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Diskutiere im Thema Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standartdos im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standartdos

    Ich gehe davon aus, dass Methylphenidat mein (fall vorhandenes ADS) bessert. Brauche ich mit der Zeit immer höhere Dosen?
    Und steigen die Nebenwirkungen dadurch, oder gehen die mit der empfundenen Wirkung einher?

    Ich wollte es nur 1x Morgens nehmen um für 4-6 h in den Vorlesungen nicht so reizempfindlich zu sein.
    Hilft Sparsamkeit gegen Wirkungsverlust oder "Entzug" für 1 Monat um wieder die Einstiegsdosis zu erreichen?

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 145

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Hi Peterpan23,

    Meine das ist nicht der Fall, das man "immer mehr braucht", bei regelmässiger Einnahme.
    Aber das können ja bestimmt die "erfahrenen Leute" hier genauer, besser beantworten.
    Bin ja noch Frischling. (MPH erst seit 05/2012)

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Hallo,

    man muss anfangs natürlich erst einmal die optimiale Dosierung rausfinden. Dabei fängt man klein an und steigert dann nach und nach (immer in Absprache mit dem Arzt), bis sich ein optimales Ergebnis zeigt. Dadurch werden auch eventuelle Nebenwirkungen im Zaum gehalten.

    Es kann passieren, dass man (durch Gewöhnung an den Zustand mit MPH) die Wirkung nicht mehr so klar wahrnimmt wie am Anfang. Auch deswegen werden immer wieder mal Pausen empfohlen um zu überprüfen, ob man das MPH überhaupt noch benötigt, oder sich Strukturen etc. soweit gefestigt haben, dass man auch ohne klar kommt.

    Eine Erhöhung der Dosis ist manchmal nur in Zeiten erhöhtem Stresses notwendig (und da reichen oftmals auch nur 5mg mehr). Das ist aber bei jedem unterschiedlich und sehr individuell.

    Eine kontinuierliche Steigerung der Dosis ist beim bestimmungsgemäßem Gebrauch nicht zu erwarten und nicht erwünscht.

    Bist Du denn in der Diagnostik?

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 108

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Bist Du denn in der Diagnostik?
    Bald, ich war zuerst bei einem PsyNeuro, der meinte erstmal meine Depriss behandeln und dann mal "weiter sehen". Meine Depriss waren restlos auf den Testosteronmangel zurückzufrühren und sind jetzt weg.
    Jetzt habe ich 2 andere Ärzte. Ich gehe mal zu beiden, denn vielleicht ist einer ein Flop und nochmal 6-8 W auf einen Termin warten ist nicht sehr schlau.
    Aber ich bin mir sehr sicher, dass ich ADS habe, da die Symtome auf seriösen Seiten genau zutreffen, während auf "Klatsch-Seiten" alles so klingt wie "Kinder, die nur in die Luft schauen und nichts vom Leben mitbekommen".

    Ganz gut ist das hier:
    ADHS-Deutschland - ADHS im Erwachsenenalter

    Abgesehen von meiner starken akustischen Reizfilterschwäche, war ich(siehe Grundschulzeugnisse):

    -viele Zeichen von Hochbegabung
    -schwer im Stande falsches Verhalten zu vermeiden
    -ließt unbekannte Texte stockend
    -weigert sich Arbeitsaufträge auszuführen
    -stört provokant den Unterricht
    -spricht schnell ein, lenkt andere ab, trommelt auf dem Tisch herum
    -geringes Selbstbewußsein
    -Mitarbeit hängt von Tagesforum ab. Schwankt zwischen sehr wissbegierig und völligem Desinteresse
    -Rückschläge entmutigen schnell
    -kann zielstrebig arbeiten
    -reagiert unkontrolliert tempramentvoll
    -totaler Einzelgänger, baut bewusst eine Wand zu seinen Mitschülern auf(waren auch nicht gerade sehr nett und einfach anders)

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 1.865

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Jaaa, die Wartezeiten sind ein Thema für sich....

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Um das Thema abzuschließen.

