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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Hallo zusammen,

    ich richte mich hier eigentlich ausschließlich an die hypoaktiven mit MPH-Erfahrung unter uns, deshalb fände ich es toll, wenn andere sich, der Übersicht halber zurückhalten würden

    Wie manche vielleicht mitbekommen haben, habe ich vor einiger Zeit etwa 6 oder 7 Wochen lang MPH genommen. Ich habe es dann abgesetzt, weil ich ziemlich depressiv wurde und es mir so schlecht ging, wie schon seit langem nicht mehr. Ich war eigentlich davon ausgegangen, dass es eine direkte Nebenwirkung des MPH war. Ich habe dann Elontril genommen und damit ging es mir super, leider konnte ich aber nicht schlafen.
    Habe mir aber jetzt nochmal Gedanken über die Depriphase bei MPH gemacht, weil auch mein Arzt meinte, dass er sich eigentlich nicht vorstellen könne, dass sie direkt vom MPH ausgelöst worden sei.

    Anfänglich ging es mir mit MPH richtig gut. Ich war konzentriert, meine Lethargie hielt sich in Grenzen und vor allem konnte ich ein wenig Abstand von meiner äußerst angeschlagenen Gefühlswelt gewinnen, die mich vorher fest im Griff hatte. Die Antriebssteigerung lässt bei MPH natürlich ziemlich schnell nach, sie ist ja auch nicht vorgesehen. Mit der Zeit ging mein neu gewonnener Tatendrang zurück, ich war jedoch immernoch konzentriert und war mir meiner selbst und meines Zustandes sehr bewusst. Was vorher total super war, kehrte sich nun ins Gegenteil um. Meine alte Lethargie war wieder da, ich dümpelte nur so im Gewässer des Lebens vor mich hin. Mit dem Unterschied, dass mir das jetzt völlig klar war. Obwohl ich diesen Zustand sehr bewusst wahrnahm, konnte ich mich nicht aufraffen auch nur irgendetwas zu tun. Die Zeit des Nichtstuns, die ich prä-MPH einfach mit Kopfkino gefüllt hatte, erschien mir nun unerträglich. Mir war jeden Tag klar, dass ich meine Zeit verschwende und sie mir wie Wasser durch die Finger rinnt, obwohl es doch so viel zu tun gäbe. Dass einen das massiv runterzieht, erscheint im Nachhinein offensichtlich. Jedoch habe ich mit Elontril erst festgestellt, woran es mir noch mehr mangelt als an Konzentration. Und das ist Antrieb. Denn wenn man nichts tut, bringt Konzentration einem überhaupt nichts.


    Wie läuft es bei euch mit MPH? Habt ihr ähnliches erlebt? Oder kommt ihr mit MPH gut klar? Habt ihr noch zusätzliche Medikamente genommen oder komplett umgesattelt? Fragen über Fragen!

    Ein schönes Wochenende vom Käsebrot!

  2. #2
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Hypoaktivisten und MPH

    Hi Gürkchenbrot ääääheeem Käsebrot

    ich bin auch der Hypotyp und weiss ganz genau, was du meinst. Ich habe nun schon fast 1 Jahr meine Wohnung nicht mehr richtig geputzt, halt nur mal auf die Schnelle.
    Und es wird immer schlimmer, von Monat zu Monat.

    Elontril 300 nehme ich nun seit 7 Monaten, mit dem Ergebnis, dass es bis auf eine stabilere Stimmung ansonsten nichts bringt, also an Antrieb meine ich. Und die stabilere Stimmung liegt ungefähr bei ca. 20% Verbesserung als vorher. Aber immerhin. Denn auch ich bin immer Gefangene meiner inneren und eigenen Gefühlswelt. Und das bringt mich langsam um.

