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Diskutiere im Thema Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 70

    Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben?

    Hallo zusammen,

    ich habe mir nun echt viele Threads durchgelesen, jedoch immer wieder verschiedenes gehört!
    Deswegen ein paar grundsätzliche Fragen:

    1. Weiß jemand ab wann MPH nur noch vom Neurologen/Psychiater verschrieben werden darf?

    2. Wenn ja, wie wird das bei 6-8 wöchigen Wartezeiten beim Neurologen/Psychiater umgesetzt?

    3. Warum ist es so schwierig in einer Stadt mit ca 100 000 Menschen geeignete Fachleute zu finden? (hab mir jetzt auf gut Glück n Termin beim Psychiater geholt bei dem ich am kürzesten Warten muss (6 Wochen))

    3. Bezahlt die AOK jetzt Medikinet adult? Meine Psychologin sagt ja, meine Krankenkasse nein, mein Hausarzt hat kein plan und verschreibt auf Privatrezept bis ich ihm die Bestätigung der Krankenkasse vorlege! --> würde morgen nochmals zur AOK und da nochmals nachhaken! (Hab die Diagnose als Erwachsender erhalten) Was ich denen genau sagen soll muss ich mir aber auch noch überlegen?

    4. Warum muss ich morgen wenn ich das Medikament in der Apotheke abhole, nun doch nur 5 Euro bezahlen, obwohl ich heute extra darauf hingewiesen habe dass ich eigentlich alles zahlen muss!

    5. Warum muss die Apothekerin lauthals durch die mit Kundschaft vollgestopften Apotheke rufen :
    " Um wieviel Uhr kommen die BTM-Rezepte morgen?" Dann wurde ich noch laut und langsam gefragt ob ich es bis morgen aushalte!


    6. Ich frag mich langsam warum ich Krankenkassenbeiträge bezahle, nur weil MPH aufm BTM-Rezept steht, wird man egal ob Krankenkasse, sei es der Hausarzt, oder die Apotheker, immer extrem kritisch beäugt, geradezu als würde man Missbrauch betreiben!

    Naja,

    Grüße an Alle

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben?

    Also, ich kann dir zu folgenden punkten was sagen:

    1. der Arzt muß Psychiater sein, er darf nicht nur Neurolge sein, da ADHS unter Psychiatrischer Erkrankung läuft. Deswegen darf nur ein Facharzt dieses Medikament für diese Krankheit ausstellen...
    (das selbe gilt z.b. bei btm-rezepten bei onkologischen erkrankungen) außerdem muß der Psychiater auch noch Btms ausstellen dürfen, darf auch nicht jeder (hab ich mittlerweile erfahren)

    5. weil manche einfach blöd sind... oder sie hat evtl. auch ADHS?

    6. das gilt für sämtliche btms, da steckt sehr viel dahinter, und derjenige der es verschreibt, hat einfach nur schiss um seinen popo... vorallem wenn es nicht bei präfinalen onkologischen patienten verschrieben wird...

    hoffe, ich konnt etwas helfen...

    LG Nervwerg

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 159

    AW: Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben?

    Neule schreibt:
    Hallo zusammen,
    Hallo zurück! *wink*

    Neule schreibt:
    1. Weiß jemand ab wann MPH nur noch vom Neurologen/Psychiater verschrieben werden darf?
    Das timmt so nicht. Grundsätzlich kann jeder Hausarzt MPH verschreiben der generell BTM-Rezepte ausstellt. Wird er aber nicht tun, wenn er nicht weiß, warum Du das wie bekommen kannst/sollst. Da wäre eine enge Absprache zwischen Deinem Facharzt und dem Hausarzt angebracht bzw. überhaupt erst einmal zwingende Voraussetzung. Aber wenn der Hausarzt nicht will - dann will er nicht. BTM ist nun einmal eine "heiße" Kiste.

    Bei mir läufts wie folgt: Der Facharzt hat für meinen Hausarzt ein kleines Schreiben angefertigt, dass er bei mir ADS diagnositziert hat und eine Behandlung mit MPH in Dosis X und Darreichungsform Y empfiehlt bzw. für nötig hält. Das reicht meinem Hausarzt - und daher stellt er die BTM-Rezepte aus.


    Neule schreibt:
    2. Wenn ja, wie wird das bei 6-8 wöchigen Wartezeiten beim Neurologen/Psychiater umgesetzt?
    siehe 1.

    Das Problem ist aber akut, weil sehr viele Hausärzte lieber die Finger vom MPH lassen...


    Neule schreibt:
    3. Warum ist es so schwierig in einer Stadt mit ca 100 000 Menschen geeignete Fachleute zu finden? (hab mir jetzt auf gut Glück n Termin beim Psychiater geholt bei dem ich am kürzesten Warten muss (6 Wochen))
    Meine Antwort bzw. Vermutungen und Spekulationen würde wahrscheinlich Buchlänge erreichen - daher...


