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Diskutiere im Thema MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 6

    AW: MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs

    Da fällt mir gerade auf, dass das vielleicht etwas missverständlich von mir gesagt wurde am Anfang:
    Die Ärztin wollte mir nicht MPH+SSRI verschreiben, sondern sie wollte mir ausschließlich SSRI, also Fluoxetin, verschreiben.

    Und da wundere ich mich halt, weil ohne MPH sind ja auch keine Depris da und da weiß ich dann nicht, ob das so die gute Idee ist. Mein eigentlicher Behandlungsgrund war ja die Konzentrationsfähigkeit und an der ändert ein SSRI doch nichts, oder?

    Beste Grüße!

  2. #12
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 171

    AW: MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs

    Peter073 schreibt:
    Und da wundere ich mich halt, weil ohne MPH sind ja auch keine Depris da und da weiß ich dann nicht, ob das so die gute Idee ist. Mein eigentlicher Behandlungsgrund war ja die Konzentrationsfähigkeit und an der ändert ein SSRI doch nichts, oder?
    Richtig erkannt. SSRI sind letzlich nur für die "Stimmungsschankungen" bzw. die depressive Stimmungslage. Deswegen war ja, wenn es um ADS und diese Symptomatik geht eher die Rede von einer Kombination beider Präperate. Ich denke, deine Anliegen müssten sich doch ganz gut mit deinem Arzt besprechen lassen, oder?

    Beste Grüße

  3. #13
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs

    Peter073 schreibt:
    Nach ca. 3 Monaten mit konstanter Einnahme wurde ich dann immer lustloser. Alles war anstrengend und ich hatte das Gefühl immer depressiver zu werden. Die ganze Außenwelt kam mir surreal und belanglos vor und ich hatte das Gefühl komplett Verrückt zu werden. Das Zeitgefühl hat garnicht mehr gestimmt und ich wollte eigentlich nur noch schlafen. Gleichzeitig habe ich MPH immer weiter genommen weil ich erst dachte 'oh weh ist mein ADS schlimm, bloß nicht aufhören'. Irgendwann ist mir dann zum Glück eingefallen, dass das alles eine Nebenwirkung vom MPH sein könnte und nachdem ich es für ein paar Tage abgesetzt habe ging es mir wieder deutlich besser. Bis die letzten Reste von der Depression weg waren dauerte es ca. einen Monat.

    In der Folgezeit hatte ich keine Lust mehr irgendwas zu nehmen da ich froh war wieder einigermaßen bei Sinnen zu sein. Als ich meiner Ärzting von dem Problem erzählt habe meinte die nur, dass das schonmal keine Depression gewesen sein konnte, weil Depressionen was ganz schlimmes wären und sowas könnte ja nicht vom MPH kommen (auf dem Beipackzettel steht was anderes...)
    Sie wollte mir dann trotzdem ein SSRI verschreiben, weil ich ihrer Meinung nach immer (auch ohne MPH) etwas zu negativ gestimmt bin.


    Dass Mph Depressionen auslösen kann, ist ein weit verbreitetes Phänomen. Es steht also zurecht im Beipackzettel. I. d. R. ist es aber so, dass bereits vorhandene Depressionen noch verstärkt werden. Es kann aber durchaus bei einem Nicht-Depressiven ein Depressionszustand durch Mph ausgelöst werden.

    Interessant wäre die Meinung von web4health zu diesem Phänomen. Der bestimmt sagen würde, Depressionen treten im Zusammenhang mit Mph vor allem bei Überdosierungen auf. Man kennt diesen seinen Standardsatz ja zur Genüge.

    Dieser stimmt ja auch. In Deinem Fall glaube ich aber nicht an eine Überdosierung.

    Was web4health aber gern verschweigt ist die Tatsache, dass auch bei einer Unterdosierung mit Mph Depressionen auftreten können.

    Um die Sache vollends ganz zu komplizieren: Auch in der richtigen Dosierung können bei Mph Depressionen auftreten.

    Leider bin ich kein pharmakologischer Fachmann und leider hat sich Mr. web4health des Themas hier noch nicht angenommen.

