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Diskutiere im Thema MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    Vorgeschichte:

    Eine gute ADS-Ärztin sagte mal zu mir : " Mr.Koffein ,sie kennen sich mit der Materie ADS sehr gut aus.Ich hoffe
    ihre Erwartungen sind nicht zu groß,ich " koche auch nur mit Wasser".Man muß im Kontext erwähnen,daß ich einige
    Artikel/Beiträge dieser Ärztin kannte,indem sie so detalliert (als kleine Patientengeschichte)alle Problemfelder der Patienten beschrieb,teils "Ärztefehler" der Medikation/Dosierung ihrer Kollegen/Vorgänger erwähnte,und wie sich dann mit der richtigen Medikation vieles besserte.
    Ich antwortete Ihr: 50% besser wäre auch schon gut.(auch um sie zu beruhigen ).Sie meinte: Das ist gar kein Problem.

    Nun zur Frage.Erzählt mir mal bitte , welche Problemfelder ihr hattet,welche Erwartungen an das Medikament und seine Wirkung.Bzw.wenn Ihr keine Erwartungen hattet,bzw.Ahnung von Medikation/Wirkung-keine Wirkung,wie konntet ihr dann durch Selstbeobachtung-analyse ,wissen worauf ihr achten sollte während der Eindosierung !?Haben sich die Hauptproblemfelder von Euch,auf allen euch wichtigen Gebieten um mind.50% veringert?Wenn manche Probleme nur gering,oder gar nicht besser
    wurden ,welche Schlußfolgerung wurde von Euch/dem Arzt gezogen?Viele beschreiben bestimmte Verbesserungen seien sehr subtil,und als würden sie es gar nicht mitbekommen.Aber eine Verbesserung um 50% oder mehr ,ist doch gravierend?Was würden Menschen zahlen,wenn ein Medikament ihr Leben um 50%plus mehr besser macht.


    Mir wurde erst in den letzten Tagen so richtig bewusst(da dieses Problem Ärzte nieee!!!erwähnen),wie oder worauf
    ich zu achten hätte,während der Eindosierung.

    Wenn ich zß mich als Patient nehme,was sind die Hauptprobleme die besser werden sollten-verschwinden,darauf würde ich jetzt achten.

    1.Extreme innere Unruhe :
    weg-verschwunden oder besser,genug verbessert!?(als Mischtyp mit gr.Tendenz zum Hypoaktiven,ist das ne katastrofe)
    Ich bin teils gefühllos,weil die innere Unruhe so dominierend ist und alles überdeckt,daß ich sonst "nichts"empfinde.

    2.Antrieb:
    (ich weiß da streiten sich hier viele,50:50 ob -oder nicht das MPH,Amphetamine das bewirken können)
    Im Zusammenhang mit Antrieb wäre der damit verbundene Energielevel,der durch die Medikation erstens,
    größer,aber auch glm. über den Tag verteilt konstant sein wünschenswert.
    Eine Sache im Hyperfokus am Tag erledigen,der Rest geht den Bach runter,so läuft/bewältigt man nicht das reale Leben.
    Außerdem wirkt/ist das Gefühl "ich habe genug Power" für die Aufgaben des Lebens,antidepressiv(indirekt)
    Man kann sich auf sich verlassen.

    Wie mein Name schon sagt,versuchte ich bisher mit Koffein leistungsfähiger zu werden,antriebsstärker.
    Aber Koffein (ich kenne die chem.Wirkmechanismus-Stichwort:Adenosin)ist ein zweischneidiges Schwert für mich.
    Es stimuliert mein Gehirn & macht mich lebensfroher glz ( va ab höheren Dosen) verstärkt es die innere Unruhe.
    Es wirkt halt nicht spezifisch wie Psychopharmaka,sondern banal ausgedrückt,verhindert es ,daß die/der Psyche/Körper zu Ruhe kommen.Nerven feuern durchwegs.
    Resumee: das ist eine pseudo-aktiver unruhiger nervöser getriebener Antrieb/Energielevel unter Koffein,mit dem ich va bzogen auf Arbeit,auch nichts auf die Beine bringe.

    Außerdem(da hatte man mich aber auch nicht aufgeklärt)sollte man unter der Medikation ruhiger werden,
    und glz.aus einer Ruhe raus,einen Antrieb bzw. höheren,glm.Energielevel haben.
    Ich aber,habe bei meinem einzigen Ritalinversuch,da ich durch ADS die innere Unruhe gewohnt bin,und auch die getriebene Unruhe des Kaffees gedacht,MPH müsste auch so wirken.
    Nach dem 1 Ritalin 5mg,angehme Ruhe&Entspannung,aber wo bleibt jetzt(Denkfehler!!bzw.nicht gewusst)dieses
    antreibende des Medikaments,wie ich es bei Kaffee gewohnt bin.
    Hätte man mir gesagt,Junge pass auf,daß muß eine ruhende Energie von Innen raus sein mit Nervosität,Getriebenheit,weit erer Unruhe hat das nichts zu tun.Du musst ruhiger sein und glz."voller Tatendrang",
    motivierter.
    Ich versuchte damals diese falschen Weg,wie unter Koffein jetzt mit Ritalin zu erreichen.2 mal 5 mg,Koffein,
    und viel Sport,..............ich war überstimuliert&"Zusammenbruch "&usw........

