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Diskutiere im Thema Große Medikamente-Ratlosigkeit!! im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 328

    AW: Große Medikamente-Ratlosigkeit!!

    Rina Oka schreibt:
    Wieder mal ein typischer Fall, dass MPH verteufelt wird, aber ein Antidepressiva großzügig verschrieben wird... Der große Vorteil von MPH ist nämlich, dass es nur eine kurze Wirkzeit hat und dann auch schnell wieder heraus ist, solltest Du doch mehr Nebenwirkungen haben.
    (das einzige doofe ist, dass Krankenkassen für Erwachsene nur Medikinet adult bezahlen - das ist ein Retard, dass heißt, es wirkt länger, weil es drei einzelne Gaben mehr oder weniger entspricht. Und damit anzufangen ist deshalb doof, weil die Dosishöhe immer sehr unterschiedlich ausfallen kann. Deshalb wäre es besser, erstmal mit etwas unretardierten anzufangen, bist Du weiß, welche Dosis Du brauchst und dann zu den Retard mit entsprechender Höhe zu wechseln. Die Retards haben dann den Vorteil, dass sie den Wirkstoff gleichmäßig abgeben und es so zu keine Rebound kommen sollte... und man wengier Möglichkeiten hat, zwischendurch eine Gabe zu vergessen .

    Dazu muss man noch sagen, dass Ritalin schon ein relativ altes Medikament ist und so es schon längst bekannt sein müßte, wenn es gefährliche Nebenwirkung (bei sachgemäßer Einnahme) gibt oder es süchtig macht. Angesichts, wie oft ich vergesse, es zu nehmen, bin ich definitiv nicht süchtig davon

    Gerade die Antidepressiva vorheriger Generationen hatten teilweise verherrende Nebenwirkungen.. und bei den Antidepressiva heutiger Generationen wird man es vermutlich erst in ein paar Jahren wissen, wie schlimm sie wirklich sind.

    Deshalb regt es mich auf, wenn MPH/Amfetamin verweigert wird, weil sie ja so 'böse' sind, aber andere Psychopharmaka freizügig verschrieben werden..
    Wenn du mit schweren Depressionen in die geschlossene Pychiatrie kommst wirste erst mal mit Tavor voll gepumpt. Und das 4 x täglich über mehrere Wochen. Ich habe einige Leute kennen gelenrt, die dann einen Entzug machen "durften". Das ist nicht lustig. Trotzdem kriegt man Benzodiazepine einfacher als Ritalin obwohl die scheiße abhängig machen nach bereits ca. 7 Tagen.
    Oder Hausärzte, die einfach so hochpotente Neuroleptika wie Fluspirilen spritzen und sich keine Gedanken machen über die Spätfolgen, die nach Jahrzehnten noch auf treten können.

    Aber Hauptsache um Methylphenidat wird ein RIESENWIRBEL gemacht, omfg Gehirndoping ADHS'ler sind Suchtis etc. bla bla

    Leute die so einen Mist verbreiten sollten mal über die Gefahren einiger rezeptfreier Arzneimittel informiert werden ...
    Oder das bestimmte Drogen aus Grippemitteln hergestellt werden können ...

  2. #22
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: Große Medikamente-Ratlosigkeit!!

    Nur noch mal zum Thema süchtig machen: Mein Mann nimmt MPH seit mehr als 10 Jahren! Und es hat sich bis heute keine Suchtwirkung eingestellt. Wenn er das am WE mal nen Tag nicht nimmt, merke ich das - klar, dann sind seine Symptome stärker, es ist dann fast unmöglihc, in zu etwas zu motivieren, wozu er keine Lust hat, was aber nun mal gemacht werden muss zB. Aber er zeigt ganz sicher nicht die typischen Entzugserscheinungen eines Drogen (oder sonstwas-)abhängigen.

    Genauso mit Amphetaminen, die nehme ich normalerweise. Als ich die wegen der Schwangerschaft plötzlich absetzen musste, habe ich ziemlich geflucht, plötzlich lernte es sich für die noch anstehende Prüfung nämlich mindestens doppelt so schwer. In sofern könnte man durchaus sagen, dass ich hin und wieder ein Bedürfnis nach dem Zeug hatte - weil ich nämlich da gesessen habe, nichts in den Kopf reinging und ich dachte "mein Gott, jetzt eine Dosis Amphetamine und das wäre alles viel einfacher". Aber solange ich nicht leisten muss und somit die ADS-bedingten Einschränkungen nicht schlimm sind, habe ich keinerlei Bedürfnis danach, mir was "reinzuziehen". Ich hab von der letzten Verschreibung noch etwas Saft zu Hause und ich hab keine Probleme damit, den nicht leer zu machen - ein Drogenabhängiger würde es sicher nicht schaffen, seine Droge zu Hause zu haben und da die Finger von zu lassen! In sofern kann ich auch da, zumindest für mich, jegliche süchtig machende Wirkung bestreiten!

  3. #23
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Große Medikamente-Ratlosigkeit!!

    Hi, hast ne PN bezüglich Ärzten, die sich im Umkreis auskennen Viel Erfolg!

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 416

    AW: Große Medikamente-Ratlosigkeit!!

