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Diskutiere im Thema Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    hallo leute,

    bin neu hier und hab gerade gecheckt wie ich ein neuen beitrag verfasse, yay!


    also kurz nochmal zu meiner geschichte:

    in der kindheit bereits leichte probleme (soziales umfeld, lernverhalte, etc.) waren aber nicht auffallend
    seit 2007 wegen depris beim psychiater, alle behandlungen ohne erfolg, therapieresistent
    brauchte hohe dosen antidepressiva und auch die halfen nicht, ebensowenig wie beruhigungsmittel (tavor, diazepam) fast keine wirkung
    gesundheitliche beschwerden, ständig bronchitis etc.
    in reha gewesen, als gesund beurteilt worden
    trotzdem weiterhin krank (erschöpft) gewesen, job verlust, verlust von freunden, beziehungen, selbstzweifel, das übliche halt (nach außen schien es eben so als hätte ich einfach keine lust, kein interesse oder keine disziplin, da man mir die krankheit zum glück nicht ansah)
    habe mich schon abgefunden, dass ich nicht therapierbar bin und im schlimmsten fall nie wieder nen richtigen job ausführen kann, denn immer wenn ich arbeitete gabs extreme probleme.


    vor 2 monaten die zufällige diagnose adhs. kindheit und jugend wurde aufgewühlt. familienmitglieder befragt, dann wurde die diagnose von 3 spezialisten gesichert.
    is alles logisch und ergibt nen sinn.
    seit nem monat bekomme ich das methylphenidat. bin jetzt bei 50 mg über den tag verteilt.
    die ersten zwei wochen waren schön, zwar nur etwas wirkung, aber etwas war für mich schon ne gewaltige veränderung. ich war geistig klarer, die innere unruhe nahm etwas (!!!) ab, antrieb wurde minimal mehr, konnte sogar 20min in einem buch lesen! erschöpft war ich aber immernoch und hatte sogar noch nen besseren schlaf als vorher.

    naja letzte woche gings dann los mit ab und zu mal etwas depressive verstimmung. war wieder so geräuschempfindlich und das reizte mich, machte mich sogar etwas depressiv. machte einige denkaufgaben und es fühlte sich anschließend so an, als wäre mein kopf unterzuckert (was aber nicht sein konnte). innerlich war ich ab und zu etwas aufgewült. die gedankenflut war wieder schlimm, hatte sich erst ja etwas gebessert aber wirklich so wenig, dass es kaum wahrnehmbar war. konzentration hatte sich ja sowieso nicht gebessert, schade eig. selbst tv schauen oder sporttreiben ist schwer, gedankengewitter.
    ich weiß, dass es bei einem erwachsenen mit der einstellung länger dauert und dass gerade mein ganzer kopf durchgerüttelt wird. aber die 10 % der positiven anfäglichen wirkung, die am anfang da war, ist auf 4% max. gesunken. auch versprech ich mir keine wunder, aber etwas besserung wäre doch wünschenswert um zu wissen ob man auf dem richtigen weg ist.

    so, nun zum wichtigen/eigentlichen teil:


    habe gelesen, dass es auch non responder gibt und dass bei denen amphetamine besser wirken.
    ich würde gern wissen warum das so sein soll?
    gibt es studien die wohlmöglich noch ne überlegenheit des amphetamins darlegen?
    wirkt amphetamin sich anders auf die transmitter aus als methylphenidat? habe irgendwo mal gelesen, dass sich amphe stärker auf noradrenalin und serotonin auswirken. weiß jmd was darüber?
    oder habt ihr erfahrungen mit beiden mitteln gemacht und hat das methyl auch nicht bei euch funktioniert? wie sahen diese erfahrungen aus?

    ach ja, und habt ihr nützliche infos bezgl des vergleichs methyl/amphe oder links für mich? also eher bzgl des amphe, bei fehlender wirksamkeit von methyl? wäre mir wichtig diese speziellen infos zu bekommen.


    fragen über fragen! ich hoffe ihr konntet hier auch ohne struktur durchsteigen, aber mehr ist so früh am morgen nicht drin

    freu mich auf eure antworten

  2. #2
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 216

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    Hi,

    in dem Thread: http://adhs-chaoten.net/adhs-erwachs...nsulfat-4.html wurde u.A. den Fragen nach Wirkmechanismus und Potenz bezüglich einzelner Neurotransmitter nachgegangen. Wenn es dich interessiert, kannst du ja probieren, dich da durch zu wuseln.