    Neule schreibt:
    3. Bezahlt die AOK jetzt Medikinet adult? Meine Psychologin sagt ja, meine Krankenkasse nein, mein Hausarzt hat kein plan und verschreibt auf Privatrezept bis ich ihm die Bestätigung der Krankenkasse vorlege! --> würde morgen nochmals zur AOK und da nochmals nachhaken! (Hab die Diagnose als Erwachsender erhalten) Was ich denen genau sagen soll muss ich mir aber auch noch überlegen?
    Grundsätzlich ja mit einem kleinen "aber" (das lass ich hier jetzt mal außen vor).

    Seit dem 14.04.2011 ist Medikinet adult für die Behandlungen von AD(H)S bei Erwachsenen in Deutschland zugelassen und damit von den Krankenkassen zu übernehmen.


    Neule schreibt:
    4. Warum muss ich morgen wenn ich das Medikament in der Apotheke abhole, nun doch nur 5 Euro bezahlen, obwohl ich heute extra darauf hingewiesen habe dass ich eigentlich alles zahlen muss!
    In aller Kürze die wahrscheinlichsten Ursachen: Fehler beim Arzt (falsches BTM-Rezept erwischt: Gesetzlich statt privat). Oder Fehler bei der Apotheke (Lesefehler...). Im ersteren Fall kanns Dir egal sein, im zweiteren Fall kann es sein, dass die Apotheke den Fehler bemerkt (also DAS auf jeden Fall) und dann bei Dir anruft bzw. bei Abholung den Fehler anspricht und mehr Geld haben will.


    Neule schreibt:
    5. Warum muss die Apothekerin lauthals durch die mit Kundschaft vollgestopften Apotheke rufen :
    " Um wieviel Uhr kommen die BTM-Rezepte morgen?" Dann wurde ich noch laut und langsam gefragt ob ich es bis morgen aushalte!
    Das würde ich die Apothekerin fragen. Oder gleich die Apotheke wechseln. Je nachdem, wie hoch Dein "Leidensfaktor" ist... ;-)



    Neule schreibt:
    6. Ich frag mich langsam warum ich Krankenkassenbeiträge bezahle, nur weil MPH aufm BTM-Rezept steht, wird man egal ob Krankenkasse, sei es der Hausarzt, oder die Apotheker, immer extrem kritisch beäugt, geradezu als würde man Missbrauch betreiben!
    Nunja - da MPH im BtMG steht und bei Verstoß gegen das BtMG teilweise sehr hohe Strafen die Folge sein können ist das nur gesunder Selbstschutz der Ärzte/Apotheker/Krankenkassen. Hat in meinen Augen nichts mit Deinen Krankenkassenbeiträgen zu tun. Wenn überhaupt mit dem Gesetzgeber.


    Lass Dich vom ganzen bürokratischen (Un)Sinn nicht entmutigen. Irgendwann wissen alle Beteilgten Bescheid - dann entspannt es sich deutlich...

    Grüße

    Grey


    P.S.: Wenn Du schon MPH verschrieben bekommst (und also auch schon AD(H)S bei Dir diagnositiziert wurde) - magst Du dann evtl. mal Alex bitten, in Deinem Profil Deinen "Bezug zu ADS bei Erwachsenen / ADHS bei Erwachsenen" zu ändern? Also von "Interessiert/Eigenverdacht" in "Diagnose als Erwachsener"? Ist auf Dauer hier im Forum sicherlich besser - es könnte manchen Forumsnutzer zu falschen Schlüssen verleiten, wenn da auf Dauer "Interessiert/Eigenverdacht" steht Du aber ggf. von Erfahrungen mit MPH berichtest oder entsprechende Fragen stellst..

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben?

    Hey!

    Also hier in AT zahlt die Kassa das Ritalin komplett, nur halt die Rezeptgebühr von 5,10 muss ich selber aufbringen (II OP Rita LA 30, I OP Rita LA 20, II OP Rita 10mg =27€) außer natürlich man ist, so wie ich auch bisher (nun nicht mehr wegen paar € zuviel Pensi) Rezeptgebührenbefreit. Ich muss auch nur 1 x monatlich zum Psychologen (dauert immer nur 5 Minuten) die Rezepte holen, wobei ICH immer darauf achte das die Termine maximal 28 Tage auseinander liegen (bei meinem vorherigen Psy. hatte ich zeitweise Termin Unterschiede von 35 Tagen, was nicht geht finde ich, die Packungen haben ja genau 30 Stück,...). Auch die SGrezeptbewilligung die ich ne Zeitlang bei der Krankenkasse persönlich abholen musste, geht nun Online aus der Ordination aus. Finde das total Super hier in AT. Das ist so einfach,... Angenehm.

    Habt ihr in DE so wenige FA das man so lange auf Termine warten muss oder sind die so überlastet?

    Wegen der Apothekengeschichte und dem raus schreien bzgl. BTM: die wenigsten Normalbürger wissen was damit anzufangen was BTM bedeutet denke ich.