    Ich nehme ja, wie du ja mitbekommen hast, seit 2 Wochen Medikinet adult. Habe heute das erstemal damit begonnen, 20-10-10 zu nehmen.
    Durch meine chron. Gastritis A wirken ja die Retardkapseln bei mir nicht,heisst, es wird sofort der ganze Wirkstoff auf einmal abgegeben. Das weiss mein Arzt, aber es hat ihn nicht interessiert.
    Seine Meinung war "dann nehmen Sie halt 4 x 20 mg am Tag und gut ist". Ich war etwas perplex...aber was solls. Ich weiss besser, was mir gut tut und was nicht.
    Der Gute ist sehr nett, hat aber keine Ahnung von Medikinet. Überhaupt scheint er sich mit ADS nicht auszukennen. Nur ich bin verdammt froh, dass ich überhaupt hier in der Umgebung einen Psychiater gefunden habe, der BTM-Rezepte ausstellen darf. Und ich fahre schon insges. 60 km zu ihm. Ist nicht mal eben um die Ecke.

    Aber ich schweife schon wieder ab. Was soll ich sagen.....Antrieb durch Medikinet? Was ist das?
    Und mit Antrieb meine ich nicht, euphorisch und wie bekloppt nun jeden Tag Sport zu treiben, sondern mit Antrieb meine ich die alltäglichen Dinge des Lebens wie mal den Staubsauger zu benutzen oder mal wieder zu kochen oder mal wieder einkaufen zu gehen. Mir fällt das Zähneputzen schwer und das Haare waschen. Damit alle wissen, was ich meine.

    DIESEN Antrieb möchte ich wieder erlangen. Und auch mit mehr Lebensfreude Bekannte besuchen, was ich schon seit Jahren nicht mehr mache, weil ich mich nicht aufraffen kann.

    Ich werde übrigens gleich mal mein Tagebuch weiterführen ich Schlampi habe 2 Tage nix geschrieben, weil ich ehrlich gesagt nicht wusste, was ich schreiben sollte.

    Also Käsebrot mit Gürkchen.....ich weiss genau was du meinst. Ich glaube mittlerweile, dass das Medikinet für Hyper-ADS-ler gut ist bzw. gedacht ist, aber nicht für Typen wie dich und mich, sprich Hypos. Aber ich habe Medikinet eine Chance gegeben und werde ihm auch noch weitere Chancen geben, denn 2 Wochen Einnahme ist ja nicht lange. Allerdings muss ich gestehen, dass ich
    auch schon 70 mg davon genommen habe vor 2 Tagen und KEINEN Unterschied zu meiner 10 mg Tagesdosis gemerkt habe....dazu mehr in meinem Tagebuch.

    lg Heike

  3. #3
    Octoroo

    Gast

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    @Kaesebrot

    Ich bin zwar nicht Hypo, aber immerhin "Mischtyp" ("Traeumerei" ist bei mir schon seit der Kindheit extremst ausgepraegt) - darf ich trotzdem mitreden ?

    MPH wirkt bei mir definitiv gut gegen meine Impulsivitaet, ich raste nicht aus, ich brause nicht auf, ich schreie nicht mehr herum.
    Und grundsaetzlich weniger vergessen und nicht zersaust fuehlen.
    Weniger traeumen.

    Wegen Konzentration: ich konnte mich, in Gegensatz zu den anderen ADHSlern konzentrieren, ich konnte schon immer fokussieren.
    Koennte sein, dass das mit MPH leichter geht, aber ich bin ja nicht mehr in so Lernphasen noch arbeite ich zur Zeit (im Beruf aber kaum Konzentrationsprobleme).

    Was mir sofort auffiel ist, dass ich durch MPH nicht mehr fuehle.
    Mehr oder weniger emotional indifferent.
    Kein Zorn und keine Euphorie mehr.

    Nur sehr starke Gefuehle wie Aerger oder Angst spuere ich.

    Und nein: depressiv bin ich nicht bzw. fuehle ich das nicht, ich weiss ehrlich gesagt auch nicht, wie es sich anfuehlt, depressiv zu sein.

    Einmal hatte ich vergessen, meine MPH Abenddosis zu nehmen.
    Ich spuerte ein Hochgefuehl. Dann nach wenige Minuten habe ich herumgebruellt, da mich etwas sehr gestresst hatte.

    Ich hoffe, dass ich Dir helfen konnte.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 152

    Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Habe selber mit Elontril angefangen, da ich in einer Depriphase war. Hat mir da erst mal gut geholfen wieder rauszukommen...

    Da es aber nicht gegen meine Antriebslosigkeit/Nebel/Konzentrationsprobleme geholfen hat, bin ich auf MPH umgestellt worden.

