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Diskutiere im Thema Umstellungssphase auf Medikinet adult | Ich hab da paar Fragen im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 17

    Umstellungssphase auf Medikinet adult | Ich hab da paar Fragen

    Hallo miteinander,

    eigentlich wollte ich gerade als Neuling hier im Forum und weil ich mich anfangs (vor ca. 6-7 Jahren) etwas sehr viel mit Methylphenidat samt Wirkung&Dosierung befassen musste, nicht direkt wieder Fragen&Antworten zu Medis stellen.....

    .... aber da nun endlich mein Arzt sich selber samt Diagnose und Co abgesichert hat, das er vor Krankenkasse/Bundesärztekammer als ggf. auch Amtsapotheker/Bundesopiumstelle die Verschreibung von Medikinet adult ohne Wenn und Aber vertreten kann, ist meine Umstellung von MethylpheniTAD auf Medikinet adult angelaufen.

    Mich freuts vor Allem deswegen, weil die finanzielle Belastung als Privatzahler sich drastisch reduziert und die ganzen Begleitumstände wie BtM persönlich abholen/abgeben und Medis persönlich abholen usw. usf. von 2-3mal im Monat auf 1mal reduziert werden... wenn denn peu a peu sich Alles mal eingependelt hat.

    Zu meiner Frage/meinem Anliegen:

    BIslang bekam ich unretardiertes MPH von der Firma TAD, weil die am Günstigsten waren. Einzeldosis zwischen 12,5 und 15mg, Wirkdauer zwischen 3-4h. Damit kam ich gut zurecht.

    Wie auch zu Beginn der Behandlung damals fangen wir (bzw. ich) wieder ganz vorsichtig an. Mein Arzt hat mir 5mg Medikinet adult verordnet und dazu die bekannten 10mg unret.

    Da er weiß, das ich keinen Unsinn mache, haben wir nur vereinbart, das ich vorsichtig selber testen soll, in welcher Kombination das Ganze erstmal optimal läuft. Selbstredend mit mindestens 1xwöchentlich persönlich Bericht erstatten und Tagebuch führen. Ebenso werde ich aus eigenem Interesse in der Umstellungsphase öfters beim Hausarzt Blutbild und EKG machen lassen.

    Mit Medikinet hatte ich bisher noch nie zu tun, weder retard noch adult und auch mein Arzt und Apotheker finden keine greifbaren Infos über eventuelle Umrechnungsmöglichkeeiten. Medice selber hält sich natürlich bedeckt....

    Ich möchte bitte keine Dosierungsratschläge oder "ist zuviel oder zuwenig"-Antworten oder "nimm lieber das statt das". Mir geht es nur um die Frage, ob - aus Erfahrung oder aus Fachinfos - Jemand weiß, wie man unretadiertes MPH in Medikinet adult "umrechnet".

    Das die Dauer und Art der Freisetzung bei Jedem verschieden ist ist klar.

    Als Beispiel:

    Ich bekam - siehe oben - bisher 15mg alle 3-4h. Rein rechnerisch und nach ausgiebigem Studium aller Infos der Roten Liste usw. wäre bei mir Medikinet adult 30mg angezeigt, weil 15mg sofort und 15mg erzögert.

    Da ich mich aber vorsichtig rantaste, habe ich nun 2 Tage lang 3x5mg adult auf einmal, was rein rechnerisch 7,5mg sofort und 7,5mg verzögert bedeuten würde. Damit kam ich aber überraschend gut zurecht, hatte weniger "Hoch&Runter"-Probleme usw.

    Mich wundert dabei halt, das es die Hälfte meiner eigentlichen Einzeldosis ist und über einen Tag erheblich weniger als ich "gewohnt" bin. Das wäre prinzipiell sehr gut, weil in dem Fall weniger mehr ist.... oder ich habe da einen gewaltigen Denk&Rechenfehler drin.

