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Diskutiere im Thema Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 129

    Frage Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Hi!

    Habe seit Jahrzehnten immer mal wieder heftig mit Schlafproblemen zu tun. Hab mich immer gegen Medis gewehrt. Wurde aber vor 10 Jahren zu heftig und schwups! ging die Odyssee los.

    Habe viel ausprobiert, zum Schluß ADs. Trotz 10 Stunden Schlaf war ich total erschossen, so als hätte ich gar nicht geschlafen. Das hab ich monatelang mitgemacht, bis ich das Zeugs absetzte. Hatte früher Chloraldyrat, Stilnox, Zoplicon und was weiß ich. Zuletzt Valdoxan - auch ohne Erfolg.

    Ein Hausarzt hat mir dann als Bedarfsmedi Lormetazepan verschrieben: Und es hat keine Nebenwirkungen, es läßt mich schlafen, kein Kopfsalat, ich bin morgens fit. Ich kann es aber nur 2x die Woche nehmen, dann wirkt es nicht mehr. Komme auch wochenlang ohne aus, es ist für alle Fälle.

    Hab halt akut mit meinen komplexen posttraumat. Belastungsstörungen zu tun, kann seit dem Absetzten der ADs nur noch 4-5 Stunden pennen und mein Kreislauf und ich sind echt am Ende. Vor allem hab ich nicht mehr die Power, meinem Kopfsalat oder meinen Gefühlen etwas entgegen zu setzen (Ablenkung, Sport, Spaß) weil ich so alle bin.

    Nehem seit Wochen LAIF 900 zum Schlafen. Hatte dann Dormal oder so 2 Tage mit 40 mg und einen Hammerhangover von 20 Stunden.

    Soll jetzt Atosil probieren - 3 Tropfen. Hab aber Schiß, weil ich befürchte, ich rutsch wieder in Depri, da klettre ich nämlich gerade - dank klarer Rübe zwischenzeitlich - raus. Gegen Abend werd ich nämlich topfit und bin im günstigsten Fall ab nachmittags Kopfsalat frei, bist die Chose nach 4 Stunden Schlaf wieder beginnt. Außerdem ist meine Libido nach 5 Jahren wiedergekehrt, will ich mir nicht wieder wegschlucken.

    Brauch einfach ein bissi mehr Schlaf.

    Hatte hier im Forum von Melatonin gelesen und war Feuer und Flamme. Will ich unbedingt ausprobieren. Der Doc hat aber heute behauptet, wenn Valdoxan nicht wirkt, dann wirkt Melatonin auch nicht. Stimmt das?
    Hatte hier gelesen, Valdoxan habe ne ähnliche - nicht dieselbe Struktur. und die Wirkung sei anders. Davon wußte er nix.

    Was soll ich tun?



    Jetzt soll ich ATosil nehmen, hab aber schiß...

    Freue mich auf Antworten,

    Artischocke

  2. #2


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.806
    Blog-Einträge: 40

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Hallo.

    Naja, Atosil (Wirkstoff: Promethazin) ist an sich schon gut gegen Schlafstörungen geeignet und einen Hangover solltest du damit auch nicht erleben.

    Allerdings ist Atosil respektive Promethazin bei Schlafstörungen nicht unbedingt die erste oder zweite Wahl, sondern da greift man üblicherweise zuvor auf sedierende (beruhigende) Antidepressiva in niedriger Dosierung zurück.

    Atosil ist ein niederpotentes Neuroleptikum der alten Generation und birgt als solches grundsätzlich das Risiko nicht gerade schöner Langzeitfolgen (Spätdyskinesien), wenngleich das bei niederpotenten Neuroleptika sehr selten ist.

    Wurden bei dir Antidepressiva als mögliche Option nicht angesprochen?

    Gerade bei (komplexen) posttraumatischen Störungen + Schlafstörungen bei Frauen fällt mir spontan als aller-erste Wahl Trazodon (Medikamentenname: Thombran) --> http://de.wikipedia.org/wiki/Trazodo...rittico_CH_5-0 ein.




