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Diskutiere im Thema Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.392

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Huhu, ich komme gut klar mit Clomipramin (trizyklisch), das wohl auf Serotonin, Noradrenalin und auch Dopamin wirkt, muss aber auch einräumen, dass ich ADS wohl nicht so stark habe (Oberarzt: nicht im hot spot), mache aber auch noch eine Verhaltenstherapie und bekomme viel Unterstützung von Seiten Nicht-Betroffener in der Familie...

    Trotzdem geht es mir mit meinem AD viel besser als gefühlt die letzten zehn Jahre: Bin viel besser und konstanter gestimmt und ausgeglichener, Antrieb ist ok, Gewichtzunahme moderat, einzig was ihr die "chemische Kastration" nennt, trifft wohl zu. Das nehme ich hin, weil es mir sonst so gut geht...

  2. #12
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Trine schreibt:
    @Heike: Bei mir funktioniert das alles unter Venlafaxin(SNRI) hervorragend, keine Gewichtszunahme, keine "chemische Kastration" und unter MPh zunächst Gewichtsabnahme...geht aber leider wieder vorbei...

    Hi Trine,

    wie lange nimmst du das denn schon und in welcher Dosierung?

    lg

    Heike

    PS: ich bin ja kein vorab negativ eingestellter Mensch, aber meistens schreie ich bei o.g. Nebenwirkungen als lauteste HIER leider.....
    Und darf ich nach deinem Alter fragen? *hüstel*

  3. #13
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Heike schreibt:
    Hey Schatten,

    Also wenn ich dann mal (hoffentlich irgendwann in 10 Jahren oder so) Medikamente wie MPH etc bekomme, dann kann ich mein Elontril 300, welches ich zur Zeit nehme, in den Wind schiessen.
    Weil das ja auch am Dopamin andockt....

    Also müsste ich dann eigentlich gegen meine Depris und Stimmungsschwankungen ein SSRI noch zusätzlich nehmen oder ein SNRI, richtig?

    Gibt es eigentlich SSRI's oder SNRI's, die nicht zu Gewichtszunahme führen? Oder zur "chemischen Kastration"?
    So einfach ist das leider nicht. Das Video ist wie gesagt nur eine "Verallgemeinerung". Grundsätzlich ist es so, dass Elontril und MPH sich sehr gut ergänzen. Den
    Beitrag sollte man eher so verstehen, dass sowohl die AD(H)S als auch die Komorbitäten behandelt werden sollten, damit es wirklich "rund läuft".


    Bekannte Kombinationen sind z.B.:

    MPH + Elontril
    MPH + Citalopram
    MPH + Venlafaxin
    MPH + Cymbalta

    AMP + Citalopram
    AMP + Venlafaxin

  4. #14
    durch und durch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 412

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Habe auch 300mg Venlafaxin + 40mg Methylphenidat + 30mg Mirtazapin.

    Verträgt sich ganz gut, auch mit meinem Blutdrucksenker Clonidin.

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Hey,

    hier nochmal der original Poster. Ich war eine Weile nicht hier, weil erstmal nichts passiert ist und bin jetzt freudig überrascht, dass doch noch was kam. Danke schonmal an alle, ich lese es mir asap durch.

    Liebe Grüße!

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Hi Heike,
    ich antworte dann mal per PN.

    LG Trine

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Ok, hatte jetzt doch kurz Zeit.

    Das Video habe ich gut verstanden. Ich hatte aber eigentlich vorher nie diese Niedergeschlagenheit, war eher total überdreht, habe keinen Ausreden lassen, 5 Gespräche gleichzeitig geführt, voller Einfälle und so weiter. Aber auch sehr leicht reizbar, getrieben, maßlos, unkonzentriert, permanent unruhig und unvernünftig. Jetzt ist das alles "im Griff" und ich will das auch nicht mehr ändern, allerdings gibt es wirklich tage, da bin ich irgendwie grundlos traurig. Ich weiss nicht genau, wie ich es beschreiben soll. An anderen Tagen wiederum gehts. Dann denke ich, das pendelt sich schon ein. Heute war es allerdings wieder genau so wie beschrieben. Vor allem war ich innerlich eher nervös und unruhig aber äusserlich schüchtern und still. Ganz seltsam für mich. Wie gesagt, früher kannte ich sowas gar nicht.