    Und falls das Ganze hier zu wirr und kompliziert ist....ich hab doch ADS

    LG, Andy

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 187

    AW: Umstellungssphase auf Medikinet adult | Ich hab da paar Fragen

    Hi,

    das macht schon Sinn was du schreibst. Retadiertes und unretadiertes funktionieren ja im grunde unterschiedlich, auch wenn es eigentlich nicht viel anderes ist als unretadiertes 2 mal zu nehmen. Aber es gibt ja auch viele Berichte von Leuten, die mit einem Medikament super zurecht kommen und mit einem anderen nicht, obwohl der Wirkstoff und dessen Menge identisch sind. daher kann es natürlich sein, dass du einen ganz anderen Effekt verspürst, weil du sowohl das Präparat als auch die Dareichungsform geändert bekommen hast.

    Ich kriege gerade 35mg morgens und 30mg nachmittags, ebenfalls Medikinet adult. Wobei die Nachmittagsdosis sich nach Bedarf richtet. Stehe ich später auf und muss abends nichts leisten, lasse ich die auch gerne mal weg, ist laut Arzt auch in Ordnung.

    Was dir sicher auch aufgefallen ist, oder auffallen wird wenn du es beobachtest: Retard flutet allgemein langsamer an und schleicht sich langsamer aus, also die "An-Aus"-Wirkung von unretadiertem kommt eigentlich nicht vor. Unretadiertes wirkt ja meist innerhalb kürzester Zeit und die Wirkung fällt auch innerhalb kürzester Zeit dann wieder ab, in dem Sinne, das die Wirkung eben schnell einsetzt und nach 3 - 4 Stunden mehr oder minder schlagartig abfällt. Das passiert bei Retardpräparaten eigentlich nicht.

    Man liest auch oft, dass sich die Dosierungen bei sowas unterscheiden. Wer jetzt beispielsweise 15mg Medikinet unretadiert mehrmals am tag bekommt, der mag mit 30mg retard gut fahren, weil es ja eigentlich ähnlich wirkt. Aber trotzdem kommt es ahlt häufiger vor, dass die Dosis bei retardpräparaten, wenn man sie auf Einzelanwendungen umrechnet, eben anders sind, dass man mehr oder weniger benötigt.

    Also du rechnest da schon richtig, jedoch vergisst du evtl. einzubeziehen in die Denke, dass der Wirkstoff verändert freigesetzt wird und allein durch die Retadierung noch andere Stoffe mitkonsumiert werden, die auch einen Einfluss auf die Wirkung haben können. Wie ich schon schrieb, 30mg Ritalin und 30mg Medikinet können bei einem Menschen trotz gleichen Wirkstoffes und gleicher Dosis unterschiedliche Wirkung haben. Da der Faktor Mensch halt unberechenbar ist, ist es glaube ich nicht wirklich möglich zu sagen "wenn x mg des unretadierten Präparats A gut wirken, ist die Wirkung von y mg retadierten Präparates B gleichen Wirkstoffes identisch".

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Umstellungssphase auf Medikinet adult | Ich hab da paar Fragen

    Hi Zork,

    was du beschreibst von wegen "der An-Auseffekt (ich mag das Wort Rebound nicht) fällt weg oder wesentlich schwächer aus", das merke ich auch und fnde ich sehr angenehm. Obwohl ich grade mal die ersten "Gehversuche" mit dem retardierten Mittel hinter mir habe.

    Wenn ich mir dein Posting und meine Erfahrungen so durchgrübele, blebt wohl tatsächlich nur die Möglichkeit, für sich selber vorsichtig die optimale und individuelle Dosierung rauszufinden. Es wäre ja auch zu einfach, wenn man 1 zu 1 umrechnen könnte ^^.

    Ganz am Anfang, als sich die Wirkung der allerersten wirksamen Dosis bemerkbar machte, war ich von diesem plötzlichen Einsetzen noch regelrecht fasziniert. Das ging eine ganze Weile so, wurde dann aber nervig wie Autofahren, wenn man fahren muss.

