verhalten in der öffentlichkeit, im täglichen leben, und wie sie sich
    so geben... das habe ich früher in der art nicht so registiert. allerdings geht es mit den
    medis besser, darüber hinweg zu sehen und mir keine gedanken mehr darüber zu machen,
    die sind eben so.

    bei allen geräuschen, egal was, spiegelt mein erleben, tatsächlich ein perfekt abgemischter
    film wieder. was ich nicht hören und zu kenntnis nehmen möchte entfällt, die konzentration
    auf das für mich wesentliche ist da, der rest interessiert mich nicht. das klappt aus meiner
    sicht hervorragend.

    was ich unangenehm finde ist, wenn die menschen um mich rum flitzen wie pfeile, das
    nehme ich verstärkter wahr, auch im augenwickel. jedoch hat es wieder den vorteil,
    dass es mich nicht aus der ecke überrascht/erschreckt. bevor mich der pfeil treffen kann
    bin ich schon weg.

    ich bin mal gespannt ob das so bleibt.

    was ich zur größten bisher erlebten seltsamkeit zähle, ist mein chaosproduktionsverhalten.
    ich habe es diese woche tatsächlich nicht geschafft chaos zu produzieren. ich war vorhin sagen-
    haft überrascht, dass meine drei-zi-wo binnen 45 min. contutti aufgeräumt und in ordnung
    gebracht war. sowas kenne ich von mir einfach nicht. weder im produktionsverhalten noch
    in der schadensbeseitigung.

    salamander

  10. #40
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Erleben der Medikamentenwirkung

    Ich hatte Montag einmal das Gefühl, dass alles irgendwie unwirklich ist. Und es sich auf der Arbeit anfühlte, als wenn alles automatisch abläuft. Der Arbeitstag war vorbei und ich hatte das Gefühl diese 8 Stunden gar nicht bewusst erlebt zu haben.
    Fühlte sich n bisschen wie Schwindel an. Aber sonst merke ich nicht viel.
    Ist das normal? Ich bin mit meiner Ungeduld einfach nur wieder angepisst. Ich rege mich nach wie vor auf, bin immer noch deprimiert, bin impulsiv. Es ist eigentlich alles beschissen wie eh und je. Bin jetzt bei 2x20Mg retRdiert. (Mediki et adult) ist wohl immer noch zu wenig. Ich habe keine Zeit jetzt noch 2 Monate rum zu probieren. Aber mir wird ja auch nicht zu gehört, sondern man wird mit Medis abgespeist.

    Nehmen sie mal mehr. Ne Woche. Ich ruf nach ner Woche an, sage ich merke nichts, bis auf diesen oben beschriebenen AutomTismus an einem Einzigen Tag.
    Das wäre ja super und ich solle es nochmal 2 Wochen so nehmen. Nur hab ich keine Zeit für son Mist. Ich ecke ständig an. Und brauche JETZT Hilfe.

    Wenns nicht mehr anders geht, ruf ich in ner Klinik an und lass mich mit Selbstmordgedanken einweisen. Wäre zwar gelogen, aber vielleicht wird mir dann ja geholfen. Bevor alles endgültig im Arsch ist.^^

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