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Diskutiere im Thema Verschreibungspraxis bei Amphethamin? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Kim

    Gast

    Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Hallo zusammen,


    mich würde mal Eure Erfahrung bzgl. der Verschreibungspraxis für Amphetamine interessieren. Gibt es da Vorbehalte seitens der Ärzte? Tendieren sie eher dazu, MPH anstatt Amphetamin zu verschreiben?

    Ich nehme täglich 54 mg Concerta und ein Antidepressivum. In Kürze wird nun das Antidepressivum umgestellt, da es nicht mehr so effektiv wirkt wie es sollte. Da ich zudem vermute, dass auch das MPH nicht mehr so anschlägt, würde ich nach den vielen positiven Schilderungen hier im Forum und auch nach dem Eintrag auf Dr. Winklers Blog gerne einmal Amphetamin ausprobieren.

    Denkt Ihr, die Ärzte stehen dem Amphetamin positiv gegenüber oder wird es eher schwierig sein, das MPH zu substituieren? Wie sind da Eure Erfahrungen?

    Liebe Grüße

    Kim

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Hallo Kim,

    inwiefern meinst Du denn, dass Concerta nicht mehr richtig wirkt?

    Amphetamine zu bekommen, gestaltet sich meist als ziemlich schwierig. Es sind nur wenige Ärzte dazu bereit es zu verschreiben. Hinzu kommt, dass nicht alle Apotheken den Saft anmischen.

    Du kannst natürlich jederzeit deinen Arzt darauf ansprechen, er wird aber sicher wissen wollen, warum Du meinst das dieser Wechsel notwendig ist.

    Liebe Grüße
    loekoe

  3. #3
    durch und durch

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 412

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    AD´s und Amphetamin passen nicht so wirklich zusammen.
    Gerade SNRI´s beißen sich mit Amph. Trizyklische AD`s dürfen auf keinen Fall mit Amph genommen werden...

    Und wie schon gesagt, ist es ziemlich schwierig nen Arzt zu finden der es verschreibt. Wenn auch nicht unmöglich.

    Dann aber natürlich auf Privatrezept. Bei mir waren das ca. 60ökken im Monat.

    Falls du ne Tendenz zur Sucht/Missbrauch von Substanzen hast, würde ich persönlich von Amphetamin abraten. (Eigene Erfahrung)

  4. #4
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    fekker schreibt:

    Falls du ne Tendenz zur Sucht/Missbrauch von Substanzen hast, würde ich persönlich von Amphetamin abraten. (Eigene Erfahrung)
    Hi Fekker,

    genau DAS ist bei mir gerade umgekehrt. Dadurch, dass ich keine ärztliche und medikamentöse Hilfe bekomme, ich mir letztes Jahr (illegales) Amphetamin besorgt habe (ohne von
    ADS etwas zu wissen), ich aber nie einen "Kick" hatte, sondern im Gegenteil ich mich ruhiger und viel besser fühlte, bin ich wirklich der Meinung, dass bei mir auch vom
    Arzt verordnetes Amphetamin überhaupt erst wirkt.

    Dadurch, dass ich es nicht erhalte, dass ich überhaupt noch keine Medis erhalte, denke ich jeden Tag daran mein Leiden und meinen Kummer wieder mit illegal besorgtes Zeugs zu lindern.
    Weil ich nicht mehr kann.

    Und bist du ehrlich zu den Ärzten, sagst es ihnen mit dem illegalem Zeugs, dann halten sie doch noch für nen Junkie. Das tut echt weh.

    Aber das gehört nicht zum Thema hier. Sorry, mir kam nur gerade wieder alles hoch, was ich mir doch von der ganzen Ärzteschaft alles so anhören musste bis jetzt.

    Ich fang am besten mit dem Rauchen an oder trinke mir jeden Tag ein bisschen Alkohol oder schütte mich mit Kaffee zu......alle drei Dinge habe ich noch nie getan, noch nicht einmal in kleinen Dosen. Und wegen 0,5 Gramm Pülverchen täglich stellt man mich an den Pranger......und alle Blutwerte okay. Bis auf die Schilddrüse, die seit 8 Monaten nun eine gesonderte Behandlung erhält, was mein Wohlbefinden noch mehr minimiert.

    Ach sorry Leute, bin halt fix und fertig und weiss echt nicht mehr weiter.

    Sorry Kim, aber ich beneide dich so, dass du wenigstens MPH erhälst. Ich würde es so gerne endlich einmal wenigstens antesten, ob es mir hilft oder nicht. Ich habe hier auch schon gelesen, dass es ADS-ler gibt, die MPH und Ritalin oder Amphetamin bekommen, also noch zusätzlich.

    Gutes Gelingen wünsche ich dir

    lg

    Heike

  5. #5
    mum


    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Hallo Heike,

    wenn du täglich 500 mg speed nimmst, sind das etwa 100 mg reines Amphetamin. Das ist wesentlich höher als eine übliche Medikation. Du wirst so wahrscheinlich von der geringen Menge medizinisch verordnetem Amphetamin überhaupt keine Wirkung mehr verspüren.