    Weitere Punkte,die aber meiner Meinung in direkten Zusammenhang mit den Hauptproblemen stehen....

    Sich aufraffen,etwas durchziehen,beenden(schreibe ich Motovation/Anrtieb/glm.Energielevel zu)

    Depersonalisierung & kein Ich-Gefühl & "gefühlskalt" (innere Unruhe-die so dominierend und heftig ist,
    daß sie alles überdeckt)

    Jede Form von Angst & Depression gehen auf den Streß des überforderten ADS Gehirns zurück...beruhigt es sich,wird es runtergefahren,schützen die Filter vor zuviel Reizen,sinken die extremen Streßhormone im Blut des ADSlers,verschwindet der Rest.Mir ist klar,MPH etc ist kein AD ,aber die Grundursache von Angst&Depression ist
    das überforderte ADS Gehirn,ein extrem hoher Adrenalinspiegel psychisch kranker.

    Zuhören können,nicht ins Wort fallen(Unruhe weg-......Problem gelöst)

    Sich konzentrien können(Unruhe weg & mehrAntrieb .)

    Nun zur eigentlichen Frage zurück:

    Was sind eure Hauptprobleme des ADS?(ev.Unterpunkte)?gewesen/bzw.sind noch?
    Was waren eure Erwartungen an die Medikation(MPH,Amphetamine),we nn vorhanden)?..bzw wer hat nur abgewartet,sich "überaschen lassen"?
    Man soll sich ja bei der Eindosierung selbst Beobachten/Analysieren...wenn ihr nur abgewartet habt,worauf habt ihr Euch dann konzentriert?

    GANZ WICHTIGER PUNKT:

    Was hat sich bei Euch nicht verbessert !!!!,und worauf habt ihr bzw.der Arzt das zurückgeführt?
    Pech gehabt,Medikament/Dosierung falsch,"Non Responder",.....also was habt ihr geändert,
    bei den Punkten die nur gering-gar nicht besser wurden.
    Stellte keiner den Arzt in Frage???


    Für das ADS-Hirn zusammengefasst:

    1.Problemfelder ev.Unterpunkte

    2.Was hat sich verbessert und um "wieviel(habt ihr in allen Hauptbereichen ne Verbesserung um 50% gehabt)

    3.Was hat sich kaum,gar nicht geändert?Wieso glaubt ihr bzw der Arzt ,warum nicht?
    Was habt ihr bzw der Arzt gemacht,um den "Rest" auch noch zu schaffen/beseitigen/verringern.



    PS:Stichworte nur für mich :Noch hinzufügen:

    MPH,Amphetamin-Ernährung/Gewicht.
    Unter Medikation jetzt Erholung wie bei Normalos möglich durch "Nichtstun"
    (als Bsp alten M.W.Bericht)
    Was macht man bis die Medikation stimmt-während der Eindosierung-neue Projekte starten brauchst nicht,
    scheitert bzw später gehts um mind.50% besser.......
    Inneren Ruhe umgehen,Gedankenflucht/Träumereien nicht mehr mögl-handfestes reales Leben in allen Bereichen ersetzt/aufgebaut werden............
    Benötige die Antworten für meinen "perfekten Lebenslauf" für Ärzte....
    Begriff Koffeinismus bei ADS
    Mein Vorteil:Traumkindheit/Eltern ,und eigentlich ziemlich gute Gene ,wenn diese durch ADS nicht behindert/funktionsuntüchtig gemacht werden,und ich auf diese durch Medikation uneingeschränkt Zugriff
    habe.....
    Vergiss bei den Antworten auf Antrieb(Hypo vs Hyper zu )achten
    Irgendwie haben die alle gute Ärzte,die Zeit haben/nehmen...kenne ich sonst anders...
    Mir reichen als Antwort "Stichwörter"-kurze Erklärungen

    Ich schätze/befürchte das sehr viele gut eingestellte Leute & "tollen Leben" nicht in Foren sind,und eher
    falsch eingestellte ,und viele die neben ADS extreme Probleme haben,die nicht auf ADS zurückzuführen sind,oder nur gering collateral(Kindheit/Umfeld).....der Problematik einen Extra Thread widmen...
    Geändert von MrKoffein (10.11.2012 um 12:57 Uhr)

  2. #2
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    Dein Beitrag ist sehr umfangreich.

    Hier ein paar Dinge vorweg, damit die Medikamente überhaupt funktionieren:

    1. Geduld haben
    2. Genau beobachten
    3. Richtige Dosierung finden
    4. Komorbitäten ausschließen/herausfinden
    5. Komorbitäten behandeln
    6. Ernährungsdefizite, wie Nährstoff- u. Vitaminmangel ausgleichen
    (6a. Eventuell Koffein meiden/einschränken)
    7. Schlafqualität verbessern
    8. Bewegung, Sport, frische Luft...
    9. Soziale Kontakte pflegen
    10. Medikamentenunverträglichkeit en ausschließen

    11. Therapeutische Unterstützung, Coaching, Selbsthilfegruppen...



    Welche Erfahrungen habe ich gemacht?

    Ich bin an die ganze Sache zum einen mit geringen Erwartungen herangegangen - hatte aber auf der
    anderen Seite einen erheblichen Leidensdruck. Eben wegen diesem Leidensdruck war mir jede, auch nur
    so geringe Verbesserung viel Wert.

