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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    Angst vor Medikamenten

    Hallo,

    Mein Psychiater versucht mich jetzt schon seit 3 Jahren zu Medikamenteneinnahme zu überreden, aber ich lehne dass aus Angst immer noch strikt ab.
    Ich habe einfach wirklich Panik, damit anzufangen, da ich glaube dann nie wieder ohne Leben zu können. Ich meine klar nerven mich meine Konzentrationsstörungen und natürlich wäre es schön Nachts auch einfach mal schlafen zu können, meine Stimmungsschwankungen sind für mein Umfeld bestimmt auch richtig anstrengend....

    Aber bisher haben mir irgendwie ziemlich viele Leute die auch schon Erfahrungen mit diversen Psychopharmaka gemacht haben davon abgeraten, Argumente waren eigentlich immer die physischen und psychischen Nebenwirkungen.
    Wie ging es euch als ihr mit den Medis angefangen habt? Hat es euch auch Überwindung gekostet? Fühlt ihr euch seitdem wirklich sehr viel besser, oder gibt es auch einige die es bereuen jemals damit angefangen zu haben?

  2. #2
    bin zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 262

    AW: Angst vor Medikamenten

    Hallo Nads,
    für mich hat sich mit der Einnahme von Methylphenidat etliches zum Positivem geändert.

    Wesentlich weniger Implusivität und bessere Konzentration um nur die wichtigsten zu erwähnen.

    Und es geht auch wieder ohne denn zu kontrollzwecken wird bei mir von Zeit zu Zeit das Medi weggelassen.

    Was wichtig ist das regelmäßig das Blut (alle 6 Monate) und das EKG (jährlich) untersucht werden.

    Negativ ist bei mir nur das ich gelegentlich Pickel am Körper bekomme (sehr begrenzt) und das ich etwas mehr schwitze.

    Ich hoffe ich konnte Dir mit meinen Erfahrungen etwas die Angst nehmen.

    Gruß

    Rolf

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Angst vor Medikamenten

    Hallo Nads,

    ich hatte vor Jahren auch starke Bedenken, ob ich Medikamente nehmen soll; letztendlich hat zu der Entscheidung geführt:
    -es kann nur bessser werden- andere Maßnahmen haben mir nicht ausreichend weitergeholfen
    - ich kann jederzeit wieder damit aufhören, wenn ich mehr NW als Wirkung habe und wenn ich mich unwohl damit fühle

    Ich würde mich aber auch nicht vom Arzt überreden lassen.
    Wenn andere Maßnahmen- nichtmedikamentöse- nicht wirken, dann ist es eine Option und Medikamente helfen vielen wenn die Diagnose gesichert ist.

    Ich empfinde diese als Krücke, nicht als Allheilmittel, bin letztendlich froh, damit begonnen zu haben und werde sie so lange nehmen wie sie mir nützen. Soweit erstmal in Kürze...

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Angst vor Medikamenten

    Hi Nads,

    ich habe mich auch lange gegen Medikamente gesträubt, aber vor kurzem dafür entschieden.
    Ich habe die Hoffnung, dass es die Lebensqualität verbessert und ich dadurch während der Therapie meine Verhaltensweisen besser in den Griff bekomme.
    Das ist ja glaube ich auch Sinn der Sache. Du lernst wie es besser geht mit Hilfe der Medikamente.
    Wenn man keine Vorstellung davon hat wie es "richtig" funktioniert ist das lernen von Verhaltensweisen auch deutlich schwerer.

    LG Torsten

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Angst vor Medikamenten

    Hallo Nads,

    ich kann Dich verstehen, mir ging es lange genauso, sowohl was meinen Sohn anging, aber auch was mich anging.

    Ich denke die Frage ist immer was rechtfertigt die Einnahme eines Medikaments?!

    Wie ist der Leidensdruck, wo liegen die Probleme.

    Ich denke, dass NUR Medikamente ohne Therapie selten sinnvoll sind. Ich denke, dass eine gute Therapie mit Medikamenten sehr gut unterstützt werden kann und dann finde ich es sinnvoll.