    Eine Toleranz entwickelt bei MPH erst über längerer Zeit ab einer Dosis von 60-80mg / Tag. Jedenfalls ist die momentane max. Tagesdosis 80mg (war es vorher nicht 60? Nach der letzten BtM-Änderung wurde es erhöht... Oo)

    Eine Abhängigkeit ist aber dennoch nicht bekannt. Einzelfälle von "Crawling" sind sehr selten zu finden.

    loekoe schreibt:
    Jaaa, die Wartezeiten sind ein Thema für sich....
    Dafür bekommt man auch am Ende jemanden der sich auskennt. ^^

    *für diesen Satz von 30 Leuten gesteinert wird*

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Hi!

    Aleã schreibt:
    (...)
    Eine Toleranz entwickelt bei MPH erst über längerer Zeit ab einer Dosis von 60-80mg / Tag.
    (...)
    Ich bin immer auf der Suche nach Infos zu diesem Thema. Hast Du für diese Aussage irgendwo ne Quelle oder eine Seite, wo ich das nochmal ausführlich nachlesen kann?

    Danke im Voraus!

    LG

    Grey
    Geändert von Grey (10.08.2012 um 14:59 Uhr) Grund: Richtig zitieren will gelernt sein...

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 157

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    An der Quelle hapert's ein bisschen. ^^

    Einerseits berichten viele Drogenforen von einer Toleranz, die - wenn ich übertreibe - ab 80mg anfängt, andererseits wurde auch im neuen BtM-Gesetz die therapeutische max. Größe bei Erwachsenen kürzlich von 60mg auf 80mg erhöht = höhere Mengenbegrenzung. ("Mit der Begründung, weil Erwachsene bekanntlich mehr MPH brauchen als Kinder." <- Ironie!, aber das war tasächlich die Aussage im Gesetzesentwurf)

    Die momentan einzigste Quelle die ich in der Schnelle finden konnte war:

    CPT: CliniPharm/CliniTox

    Da wurde aber mit Concerta (also 54mg) geprüft. Würde damit jedenfalls mit Sicherheit sagen, dass eine Tagesdosis bis 54mg sicher ist.

    Also eine Toleranz (MPH wurde schließlich darauf entwickelt NICHT abhängig zu machen wie Amph oder Kokain und trotzdem nicht auf Basis von Koffein zu sein) ist an sich sehr unwahrscheinlich und im medizinischen Rahmen fast unmöglich da man i.d.R. gar nicht bis zu 80mg längere Zeit hochkommt. Die meißten werden ja zwischen 20-40mg eingestellt.


    Nicht mit Tachyphylaxie verwechseln, die geht natürlich wesentlich einfacher, hat aber andere Gründe.

    Über bessere Quellen würde ich mich auch freuen!
    Geändert von Aleã (10.08.2012 um 19:41 Uhr) Grund: Quellen

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Bei MPH ist es meines Wissens nach so, das sich schon eine Toleranz ausbildet, diese dann bei einem überschaubaren Wert aber stehen bleibt. Du musst also keine Angst haben das du
    irgendwann nach 2-3 Jahren eine ganze Schachtel Mediknet frühstücken musst damit du den gewünschten Effekt bekommst. Es sei denn man legt es drauf an, aber warum sollte man das tun?^^
    Abgesehen davon gehen die Nebenwirkungen bei einer Toleranzausbildung selten genauso stark zurück, wie die Wirkungen. Es bringt ab einem gewissen Punkt also nichts mehr die Dosis zu erhöhen, außer erhöhtem Puls und dauerndem Schwitzen kommt da nichts mehr bei rum. Zumal das kein Arzt mitmachen würde, der sie noch alle beisammen hat. Hoffentlich...



    Da meine mich mit Biologie im Allgemeinen und Wirkungsmechanismen von zentralwirksamen Substanzen im Speziellen, recht gut auszukennen, geb ich hier auch mal weniger MPH-spezifisch meinen Senf dazu.

    Jede Substanz, die sich auf den Dopamin/Serotonin/(Nor-)adrenalin Pegel auswirkt, sei sie ein Wiederaufnahme-Hemmer (kurz RI=Reuptake Inhibitor "anstauen der Transmitter") oder Releaser (verstärkte Freisetzung der Transmitter), bildet eine Toleranz aus. Gleiches gilt für GABAerge Stoffe wie Benzodiazepine und Alkohol.
    Das ist sozusagen der Versuch der Gehirnchemie, den Auswirkungen der Droge, des Giftes oder des Medikamentes auf den Körper entgegen zu arbeiten.