    Laienhaft und vereinfacht ausgedrückt verhält sich die Sache so: Wenn ich im Gehirn den Spiegel von Dopamin und Noradrenalin anhebe, reduziere ich damit automatisch damit im Verhältnis stehend die Serotoninkonzentration.

    Der Tipp Deiner Ärztin, ein SSRI aufzuschreiben war also nicht falsch, sondern sozusagen logisch.

    Ich würde in Deinem Fall auch für diese Kombination plädieren.

    Wenn Dich Mph depressiv macht, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Dich auch Amphetamin depressiv macht.

    Dein Problem kann ich aber in gewisser Weise nachvollziehen. Auch mich hat Mph wesentlich depressiver als Amphetamin gemacht, das eher die Tendenz hat, meine Angststörung zu verstärken. Wogegen auch ein SSRI eingesetzt wird.

    Dass die Wirkung von Mph durch einen Gewöhungseffekt im Laufe der Zeit nachlässt, wird von Ärzten immer wieder bestritten, ist aber eine Grundtatsache.

    Nur: Das subjektiv spürbare Nachlassen der Wirkung von Mph muss nicht bedeuten, dass es tatsächlich, objektiv betrachtet nicht mehr wirkt. Das ist der Witz an der Sache.

    In einem solchen Falle empfiehlt es sich, statt die Dosis des Stimulanz immer weiter anzuheben, eine Steigerung der Dosis des Antidepressivums.

    Auch eine Verwendung von Mph und Amphetamin im Wechsel kann vielversprechend sein.

    Wenn Mph nicht richtig wirkt, liegt i. d. R. folgendes vor:

    1. Non-Responder

    2. Eine manifeste Schlafstörung

    3. Eine Dissoziation

    4. Depresssion und/oder Angststörung ist zu stark und muss zuerst behandelt werden.

    5. Alkohol-/Tablettenmissbrauch

    5. Es liegen schwere Komorbiditäten vor wie Borderliner, Psychose, Bipolarität oder Asperger.


  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs

    Anni schreibt:
    Das kann der Arzt ja machen, eine eigene Diagnose, aber da du ja schon eine gültige hast, ist er VERPFLICHTET, dir daraufhin Medis zu geben!!!!!!!!!!!!!!!!

    Er kann nicht grundlos die Diagnose eines anderen Arztes anzweifeln!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!

    LG Anni
    Ein Arzt ist zu gar nichts verpflichtet.

    Ein Psychiater zweifelt grundsätzlich die Diagnose eines anderen Arztes an. Das ist eine Art Berufskrankheit. (Der andere kann im Gegensatz zu MIR ja gar nichts wissen).

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 31
    Forum-Beiträge: 6

    AW: MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs

    Danke für die ganzen Infos. Ich glaub, jetzt weiß ich etwas besser wie ich das mit meinem neuen Arzt besprechen kann

  6. #16
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: MPH / Methylphenidat wirkt nur anfangs

    Peter073 schreibt:
    Da fällt mir gerade auf, dass das vielleicht etwas missverständlich von mir gesagt wurde am Anfang:
    Die Ärztin wollte mir nicht MPH+SSRI verschreiben, sondern sie wollte mir ausschließlich SSRI, also Fluoxetin, verschreiben.
    Das ist natürlich sozusagen schwachsinnig. Bei ADHS ist die alleinige Gabe eines SSRI kontraproduktiv.

    Wieder sehr laienhaft erklärt:

    Hebe ich den Serotoninspiegel im Gehirn an, verringere ich damit den Noradrenalin- und Dopaminspiegel in einem bestimmten Verhältnis und vice versa.

    Vereinfacht ausgedrückt:

    Wenn ich im Gehirn an einem Neurotransmitter herumschraube, verändere ich damit auch immer die Konzentration der anderen beiden Neurotransmitter.

    Überflüssig zu erwähnen, dass jeder Mensch darauf anders reagiert und die Kombination, die beim einen wirkt, beim anderen völlig für den Arsch ist.

    Das macht ja gerade die Einstellung mit Stimulanzien zu einer Wissenschaft für sich, die durchaus Jahre für sich in Anspruch nehmen kann.

    Die Kombination Stimulanz plus SSRI ist nichtsdestoweniger sozusagen die Standardkombination.

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