    Für mich wäre es optimal, wenn ich dieses "An-Aus" nicht mehr hätte und das zwangsläufig mit einem verantwortungsvollen Umgang verbundene "auf die Uhr schauen", "auf den Körper achten" aber keinesfalls zu früh nachdosieren weil zuviel noch viel fieser ist als zuwenig.

    Vorhin hab ich einer interessierten Apothekerin (leider nicht der hübschen Blonden, die hat 2 Wochen Urlaub) gesagt, das ich MPD und da besonders unretardiertes für ein sehr anstrengendes Mittel halte und so empfinde. Es wirkt wunderprächtig, aber es hat nunmal auch unerwünschte Wirkungen.

    Also, vielen Dank für deine Antwort. Ich werde dann in Zusammenarbeit mit meinem Arzt und sehr fähigem Apotheker peu a peu "meine Dosierung" rausklamüsern .

    LG, Andy

    Edit: ich lass die Vertippser drin....aber damit NIemand denkt, das ich Einen an der Waffel hab....die Funktasta ist kagge und die Akkus davon fast leer ^^

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 277

    AW: Umstellungssphase auf Medikinet adult | Ich hab da paar Fragen

    Hi Andy,

    so starr kann man das nicht umrechen. Es ist nicht gesagt, dass ein retardiertes Medikamenten lediglich oder automatisch doppelt so lange wirkt und die Wirkstoffmenge für eine Einnahme sich aus der Summe von zwei Einzeldosen des bisherigen unretardierten Medikametes ergibt.

    Die Wirkstofffreisetzung und Zeitdauer der Wirkung ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
    Beachte z.B., das dies bei Medikinet adult u.a. sehr davon abhängt, ob das Medkament vor, während oder nach dem Frühstück genommen wird - und auch davon, was man zu sich nimmt.
    Wird Medikinet adult auf nüchternen Magen eingenommen, flutet es schnell an und es tritt zunächst eine stärkere Wirkung ein! Diese klingt aber eher wieder ab.

    Es gibt dazu mehrere Threads, du kannst ja auch mit anderen Suchbergriffen versuchen, diese herauszufiltern.

    Viele Grüße
    Spezi

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Umstellungssphase auf Medikinet adult | Ich hab da paar Fragen

    Hi Spezi und alle Anderen,

    nur am Rande....wenn ich mich mal eine zeitlang gar nicht melde oder hier blicken lasse, bitte nicht böse sein oder denken, ich würde mich für eure Meinungen und postings nicht interessieren. Ich kann nur ins Internet, wenn ich an meinem "Arbeitsplatz" bin. Der ist ca. 60Km von meinem Wohnort entfernt und meistens übernachte ich hier. Zuhause (ist eigentlich kein zuhause) habe ich kein Fon&Inet, weil ich leider auch im finanziellen Bereich mit den Schatten der Vergangenheit zu kämpfen habe....sprich: Verbraucherinsolvenz, neg, Schufa usw....

    Aber zurück zum Thema:

    Beim letzten Termin vor ein paar Tagen hatte ich meinem Arzt noch freudestrahlend berichtet, das ich scheinbar mit 15mg Medikinet adult 2-3mal am Tag (ich hab manchmal lange Tage) besser zurechtkomme als davor mit den 15mg "Standard" alle 3-4h.

    Wir sind natürlich immer noch dabei, eine optimale Dauermedikation für mich (bis auf Weiteres) zu finden, mit der ich gut zurechtkomme und im Idealfall die Fahrten in Sachen Rezepte ausgedünnt werden. Bei Retardpräparaten dauert sowas eben länger.

