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Diskutiere im Thema Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH / Methylphenidat im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH / Methylphenidat

    Guten morgen allerseits...

    nehm jetzt seit einer Woche MPH 5mg 1-0-0

    die erste Einnahme war echt genial! Meine innerlich angezogene Handbremse hatte sich endlich gelöst! Ich hatte das erste Mal das Gefühl nicht völlig blöd und schwer vom Begriff zu sein, außerdem glaub ich, das erste mal einen Hauch vom Gefühl des Gefühls "Entspannung" gespürt zu haben. Viele Dinge, die eigentlich im Alter von 30 Jahren einfach laufen sollten, liefen auch plötzlich sehr einfach! auch bin ich die letzten Tagen doch etwas entspannter, glaub ich...

    Die Nebenwirkungen halten sich in Grenzen... "nur" Mundtrockenheit, aber ob das auch mit den heißen Temperaturen zusammenhängt, kann ich nicht wirklich beurteilen. 2 Tage lang hatte ich richtige Tachykardien mit Palpitationen und einer leichten Dyspnoe.

    Leider hielt die Wirkung wirklich nur max. 4 Stunden an, was bei einem Arbeitstag von 8 Stunden nicht wirklich viel ist... Außerdem kan es nach Wirkungsende dazu, dass ich ca. 2 Stunden noch Kopfloser bei der Arbeit, als sonst ohne MPH war...

    Jetzt hatte ich gerade mit meinem Psychiater telefoniert, wo ich beim letzten Termin schnell merkte, dass er mit MPH nicht viel Erfahrung hat.Er damals nur gesagt, wie ichs nehmen soll :20 Tage lang MPH 5mg 1-0-0, dan MPH 10 mg 1-0-0 (alle beide unretardiert) keine Aufklärung, keinen genauen Plan, kein gar nix... Erst meine Psychotherapeutin klärte mich auf... Jedenfalls fragte ich ihn heute, ob ich, wenn ich merke, dass die Wirkung bei der Arbeit nachlässt, noch mal eine 5 mg nehmen kann. Er meinte, ich soll es so nehmen, wie er es gesagt hat. Er meinte auch, dass wenn mein Körper sich an MPH gewöhnt hat, und ich dann auf 10 mg hochgegangen bin, dass dann die 10 mg länger wirken.
    Ähm, bin selbst Krankenschwester... frag mich, seit wann höhrere Dosierungen auch länger halten?!?!? Außer, wenns retardiert ist?!?!?! Oder irre ich mich da?!?!



    Außerdem hab ich das Gefühl, dass mein plötzliches Funktionieren nicht wirklich Ich bin, die funktioniert, sondern dass es "nur" das Medikament ist. Aber eigentlich möchte Ich selbst funktionieren!
    Außerdem hab ich das Gefühl, dadurch, dass ich plötzlich mein Fokus besser einsetzen kann, irgendwie andere Sachen nicht mehr mitbekomm, ich hab das Gefühl, dass ich mit Scheuklappen rumlauf, zwar zielorientiert, aber irgendwie vermiss ich auch etwas das "alles-um-mich-herum-mitbekommen", vorallem beim Photographieren ist das ein Problem...
    Außerdem merk ich mittlerweile, wie blöd ich in meinem bisherigen Leben war... Hab so viel Sch*** gebaut, hab auf so vielen Menschen herumgetrampelt, ich schien für die anderen wirklich faul gewesen zu sein, die Menschen um mich herum müssen wirklich sauer auf mich sein... Ich kanns im Moment (ohne MPH) das Gefühl nicht besser beschreiben... Bin wirklich konfus... will die "alte" bleiben aber irgendwie doch auch nicht...

    Weiß nicht, wie ich folgendes besser schreiben kann, vllt. verstehts doch jemand.

    zur Dosis, hat da jemand die Erfahrung, dass mehr auch länger wirkt?

    zu den Gefühlen: kennt jemand auch diese Gefühle?