    Kurzum ist durch die Medikation endlich bei mir Ruhe eingekehrt. Dafür bin ich unendlich dankbar.

    Aber!?
    Bevor ich jetzt schreibe, was alles "besser" bei mir geworden ist, solltest du dir über folgendes im Klaren
    sein:


    1. Durch die Medikation eröffnet sich eine völlig neue Welt, wie ich finde. Das bedeutet, dass
    es zu einer gesteigerten Wahrnehmung kommt, die uns ADSlern vorher verwehrt gewesen ist.
    ==> Stichwort "Dissoziationen" http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...soziation.html

    Durch die erweiterte Wahrnehmung kannst du die Dinge, die in deinem Leben passiert sind nun
    "besser sehen", siehst deine Fehler, was du richtig und was du falsch gemacht hast. Außerdem
    schwappen auch immer mal wieder unverarbeitete Informationen hoch, die dann natürlich
    verarbeitet werden müssen.

    Vereinfach gesagt ist die Medikation nur der Grundstein für ein neues Fundament, dass man
    sich jetzt erst durch verarbeiten und erarbeiten erkämpfen muss. Das ist eine Menge Arbeit und
    ein sehr langer Prozess, welcher auch mit manchen Rückschlägen gepflastert sein kann und
    mitunter sehr depressiv wirkt und auch zu Depressionen führen "kann", wenn diese schon in
    einem schlummerten (unverarbeitete Informatioenen).
    Dewegen müssen auch Komorbitäten ausgeschlossen werden.

    Außerdem ist notwendig neue Spielregeln zu lernen, sie anzuwenden und auch zu akzeptieren.
    Alter "Muster" müssen natürlich teilweise abgelegt werden.
    Therapeutische Unterstützung ist da teilweise sehr sinnvoll. Gerade was das lernen von
    Organisation etc. angeht.





    Verbesserungen

    1. Innere Unruhe ist endlich weg. Bin nicht mehr so arg innerlich angespannt.
    Sehr wichtiger Punkt bei mir. Verbesserung gefühlte 80%.

    2. Gedankenqaos ist weniger geworden. Vorher war bei mir immer Gedankengewitter,
    unkontrollierbar, was natürlich auch Auswirkungen auf die Art und Weise, wie
    ich Tätigkeiten ausgeführt habe, ausgewirkt hatte; sehr sprunghaft.
    Verbesserung: Alles ist geordneter, ich bin nicht mehr von der Informationsflut
    überfordert, kann mich auch auf nur ein oder zwei Dinge zur Zeit konzentrieren.
    Das hat mir im Haushalt sehr geholfen, die alltäglichen Dinge abzuarbeiten.



    3. Selbstwahrnehmung hat sich starkt verbessert, was, wie bereits schon beschrieben,
    sowohl positiv als auch negativ ist, weil man sich nun über viele Dinge im Klaren ist,
    viele Informationen zu verarbeiten hat, sich kritisch mit seiner Vergangenheit und Zukunft
    auseinandersetzt etc...


    4. Konzentration. Hat sich auch verbessert. Steht direkt in Zusammenhang mit Gedankengewitter.
    Dadruch, dass man geordneter ist, kann man natürlich auch besser bei der Sache bleiben.
    Allerdings ist dies auch ein Punkt, wo ich stetig dazulernen muss...


    5. Organisation. Dies ist ein Punkt, von dem ich sagen würde, dass man jetzt "sieht", dass
    man vorher unstrukturiert gewesen ist. Hier heißt für mich: Lernen, lernen, lernen.
    Verbessern heißt hier für mich die alten Macken zu sehen und sie dann angehen zu können.
    Hier bin ich natürlich noch nicht so weit fortgeschritten...



    Soweit erstmal....

    der87

  3. #3
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    Hi!

    Ich versuche mal zu antworten, aber ich habe deinen Post zT nur überflogen.

    Meine beiden Hauptprobleme waren einmal die Ordnung - also von Wohnung aufräumen über Unterlagen organisieren bis zu rechtzeitig mit wichtigen Dingen anfangen - und zum Anderen Lernen - in meinem Studium war ich an einem Punkt, wo ich nicht wusste, ob ich das überhaupt noch schaffen kann, weil ich einfach den Stoff nicht in den Kopf bekommen habe. Natürlich gab es noch eine ganze Reihe kleinerer Punkte, aber das waren die beiden Hauptprobleme, wo ein ziemlicher Leidensdruck entstand.

    Ich hatte mich sehr ausführlich informiert, Bücher gelesen, Internet recherchiert etc. Da mein Mann seit Jahren MPH nimmt mit sehr guten Ergebnissen waren meine Hoffnungen sehr hoch.

    MPH hat am Anfang bei der Konzentration ein klitzekleines bisschen geholfen, aber wirklich nur ganz ganz wenig. Optimistisch hab ich langsam die Dosis erhöht. Die Wirkung wurde nicht besser, dafür hatte ich mit massiven Nebenwirkungen zu kämpfen, Depressive Verstimmungen, Aggression, Schwindel, Magenproblemen etc.

