Mich würde interessieren, ob jemand ähnliche Erfahrungen mit Dihydroergotamin (Dihydroergotamin) gemacht hat wie ich.

Ich möchte erwähnen, dass ich keine definitive Diagnose betr. ADHS habe. Da ich aber zeitlebens stark unter Konzentrationsschwäche, Gedankensprüngen, Ablenkbarkeit, Zerstreutheit, Vergesslichkeit, Unordnung, Langsamkeit, Hypoaktivität usw. leide, hege ich den Selbstverdacht betr. ADHS. Zudem wurde die Vermutung auch durch meine ehemalige Psychotherapeutin sowie einen amerikanischen AAD/ADHD-Spezialisten (nach einem langen Gespräch und diversen Tests) geäussert.

Zum Thema Dihydroergotamin; im Alter von 18 bis 24 Jahren erhielt ich zur Behandlung der Bing-Horton-Neuralgie (auch bekannt als Cluster-Kopfschmerz; Cluster-Kopfschmerz) das Medikament Ergotonin (Tropfen) verschrieben. Dieses half die unsäglichen Schmerzen während eines Anfalls innert 15 bis 20 Minuten auf ein erträgliches Mass zu senken.

Was mich irritiert und worauf bis zum heutigen Tag leider weder Haus- und Augenarzt noch Psychotherapeutin reagiert haben ist, dass jedes Mal nach Einnahme von Ergotonin nach Abklingen des Migräneanfalls ich ..

.. sehr schnell und sehr klar denken konnte; d.h. ich hatte das Gefühl die einzelnen Gedanken ‚zu hören‘ und hüpfte nicht wie im ‚Normalzustand‘ von einem Gedanken zum anderen
.. mich sehr gut konzentrieren konnte; zu lernen oder ein Buch zu lesen war dann problemlos möglich, ohne schnelles Ermüden
.. mehr ‚Lebensenergie‘ verspürte; ich kann diesen Zustand nicht erklären, aber ich hätte Bäume ausreissen können!

Dieser positive Effekt blieb in der Regel etwa 2 bis 3 Tage bestehen. Ich war in dieser Phase immer sehr aktiv, geradezu euphorisch, schmiedete Lebenspläne.
Komischerweise habe ich nach der versuchsweisen Einnahme von Ritalin (mit 32 Jahren, während 2 Monaten von meiner Psychotherapeutin verschrieben erhalten) absolut keine Wirkung verspürt. Obwohl, ich trinke ja auch Cola oder Kaffee kurz vor dem zu Bett gehen und kann danach wunderbar schlafen

Ich möchte dieses Medikament aber keinesfalls in den Himmel loben! Schliesslich musste ich es sofort absetzen wegen einer plötzlichen Unverträglichkeit, welche einen ‚Filmriss‘ zur Folge hatte, denn ich konnte mich absolut nicht mehr an die letzten 24 Stunden erinnern.

Nichtsdestotrotz erinnere ich mich gerne an die positive Wirkung und oft denke ich mir dabei, dass jene Menschen, welche sich gut konzentrieren und weiterführende Ausbildungen mit Erfolg abschliessen können eben über jenes klare Denken, diese Konzentrationsfähigkeit verfügen müssen, die ich leider nur für eine kurze Zeit mit Hilfe eines Medikamentes herbeiführen konnte.

Vielleicht liest ja eine Fachperson den Beitrag, die sich mit Medikamenten und deren (Neben-)Wirkungen auskennt und dazu etwas sagen kann?