    LG,
    Alex

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Also ich kenne die Problematik auch. Ich habe das Problem, dass ich häufig morgens sehr früh wach werde oder halt schlecht einschlafe. Bei mir ist es leider auch so, dass sämtliche Antidpressiva, die sedierend wirken, mich auch noch tagelang zudröhnen. Selbst in geringsten oder empfohlenen Dosierungen.

    Leider auch Trazodon, das Alex empfohlen hat, allerdings wirken die Medis ja bei jedem anders. Von daher eine Ansprache beim Doc wert.

    Ich habe auch mal Valdoxan ausprobiert und Melatonin auch. Beides zeigte bei mir keine oder keine gravierende Wirkung. Weiß ich nicht mehr genau Mir bringt es leider nichts.

    Zopiclon, Stilnox und Benzos kenne ich auch, helfen sogar auch ein bisschen, aber darf man nicht zu oft nehmen. Abgesehen davon, dass sie irgendwann nicht mehr richtig wirken (wegen der raschen Toleranzwirkung), wird man davon sehr schnell abhängig, und das muss äußerst unangenehm sein.

    Und ein Freund von Promethazin bin ich auch nicht. Gerade bei hochsensiblen Menschen, die wir häufig sind, werden die unangenehmen Nebenwirkungen wie z.B. Sedierung, etc. deutlicher wahrgenommen.

    Die Menschen, die mir mit PTBS begegnen, werden sehr häufig polypharmakolgisch, d.h. mit mehren Wirkstoffen und Klassen behandelt. Typische Kombinationen sind Atypika, SSRI oder SNRI, TZA, häufig Promethazin bei Bedarf oder noch ein Benzo. Einige kommen mit Mirtazapin zurecht; dröhnt allerdings auch gut (in höherer Dosierung angeblich weniger) und macht definitv fett

    Aber ich nehme Lyrica in geringer Dosis, das einigermaßen hilft und (mich zumindest) nicht zudröhnt. Ist auch für generalisierte Angststörungen zugelassen. Ist nur teuer, verschreibt nicht jeder Arzt Pregabalin

    Gelegentlich liest man mal was von Missbrauch und Abhängigkeit; das konnte ich bei mir absolut nicht bestätigen. Vermutlich in ultrahohen Dosen mit anderen Substanzen.

    Es gibt Infomationen, wonach Lyrica bestimmte Schlafphasen bzw. deren Architekur verbessern soll. DAs meine ich zu spüren. Ich fühle mich jedenfalls erhohlter :"...scheint Pregabalin die Fähigkeit zu verleihen,. Schlaf zu verbessern, gleichzeitig aber nicht die erholsamen „slow-wave sleep“-Phasen zu beeinflussen" Quelle: http://www.google.de/url?sa=t&rct=j&...4LZzfN-rcNAIQg

    Aber auch Lyrica kann eine erhebliche Gewichtszunahme verursachen, und das nicht selten.

    Viele Grüße

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Darf ich mal fragen wie bzw wann Du Valdoxan eingenommen hast? Ich hatte damit auch keine Erfolge bis ich es mal richtig eingenommen habe und seit dem wirkt es super!

    Melantonin hatte ich früher mal....hat bei mir persönlich nicht wirklich geholfen!

    LG

    Rose

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 193

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Hey,

    wahrscheinlich ist mein Beitrag ziemlich dumm, weil ich vom ganzen ADHS-Thema noch wenig Ahnung habe.

    Ich wollte nur mal reinwerfen, dass zumindest bei MIR - obwohl ich es noch nicht SO lange nehme, d.h. ich weiß natürlich nicht wie es sich entwickeln wird - MPH auch SEHR gut gegen meine krassen Schlafprobleme wirkt...

    Allerdings scheine ich generell ein Typ zu sein, bei dem MPH SEHR anschlägt bzgl. der ADHS-Symptome (ist ja wohl auch das, was man bzgl. des stark hyperaktiven Typs so sagt).
    --
    Ach so: Meine Probleme bestanden aber auch ausschließlich darin, dass ich nicht zur Ruhe kam und daher erst um 4 geschlafen habe, und oft auch SEHR unruhig geträumt habe etc. (eben total hyperaktiv) und dadurch Schlaf nicht so erholsam war. Dagegen hatte ich noch NIE Durschlafprobleme, die bei vielen Frauen das Problem zu sein scheinen...