    Mit meinem Arzt habe ich ein bisschen rumhantiert und mehrere Präparate ausprobiert. Wurde alles nicht besser. Dann hat mein Arzt mit Amphetaminsaft verschrieben und das war SUPER! Keinerlei Nebenwirkungen, obwohl ich die Dosis recht schnell hochgeschraubt habe. Und plötzlich ging es. Ich konnte mich hinsetzen und 3, 4 Stunden lernen, konnte nach einer Unterbrechung zurück zum Lernen, die Dinge erschlossen sich mir wie magisch. Außerdem hatte ich plötzlich "Ruhe im Kopf". Das klingt jetzt, als hätte ich Stimmen gehört oder so, aber mir sind halt immer verschiedene Gedanken wild durch den Kopf geschossen und plötzlich war da nur noch EIN Gedanke und ich konnte auch noch selber entscheiden, was das für ein Gedanke ist. Das Thema Ordnung wurde auch langsam besser (das war gerade eine echt harte Phase im Studium, so dass "langsam besser" im Gegensatz zu "es wird unerträglich" schon ein gewaltiger Fortschritt war).

    Ansonsten habe ich viele kleine Dinge gehabt. Wenn ich geritten bin und noch 8 andere Pferde in der Halle war, hat mich das früher tierisch gestresst und ich konnte mich nicht mehr auf mich und mein Pferd konzentrieren, plötzlich haben die anderen Pferde mich nicht mehr gestört. Ich konnte plötzlich viel besser zuhören und andere ausreden lassen - nicht ohne Anstrengung, aber es ging. Kleinigkeiten wegräumen hat mich weniger Kraft gekostet. Insgesamt war ich also mit der Wirkung sehr zufrieden, auch wenn Amphetamine sicher subtiler wirken als MPH - ich habe keinen Rebound, aber auch nicht so ein "Schalter-umlegen-Gefühl" wenn die Wirkung einsetzt.

    Richtig krass wurde es dann, als ich nach 2 oder 3 Monaten Amphetamine schwanger wurde, also sofort absetzen musste. Da habe ich gemerkt, wie sehr ich mich schon an die Unterstützung durch die Medis gewöhnt habe. Dazu kommen die Schwangerschaftsprobleme - ständige Müdigkeit etwa. Zwar ist meine innere Unruhe deutlich reduziert (viele Frauen berichten eine Veränderung/Verbesserung der Symptome während der Schwangerschaft), aber damit ist auch jeder Antrieb verschwunden. Gott sei Dank habe ich gerade Praxissemester, was spannend, abwechslungsreich ist und mir irre Spaß macht und dazu nicht sooo anstrengend, so dass ich ohne Medis und schwanger noch halbwegs klar komme, aber wäre ich in meinem normalen Studium mit seinen hohen Ansprüchen, müsste ich mich krankschreiben lassen, ich bin überhaupt nicht leistungsfähig.

    Sobald unsere Kleine geboren ist, werde ich wieder Amphetamine nehmen und hoffe, dass die Ergebnisse weiter genauso gut sind wie am Anfang. Ich weiß nicht, wie ich die Verbesserung in % beschreiben soll. Vielleicht hilft die Einschätzung, dass ich ohne Medis mein Studium trotz erwiesener Hochbegabung vermutlich nicht abgeschlossen gekriegt hätte, mit Medis sehe ich gute Chancen, jetzt sogar noch die Regelstudienzeit zu schaffen (obwohl ich schon 2 Semester verloren habe). Ob das jetzt 20 % Verbesserung oder 50 % oder 80 % sind, fällt mir schwer zu sagen, aber für mich ist es die Erlösung.

    Ich denke, man darf nicht erwarten, dass Medis alle Probleme von alleine lösen. Aber sie geben einem die Chance, an Dingen zu arbeiten, an denen man normalerweise nichts verbessert bekäme. Es gibt einem Chancen, die man normalerweise nicht hätte.

    Ach ja, habe ich meinen Arzt je in Frage gestellt. Nein, habe ich nicht. Mein Arzt und ich haben immer zusammengearbeitet, ich habe mich nie fremdbestimmt von ihm gefühlt sondern immer verstanden und unterstützt. Er hat mir nie einfache Lösungen angeboten sondern sich mit mir auseinander gesetzt und mit mir zusammen entschieden, wie es jetzt weiter geht. Er ist halt auch ein absoluter ADS-Experte und mein Mann ist seit 10 Jahren bei ihm und vertraut ihm (was bei meinem Mann und Ärzten etwas ganz außergewöhnliches ist!). Aber all das hätte mich nicht davon abgehalten, seine Meinung zum Teufel zu jagen, wenn ich mich überfahren und fremdgesteuert gefühlt hätte oder in eine Schublade gesteckt. Ich denke, bei ADSlern ist das ganz wichtig, dass wir uns ernst genommen fühlen.