    Mittlerweile nehme ich das Medikament wieder 30-20-20 aber in kürzeren Abständen als zu Beginn: 9 Uhr - 12 Uhr - 15 Uhr ungefähr. Also, so dass sich die Wirkung überlappt und erst steigert und dann langsam bis in den Abend abnimmt. Was mich abschreckt ist, noch mehr Medikamente zu nehmen, das möchte ich auf keinen Fall.

    Ich versuche seit gestern vorm Schlafengehen noch eine 10er, einfach um ruhiger zu sein, da ich wirklich 2-3 Stunden zum Einschlafen benötige. Nie liege ich richtig, oder die Decke, oder meine Freundin und so weiter.

    "Außerdem gibt es das Phänomen, dass sich bei der Behandlung mit MPH alte Verletzungen aus dem Anderssein sowie mangelndes Selbstwertgefühl ungewollt und unbemerkt an die Oberfläche schleichen, was auch Depressionen auslösen kann, die beahndelt werden müssen. Machst du zusätzlich Psychotherapie? Das kann enorm helfen, zusätzlich zu einer weiteren medikamentösen Therapie.

    LG Trine"


    Das scheint ein guter Ansatz zu sein. Ich war nämlich vorher immer eher zu selbstbewusst. Vielleicht wird mir nun einfach richtig klar, wie ich vorher war und das ist mir jetzt unangenehm und gibt mir ein ungutes Gefühl. Eine Therapie mache ich nicht, ich bin da etwas skeptisch und habe Bedenken, nicht den richtigen Therapeuten zu finden. Das kann dann ja voll nach hinten los gehen, weil es da ja keine allgemeingültige Gebrauchsanweisung gibt und sowohl jeder Therapeut als auch Patient anders ist und hinterher war es doch "nur" die medikamentöse Einstellung.

    Entschuldigt bitte, dass der Post wieder so lang ist und danke nochmal für eure Eindrücke und Erfahrungen.

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Also, wenn das quasi nur eine vorübergehende Orientierungsphase des "Klarwerdens" ist, kann ich damit leben. Sich das Gehirn also daran gewöhnt, wie gesagt, ich kannte das ja gar nicht und habe auch vorher nie Medikamente bekommen. Ich wurde 24 Jahre lang so, wie ich jetzt bin und jetzt wird auf einmal alles klar. Wenn ich es selbst so aufschreibe, klingt es fast schon logisch, dass das verwirrend bis bedrückend sein kann. Kennt ihr das denn auch? Wie lange habt ihr gebraucht, euch daran zu gewöhnen "normal" zu sein?

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Nein, das ist eine Nachhaltige aber unterm Strich positive Änderung.

    Ich zum Beispiel bin mir überhaupt erst klar geworden welche Leute aus meinem Bekanntenkreis ich mag, welche mir gut tun, welche nicht. Das war eindeutig eine MPH-Wirkung. Eine verblüffende (keiner hat es mir gesagt), unangenehme (gute Güte, warum bemühst du dich eigentlich immer um dieses A...loch?) aber erwünschte (ich habe endlich die Kontrolle, bin nicht getrieben). Vorher wollte ich immer diffus irgendwie mit allen Gut sein. Hab mich nach Freunden gesehnt. Seit meiner Kindheit.
    Ein nachhaltiges Ergebnis davon ist dass ich zu einigen den Kontakt habe einschlafen lassen, und zwar bewusst, zu einigen hab ich ihn intensiviert, auch bewusst. Ich kann das erste mal bewusst meine sozialen Kontakte "steuern" und damit bewusst pflegen.

    Ein anderes Beispiel ist dass viele - vor allem unangenehme - alte Erinnerung plötzlich wieder da waren. Auch traumatische, auch Dissoziationen auslösende. Das Gedächtnis funktioniert einfach besser. Das war einerseits blöd und wiederverletzend, andererseits konnte ich mir so über vieles Klar werden.

    Da gibt es noch so ein par Beispiel von dem Kaliber. MPH macht viel mehr als ein bisschen bessere Konzentration. Deswegen meine Rede: Es unterstützt die Psychotherapie. Die wirklich wichtigen und langfristigen Wirkungen sind sehr subtil. So Dinger wie bessere soziale Einschätzung und Körpergefühl wirken einfach langsam aber massiv, das greift wirklich ins Leben ein - wie eine Verhaltenstherapie auch. Und das ist gut so.

