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Diskutiere im Thema Methylphenidat - Gewöhnung oder Toleranzbildung möglich? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 25

    Methylphenidat - Gewöhnung oder Toleranzbildung möglich?

    Hallo Leute,

    ich richte mich jetzt speziell an jene die selber in Behandlung mit Methylphenidat/Ritalin stehen, und damit vll. etwas länger Erfahrung haben als ich.

    Ich nehme seit 7 Tagen Methylphenidat. Ich führe über jede Einnahme genau Tagebuch, auch die Wirkung und Nebenwirkungen schreibe ich peinlich genau auf.

    Angefangen habe ich am ersten Nachmittag mit 5 mg, und war gleich begeistert von der Wirkung. Ich fühlte mich das erstemal seit langem richtig wohl und gelassen. Ich war die Ruhe selbst. Meine Gedanken waren klar und strukturiert. Zudem konnte ich endlich ohne Hilfsmittel problemlos einschlafen.

    In den darauf folgenden Tagen nahm ich in 2 Dosen je 5 mg und auch jetzt war die Wirkung noch immer positiv. Ich konnte mich in der Arbeit besser konzentrieren und blieb auch an unangenehmen Aufgaben dran.

    Wenn ich gegen Abend unruhig wurde nahm ich Bedarfsweise nochmal 2,5 mg.

    An einem Tag probierte ich dann eine Dosis von 10 mg auf einmal aus. Merkte aber sofort die Nebenwirkungen(sehr kalte Hände und Füße, Nervosität usw.). Womit ich darauf wieder bei 5 mg pro Dosis weiter machte.

    Nun seit gestern hat die Woche wieder angefangen, und leider habe ich das Gefühl das die Wirkung gestern lange nicht so stark ausfiehl wie bisher. Obwohl ich wieder 2x 5 mg genommen hatte.

    Ist evtl. doch eine Gewöhnung möglich? Oder habe ich nur den ersten "Effekt" der Umstellung überwunden?

    Heute morgen habe ich dann eine Dosis von 7,5 mg auf einmal probiert und habe wieder die positive Wirkung der ersten Tage mit 2x 5 mg. Bis auf kalte Hände(was aber auch an dem nicht beheizten Büro Raum liegen kann) habe ich keine Nebenwirkungen.

    Ich werde auf jeden fall morgen oder übermorgen mit meinem Arzt reden. Wollte aber doch mal hören was ihr für Erfahrungen gemacht habt.

    Ich meine Grundsätzlich ist die Dosierung ja bei jedem anders, aber ich denke ich habe ja schon bei einer sehr niedrige Dosierung eine sehr positive Wirkung verspürt.

    Schöne Grüße und einen schönen Tag

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252

    AW: Gibt es doch eine "Gewöhnung"?

    Hallo Buzzer,

    natürlich ist die Wirkung am Anfang "Stärker spürbar" weil die Veränderung sehr grass sind (persönliche Meinung). Deshalb finde ich läst die Wirkung nicht nach - sondern du spürst das "normale" eben als "normal" - so ist es bei mir. Ich merke auf alle Fälle wenn ich das mph nicht genommen habe, und es wieder alles schief läuft.

    Ich hoffe ich konnte dir helfen.

    Gruß

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 332

    AW: Gibt es doch eine "Gewöhnung"?

    Hallo Buzzer, ich nehme kein mph und habe auch kalte Füße und Hände. Beruhigt Dich das?
    Aber wenn ich mich nicht ganz teusche gehört mph zu der Gruppe Katecholamine und die füren in der pereveri zur Gefässverengung, schlechtere Durchblutung und daher Kalt. Habe leider zu Zeit keine Fachlieteratur zur Hand. Schau doch mal im Beipackzettel nach.
    LG Kathy

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Gibt es doch eine "Gewöhnung"?

    Hallo Buzzer,

    es kann etwas dauern, bis sich dein Körper auf das Medikament eingestellt hat.
    Damit meine ich nicht nur Medikament und dessen Verstoffwechselung (mit ggf. auftretenden Nebenwirkungen) sondern auch, die quasi "neuen" Möglichkeiten, die deinem Körper plötzlich zur Verfügung stehen (z.B. besser Schlafen oder entspannter durch den Tag kommen...).

    Als ich mit Medis anfing, dauerte es bestimmt ein schlappes halbes Jahr, bis ich die richtige Dosierung raus hatte. Notizen hab ich mir auch gemacht - Überblick zu behalten ist ja eine Sache für sich...

    Bzgl. Nebenwirkungen (NW) war das für mich am Anfang teilweise krass (z.B. rauhes Halsgefühl...). Später wurden die NW immer weniger und verschwanden dann ganz.

    Eine "Gewöhnung" mit der Zeit gibt es vielleicht eher gefühlt als tatsächlich.
    Als ich einige Zeit ein Retard-Medi* (Concerta - größtes Kaliber) nahm, kam es mir mit der Zeit so vor, als würde die Wirkung nachlassen. War aber ein Trugschluss, da sich meine korrekte Dosierung etwas geändert hatte und mein Körper nicht mehr mit der "abgegebene" Menge des MPH auskam.

    Wird alles!

    VG, U.


    *= siehe: Wikipedia

  5. #5


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Gibt es doch eine "Gewöhnung"?

    Kathy schreibt:
    Aber wenn ich mich nicht ganz teusche gehört mph zu der Gruppe Katecholamine und die füren in der pereveri zur Gefässverengung, schlechtere Durchblutung und daher Kalt.
    Fast.

    Es gehört zur Gruppe der Stimulanzien (Psychoanaleptika), bewirkt aber (u.a.) auch eine Ausschüttung der Körper-eigenen Katecholamine (Adrenalin und co.), was dann wiederum neben der gewünschten, zentralnervös stimulierenden Wirkung auch zu den von dir beschrieben, peripher auftretenden (Neben-)Wirkungen führt.




    LG,
    Alex

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