    Hilft dir das weiter oder habe ich jetzt nur Blödsinn geschwafelt?

    vg
    Cam

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    hallo leute,

    guten abend erstmal. ich hoffe, dass mir hier mal jmd helfen kann oder ich hier ein paar infos finde.

    zu meiner geschichte:

    meine psychischen leiden erstreckten sich bisher durch mein ganzes leben, wie dies im kindesalter aussieht könnt ihr euch wohl vorstellen.
    mit 20 kam mal ne diagnose "persönlichkeitsstörung"
    mit 23 ging ich zum ersten mal zum psychiater, diagnose "depression". es folgten unzählige medikamente (antidepressiva und neuroleptika), therapie und ein rehabesuch. trotzdem keine besserung, statt dessen: arbeitsplatzverlust, verlust von freunden/bekannten (wobei ich dies schon öfter erleben musste), verlust der beziehung zum partner und finanzielle probleme.

    durch zufall bin ich vor 2 monaten auf einen bericht über adhs bei erwachsenen gestoßen. damit ging ich gleich zum doc, welcher mich zu einer spezialistin bzgl. absicherung der diagnose, schickte und tadda: adhs. familie und freunde wurde auch befragt. ich war nie der mensch für diagnosen. die vorstellung eine depression zu haben, welche ich durch ändern der äußerden umstände, therapie, verhaltstraining, disziplin, arbreit und medis in griff kriegen könnte, gefiel mir ganz gut.
    tja, jetzt aber weiß ich, dass ich krank bin und es auch schon immer war, weshalb ich in meiner kindheit/pubertät auch schon mehrfach von pädagogen beobachtet worden bin (ne diagnosestellung fanden die wohl doof). kranksein finde ich zwar nicht gut, aber andererseits eröffnet mir das die möglichkeit zu einer "guten" behandlung, sprich die chance auf mehr lebensqualität.

    so, jetzt nehm ich seit fast 3 wochen methylphenidat. ach ja, nachdem alle antidepressiva abgeprallt sind, bekam ich schonmal elontril und das war das einzige das etwas wirkung zeigte. nach der ersten einnahme von methylphenidat war ich mir sicher, dass dopamin der richtige weg in die richtige richtung ist. allerdings, da ich angeblich ein sehr hohes energieniveau hab, bin ich trotzdem ständig abgeschlagen, kaputt, erschöpft und müde.
    ich kann methyl nehmen und auch gleich schlafen. ich war zwar schon immer ein mensch der leider etwas höhere dosen brauchte, aber bei 50 mg methyl sollte das ja nicht passieren, oder?
    dass es kein wundermittel ist, ist mir klar. ich will auch keinen "kick" oder euphorie. aber etwas normalität.
    das methyl machte mich geistig wacher und innerlich ruhiger, auch konnte ich mich etwas (!!!) mehr konzentrieren. aber aufräumen etc is trotzdem schwer.
    seit di lässt die wirkung aber nach. müde und abgeschlagen bin ich trotzdem. wie ein schatten, der mich seit fast 4 jahren begleitet. antrieb ist nicht so, keine ahnung ob sich dahingehend überhaupt was gebessert hat. ich bin auch wieder etwas depressiv oder weinerlich. seit heut auch wieder etwas "latent" aggressiv, gerade bei geräuschen.

    wie gesagt, es sind viele antidepressiva an mir abgeprallt, auch konnten mir hochdosierte schilddrüsenhormone nicht mehr energie verschaffen. selbst in kombination mit elontril konnhte ich auch unter denen gut schlafen und war ständig erschöpft.
    ich hab nun angst, dass auch die stimulanzien bei mir keinen zufriedenstellenden effekt erziehlen. welche optionen hab ich noch?
    ich hab vom amphetamin-saft gehört und dass amphetamine teils besser helfen als methyl. (non-responder). leider finde ich kaum infos im netz über unterschied zwischen methyl und amphe. wo finde ich da zuverlässige quellen? oder kann mir jmd darüber was erzählen?
    versteht mich nicht falsch, ich bin wirklich nicht begeistert von einer medikamenteneinnahme, aber diese krankheit bestimmt schon zu lang mein leben und ich möchte natürlich schnellstmöglich die bestmögliche behandlung. ich weiß dass es dauert, aber ich denke nicht dass ich jetzt noch bessere effekte mit dem methyl erziehlen werde.

  5. #5
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    hi Lullaby,

    also, dass du MPH nehmen und sofort schlafen kannst ist bei einem ADSler normal. Manche nehmen sogar noch eine sehr kleine Dosis abends, um besser zu schlafen.

    Du schreibst, du bist jetzt bei 50 mg - ist das die Tagesdosis oder die Einzeldosis? Als Einzeldosis wäre es, zumindest in unretardierter Form, recht viel, als Tagesdosis ist das noch bei weitem nicht außergewöhnlich hoch, da nehmen viele mehr.

    Ansonsten verweise ich mal auf den ersten Punkt von der87s Post - Geduld haben! Es ändert sich nichts von heute auf morgen. zB Aufräumen funktioniert nicht automatisch, nur weil du Medis nimmst - aber mit Medis hast du die Chance, aufräumen zu lernen, was dir ohne Medis fast unmöglich ist. Gib dir erst mal ein bisschen Zeit und guck, wie sich das Ganze entwickelt, spiel (nach Absprache mit deinem Arzt!) mit den Dosierungen rum etc.