    Welchen AD(H)S-Typ mit welchem konkreten Störungs-/Symptombild hast du denn? Wie gesagt, ich kenne mich kaum aus, aber ich würde erwarten dass das entscheidend ist?

    -> Also: Nimmst du Methylphenidat ("Ritalin")/hast du das schon mal genommen, und wenn ja - wie wirkt es bei dir bzgl. des Schlafs?
    Geändert von repters ( 4.09.2012 um 19:36 Uhr)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Puh, das ist schon ne Weile her. Ich glaube, ich habe es auch nicht wirklich regelmäßig und lange genommen. Damals war die Diagnose auch noch nicht klar und ich war so genervt von dem ganzen Pillen, die ich tonnenweise ausprobiert habe. Ist ja nicht nur, dass es meistens viele Nebenwirkungen gab; ich wartete natürlich auch auf die Wikung vergebens und musste gleichzeitig arbeiten. Das war alles sehr anstrengend. Und ich hab wirklich bis auf die mittel- oder hochpotenten Neuroleptika alles durch, was es so gibt.

    Aber interessant: wie lange und in welcher dosis nimmst du Valdoxan denn? Und wie spürst du deine Verbesserung dadurch? Was nimmst du denn sonst noch?

    Viele Grüße!

  7. #7
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Huhu,

    also ich hab Valdoxan, aber nur in der Dosierung von 25 mg. Davon soll ich eine am Abend nehmen, am besten auf der Bettkante. Nicht, weil die dann sofort umhauen, ist ja kein Schlafmittel, sondern weil - und das hab ich selbst germerkt - man wird angenehm müde, wenn man diese Müdigkeit aber übergeht, dann kommt man schlechter in den Schlaf.
    Und wenn ich Valdoxan direkt beim Schlafengehen nehme, meinetwegen auch in der Küche vor dem Weg ins Nest und mich dann hin lege, dann kann ich sehr schnell, ohne Gedankenkreisen einschlafen und ich empfinde den Schlaf auch nicht als fremdgesteuert, wie es der Fall unter Schlaftabletten ist, die ich im Krankenhaus bekam. Zudem soll sich Valdoxan noch positiv auf die Stimmung auswirken, aber da brauchts auch Zeit. Mein Arzt meinte, dass man dem Medi dafür auch 2-4 Wochen geben muss. Gegebenenfalls nochmal höher dosieren. Hab auch schon gehört, dass einige mit meiner Dosis nichts merken und teilweise 75 mg nehmen. Das ist aber unterschiedlich bei jedem.

    Ich würds versuchen und mich nicht durch solche Rückschlüsse - wirkt das eine nicht, dann das andere auch nicht - verunsichern lassen. Vielleicht wirkt es ja gerade bei DIR gut und dann wärst Du enttäuscht, es nicht probiert zu haben. Außerdem gibt es gerade im Bereich der Antidepressiva so viele Patienten, die super drauf ansprechen und andere gar nicht. Ich gehöre zu den letzten. Hab schon viel versucht, aber nichts geholfen. Aber das ist eben nicht bei jedem so.

    LG Schnubb

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 129

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Hi!

    Also, ich bin so überrascht und dankbar auf eure Reaktionen. Ich muß euch sagen, dass ich unendlich dankbar im Moment generell für dieses Forum bin, weil ihr mir im Moment eine unbezahlbare Stütze bietet.

    Ich bin seit einigen Wochen in einer Tagesklinik, weil es nicht mehr ging. War mir schon klar, dass die mich bzgl. komplexen PTBS nicht unterstützen können. Allerdings war ein Wunsch von mir, geeignete Medikamentierung zu finden.