    Unter diesen Umständen bleibt die meines Erachtens wirklich nur übrig, zuerst zu entgiften und danach eine Entzugstherapie zu machen. Nach einiger Zeit der Behandlung können die Ärzte dir dann bei deiner ADS Problematik auch medikamentös helfen.

    Auch wenn es sich hier um eine Selbstmedikation handelt, führt sie dich in eine Sackgasse. Ich kann dir deshalb nur raten, versuche zu allererst dein Drogenproblem anzugehen.

    Dabei wünsche ich alles Gute.

    mum

  6. #6
    Chaoten-Weib

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 53
    Forum-Beiträge: 2.544

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Hi mum,

    ich habe Speed genommen, was noch mit zig anderen Sachen gestreckt war. Sorry, dass das nicht so richtig rüber kam. Ich schätze mal, dass vielleicht 10-20% Amph drin waren. Hat mir ein "Profi" gesagt, sonst wüsste ich das nicht. Ich schreibe das Wort "Speed" nicht gerne. Weil ich mich auch schäme, es genommen zu haben, wo ich mit Drogen noch nie zu tun hatte. Im Gegenteil, ich war und bin ein Gegner von Koks, Heroin und was auch immer.

    Das ist aber nun schon über ein halbes Jahr her, ca. 8 Monate, wo ich es regelmässig nahm.

    Den "Entzug" hab ich schon hinter mir. Körperlich waren da lediglich Müdigkeit und Kopfweh. Aber für die Psyche war es schlimm.

    Ist es bei Ritalin nicht auch so, dass pro Kilo Gewicht mit 1 mg dosiert wird? Würde mich mal interessieren.
    Dann "dürfte" ich fast 80 mg nehmen......ne Scherz beiseite. Will damit auch keine blöden Witze machen. Ist ein ernstes Thema.

    Ich habe mich nur wahnsinnig erschrocken, als ich einmal in einem Suchtforum las, dass die Langzeit-User mit Sp.....täglich bis zu 5 Gramm nehmen.....da ist mir alles aus dem Gesicht gefallen.

    Aber wieder Themawechsel. Aber Mum ich danke dir vielmals für deine guten Wünsche

    lg

    Heike

  7. #7
    Kim

    Gast

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Hallo zusammen,

    vielen Dank für Eure Antworten und Hinweise. Tja, es scheint wohl alles nicht so einfach zu sein mit den Medis...

    Wünsche Euch jedenfalls allen mal eine ruhige und erholsame Nacht.

    Liebe Grüße

    Kim

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 222

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Ich würde das generell nicht auschließen.

    Mein Doc hat mir ohne zu zögern Amphetamin verschrieben, erst den Saft später das Attentin.

    Solange Du kein Problem mit DrogenMissbrauch hast, gibt es kein Grund Amphetamin zu verweigern.

    Meiner Meinung, diese Ärzte die sich weigern kennen sich nicht wirklich aus, und verschreiben es nicht damit sie keien Probleme bekommen oder einfach schiss haben, warum auch immer???. Ein ADS Doc der sich auskennt, wird auf Amphetamin vorschlagen wenn MPH nicht anschlägt.

    MPH und Amphetamin sind die Medis erster Wahl.

    Zum Thema Saft anschmischen, Es gibt Apotheken die sich weigern, aber sie müssen. Saft ist weniger das Problem sondern die Kapseln. Ich hab mich mit einem Apotheker unterhalten, der sagte mir eigentlich müssen Sie das Rezept einlösen....eigentlich....

  9. #9
    Kim

    Gast

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    Heute habe ich wieder einen Arzttermin, da werde ich diese Sache auf jeden Fall mal ansprechen.
    Danke dir!

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 225

    AW: Verschreibungspraxis bei Amphethamin?

    mum schreibt:
    wenn du täglich 500 mg speed nimmst, sind das etwa 100 mg reines Amphetamin. Das ist wesentlich höher als eine übliche Medikation.
    Hi mum,

    Bitte keine Polemik und Scheinwissen vom Hörensagen verbreiten.

    Bis 60mg (D)L-Amphetamin gelten als übliche therapeutische Dosierung bei ADHS.
    Da in 500mg Speed normalerweise kaum mehr als 50mg reines DL-Amphetamin enthalten sind, was wiederrum lediglich 25mg Dexamphetamin entspricht, ist das nocht lange keine abnormale "Dröhndosis".

    Dennoch: nicht zuletzt angesichts des illegalen Status, der unbekannten Dosierung/Qualität und Schädlichkeit der Streckmittel ist von Drogen ganz allgemein abzuraten.

    Einige Mitglieder in diesem Forum (u.a. auch ich) bekommen ganz offiziell 50mg oder mehr D-Amph. verschrieben, zusammen mit diversen anderen Psychopharmaka, die auf Serotonin und Noradrenalin wirken.

    Gruss matz

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