    Zu Amphetaminen findest du hier im Forum einiges, einfach mal hier im Forum suchen (im Internet findest du ja leider immer nur das Thema Missbrauch...). Oder mach noch mal einen eigenen Tread auf, wenn du deine Fragen gar nicht beantwortet findest. Denn in diesem Tread schweifen wir damit gerade etwas Off-Topic ;-)

    Viele Grüße
    Cam

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 99

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    hallo, danke erstmal für die antwort.
    hmm, 50 sind also noch nicht viel?
    ich nehme es natürlich über den tag verteilt. dass ich besser damit schlafe is schön, ein gesunder schlaf is wichtig .
    trotzdem dieses schlappsein nervt. ein "normaler" tagesablauf, arbeit, haushalt, soziale kontakte pflege ist ja fast nicht möglich.

    nur, in der ersten woche fiel mir auf, dass ich schon etwas konzentrierter war, ich konnt endlich mal etwas im buch lesen. aber das ist nun auch wieder vorbei . ich hab nach wie vor diese "gedankenflut" und komm auch sonst nicht zur ruhe. auch auf ein buch oder film zu konzentrieren ist nicht ohne anstrengung möglich. ich bin leicht genervt von allem und heut irgendwie innerlich unruhig.
    klar dauert alles seine zeit, aber ich hab auch gelesen, dass man mit amphetaminsaft teilweise besser zurecht kommt.

    ich will halt ungern unnötige zeit verschwenden. ich wurde solange auf depris behandelt und hatte soviel geduld dabei. nachdem nix half und ich von einem zum anderen arzt weitergereicht wurde, habe ich mich mehr oder weniger damit abgefunden, ein leben in depri zu verbriingen. ohne vernünftige soziale kontakte, in möglicher abhängigkeit vom staat und familie, ohne energie... dann die diagnose. eine chance richtig behandelt zu werden. eine chance auf ein "angenehmes" leben. für mich erscheint diese chance zu simpel. aber natürlich kann ich es kaum erwarten ergebnisse zu sehen. vielleicht hab ich ja das glück in zukunft weniger leiden zu müssen... ach, das wäre sooo schön!

    gut, dann mach ich mich hier mal schlau was das verfassen von threads angeht.

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    Schon mal herzlichen Dank für die Antworten,auf die ich zu einem späteren Zeitpunkt noch konkret,Step by Step eingehe. Ihr könnt die Antworten übrigens auch viel kürzer halten,ich bin clever und kann zwischen den Zeilen lesen.
    zß Antrieb: wo genau der neues Antrieb Euch weiterhilft.Wohnung aufräumen,Mehr Energie bei d.Arbeit,etc..
    Innere Unruhe:an sich weg,oder viel besser..
    Konzentration:leider gar nichts...

    Ich schrieb diesen Thread ,weil ich meinen neuen Arztbe-/ver-such jetzt ganz anders gestalten werde.Ich schreibe den "perfekten Lebensplan"
    mit allen offenen Fragen,allen Medikamenten - Alternativen,wie normal eine Dosierung zu sein hat,wo man mir keine Märchen erzählen soll,usw zusammen,und suche dann einen Arzt auf.Bevor wir uns nicht gut kennen,und die Rahmenbedingungen für eine Dosierung/Medikation(Alternativen) nicht messerscharf abgegrenzt sind usw, fangen wir nicht mit der Medikation/Behandlung an.Dieses hier 2 mal 5 mg MPHund bis in 8 Wochen,No Way!Machte ich schon damals nicht mit.

    Das hat mir damals das Genick gebrochen,dieses schnell-schnell,Kurzgespräche für "Romanlängethemen"(egal wie kurz man sich hält-es geht nicht kürzer) und nächster Termin in X Wochen-Monaten.Hat es dann nicht funktioniert,weil es so nicht funktionieren kann,dann kommen fadenscheinige Ausreden und es werden Medikamente in Frage gestellt,obwohl kein Punkt einer richtigen Dosierung eingehalten wurde.
    Mein damaliger Psychiater(kein ADS Arzt) der ADS zuerst als Verdachtsdiagnose aussprach,hat mit diesem Theater auch nicht/nieee gerechnet.
    Spreche ich die Ärzte dann konkret an,daß müsste doch so-oder so laufen,hier wurde (ein) Fehler gemacht usw.Dann geben sie es zu,doch davon kann ich mir nichts kaufen,außerdem ist das Vertrauen weg.

    Ich werde die fehlende Zeit (Termine:Zeitdauer & Häufigkeit) der/bei Vorgespräche/n und während der Eindosierung etc jetzt immer schriftlich begleiten,es den Ärzten zuschicken,und die Ärzte dann
    privat,wie sie einem Privatpatient abrechnen, bezahlen(nach den Preisen erkundige ich mich natürlich).Dafür erstelle ich den perfekten
    Lebenslauf/Ablauf bei Ärzten/Medikation.....wie zß: Wer hilft mir während 2 Terminen wenn ich Probleme mit der Dosierung bekomme ,sowohl internistisch-als psychisch oder Schlafprobleme weiter,welche Fehler machten Vorgänger zum Teil, ich halte Ihnen den Spiegel vor:
    Verarscht mich nicht,ich bin selbst schon "Profi",kein Laie.
    Wenn das Durchlesen dieses Lebenslpans/ADS Plans 2-3 Stunden dauert(statt den obligatorischen 15 Minuten Terminen) ,dann muß ich das privat bezahlen.Sonst machen sie es nicht.Der wird aber so clever und durchdacht mit sämtlichen "Fragen,Anmerkungen/Erfahrungen/Wissen zu ADS" geschrieben sein,daß beim weiteren Verlauf beim Arzt zu den Terminen,zusätzlich nur noch kleine schriftliche Statements/Feedback meinerseits notwendig ist/sind.