    Ich denke man sollte sich nicht abhängig von Medikamenten machen, ich habe seit ich MPH nehme auch immer MPH freie Zeiten genommen und habe gemerkt wobei mir MPH helfen kann und was ich definitiv durch Arbeit und Therapie in den Griff bekommen muss.

    Ich denke es bringt nichts sich "überreden" zu lassen, jeder muss für sich selber sehen ob er das möchte ob es ihm etwas bringt und er daraus etwas ziehen kann!

    So oder so wünsche ich Dir für Deinen Weg viel Erfolg ob nun mit oder ohne Medikament!

    LG

    Rose

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 81

    AW: Angst vor Medikamenten

    Hallo nads,
    eigentlich ists ganz einfach, wenns Dir noch nicht schlecht genug geht, dann lass es!
    Willst Du dass man Dich überrede?
    Die Entscheidung dann vielleicht nicht Deine sei? Verantwortung abgeben?
    Oder wissen wie übel es den anderen manchmal davon wurde? Oder auch nicht?
    Geht auch meist schnell vorbei wenns passt, und tut es das: "Hätte ich doch früher schon...".
    Du bist Allein!

    Abhängigkeit?
    Die evtl. auftretenden Probleme sind gegen den Erfolg, falls denn, so ähnlich wie der Tropfen,
    heißer Stein, aber da bist Du dann auch nicht allein!

    Und wenn ein Leben lang?
    Wenns damit ein Leben ist das man so nennen kann, nur zu!
    Ansonsten vielleicht sterben, ein Leben lang?
    Aber entscheiden, musst Du!

    Du fragst auch nach der Reue die man findet wenn man meint es sei falsch gewesen,
    oder auch wenn es sicher falsch war besondere Medikamente zu nehmen,
    man tut das was notwendig ist, und wenn man das immer mit gutem Gewissen tut,
    dann gibts auch keinen Grund zur Reue.
    Ein Merkmal ist die eigene Scham, schämst Du Dich einer Tat oder der Absicht,
    dann lass es sein, die Ausnahme dabei ist die Hoffnung, die man haben darf,
    auch wenn man sich für die Ursache ihrer Berechtigung schämen mag,
    vielleicht zu unrecht, oder auch zu recht, wenn sie sich erfüllt, schämt sie sich nicht.
    Erfüllt sie sich aber nicht, dann sollte sich die Hoffnung schämen, oder der,
    der sie einem versprochen hat, oder auch man selbst, im Falle nämlich wenn man
    Vertrauen mit Leichtgläubigkeit verwechselt hat, nur das ist zu beachten.

    Viele Grüße,
    Gerald

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Angst vor Medikamenten

    nads schreibt:
    aber ich lehne dass aus Angst immer noch strikt ab.
    Pack die Angst mit auf die Liste der Argumente und zwar als wichtigsten Punkt. Klar kann ein Medikament trotzdem wirken, aber wenn du gegen deine eigene innere Abwehr arbeitest, ist die Gefahr groß, dass das Medikament schwach oder garnicht wirken kann. Was sagt denn dein Psychiater zu deinen Ängsten? Wovor genau hast du Angst? Gibt es etwas das tatsächlich die Angst mildern könnte oder helfen Argumente nicht?

    Nocebo-Effekt:
    Der Nocebo-Effekt (Quarks & Co. 03.07.2012) - YouTube

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 8

    AW: Angst vor Medikamenten

    Danke für das Video, Lilith Ich meinte diesbezüglich die Angst vor der Abhängigkeit und den Nebenwirkungen. Bzw, das mag jetzt verwirrend klingen aber ich habe tatsächlich solche Angst vor den Medikamenten und dass ich sie nicht vertrage, dass ich mir sicher bin dass ich sie dann auch nicht vertrage. Naja so wie das eben ist mit der selbsterfüllenden Prophezeiung.

    Ängste? Naja die habe ich mittlerweile einigermaßen unter Kontrolle, zumindest die Panikattacken kann ich kontrollieren. Ansonsten dass übliche, Versagensängste etc.... Aber keine Phobien oder so. Ich habe bisher einfach noch kein wirklich gutes Argument das für die Medikamente spricht. Mein Psychiater meinte kann helfen, muss aber nicht. Und da mir irgendwie andauernd von Methylphenidat abgeraten wird, lass ich es eben. Ich hatte vor drei Jahren mal Medis zum einschlafen verschrieben bekommen, nicht mal die habe ich genommen, liegen seit drei Jahren unberührt als Krücke in der Nachttischschublade. Ich denke immer dass ich sie aufhebe bis es ganz schlimm wird. Die Schlafstörungen gehen ja auch immer wieder weg. Und so ist das ja auch mit der Ruhelosigkeit.