    LG Nervzwerg

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 295

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH

    Wie du schon sagtest: höhere Dosis wirkt nicht länger als eine geringere. Meine Güte, ich frage mich wie manche Ärzte solche Sachen verschreiben können ohne selber zu wissen was sie da verordnen *koppschüttel* Dem Irrtum bin ich auch aufgesessen als ich das Gefühl hatte, mit 2x 30mg retard habe ich ewig lange Wirkung. Mein Arzt sagte dass das nicht so ist, es wird nur mehr Wirkstoff freigesetzt aber der Zeitraum bleibt derselbe.
    Die Bedenken bzw. Gefühle die du hast, kennen sicherlich viele hier
    Erstmal ist es ja sehr ungewohnt wie du auf einmal "bist" wenn du das Medikament einnimmst. Da kommt man natürlich ins Wundern, wie ging das denn vorher und wieso habe ich dies und jenes getan? Du kannst ja schon erkennen, dass du deiner Schilderung nach mit den anderen Leuten in deinem Umfeld nicht ganz korrekt umgegangen bist. Ich würde dir raten: lass dir Zeit. Du nimmst sehr gut wahr was sich an dir oder deiner Auffassung ändert, warte erstmal ab was noch so kommt. Ich denke, danach kannst du gut entscheiden was du behalten möchtest an "neuen" Eigenschaften und was nicht.
    Es ist übrigens nicht so dass du mit dem Medikament funktionierst sondern das Medikament funktioniert mit dir das kannst und solltest du nach Belieben einsetzen.
    Eine Verhaltenstherapie ist sehr wichtig als Begleitung zum Medikament, eben damit man lernt diese vielen neuen Eindrücke und Erkenntnisse in den Alltag zu integrieren. Letztlich sollst du ja davon profitieren.
    Was du beim Fotografieren ansprichst kenne ich übrigens selbst so. Ich denke, wir sind es von vorher gewöhnt dass uns alle Eindrücke quasi zufliegen. Jetzt müssen wir uns ein bißchen aufmerksamer umsehen wenn wir das große Ganze wahrnehmen wollen. Das erfordert etwas Übung bzw. Gewöhnung. Was fotografierst du denn vorwiegend, Landschaft oder Personen?

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 187

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH

    Hi,

    also was definitiv stimmt ist, dass egal wieviel MPH du nimmst, die Zeitdauer ist die gleiche. Nur die Wirkstoffmenge unterscheidet sich. Wichtig eigentlich zunächst, die ideale Wirkstoffmenge zu finden, denn "viel hilft viel" gibt bei MPH noch weniger als bei den meisten anderen Medikamenten. Wenn du Kopfschmerzen hast und Tabletten dagegen nimmst, dann ist es ja auch nicht so, dass du bei einer Tablette die Kopmfschmerzen langsam loswirst, bei 2 schnell, bei 3 oder mehr sind die dann sofort weg. Eher gibt es Nebenwirkungen.

    Ich vergleiche das Gehirn da gerne mit einem Motor. Unser ADS-Gehirn dreht halt entweder zu langsam oder zu schnell, das MPH sorgt dafür, dass es in richtiger Dosierung den idealen Wirkungsgrad erreicht. Will sagen, dein "Motor" dreht genau in dem Bereich an dem Energieverbrauch/Leistung das ideale Verhältnis haben. Bei zu geringer Drehzahl kommste nicht aus der Hüfte, bei zu hoher biste aufgedreht und verbrätst Unmengen an Energie, die dann später fehlt. Du beschreibst, dass du denkst, dass 10mg länger wirken. Ich denke, dass du das mit besser wirken verwechselst. Vermutlich kriegst du von der Wirkung mehr mit, weil sie einfach besser ist, weswegen es dir länger vorkommt. Aber wenn du auf die Uhr schaust wirst du sicher feststellen, dass der totale Wirkungsabfall in etwa nach der gleichen Zeitspanne auftritt.

    Die Eindosierung finde ich auch merkwürdig, das ist ja ein Prozess der sich ewig hinzieht, 20 Tage lang 5-0-0 halte ich jetzt persönlich für Quatsch, da viele Tage verschenk werden, wenn 5 schlicht und ergreifend zu wenig sein sollten. Aber gut, das muss natürlich der Psychiater entscheiden.