    Ein Punkt des MrKoffein Lebensplan zu ADS wird sein,worauf muß ich bei der Eindosierung von MPH,Amphetaminen achten,wie erkenne ich Überdosierung,welchen Spielraum habe ich in der Dosiermenge usw.Welche Erwartungen kann man in Bezug der Kernprobleme(deren Unterpunkte) haben,was muß ich konkret beobachten,ob und wieviel sich gebessert hat,um dann gezielt Feedback zu geben.
    Damit ich ich in der Praxis auch auf mehr als einen damaligen/einzigen 2 Wochen langen Ritalinversuch zurückgreifen kann,brauche ich zusätzlich Erfahrungen von Usern.

    Theoretisches ADS-Wissen von A-Z (selbst der Begleiterkrankungen)eigne ich mir(habe ich schon immer)selbst an,aber bei der Praxis bin ich auf die Hilfe anderer ADSler,die das hinter sich haben,oder gerade austesten, angewiesen.
    Ich glaube,ich werde mich auch viel.mit paar ADSlern aus meiner Stadt treffen bzw ne SHG Gruppe suchen.
    Ich übernehme übrigens nie !!sowohl extrem positive als auch negative praktische Erfahrungen ,Erzählungen anderer ADSler 1:1.
    Es dient nur um mir ein gewisses Gesamtbild in best.Bereichen zu machen.
    Ich glaube zß das viele ADSler keine schöne Kindheit hatten (Normalos übrigens auch nicht),ich hingegen hatte ne Traumkindheit.
    Viele sind sicher auch falsch medikamentös eingestellt.Dazu muß man aber selbst extrem gut ADS&Begleiterkrankungen belesen sein(Welt -das Denken an sich von Ärzten kennen),weiters überhaupt mal einen ADS Arzt finden-ganz zu schweigen von einem guten "mit Zeit",und der Typ sein,der offen mutig mit Ärzten gleichberechtigt spricht.Ich bin mir sicher,daß hier unzählige Leute viele theoretische Fragen stellen,
    sich aber dann nicht trauen oder zu wenig auskennen,um dann mit ihren Ärzten darüber zu sprechen.

    Falls ein Arzt zß nach einem gescheiterten MPH Versuch gleich ADS Medikamente an sich in Frage stellt,dann muß man in höflich drauf hinweisen, daß es noch
    Amphetamine ,Elontril,Strattera,Modafinil
    ,Trevilor ab 300 mg etc gibt.
    Auch wenn es die größten Idioten waren,mit solchen Antworten wechselten sie sofort die Seite,und stimmten mir zu.Dazu muß man das aber erstmal wissen,zweitens sich trauen,drittens "gefühvoll" mit Psychiater reden,denn die sind meist selbst gr.Mimosen und extrem eitel.
    Wenn man nachts nicht schlafen kann,weil der SSRI statt mit der Hälfte der Dosis,gleich mit der Normaldosis dosiert wurde,und der Doc dann,weil er keine Lust und/oder Zeit hat,gleich zu einem TZA wechseln möchte.....So sagt man,dosieren wir den SSRi ein,wie es normalerweise gehört,oder wenn ein Wechsel,zuerst einen 2ten SSRI probieren.(denn so gehört es)


    Übrigens,daß Geld um es privat zu zahlen,habe ich derzeit auch noch nicht.Muß auch noch ne Lösung her.Geschwister etc würden mich unterstützen WENN....schreibe diesen Artikel noch fertig....
    Geändert von MrKoffein (12.11.2012 um 12:37 Uhr)

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 87

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    Möchte meinen Anfangsbericht um folgende Punkte erweitern:

    1.MPH,Amphetamin-Ernährung/Gewicht:

    Hat sich euer Gewicht bzw Ess-Verhalten unter MPH,Amphetaminen verändert?Das gilt vor allem für Übergewichtige

    2.Unter der Medikation jetzt Erholung wie bei Normalos möglich durch "Nichtstun"(Bericht M.W)

    Könnt Ihr Euch jetzt wie "Normalos " entspannen/relaxen...indem Ihr Euch hinlegt,Musik hört,oder was auch immer,nichts tut.....denn ADSler ohne Medikation kommen selbst bei solchen typ.Verhaltensweisen nicht zur Ruhe.

    3.Begriff Koffeinismus bei ADS

    Wie reagiert Ihr auf MPH;Amphetamine und Getränke mit Koffein?Habt ihr an der Zufuhr etwas verändert?


    4.Vergiss bei den Antworten auf Antrieb(Hypo vs Hyper zu )nicht.

    Die Frage geht vor allem an die Hypos oder Mischtypen mit Tendenz zum Hypo.
    Hat sich der Antrieb,Motivation,("Lebensfre ude") an sich verbessert und ev. wo zeigt sich das?
    Hier "streiten die User" oder teilen sich die Meinungen der User.