    Das stimmt schon, was du schreibst, die Angst ist das größte contra auf der Liste.
    Ich glaube ich werde einfach weiterhin medikamentfrei damit leben müssen, dass ich eben diese rastlosen, ruhelosen Phasen habe. Vor allem Nachts ist es zur Zeit ganz schlimm. Aber ich weiss auch dass das wieder vorbei geht und dass es mir dann zumindest phasenweise wieder besser gehen wird. Ich habe immer nur diese Rastlosigkeit wenn ich nicht viel zu tun habe, blöderweise ist das in dem Bereich in dem ich arbeite immer im Sommer.

    Mein Psychiater meinte auch, dass es keinen Sinn hat wenn ich mich so sehr sträube, aber er startet alles viertel Jahr nen neuen Überredungsversuch.

  9. #9
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 38
    Hallo Nads,

    wenn die Angst dein größtes Problem ist, warum steigst du dann nicht bei diesem Thema ein?
    Machst du eine Therapie mit dem Psychiater? Ansonsten würde ich vielleicht erstmal eine Therapie machen.
    Möglicherweise eine fundiert Tiefenpsychologisch oder eine Psychoanalyse.
    Deine Ängste haben ja sicher auch Ursachen und ich denke es ist nicht Sinn der Sache, wenn du die Ängste so lässt wie sie jetzt sind?
    Ich habe auch viele Jahre an einer Angstsymptomatik gelitten und habe das über diverse Therapien sehr gut in den Griff bekommen.
    Auch meine Medikamenten Angst. Früher durfte ich keinen Beipackzettel lesen ansonsten hatte ich ruckzuck alles was da drin steht.
    Ich nehme jetzt seit ca. 4 Wochen Medikinet und hatte auch ein paar Startschwierigkeiten. Mittlerweile läuft es aber ganz gut und ich arbeite nur noch auf eine Sinnvolle Dosis hin.
    Ein Therapeut sollte Dich nicht überreden. Schon gar nicht, wenn er Deine Ängste kennt.

    Viele Grüsse
    Torsten

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 83

    AW: Angst vor Medikamenten

    wir hatten damals keine andere wahl mehr, entweder wir versuchen es mit den medis oder meine noten bleiben zwangsweise weiterhin mies und ich lande auf der sonderschule. mir hat das damals nichts ausgemacht, ich mein ich war gerad mal in der 4 klasse, meine eltern hingegen hatten angst davor auch weil auch sie die hetze gegen die medis mitbekommen hatten.
    die aller erste tablette bekam ich vor den hausaufgaben, ne halbe stunde vorher und das ergebnis war das meine mutter vor freude heulte. ich war nach nichtmal ner halben stunde fertig, noch am tag davor brauchte ich 4 stunden um die hälfte meiner hausaufgaben zu machen und das alles mit viel heulerei und anschrein weil die nerven blank lagen.
    ich habe es von da an nie bereut den schrit mit den medis zu wagen, sie haben es mir ermöglicht später aufs gymnasium zu gehen und mein abi zu machen.
    ich mein natürlich wünscht man sich das man ja sowieso kein adhs hat dan wär sowieso alles leichter (jahrelang stand auf meinem xmas wunschzettel kein adhs mehr haben) aber das passiert nunmal nicht.
    die einzige große krise die ich in all den jahren die ich die medis schon nehme mit den medis hatte war meine wachstumsverzögerung als nebenwirkung der medis. ich wuchs immer nur nach den sommerferien wenn ich die medis 6 wochen lang nich genommen hatte, und dann tats höllisch weh weil ich innerhalb von 2-3 wochen mal eben 20-30 cm wuchs.
    ansonsten habe ich es nie bereut das wir diesen weg gegangen sind.

    ps: ich nehme die medis jetzt seit über 10 jahren quasi durchgehend

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