    Wie sich diese Toleranzausbildung gestaltet, hängt aber von einigen Faktoren ab:
    (Ich vereinfache den Sachverhalt mal, das geht zwar zu ungunsten der Genauigkeit, verbessert aber hoffentlich die Verständlichkeit)

    1. Die Substanz an sich.

    Pi mal Daumen kann man sagen, je potenter der Stoff und je deutlicher die Wirkung ist, desto aggressiver ist auch die Ausbildung der Toleranz.

    Beispiel: Bei Kokain sind eigentlich nur die Dopamin und Noradrenalin Wiederaufnahmehemmung für die charakteristische Wirkung verantwortlich. Das ist bei Methylphendiat nicht anders, auch das bewirkt eine Hemmung der Wiederaufnahme von Dopamin und Noradrenalin.
    Die Wirkung von Kokain kann man wohl getrost als deutlich intensiver und leichter wahrnehmbar beschreiben, als die von MPH. Selber habe ich da zwar keine Erfahrung, kenne aber so viele Erfahrungsberichte das ich meine das als Fakt ansehen zu können.
    Kokain unterliegt eine extremen Toleranzausbildung, bei täglichem Konsum über mehrere Wochen/Monate kommt es nicht selten vor, das der Konsument die Tagesdosis nach und nach auf das 3-4fache hochschraubt, dabei aber die gleiche oder weniger Wirkung verspürt wie zu Beginn.
    Bei MPH ist es zwar auch möglich die Dosis in dieser Zeit zu vervielfachen, allerdings führt eine bestehende Toleranz nicht zwangsläufig dazu das man GARKEINE Wirkung mehr bemerkt.
    Durch die viel länger Halbwertzeit ist MPH wesentlich "gutmütiger" was den Punkt angeht.


    2. Je häufiger die Einnahme erfolgt, desto stärker die Toleranzausbildung. Je weniger Zeit zwischen 2 Einzeldosen liegt, desto stärker die Toleranzausbildung.

    Bekommt man z.B. Diazepam verschrieben und soll laut Arzt jeden Abend 2 Wochen lang 10mg nehmen, ist auf jeden Fall mit einer Toleranz zu rechnen.
    Nimmt man aber anstatt der 10mg/täglich über 14 Tage jeden Tag 20mg, das aber nur 7 Tage lang, wird die Toleranz sich stärker ausgeprägt haben.


    3. Jeder Mensch ist anders.

    Nicht nur in charakterlicher Hinsich ist das der Fall. Es gibt Menschen die über Zeiträume von 1/2 bis 1 Jahr all abendlich ~1,5L Bier trinken können, ohne körperliche Entzugserscheinungen zu zeigen wenn sie es dann lassen. Bei anderen sinkt dann schon Blutdruck massiv ab, sie fangen an zu schwitzen und werden zittrig.
    Man kann, wie eigentlich immer in der Medizin, nichts pauschal sagen, sondern nur anhand von statistischen Werten vermuten wie der Patient reagieren


    Soweit mein Kenntnisstand, wer meint das etwas davon falsch ist soll mich bitte korregiern bzw. darüber informieren, ich lasse mich gerne auf den neusten Stand bringen ;-)
    mfg

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Methylphenidat, braucht man eine immere höhere Dosis oder reicht die Standar

    Hallo,

    soweit ich weiss brauchen nur Menschen, die kein ADHS haben eine immer grössere Menge an MPH , denn wenn die optimale Dosis erreicht wird steigert sich die Besserung nicht mehr.
    Nach meiner eigenen Erfahrung in den letzten Wochen ist die Wirkung aber auch sehr stark von der Tagesform abhängig. Immer wenn ich glaube die Wirkung nicht zu spüren und ich erhöhe die Dosis, merke ich schnell die Nebenwirkungen.

    Die 80mg haben doch sicher auch etwas mit der maximalen Monatsmenge von 2000mg zusammen??? 80 x 50 ist doch auch das was der Arzt verschreiben darf ohne besondere Rechtfertigung. Ich habe aber auch schon von Menschen gelesen die mehr am Tag verschrieben bekommen.

    LG Torsten

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