    Bin selber Hypo und konnte an schlimmen Tagen mich fast zu garnichts aufraffen.

    ABER: Ohne eine begleitende Verhaltenstherapie könnte MPH auch Smarties sein. Sie würden bei mir NICHTS bringen!!!!!

    Erst durch die parallele Therapie lerne ich alte Verhaltensmuster aufzubrechen und das MPH ist dabei NUR EIN HILFSMITTEL!!!!!!

    Medikamente alleine würden mir garnichts bringen!!!

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Käsebrot schreibt:
    Mit dem Unterschied, dass mir das jetzt völlig klar war. Obwohl ich diesen Zustand sehr bewusst wahrnahm, konnte ich mich nicht aufraffen auch nur irgendetwas zu tun. Mir war jeden Tag klar, dass ich meine Zeit verschwende und sie mir wie Wasser durch die Finger rinnt, obwohl es doch so viel zu tun gäbe.



    Ich habe zwar noch kein Medikament bekommen, aber trotzdem wollte ich darauf was schreiben. Der oben beschriebene Zustand ist bei mir Dauerzustand ohne je MPH genomen zu haben. Ich bin mir stets bewusst, dass ich meine Zeit vergeude, wenn ich mal wieder statt was zu tun surfe oder rumsitzte, lese. Früher war das anders, als ich jünger war. Da träumte ich auch in diesen Zeiten ins Wunderland und habe mich dort wohl gefühlt. Allerdings hatte ich vor vielen Jahren auch eine Langzeittherapie, vielleicht hat die auch in der Richtung was bewirkt.

    Ich glaube, dass man vielleicht eben durch das Bewusst werden des Zustands in die Lage versetzt wird, etwas ändern zu wollen/zu können. Wichtig ist nun sicher eine Therapie, die genau bei diesen Problemen hilft. Auszuschließen ist natürlich nicht, dass die Dosierung/das Medikament geändert werden müsste.

    LG Minzi

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 9.020

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Gluehhops schreibt:
    Huch ... sind Aufmerksamkeitsprobleme nicht notwendiges Kriterium für die Diagnose Aufmerksamkeits-Defizit-(&/H)-Syndrom ??


    Mein Mann kann sich super auf bestimmte, ihn interessierende Dinge konzentrieren und das über Wochen, Monate oder wie bei Italienisch sogar zwei Jahre lang, aber alles andere bereitet ihm große Probleme. Während sein Gedächtnis für alles so Gelernte super funktioniert, vergisst er laufend alltägliche Dinge, schiebt auf, kann sich nur schwer darauf konzentrieren, macht lieber was anderes, oder auch nichts. Ich muss aber sagen, ich beneide ihn um die Gabe, sich wenigstens auf bestimmte Gebiete so intensiv einlassen zu können.

    Minzi

  7. #7
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Gluehhops schreibt:
    Huch ... sind Aufmerksamkeitsprobleme nicht notwendiges Kriterium für die Diagnose Aufmerksamkeits-Defizit-(&/H)-Syndrom ??
    minzi schreibt:
    Mein Mann kann sich super auf bestimmte, ihn interessierende Dinge konzentrieren und das über Wochen, Monate oder wie bei Italienisch sogar zwei Jahre lang, aber alles andere bereitet ihm große Probleme. Während sein Gedächtnis für alles so Gelernte super funktioniert, vergisst er laufend alltägliche Dinge, schiebt auf, kann sich nur schwer darauf konzentrieren, macht lieber was anderes, oder auch nichts. Ich muss aber sagen, ich beneide ihn um die Gabe, sich wenigstens auf bestimmte Gebiete so intensiv einlassen zu können.
    Diese beiden Kommentare sind eigentlich das perfekte Beispiel für den "HYPERFOKUS" meiner Meinung nach.
    Aufmerksamkeitsprobleme müssen eben halt nicht in allen Lebensbereichen bestehen und meist leidet bei der
    Konzentration/Motivation/Bewältigung von Aufgaben meist nur das Alltägliche/Uninteressante.

