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Diskutiere im Thema !!! Argumente für Amphetamine bei ADS / ADHS im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    !!! Argumente für Amphetamine bei ADS / ADHS

    Hallo Leute,

    mein heutiges Anliegen: Ich möchte meinen Doc morgen von einer Behandlung mit Amphetaminen überzeugen und benötige Argumente, die auf die ich selber noch nicht komme.
    Kontext:
    Ich habe ADS bin sehr antriebsarm und immer erschöpft, zudem kommen Tagträume und Gedankenfluten
    MPH wirkte bei mir sehr selten und sehr unterschiedlich. Hauptproblem hierbei ist, dass es mich verdammt depressiv macht.
    Habe nun Modafinil, macht geistig wach und etwas fokussierter, auch das depressive ist futsch, was schonmal gut ist. Packt mein Gehirn aber leider nicht so schön in Watte. Bedeutet, Gedankenfluten und Tagträume sind da und stressen mich. Auswirkungen auf Konzentration habe ich noch nicht bemerkt, auf den Antieb ebenso wenig. Und ich habe Bauchweh.

    So das sind ja schonmal Argumente fürs Amphe, weil die Wirkweise Dopamin/Noradrenalin nach eigenem Empfinden die richtige Richtung aufweist.

    so, und jetzt kommt ihr!

    und wer kennt sich hier mit dem saft aus? was kostet der spaß? wie wirkt er? etc.

    lg

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 179

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    Schilder ihm die Situation doch einfach so, wie du es hier getan hast. Mehr Argumente wirst du nicht finden, du weißt ja schließlich selbst nicht, ob es dir überhaupt helfen würde, ebenso wenig wie irgendjemand anderes das vorher wissen kann. Mit Modafinil bewegt ihr euch ohnehin schon im Off-Label-Bereich, deshalb wüsste ich nicht, warum dein Arzt Hemmungen bzgl. Amphetaminen haben sollte - zudem die Studienlage bei letzteren wesentlich besser ist. Außer vielleicht, du hast in dieser Richtung eine Suchtkarriere oder es gibt andere gravierende Kontraindikationen (die allerdings größtenteils auch bei Modafinil und MPH zu beachten sind).

    Mit eigenen Erfahrungen kann ich leider nicht dienen, da bei mir das MPH gut wirkt.
    Geändert von Tolezo (22.11.2012 um 17:07 Uhr) Grund: Satz vervollständigt

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    du glückskind!

    ja ich werde es auch so schildern und dass modafinil auch über off-label läuft weiß ich wohl.
    ich versteh halt nur nicht weshalb er mir das jetzt statt den amphe gegeben hat...

    ich soll auch nochmal in die klinik, die idee find ich gut, nur leider hab ich so gar keine kohle im moment da mein arbeitsvertrag nicht verlängert wurde. ich würde gern noch 1-2 monate jobben um etwas übrig zu haben (hab mich bereits über zuzahlungen und befreiung etc informiert da ich selber bei ner kasse gearbeitet habe).

    kranksein ist echt mist, weil es soviel zeit, arbeit und geld kostet :/

    würde mich trotzdem interessieren ob jmd den unterschied zwischen den beiden kennt oder erlebt hat.

    meintest du studien übers amphe? welche?

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 230

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    Wie Tolezo auch schon gesagt hat:
    Im Grunde hast Du Dir auch selber alles bereits beantwortet!

    Du hast eine AD(H)S - Diagnose und brauchst Unterstützung durch Medikamente, wobei die medikamentöse Therapie mit MPH versagt hatte (man sollte allerdings mehrere Präparate probieren, um sicher zu sein).
    Die nächste Stufe in diesem Bereich ist ja Amphetamin, welches oftmals länger wirkt und über weniger Nebenwirkungen verfügen soll.

    Ich komme wohl mit MPH gut zurecht (zwar nicht optimal, aber besser als vorher) und kann daher über keine therapeutischen Erfahrungen mit Amphetamin berichten.

  5. #5
    Chaoprinzessin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 12.455

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    Hallo lullaby,

    Für mich ist der grösste vorteil von amphetamin zu MPH die wirklänge... Ich habe eine schnell stoffwechseln und mit MPH gibt es rasch auf und ab (wirkt etwa 2 stunden, unretardierte). Amphetamin wirkt bei mich 6 stunden (optimale wirkung ehe 4-5 stunden) und die auf und ab sind sanfter...

    Sonst ist die wirkung gleich, ein bisschen stärker bei amphetamin.

    Da es grundsächlich zwar ähnliche molekulen, aber doch irgendwie anders, wirken beiden nicht immer gleich bei alle menschen. Es ist sehr individuel.

    Als argument kannst du einiges bringen:

    - Amphetamin ist länger bekannt als MPH und als therapie bei ADS wirksam (wissenschaftlich bewiesen).
    - Amphetamin wirkt oft länger als MPH und es gibt kein rebound.
    - Obwohl es off-label ist, kostet es auch ehe wenig (vor allem wenn du gut darauf reagierst!).
    - Probieren und absetzten ist so einfach wie mit MPH: man kann wirklich von ein tag auf der andere anfangen, sofort (nach 30-60 minuten) eine wirkung spüren und auch sofort absetzen wenn man eine grund dazu hat.
    - So wie ich mal gelesen habe, aber genau kann ich mich nicht errinern: Amphetamin wirkt auf auf die emotionen und bei manche patienten ist es eine vorteil. Aber wieder, es ist bei jeden anders...

    lg

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 1

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    Und wie ist die Argumentation ausgegangen? Konntest du deinen Doc überzeugen?