    Wenn ich es jetzt aus meinem unsortierten Hinterstübchen recht herauskrame, wirkt Amphetamin tatsächlich potenter auf das noradrenerge System, als MPH, und moduliert - wenn auch in weitaus geringerem Maß - auch das serotonerge System. MPH scheint hingegen keinerlei relevante Effekte auf das serotonerge System zu haben.

    Bei vergleichbaren therapeutischen Dosierungen unterscheidet sich die Potenz in Bezug auf synaptisches Dopamin kaum, wohingegen bei extrazellulärem Dopamin höhere Werte beim Amph. gemessen wurden.

    Amphetamin und MPH haben andere molekulare Wirkmechanismen. Ob die Frage nach der Natur dieses Unterschieds geklärt werden konnte, kann ich gerade nicht recht erinnern.

    Soweit mir bekannt, wurde bisher keine Überlegenheit von Amphetamin postuliert. Die Non-Responderraten liegen bei beiden Substanzen in einem vergleichbaren Bereich. Entfaltet das Eine nicht die erwünschte Wirkung, kann das Andere durchaus hilfreich sein. Gehört man zu den letzten paar Prozent, die nicht von einem der Beiden profitieren können, gibt es da ja noch eine ganze Palette Präparate zweiter Wahl. (Ich für meinen Teil habe im Übrigen gute Erfahrungen mit Atomoxetin, wenn ich die bei mir aufgetretenen Nebenwirkungen mal außen vor lasse.)
    Wenn ich mich recht entsinne, wird im US-amerikanischen Raum Amphetamin mittlerweile leicht bevorzugt, wobei mir die Hintergründe für diesen Umstand nicht geläufig sind, und auch gar nichts mit der eigentlichen Wirkung zu tun haben müssen. Auch glaube ich, mal irgendwo gelesen zu haben, dass man dort Amphetamin vor allem dann für empfehlenswerter halten soll, wenn das Krankheitsbild stark durch depressive Phänomene geprägt sei.

    Ich finde deine Tagesdosis eigentlich ziemlich hoch. In dem Sinne könnte ein Versuch mit Amphetaminen sicherlich nicht schaden.

    Ich weise noch einmal explizit drauf hin, dass ich probiert habe, Obiges auf die Schnelle aus meinem unzuverlässigen Hirnkästchen zu rekapitulieren, Irrtümer de facto wahrscheinlich sind.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    hey,

    vielen dank für die schnelle antwort und deine mühe.

    dass 50 nicht gerade wenig sind weiß ich. allerdings brauchte ich bisher ja auch immer hohe dosen antidepressiva. hatte früher mal burpropion und das ist ja auch ein antidepressivum was manchmal auch bei der adhs symptomatik hilft, auch da wurde eben mit der dosierung gespielt.
    jetzt brenn ich natürlich darauf zu wissen, ob es an der dosierung des methyls liegt oder eben doch ne fehlende wirksamkeit sein könnte.

    hab nen schönen tag!

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 99

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    und wie lange nimmst du das schon? schon etwas anderes probiert?

    dieses unterzuckern habe ich schon lange, schon bevor der adhs diagnose und der medikamente. ebene bei überlastung des gehirns durch z. b. gedankenflut usw.

  5. #5
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    Hi lullaby,

    Frage zu deinem Gefühl der Unterzuckerung: woran merkst du das? Hast du mal deinen Blutzucker in solchen Situationen gemessen?

    Ich frage deshalb, weil es durchaus sein kann, dass du (so wie ich übrigens) an einer chron. Gastritis leidest und alles, was du isst und du zu dir nimmst wie MPH dann gar nicht so aufgenommen wird von deinem Magen. So wie auch das Elontril. Ich habe übrigens fast 10 Jahre keinerlei Symptome einer chron. Gastritis = Magenschleimhaut gehabt. Es kam alles "still und heimlich" bei mir.

    Und was die Unterzuckerungen betrifft....ich habe seit 41 Jahren Diabetes Typ I, spritze also seit 41 Jahren Insulin.
    Von daher kenne ich Unterzuckerungen SEHR genau, leider sogar mit Bewusstlosigkeit.

    Die Symptome einer Unterzuckerung sind sehr ähnlich mit anderen Symptomen. Z. B. auch mit Schilddrüsenproblemen.