    -------

    Anderes Thema: @Käsebrot

    6-7 Wochen und dann depressiv unter MPH? Irgendwie kommt mir das bekannt vor. War bei mir nicht anders. Wobei
    ich denke, dass es depressiv nicht direkt trifft. Nachdem ich MPH mal eine Weile pausiert hatte, war mir klar welches
    Gefühl sich da bei mir unter MPH entwickelte:

    Ich empfand diese Klarheit und Nüchternheit, die mir die Medikation ermöglichte quasi "langweilig". Frei nach dem
    Motto, das Leben ist nicht so "aufregend", wie ohne MPH. Ohne MPH bekomme ich gar nicht mit, wie schnell und
    unkontrolliert ich von A nach B springe und so meinen Tag relativ schnell herum bekomme, ohne wirklich "produktiv"
    zu sein. Da man es nicht direkt "wahrnimm" hat man -als ADSler", ohne MPH, jedenfalls einen "aufregenden" Tag
    hinter sich.

    Nun kommt die Medikation ins Spiel mit der Feststellung: "Hmmm irgendwie gestaltest du deinen Tagesablauf, dein
    Leben ziemlich mau..."
    Das zieht einen irgendwie "runter" man hat das Gefühl sich für gar nicht mehr aufraffen zu können/wollen. Irgendwie
    missfällt es einem festzustellen, dass man "sein Leben umkrämpeln muss/sollte", war doch vorher alles "so schön"
    (gewohnheitsmäßig jedenfalls). Denn auf einmal merkt man: "Okay, irgendwie braucht man Struktur und
    die habe ich ja gar nicht, nur geht es ohne ja nicht". Das ist wiederum irgendwie eine deprimierende Feststellung.

    Fazit: Unter MPH hatte ich das Gefühl, dass ich gerade mal 5 Jahre alt bin und 20 Jahre "Lernprozess" nachholen muss.
    Diese Selbsterkenntnis unter MPH war sehr hart und unbequem. Pausierte ich MPH, so hat mich diese gewonnene
    Erkenntnis "nicht gekratzt". Nur was folgert man daraus? Das Umfeld muss stimmen, die richtigen Entscheidungen
    müssen getroffen werden und der Weg im Leben muss klar definiert sein - erst dann kann MPH funktionieren.

    Beste Grüße
    der87

  8. #8
    Octoroo

    Gast

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    @Gluehhops

    Gluehhops schreibt:
    Huch ... sind Aufmerksamkeitsprobleme nicht notwendiges Kriterium für die Diagnose Aufmerksamkeits-Defizit-(&/H)-Syndrom ??
    Staunst du ?

    Darueber aber haben 2 Psychologen gestaunt.
    Psychiater aber sagt definitiv ADHS schwerste Auspraegung.

    Nur, wenns Dich interessieren sollte:

    1. Verdacht kam von eine Kinderpsychologin.
    Sie sagte, dass die Tatsache, dass ich zum Bsp. 3h nonstop fuer eine Klasur konzentrieren kann (ohne Drogen) nicht zu ADHS passt.

    2. War bei einer Psychiaterin. Die sagte: "ADHSler koennen sich sehr gut konzentrieren, wenn es nur eine Sache ist"

    3. Diagnose bei der Ambulanz wie gesagt bestaetigt.


    Mein ADHS-Psychiater gab mir eine Broschuere ueber ADHS.
    Da steht, dass es 4 Typen von Aufmerksamkeit gibt und bei den ADHSler jeweils eine oder alle davon gestoert sein kann.

    1. = Konzentration im engeren Sinne, Fokussierung ---> Das ist bei mir intakt, war es immer.
    2. = Vigilanz
    3. Aufmerksamkeitsteilung (d.h. 2 Reizquellen gleichzeitig zielgerichtet widmen zu koennen)
    4. Aufmerksamkeitschwerpunkt wechseln.

    Bei mir scheint 3 und 4 massiv defezitaer zu sein, das wuerde ALLE Probleme im Alltag erklaeren.
    Weil bei mir JEDEN Scheiss seriell geht und ich beim "Umschalten" Probleme habe.

    Jetzt verstehe ich, wieso ich, in Gegensatz zu den anderen ADHSler Probleme habe mit "schnell mal zwischen durch oder nebenher was machen", DAS haut bin echt um und es ist so akut.
    Frueher habe ich aggressiv und jaehzornig geschriehen. Mit MPH bleibe ich ruhig am Boden, halte aber dafuer Ohren zu, weils zu viel ist.