    Werde morgen zu einer ADHS-Sprechstunde in einem psychatrischen Klinikum gehen, in der Hoffnung eine ADS Diagnose und ein Rezept zu bekommen. MIr wäre Amphetamin lieber als Methylphenidat, weil ich zu Depressionen neige und zweiteres jenen wohl Vorschub leisten soll.

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    lullaby85 schreibt:
    Hallo Leute,

    mein heutiges Anliegen: Ich möchte meinen Doc morgen von einer Behandlung mit Amphetaminen überzeugen und benötige Argumente, die auf die ich selber noch nicht komme.
    Kontext:
    Ich habe ADS bin sehr antriebsarm und immer erschöpft, zudem kommen Tagträume und Gedankenfluten
    MPH wirkte bei mir sehr selten und sehr unterschiedlich. Hauptproblem hierbei ist, dass es mich verdammt depressiv macht.
    Habe nun Modafinil, macht geistig wach und etwas fokussierter, auch das depressive ist futsch, was schonmal gut ist. Packt mein Gehirn aber leider nicht so schön in Watte. Bedeutet, Gedankenfluten und Tagträume sind da und stressen mich. Auswirkungen auf Konzentration habe ich noch nicht bemerkt, auf den Antieb ebenso wenig. Und ich habe Bauchweh.

    So das sind ja schonmal Argumente fürs Amphe, weil die Wirkweise Dopamin/Noradrenalin nach eigenem Empfinden die richtige Richtung aufweist.

    so, und jetzt kommt ihr!

    und wer kennt sich hier mit dem saft aus? was kostet der spaß? wie wirkt er? etc.

    lg
    Na das ist ja interessant, auch noch einer mit depris auf ritalin. Wie lange nimmst du schon Modafinil? Ich bin mir aber nicht sicher, kann man ja probieren, ob Depressionen bei Amphetaminen weniger werden täten. In den USA gibts ja das Adderal, und so ohne ist das auch wieder nicht. Gerade amphetamine sind ja berüchtigt dafür Depressionen auszulösen, sonst wären sie ja wohl nicht meist illegal, wenn das alles so super funktionieren täte, wie man sich das erträumt. Also bei uns wohl zumindest. Hat ja einen Grund warum das Zeugs nur in Spezialfällen erhältlich ist. Und eines ist sicher, dass Amphetamine mit Sicherheit abhängig machen, und zwar auch wenn du ADHS hast. Von daher kenne ich in den USA Leute , die das zwar nehmen, aber nicht durchgehend, weil man kann ja die Dosis nicht ewig erhöhen. Und dann wechseln eben von einem aufs andere nach einem Jahr, und wieder zurück. Und die Entzüge sind auch nicht sooo der Hammer. Also ich kenne eigentlich niemanden, der durchgehend Amphetaminpräparate nimmt jahrelang ohne irgendwas. Bitte korrigiert mich, wnen ich da falsch liege.
    Also ich würde Depressionen nicht als Argumente für Amphetamin sehen und nehme mal stark an, wenn dich Modafinil nicht in Watte packt, dann wird es das Amphetamin auch nicht direkt tun .
    Aber wie gesagt trial und error.
    Mich würde es jedenfalls sehr wundern, wenn ausgerechnet ein Amphetamin irgendwas an Depressionen ändern würde, die man schon bei Ritalin hat.
    Geändert von noubamofi (11.12.2012 um 17:52 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 316

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    Ich würde eher meinen der Grund warum Amphe nicht so einfach verschrieben ist, ist die Tatsache, dass das Missbrauch und Suchtpotential deutlich höher ist. Außerdem lässt es sich hervorragend auf dem Schwarzmarkt verkaufen.

    Das die Ärzte da vorsichtig sind kann ich gut nachvollziehen.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 205

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    TheProject schreibt:
    Ich würde eher meinen der Grund warum Amphe nicht so einfach verschrieben ist, ist die Tatsache, dass das Missbrauch und Suchtpotential deutlich höher ist. Außerdem lässt es sich hervorragend auf dem Schwarzmarkt verkaufen.

    Das die Ärzte da vorsichtig sind kann ich gut nachvollziehen.
    Vorallem das Suchtpotential. Missbrauchen kann man ja alles. Und verkaufen auf einem Schwarzmarkt kann man sogar zerbröseltes Zimt und du wirst noch einen Idioten finden, der dir dafür was zahlt. Ich denke nicht unbedingt, dass irgendwas verschriebenes dann sehr produktiv auf einem Drogenschwarzmarkt landet. Halte das für einen Mythos. Dafür gibts ja Laboratorien, die das Zeug in Masse herstellen, die brauchen keine ADHSler, die ein bisschen Amphetamin an ihre Buddies verscherbeln. Und ich nehme mal an, dass es jedem Arzt irgendwann man auffällt, wenn die Dosen so richtig gross werden. Also,
    meiner Meinung nach ist es schlicht und ergreifend das Suchtpotential und die damit verbundenen Nebenwirkungen. Und wie gesagt, kennt ihr wen der Jahreland amphetamine nimmt, ohne die abzusetzen und nach einer Zeit wieder neu einzustellen? Irgendwann wirkt das Zeug nämlich nicht mehr, dann muss man runter, und was anderes nehmen. Das habe ich zumindest gehört von Leuten aus den USA, die Adderal bekommen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass jemand 10 Jahre lang Amphetamine nimmt und kein Problem damit hat, und die Dosis nicht ständig steigern muss.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 316

    AW: !!! Argumente für Amphetamine bei ADS

    Wenn du wüsstest was was man aufm SChwarzmarkt für reines Amphetamin zahlt Weitere Beispiele wären Benzos und alle Opiate einschliceßlich der Substitutionsmittelchen - Die werden alle legal verschrieben und landen trotzdem auf dem Schwarzmarkt.

    Nicht ohne Grund wird um btm so ein Geschiss gemacht...

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