    Allg. dazu:

    Meine Meinung profitiert der "Hypo" direkt viel mehr vom Antrieb(und nicht weil überdosiert ist oder wg.Anfangseuphorie),
    Der Hyper weniger,aber er kann seine überschüssige-chaotische Energie jetzt besser lenken,gezielter einsetzen.Weil mir das Thema sehr wichtig ist,gibts dazu nen Extrathread.
    Hypo/Hyper : Antrieb,Motivation unter MPH-Amphet-medikation(in Kombi mit Begleiterkr.=weitere Verstärkung ,überschneidung der Sympthome oder seperat ohne Begleiterkrankungen)....konsta nteren Energielevel an sich über den Tag verteilt....Dopamin ist DER ANTRIEB-MOTIVATIONS-UND BELOHNUNGS_NEUROTRANSMITTER,de r muß den Antrieb etc steigern.
    Geändert von MrKoffein (12.11.2012 um 21:49 Uhr)

  9. #9
    cam


    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 255

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    Also, ich hab unter Amphetaminen innerhalb kürzester Zeit fast 8 kg abgenommen - von etwa 72 kg auf 64 kg bei 1,75 m Größe, war also nicht massiv übergewichtig. Einfach, weil ich plötzlich keine Schokolade mehr brauchte, um mich über die Zuckerzufuhr soweit zu pushen, dass ich mich auf Lernen konzentrieren konnte. Ansonsten hat sich mein Essverhalten nicht geändert, aber vorher hab ich oft 1, 2 Tafeln Schoko pro Tag gegessen, um lernen zu können. Das hab ich dann nicht mehr und es erst gemerkt, als mich Leute ansprachen, ob ich abgenommen habe (stehe nicht oft auf der Waage ;-)

    Ansonsten habe ich festgestellt, dass ich unter Amphetaminen einen etwas höheren Blutdruck habe. Ich hab DL-Amphetamine genommen und das L hat die Nebenwirkung, den Blutdruck zu erhöhen. Da ich vorher normalerweise etwa 100/60 hatte und oftmals auch weniger (und ab einem unteren Wert unter 58 fühlt man sich nur noch schlapp), habe ich davon sehr profitiert - plötzlich war ich etwa bei 105/70 und damit lebt es sich VIEL besser!

    Ich bin klassischer Mischtyp, sowohl Träumer als auch Zappelphillip. Und die Ampehtamine haben meinen Antrieb verbessert. Nicht gigantisch, aber schon deutlich merkbar. Etwas anfangen viel nicht mehr ganz so schwer. Und mein Durchhaltevermögen, also wenn ich einmal angefangen habe, halte ich besser durch und gebe nicht so schnell wieder auf.

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

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    Forum-Beiträge: 99

    AW: MPH/Amphetamine Wirkung/los Schlußfolgerung

    hallo mrkoffein,

    es mag ja sein, dass sich viele nicht trauen richtig mit den ärzten zu sprechen der dass sie die falschen fragen stellen. dies trifft aber nicht auf alle zu. ich selber arbeite seit ca 9 jahren mit und für ärzte (nein keine arzthelferin) und ich weiß wie man mit ihnen reden kann und muss. die idee vom lebenslauf finde ich super! versuch den aber so kurz und knapp wie möglich zu halten und die infos zu strukturieren (wie gesagt wie weiß wie ärzte drauf sind), wenn es neue studien etc gibt dann ausdrucken und dazu legen. mein tipp an dich: achte auf das richtige maß. ich befürworte es, sich bzgl seiner eigenen erkrankung zu spezialisten zu machen, solltest du dich aber mal bei einem neuen/anderen arzt vorstellen reicht es ihm zu verdeutlichen, dass du dich sehr gut auskennst und ihm dann noch deinen lebenslauf präsentierst. alles andere könnte dieser als "arrogant" empfinden, wie gesagt ist so ne arzt-, weißkittel-, akademiker ("ich arzt,ich hab medizin studiert und du nicht") geschichte, würde sonst wohl gegen sein ego gehen.
    ich würde auch gar nicht anbieten irgendetwas selbst zu zahlen. das solltest du erst tun wenn, er sich querstellt was die intensität seiner bemühungen angeht. meistens nehmen sie sich doch die zeit, auch wenn dies außerhalb der regulären sprechstunde ist. oft sind auch gar nicht die ärzte selber das problem sondern deren mitarbeiter, die sehr gut blocken können. dann einfach nen brief fertig machen, "persönlich/vertraulich" druff und den dann in den briefkasten legen.

    so, nun zu meiner eig frage. also ich bin ja selber auf dem weg zum spezialisten. ich will eben wissen was bei mir nicht richtig funzt und warum, welche transmitter helfen, sprich: weshalb ich mir diese medis in den kopf knallen muss. und ich will verstehen, weshalb sich welche symptome bessern könnten. zum glück versteh ich etwas von chemie, bio und pharmakologie. einfach medis ausprobieren und abzuwarten, zu beobachten und zu hoffen is mir auch zu doof.
    du hast geschrieben, dass man sich ausführlich über die medis informieren soll. gut, da bin ich dran. aber ich suche schon seit tagen nach infos zu den amphetaminen, weil das methyl mir nicht richtig hilft. ich will verstehen, wo der unterschied zum methyl liegt. wirkt sich amphe denn nun auch auf serotonin aus? is es wohlmöglich überlegener? die fragen musst du mir nicht beantworten, aber vielleicht hast du, oder jmd anderes hier hierzu hilfreiche links. mit infos zum methyl wird man im netz regelrecht überschüttet, aber ich hab noch keine einzige info zum unterschied zum amphe gefunden, geschweige denn ne studie.

    mommy needs help, leute

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