    Ich möchte dir nur einen Weg eröffnen, der halt auch eine Lösung für dich darstellt, wenn du alles mal durchchecken lässt per Blutuntersuchung.

    lg

    Heike

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    danke heike,

    lieb von dir!

    meine ärzte die mich ambulant behandeln sind super. die haben das alles schon abchecken lassen. alles okay, sowohl gastro als auch endo.
    wenn ich ein anliegen oder problem hab, überweisen die mich sofort wenn sie selber keinen rat wissen. ich hatte auch starke prob. mit dem gewicht und noch andere und anstatt dies einfach abzutun (wie es ja leider viele ärzte machen, "sie können nicht alles haben. wer das eine will muss aufs andere verzichten") gingen sie drauf ein und suchten ne lösung. verständnisvoll, aber mit der nötigen distanz und ohne diesem geheucheltem einfühlungsvermögen. so muss ich eben erwähnen. und für alle die, die mit ihren ärzten nicht zufrieden sind: es gibt auch andere, man muss sie nur finden!

    wie siehts denn nun aus bei euch mit dem amphetamin?
    infos?

    lg

  7. #7
    WbD


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

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    Forum-Beiträge: 216

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    wie siehts denn nun aus bei euch mit dem amphetamin?
    Nimmt sich bei mir nicht viel im Vgl. zu MPH. Funzt Beides, aber halt immer mit einer unangenehmen NW-Palette, dich ich hier im Forum auch schon einmal beschrieben habe. Hatte jetzt zwischenzeitlich mal Amph. bekommen. *schulterzuck*

    Dieses "Unterzuckerungsgefühl" kenne ich auch nur allzu gut. ^^ Kein Diabetes, Schilddrüse entsprechend Blutwerten + Szinti vollkommen iO. Herrjeh, bei wie vielen verschiedenen Untersuchungen war ich innerhalb der letzten paar Jahre. Alles ohne Befund. Ich habe an meinen Schlafgewohnheiten herumgemodelt, obwohl ich immer schlafe wie ein Stein, und auch ein wunderbares Schlafpensum habe. Ich habe meine Ernährungsgewohnheiten sonstwie oft umgestellt. Bleibt alles beim Altern.

    Und in der Tat, wird das bei mir unter Stimulanzieneinnahme auch immer schlimmer, vor allem gen Ende der Wirkzeit, bzw. während des Rebounds nehme ich diesen "Unterzuckerungseffekt" auch ziemlich lästig wahr.
    Aber, und das kann ich nur unterstreichen: Niedrigere Dosierungen mildern das Ganze schon enorm ab. Bei mir ist es bei einer Einzeldosis von 2,5mg halbwegs erträglich, zumindest in soweit, dass ich so draußen rumlaufen kann, und nicht sonderlich als verpeilt auffalle, zumindest nicht mehr, als ohnehin schon.
    Im Übrigen werde ich unter Stimulanzieneinnahme auch ganz oft halbwegs depressiv, und schleppe mich "funktionierend" durch den Alltag.

  8. #8
    Chaoten-Weib

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    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    Oh hilfe Leute....was habt ihr bloss alle für Symptome bzw. Nebenwirkungen?

    Das hört sich ja schlimm an.....da würde ich lieber gar nix nehmen, ehrlich gesagt....

  9. #9
    WbD


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    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    Oh hilfe Leute....was habt ihr bloss alle für Symptome bzw. Nebenwirkungen?

    Das hört sich ja schlimm an.....da würde ich lieber gar nix nehmen, ehrlich gesagt....
    Ohne jetzt den Thread kapern zu wollen: Ich habe das auch so sehr oft, halt unter MPH vermehrt. Gar nichts nehmen ist keine Alternative, weil das die Entscheidung für die vollkommene Verwahrlosung wäre. ^^ Zumindest halt in meinem Fall. Das Leben ist halt kein Ponyhof, und da hilft nur Arschbacken zusammenkneifen, und nicht vergessen, dass die einzige Exit-Option keine Option ist.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: Methylpenidat wirkungslos/Amphetamine besser/andere Wirkweise?

    vielleicht habe ich mir auch nicht klar genug ausgedrückt aber:

    ich habe diese symptome, wenn ich gar nichts nehme. sprich, schon immer gehabt bevor ich jemals auf adhs behandelt worden bin, bei mir sind das symptome des adhs und nicht der medikation

    ich hoffe natürlich, dass diese symptome von der richtigen medikation verschwinden oder sich bessern. da sich diese aber unter der bisherigen medikation nicht wirklich gebessert haben, wäre ja die logische schlussfolgerung, dass das methylphenidat wirkungslos ist, oder???

    deshalb stellt sich für mich jetzt die frage ob das amphetamin dort greift, wo das methylphenidat versagt???
    also leute, los gehts: infos und erfahrungen her.

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