    Ich bin sehr sensibel. 5 Tropfen Atosil haben bei mir Hangover. ADs bringen mich von mir und meinen Gefühlen weg, verstärken die Depression und lindern gleichzeitig den Kopfsalat, machen mich erschlagen. Das habe ich fast 4 Jahre mitgemacht. Als ich dann Vergiftungserscheinungen bekommen hab und kaum noch gehen konnte, habe ich im Februar Venlaflaxin 75 mg und doxepin 25 mg abgesetzt. Es war ein Hammer-Entzug über Wochen. Konnte gar nicht mehr Schlafen. In der Zeit von den ADs habe ich 10-11 Stunden gebraucht.

    In der Zeit des Entzugs habe ich Valdoxan 25 mg bekommen. Bis Juli. Es hat mich etwas entspannt, geschlafen habe ich aber nur 4-5 Stunden max.

    Das war die Situation. Bin dann auf die Suche nach Alternativen gegangen. Kam zuerst auf Johanniskraut. Das Laie 900 und Lasea haben sie mir dann nach 5 Wochen Krampf gegeben. Ich hab echt wenig Vertrauen zu den Ärzten. Was sie mir an Medikamenten vorgeschlagen haben, ist die Palette, die ich schon kenne. Die Leier, die ich schon seit 8 Jahren höre: Alles ADs. Keine Idee zu PTBS. Hatte eh immer den Eindruck, dass ich nicht nur depressiv bin. PTBS ist bei mir eigentlich NIE richtig behandelt worden, weil der aktuelle ICD-10 die zeitliche Grenze von 2 Jahren setzt. Habe Gott sei Dank eine Traumatherapeutin, die auf ZAK ist .

    Da ich schon immer super chaotisch war und Freunde mit ADS habe, fing ich an, mich zu informieren und auseinander zu setzen. Zu einer Testung ist es noch nicht gekommen. Da hier vor Ort niemand ist.

    Zurück zur Medikamentierung. Hier im Forum lese ich von Media, die mir noch nie jemand vorgeschlagen hat. Und das gibt mir Hoffnung. Viele Vorschläge habe ich auch von meiner ADS-Freundin bekommen. Dann ist die Kunst, Ärzte zu überzeugen. Die richtigen zu finden. In der Klinik hat Frau ja nicht wie draussen, die freie Arztwahl. Mein erster hat sich über die Vereinbarung mit dem Chefarzt - hochdosiertes Johanniskraut - hinweggesetzt und sich GEWEIGERT. Er wollte erst Valdoxan höherdosiert ausprobieren. Sein Verhalten hat bei mir zu einer Retraumatisierung geführt, was 4 Wochen dauerte. Ich hab dann aus purer Verzweiflung 3x die 50 mg Valdoxan genommen, war aber aufgrund der ganzen Vorgehensweise so blockiert, dass gar nix mehr ging. Hab mich auch geweigert, mich ärztlich behandeln zu lassen von dem.

    Die Geschichte hat 4,5 Wochen gebraucht. Hab jetzt nen anderen Arzt, einen Hardliner. Es hab einen Versuch mit Dormal oder so. Niedrigste Dosierung, angeblich keine Nebenwirkung. Ergebnis: Hangover mit fast narkotischer Nebenwirkung. Sie verteufeln Lormetazepan, verweigern es. Was einerseits okay ist. Ich kann es nur 2x die Woche nehmen, weil sonst keine Wirkung mehr da ist. Ich will was, was so wirkt wie L., als Bedarf, was ich aber öfter nehmen kann. So kamen sie auf Atosil. Das war letzte Woche nach Dormal .Nach der Hannover- Geschichte, wo sie mich wegen nahezu narkotischem Zustand dann im Taxi heimschaffen mussten.

    Dann habe ich von Melatonin gehört und hier davon gelesen. Auch, dass es kaum Ärzte gibt, die davon wissen, bzw es verschreiben. Ich find das aber absolut schlüssig, dass die Produktion von Melatonin gestört wird, wenn man Schlafmedikation nimmt, bzw. über Jahre wie ich genommen hat. Das habe ich dann in der Chefarztvisite angesprochen. Der Chefarzt ist ein ganz lieber. Leider kennt er sich nicht aus und mir wurde eine Testung des Spiegels abgelehnt. Mein Hardlinerarzt hat sofort ohne Erklärung "Nein" gesagt, selbst auf meine Nachfrage nach den Gründen keine Erklärung geliefert. Die kam dann vom Chefarzt. Stattdessen sollte ich weiter Atosil nehmen. 3 Tropfen.