    Das mit der Abhängigkeit/Sucht ist ja auch Definitionssache. Laut ICD 10 müssen 3 von 6 Kriterien erfüllt sein, um von einem Abhängigkeitssyndrom zu sprechen:

    ICD10 schreibt:

    1. starkes, oft unüberwindbares Verlangen, die Substanz einzunehmen
    2. Schwierigkeiten, die Einnahme zu kontrollieren (was den Beginn, die Beendigung und die Menge des Konsums betrifft)
    3. körperliche Entzugssymptome
    4. Benötigen immer größerer Mengen, damit die gewünschte Wirkung eintritt
    5. fortschreitende Vernachlässigung anderer Verpflichtungen, Aktivitäten, Vergnügen oder Interessen (das Verlangen nach der Droge wird zum Lebensmittelpunkt)
    6. fortdauernder Gebrauch der Substanz(en) wider besseres Wissen und trotz eintretender schädlicher Folgen.
    Also ich nehme erst seit einer Woche Medikinet adult in einer Dosis von der ich bis jetzt überhaupt nichts merke (2x5mg), deshalb kann das auch Quatsch sein, den ich jetzt verzapfe.

    1.: Da viele von uns ja ohne Medikation wirklich wenig gebacken bekommen und man natürlich den Wunsch hat, zumindest ansatzweise produktiv zu sein, könnte man das schon so werten. Aber es ist eher "starkes Verlangen", etwas zu schaffen als starkes Verlangen MPH zu nehmen. Wenn man nichts zu tun hat, will man es halt auch nicht unbedingt nehmen.
    2.: An der Stelle muss ich im Moment sagen, dass es mir unglaublich schwerfällt, mich an die 2x5mg zu halten und ich gerne das eine oder andere ausprobieren würde aber irgendwann komm ich schon zur richtigen Dosis Ansonsten macht es ja wenn man die richtige therapeutische Dosis gefunden hat, keinen Sinn, mehr oder weniger zu nehmen...
    3.: Kann man nicht abstreiten, manche haben die wohl. Allerdings wohl kaum so, dass man das Gefühl bekommt, man müsste wieder MPH nehmen um den Affen loszuwerden
    4.: In therapeutischer Dosis tritt soweit ich weiß keine nennenswerte Toleranzbildung auf.
    5.: Eher andersrum
    6.: Schädliche Folgen... Ist der Rebound schon eine schädliche Folge? Ansonsten würde vermutlich jeder auf ein anderes Medikament ausweichen, wenn die Nebenwirkungen zu stark sind. (Oha, das könnte man jetzt aber auch schon wieder negativ auslegen )

    Also wenn, dann kommt man nur mit viel viel "Wohlwollen" auf 3 von 6 positiven Kriterien. Ich halte die Suchtgefahr zumindest bei ADHSlern für eher gering.
    MPH "eignet" sich ja sowieso nicht besonders gut zum Missbrauch, da man für nen Flash schnell große Mengen braucht, die Nebenwirkungen stark sind, und es auf dem Schwarzmarkt nur schwer in entsprechenden Mengen zu besorgen ist.

    Ich bin mit meinem ADHS bei einem Suchtmediziner (Suchtambulanz) in Behandlung. Nicht weil ich ein Suchtproblem habe, sondern über Kontakte. So musste ich für meine Diagnose nur ca. 3-4Wochen warten statt einem halben Jahr. Jedenfalls hat der Herr wegen des "relativ hohen" Anteils an ADHSlern unter den Suchtpatienten auch Ahnung davon.

    Als er mir MPH vorschlug, sprach er auch die allgemeine Meinung zur Suchtgefahr an und sagte, dass seiner Erfahrung nach viele ADHSler, wenn sie auf MPH eingestellt sind, überhaupt kein besonderes Verlangen nach Drogen-/Medikamentenmissbrauch mehr haben und er von daher keine Bedenken habe. Mal abgesehen davon, dass ein Suchtarzt es natürlich schnell merken würde, wenn ich viel zu oft komme, um ein Rezept zu holen.

    Ich bin überzeugt davon, dass MPH in therapeutischer Dosis nicht abhängig macht.

  5. #25
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Große Medikamente-Ratlosigkeit!!

    Schatten87 schreibt:
    Wenn du mit schweren Depressionen in die geschlossene Pychiatrie kommst wirste erst mal mit Tavor voll gepumpt. Und das 4 x täglich über mehrere Wochen. Ich habe einige Leute kennen gelenrt, die dann einen Entzug machen "durften". Das ist nicht lustig. Trotzdem kriegt man Benzodiazepine einfacher als Ritalin obwohl die scheiße abhängig machen nach bereits ca. 7 Tagen.
    Oder Hausärzte, die einfach so hochpotente Neuroleptika wie Fluspirilen spritzen und sich keine Gedanken machen über die Spätfolgen, die nach Jahrzehnten noch auf treten können.

    Aber Hauptsache um Methylphenidat wird ein RIESENWIRBEL gemacht, omfg Gehirndoping ADHS'ler sind Suchtis etc. bla bla

    Leute die so einen Mist verbreiten sollten mal über die Gefahren einiger rezeptfreier Arzneimittel informiert werden ...
    Oder das bestimmte Drogen aus Grippemitteln hergestellt werden können ...


    Ach lieber Schatten, du sprichst mir ja so sehr aus dem Herzen. Ich glaube, die Erfahrung mit der Psychiatrie haben wir beide gemacht oder???j
    Ich habe nur mal heftig geweint, weil mein Männe sich von mir verabschiedete nach einem Besuch und schon standen sie mit 2 Mann in meinem Zimmer und wollten mir Tavor verabreichen.
    Ist das nicht echt zum Kotzen???

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