    Ich bekam diesesmal die 10mg-Kapseln, hatte noch 5mg Kapseln und sollte/wollte übers WE (hab mir dafür extra eine Auszeit genommen) peu a peu ein paar Schrittchen weiterkommen. Der Teufel steckte im Detail und diesesmal in Form von "der Großhandel kann diese Stärke in dieser Verpackungeinheit nicht liefern und ausserdem hat ihr Arzt die Dosierungsangaben vergessen".....

    Also musste ich zur Überbrückung die vorhandenen 5mg Kapseln nehmen.

    Aus mir unerfindlichen Gründen lief es mit 15mg als Einzedosis aber nicht mehr so wie zu Beginn. Da mir bewusst ist, das ein "zuviel" an MPH die positiven WIrkungen ins Gegenteil umkehren kann (bei mir ist das so), habe ich dann erstmal die Dosis um 5mg auf 10mg verringert. Das war auch "nix".

    Dann waren die 5mg Kapseln aufgebraucht und die 10mg lieferbar und ich hatte nur die Wahl zwischen 10 oder 20mg. Mit 20mg wars dann schon spürbar anders. ....Ich kürze das hier nur ab, um nicht jeden Tag und jede Einnahme zu texten. 30mg Medikinet adult als Einzeldosis und das alle 6-8h kam/kommt mir vor wie mit den früheren 15mg unret. alle 3-4h, nur einen Tacken dezenter morgens und ohne das Hoch&Runter tagsüber. Ich hatte und habe aber das dumpfe Gefühl, das es ein kleinwenig zuviel MPH ist.

    Morgen habe ich wieder einen Termin beim Doc und dann werden wir überlegen, wie wir langsam an besagte Idealdosis rankommen. Ich denke, die liegt irgendwo zwischen 20-25mg M-adult alle 6-8h, und das Ganze schwankt bei mir sowieso in Abhängigkeit von Tagesform und äusseren Umständen.

    Leider kann auch ich niemandem etwas Konkretes sagen, was Umrechnung oder Regelmässigkeit bei der Umstellung auf Medikinet adult angeht. Es sind zuviele Variablen dabei.

    Eines steht für mich aber seit langer Zeit schon fest: nur mit Medikamenten alleine ist es nicht getan. Ich merke einfach zu oft, das ich in den Jahren von 12-33 zuviel bzw. fast Alles verpasst habe und zuviel im Leben nicht erreicht, was ich hätte erreichen können. Dazu gehören teils ganz banale Dinge, die man aber nur in einem bestimmten Alter erleben kann. Es gehören aber auch sehr bedeutende Dinge dazu, die man ab einem gewissen Alter nicht mehr erleben wird.

    Mit diesen ganzen Defiziten umgehen lernen unter dem Gesichtspunkt, das ich jetzt "normal" auf Andere wirke, das ist ein gewaltiges Problem das MPH alleine nicht lösen kann.

    Randnotiz: manche halten mich für so ne Art "Wundertier" oder "Überflieger" und tatsächlich mache ich und kann ich so ziemlich Alles.ausser Fliesenlegen. Und das Meiste mache ich entweder sehr gut und professionell oder lasse es im Zweifelsfall. Das ich vom Klavier weggehe und erstmal ein HD-Video drehe und bearbeite bevor ich einen PKW-Motor repariere, das ist schon strange, hat aber einen sehr hohen Preis gekostet,....wenn man fast 30 Jahre lang nicht mehr gemacht hat als irgendwie funktioniert, versucht zu arbeiten und gelernt hat was geht und - kennen vielleicht Einige - wenn der beste und einzige Freund der Fernseher ist und die besten Lehrer TV-Dokus...da sammelt man schon Einiges an Wissen und Können...however.. ich lebe, hab 2 Arme, 2 Beine und nen Kopp zum Denken...sehr viele Andere haben das nicht. Also...ich versuch mein Bestes

    (Sorry...ist länger geworden als geplant und etwas vom Thema weg....aber irgendwie musste ich mich mal ansatzweise "auskotzen"....Danke)

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