    Die erste Nacht konnte ich 5 Stunden schlafen, die zweite bin ich oft wach geworden und hatte den nächsten Tag verstärkte Depression -fühlt sich dann wie fremdgesteuert an - und hab es dann gelassen. Habe mir in Frankreich Melatonin besorgt. Habe vorgestern mit 4 mg begonnen. Mal sehen, wie es wird.

    Bin halt mal wieder in der Situation, mich bei Ärzten nicht gut beraten zu fühlen und mein Vertrauen ist im Arsch. Weiß auch nicht, wie ich jetzt weiter damit umgehe, weil es mich total frustriert und misstrauisch macht. Dass ich ATosil gelassen hab und jetzt Melatonin nehme, wissen sie nicht. Ich finde es scheiße, dass die Situation mit den Ärzten so gerade wieder läuft. Es fühlt sich nicht gut an. Eine festgefahrene Situation, die mich wieder auf dieses Einzelgängerin bringt. Ohne Aussicht auf längerfristige Zusammenarbeit. Was ich mir eigentlich wünsche. Ich trau mich aber gerade nicht, denen zu sagen, dass ich ATosil abgesetzt habe.

    Danke fürs Lesen und Teilen.
    Geändert von Artischocke ( 7.09.2012 um 09:07 Uhr)

  9. #9
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 129

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Hi!. @Synapse

    Danke für Deine Antwort. Welche Nebenwirkungen hat Lyrica bei DiR ? Ist es ein AD? Bei ADs hab ich das Problem, dass sie mich von meinen Gefühlen abschneiden und die Depression verstärken.

    Wie ist es mit der Libido? Hatte durch ADs 5 Jahre keine Regung mehr. Erst jetzt wieder, wo alles raus ist.

    Freu mich auf Deine Antwort.

    Liebe Grüße

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 202

    AW: Wirkt Melatonin wenn Valdoxan nicht wirkt? Wer hat Erfahrungen?

    Hallo Artischocke,

    ich glaube, ich erahnen, wie es dir gehen muss. Auch ich habe mich viele Jahre mit allen möglichen Medis rumgeplagt (also vor allem mit den Nebenwirkungen). Ich kann dir nur empfehlen, dir eine Klinike zu suchen, die auf Traumata spezilisiert ist. Mir sind schon einige Leute begegnet, die durch Krankenhaus-Odysseyen retraumatisiert und völlig falsch behandelt wurden. Denn wenn die Ärzte und Therapeuten kein spezifisches Wissen haben und die in den Akutklinik üblichen Gruppentherapien eher konfrontativ durchgeführt werden, kann das für die Patienten fatale folgen haben.

    Umso besser, dass du jetzt eine Therapeutin gefunden hast, die dich ernst nimmt und mit der du klar kommst (bzw. die sich damit auskennt).

    Lyrica ist keine AD, es ist eigentlich ein Mittel, das gegen Epilepsie angewendet wird. Es wurde allerdings auch generalisierte Angtstörung zugelassen. Pregabalin

    Bei mir schränkt es die Libido nicht ein. Ich kenne diese Nebenwirkung jedoch auch und das kann schon echt anstrengend sein.

    Ich muss sagen, es ist eins von den ganz wenigen Mitteln, die so gut wie keine Nebenwirkungen bei mir verursachen. Anfangs wurde ich sehr müde, am nächsten Tag auch noch etwas verballert, aber ganz anders, als die typischen Hangover. Ich vermute, es liegt daran, dass es nicht Histamin-hemmend ist. Jegliches Mittel, das diese Rezeptoren blockiert, matscht mich einfach nur zu.

    Ich nehme Lyrica in einer Dosis von 75mg abends. Nebenwirkungen also so gut wie keine. Ich habe zwar 3-5 Kilo zugenommen, aber das kann von allem möglichen sein. Hatte halt als Kind auch schon immer den totalen Zucker-Flash

    Lieben Grüße

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