    Aber ich hatte ein Ähnliches Erlebnis kürzlich beim Praktischen. Mein Fehler, gebe ich zu ist aber Teil meiner Krankheit, war das ich kurz vor Ordinationsschluss da war. Auf einmal stürmt der Vertretungsarzt meiner Ärztin aus der Ordination raus (Gemeinschaftspraxis und mit dem Arzt habe ich IMMER Probleme, bei alten und "normalen" Patienten geht er vorbei mit Schulterklopfer: na geht es ihnen wieder gut und mit mir redet er wie mit einem ausgestoßenen, wobei ich ihm niemals etwas getan hatte oder so, muss ihn jedes mal darauf hinweisen das er so nicht mit mir reden soll und sich einreisen soll, und was er glaubt wer ich bin das er so mit mir redet,... dann ist er meist halbwegs freundlich)
    und schreit mich mit meinen Namen vor allen anderen Patienten an das das so nicht geht und er genug von Leuten wie mir heute hat. Na schwerer Fehler von ihm, ich sage zuerst etwa lauter dann ruhig zurück: Bitte was soll das? Reden sie normal mit mir, was glauben sie wer sie sind, so geht das nicht. Was habe ich ihnen getan, reden sie normal mit mir, spinnen sie oder was?

    Daraufhin habe ich bei der Ärztekammer eine Beschwerde eingereicht, mit genauer Erklärung der Situation und das er immer so Arrogant mir gegenüber ist und ich ihn immer zurechtweisen muss. Antwort von der ÄK kam gleich mit sie werden der Sache nachgehen, nun ist er und das Personal auf einmal Scha. freundlich zu mir und ich werde ganz anders "behandelt" (nicht im Medizinischen Sinne).
    Ist ja wohl eine Frechheit und vor allem auch eine Datenschutzsache finde ich, da es niemanden in der Praxis was angeht wie ich heiße und um was es geht,...
    So ein Arroganter Blöder Hund,... Mit der Ärztin, bei der ich auch eigentlich in Behandlung bin ist alles super hingegen.

    Man muss sich nur auf die Füße stellen und klar machen das es so nicht geht, und derjenigen Person klar machen was Sache ist. Nur weil er/sie nen Titel hat (Dr. oder Mag. in Apo) brauchen sie nicht glauben das sie mit uns so umgehen können.

    Grüße!

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben?

    Grey schreibt:
    Das timmt so nicht. Grundsätzlich kann jeder Hausarzt MPH verschreiben der generell BTM-Rezepte ausstellt. Wird er aber nicht tun, wenn er nicht weiß, warum Du das wie bekommen kannst/sollst. Da wäre eine enge Absprache zwischen Deinem Facharzt und dem Hausarzt angebracht bzw. überhaupt erst einmal zwingende Voraussetzung. Aber wenn der Hausarzt nicht will - dann will er nicht. BTM ist nun einmal eine "heiße" Kiste.

    Bei mir läufts wie folgt: Der Facharzt hat für meinen Hausarzt ein kleines Schreiben angefertigt, dass er bei mir ADS diagnositziert hat und eine Behandlung mit MPH in Dosis X und Darreichungsform Y empfiehlt bzw. für nötig hält. Das reicht meinem Hausarzt - und daher stellt er die BTM-Rezepte aus.
    Läuft bei mir genauso. Ich denke mal, es kommt auch darauf an wie lange und gut der Hausarzt einen Patienten kennt. Mein Hausarzt wäre auch ohne schriftlichen "Beweis" bereit gewesen, mir ein Rezept auszustellen. Meine Ansage, dass mein Neurologe die Diagnose gestellt und MPH in xx Dosis verordnet hat, würde reichen, weil mein Hausarzt mich gut genug und sehr lange kennt, eben weiß, dass ich das nicht erfinden würde um frei Schnauze irgendwelche BTM einzuwerfen. Ein Hausarzt der den Patienten vorher kaum mal gesehen hat, würde das sicher anders machen und ich denke das ist auch gut so.

    Die Wartezeiten beim Neurologen sehe ich nicht als Problem. Für ein Folgerezept braucht man - so jedenfalls meine bisherige Erfahrung - keinen Termin. Der Arzt kennt dich, deine Medikamente sind im PC gespeichert, hinzugehen und um ein weiteres Rezept zu bitten sollte völlig ohne Termin möglich sein, sofern du nicht ins Sprechzimmer willst. Der Arzt muss das Rezept zwar unterschreiben, aber das sollte bei Folgerezepten kein Problem sein.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 316

    AW: Grundsätzliche Fragen! MPH Krankenkasse wer darf was verschreiben?

    Mit hat der Praktische Arzt auch schon öfters mit MPH ausgeholfen, aber nach Psychologenwechsel (er schickte nachricht an sie das sie mir nichts verschreiben soll) nicht mehr. Grundsätzlich hingegen darf dir jeder Arzt der eine SG Berechtigung hat auch MPH verschreiben,...

    ABER: ich muss in AT immer zum Arzt rein damit ich ein SG rezept bekomme.

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