    Ich also habe eine Mischform - das volle Paket:

    Hyperaktivitaet (das bin und war ich immer, da hilft MPH wenig, aber es stoert mich nicht)
    Impulsivitaet
    Aufmerksamkeitsstoerung (auch wenn ich fokussieren kann)

    Gegen 3 hilft mir MPH Null.
    Gegen 4 ....eine leichte Entlastung, mehr aber auch nicht.

    Das Hin - und her springen zwischen 1000 verschiedenartige kleine Taetigkeiten nehme ich als Hoellenqual wahr.
    Das ist das, was die ADHSler aber oft tun und eben nicht tun sollen (laut mein Psychiater)
    ich ziehe vor, 8h am Stueck das gleiche zu machen ohne den Wechsel.
    Echt.
    Ausdauer ist bei mir mindestens genauso mies wie bei den anderen.

    Ich bin weniger ablenkbar, das kann ich bewusst steuern. Bin eher "weggedriftet", schon immer, muss mich aktiv steuern, und das war immer so anstrengend. Mit MPH ist das Traeumen zwar weniger, aber nicht ganz weg. Kommt ganz drauf an, was ich tun muss.


    Mein Problem ist das NORMALE Alltag.
    Ich kann und konnte fuer mich immer gut alleine sorgen.
    Habe die Diagnose ja auch erst mit 42 bekommen, Probleme kam erst, zumindest ganz akute, seitdem eine grosse Veraenderung in mein Leben aufgetreten ist und ich den Alltag nicht mehr kompensieren/bewaeltigen kann.
    Kurz gefasst: ganz ganz schnell ueberfordert bei "mehrere Dinge" (ganz gleich ob gleichzeitig oder Zeitnah)
    Geändert von Octoroo (15.12.2012 um 18:06 Uhr)

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Ohhh ja das klingt nach ADHS.

    Ich kann mich konzentrieren wir bekloppt. Stundenlang. Ich kann in einer lärmigen Kneipe für eine Klausur lernen. Ich kann im Garten arbeiten und merke nicht wenn's Regnet. Kein Proben.
    Wenn:
    1. das Thema interessant ist und
    2. ich in diesen hypnoseähnlichen Zustand "Hyperfokus" gerate.

    Ich werde aggressiv wenn mich dann jemand stört, richtig wütend. Bin lange danach wie belämmert. Kann an nichts anderes Denken. Vergesse anderes. Bin irgendwie weggetreten, in Gedanken bei dem Thema. Rede immer nur darüber. Plötzlich ist Ende. Von jetzt auf gleich. Unangenehm vor allem für die Umwelt.

    MPH hilft mässig.

    Ich kann keine Tätigkeiten wechseln. Wenn ich aus einer Tätigkeit gerissene werde dann fange ich 100% anschliessend eine andere an.

    MPH hilft gut.

    Wenn's mich nicht irgendwie emotional interessiert kann ich eine 5-Zeiln-email nicht verstehen. Blöd im Job.

    MPH hilft gut.

    Ich kann wunderbar an zwei Dinge gleichzeitig abarbeiten, auch drei, aber nur wenn mich alle nicht interessieren und dann werden alle nix ...

    MPH hilft.

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 25

    AW: Hypoaktive und Methylphenidat / MPH

    Ich habe auch eine Mischform und MPH hilft nur mässig, das heisst ich merke fast keinen Unterschied, meine Umgebung jedoch schon. Den Antrieb beeinflusst das Medikament bei mir nicht nur habe ich weniger Leerläufe, bin weniger impulsiv und bockig.

    Ich kann die Dosis nicht erhöhen, da ich bei doppelter Menge (20mg) Kopfschmerzen bekomme und schlafen kann ich auch nach Einnahme bestens. Ich habe meinen Psychiater fast drei Jahre lang erzählt, dass ich regelmässig Drogenmissbrauch (Amph.) betreibe, bis er mir diese Woche endlich Dexamphetamin verschrieben hat. Ich weiss in Deutschland ist das keine Alternative, da es nicht erhältlich ist.

    Ich habe es noch nicht ausprobiert, da die Apotheke es selber herstellt, ich hole es nächste Woche und hoffe es hilft besser als MPH.

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