    Ich war nämlich vorher immer eher zu selbstbewusst.
    Das habe ich auch gedacht aber das war ein Selbstbewusstsein aus mangelndem Durchblick. ADHSler schützen sich indem sie sich "eigentlich ganz OK" finden. Schon als Kinder. Wenn du dann noch die sozialen regeln nicht blickst hast du ganz schnell eine Pseudo-Selbstbewusstsein.
    Geändert von Wildfang (15.10.2012 um 13:08 Uhr)

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.410

    AW: Medikinet Adult | Antriebslos, niedergeschlagen, nachdenklich

    Gewöhnt habe ich mich nach einem Jahr immer noch nicht dran. Teilweise fehlt mir der Adrenalinschub, weil ich mich dann als langsamer empfinde, wenn ich medokamentös gut abgedeckt bin. Auf der anderen Seite stelle ich fest, dass ich mit Medis deutlich effektiver bin, weil die Fehleranfälligkeit, was Flüchtigkeitsfehler angeht, deutlich geringer ist und ich auch nicht so ko bin, wenn ich den Tag über voll medikamentös abgedeckt war. Mein Problem ist überwiegend finanzieller Natur, ich vertrag das Medikinet adult nicht und muss das MPH erstmal selbst zahlen, so dass ich das immer nur dann habe, wenn meine FInanzen ok sind. Ist irgendwie total blöd, aber bei mir ist im Moment soviel im Umbruch gewesen, dass MPH besorgen oft in Vergesenhait geraten ist bzw. ich da immer noch ein Problem mit meinen Prioritäten habe, und meine Existenzsicherung in den Vordergrund gestellt habe.

    Psychotherapie habe ich vor der MPH-Verordnung 4-5 Jahre gemacht. Und da stimmt das, was Wildfang schreibt, viele Dinge daraus kann ich erst jetzt richtig einordnen und kommen wieder mit einem anderen Sinn oder Verständnis hoch. Insofern hilft es auch. Die Sicherheit, die ich bezüglich meiner selbst in der Therapie eigentlich hätte gewinnen sollen, ist erst jetzt da, weil ich

    a) durch die Diagnose weis, dass meine Selbstwahrnehmung gestimmt hat, auch wenn ich sie immer wieder hinterfragt habe (nach dem Motto: "So wie es ist, darf und sollte es eigentlich nicht sein")

    b) einfach verlässlicher bin in meinen Reaktionen oder dem Umgang mit gewissen Dingen

    c) in Kenntnis der Gesamtumstände einfach gnädiger im Umgang mit mir selbst bin.

    Meine Anforderungen an mich selbst sind andere geworden. Ich erkenne mit Medikation einige meiner Probleme, und bin auch in der Lage sie zu analysieren und eine Lösung zu finden, ohne dass mich gleich die Verzweifelung packt, weil ich überfordert bin und die Aufgabe nicht kleinschrittig zerlegen kann.

    Das hört sich jetzt vielleicht schräg an, darum ein Beispiel:

    ich mache seit 16 Jahren Hundesport und habe dadruch viel Kontakt zu Leuten mit "Problem"hunden. Wenn ich ein Tier, das Angst hat, an etwas Neues gewöhnen möchte, zerlege ich die Übung in soviele kleine Schritte wie möglich und jeder Minischritt wird belohnt. Ist ein Minischritt erfolgreich, wird die Übung sofort beendet, damit das Gehirn des Tieres den Erfolg verarbeiten kann und sich auf Erfolg einstellen kann.

    Für mich selbst ist das bis vor kurzem nicht möglich gewesen, weil ich immer auf das große Ganze gestarrt habe und nicht die kleinen Schritte erkennen konnte, die dafür nötig waren.

    Beispiel: Post öffnen und darauf reagieren ist jetzt in viele Einzelschritte zerlegt. Hört sich völlig bescheuert an, hilft aber ungemein:
    - Post reinholen
    - Brieföffner und Papierkorb holen
    - Briefe öffnen und auseinanderfalten
    - Briefumschläge in den Papierkorb schmeißen
    - Entsprechende Vorgänge zu den Briefen holen
    - sich dann mit dem Inhalt beschäftigen, wenn auch der entsprechende Vorgang vorliegt
    - unterteilen in sofort, weil nur kurz regiert werden muss
    - oder überlegen, wieviel Zeit brauche ich, bzw sollte ich mir dafür nehmen und wann habe ich die

    Am letzte Schritt arbeite ich im Moment...

    @ Wildfang: wirklich selbstbewusst oder nur ein guter Schauspieler?

    LG Trine

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