    Bei mir war es so, dass ich mit Medikinet Adult angefangen habe (also das retadierte, zum Einstellen wird ja normalerweise wie bei dir unretadiertes benutzt, aber das hätte ich alleine zahlen müssen und das wäre nicht drin gewesen) und sollte morgens 10mg nehmen und mir das mal so 3 Tage anschauen und dann auf 20mg gehen und mir das wieder anschauen. Nach einer Woche sollte ich ihn dann anrufen und darüber berichten, damit er mir was weiterempfehlen kann und eine Woche drauf war dann der nächste Termin vor Ort bei ihm. Man muss sich halt von unten herantasten, die 10mg (die ja so ähnlich wie die Einnahme von 5-5-0 wirken) waren quasi zum Testen, ob ich eine Wirkung spüre und ob ich das Medikament vertrage. Er ging wohl direkt davon aus, dass bei meiner Ausprägung 10mg retard so oder so zu wenig sein würden Er hat mir innerhalb bestimmter Dosierungen immer freie Hand gegeben, weil man die Idealdosis nur herausfinden kann, indem man eben etwas experimentiert, und ich denke nach etwas über einem Monat habe ich die Dosierung so gefunden. Was mir auch sehr wichtig war ist, dass der Psychiater mir gesagt hat, dass ich ihn jederzeit anrufen kann oder ihm eine mail schreiben soll, wenn ich irgendwelche Fragen habe oder Komplikationen verspüre, damit er mir sofort helfen kann. Meine Dosis ist jetzt verhältnismäßig hoch, ich nehme das retadierte 35mg morgens und wenn ich länger Leistung bringen muss als die ca 6 - 7 Stunden die ich Wirkung verspüre, kann ich danach noch einmal 30 nehmen, weil ich meine dass nochmal 35 als Zweitdosis zu viel sind, dann kriege ich Nebenwirkungen wie Überfokussiertheit, Herzrasen und sowas.

    Ich weiß nicht, ob dein Psychiater sich einfach nur nicht richtig mit MPH auskennt, oder schlicht sehr vorsichtig ist und das daher langsam angehen lässt. Meiner hat mir alles über die Wirkung und so weiter erklärt und mir auch in aller Ruhe alle Fragen beantwortet die ich zu dem Medikament hatte. Er ist hier für die Berliner auch kein unbekannter und als sehr kompetent eingestuft, also kein Feld-Wald-und-Wiesen-Psychiater Ich an deiner Stelle würde beim nächsten Termin mal intensiver mit dem Arzt sprechen, auch was eine zweite Dosierung am Nachmittag angeht, denn es hilft ja scheinbar, aber nur nicht lange. Also zumindest nicht lang genug, die Wirkzeit die du beschreibst ist normal für unretadiertes MPH.

    Was Gefühle angeht, klar, das ist etwas neues das du noch nicht kennst. Als ich mit MPH angefangen habe hab ich mich wie der beste Mensch der Welt gefühlt, wie der Mensch von dem ich wusste, dass ich der theoretisch sein könnte. Das legt sich mit der Zeit und normalisiert sich, du gewöhnst dich an den Zustand und lernst mit den neuen Möglichkeiten umzugehen. Es ist natürlich eine große Veränderung in der Wahrnehmung, aber die "wächst sich aus". In einer Verhaltenstherapie lernst du auch gut damit umzugehen, denn das MPH verändert dich eigentlich nicht, es gibt dir nur andere Möglichkeiten. Du kannst problemlos lernen alle Eindrücke um dich herum wahrzunehmen und sie bei Bedarf wieder auszublenden. Anfangs ist auch der "Tunnelblick" recht normal, den hatte ich auch und als ich in der Einstellungsphase beim Herumprobieren mal überdosiert habe, war der auch da, da bin ich wie auf Schienen durch die Welt gerannt, das war uncool. Jetzt, nachdem einige zeit vergangen ist bleiben die Vorteile von MPH, eben das fokussieren und konzentrieren können, die selektivere Wahrnehmung und so, die innere Ruhe. Aber die anfänglichen Scheuklappen sind auch weg. Ich als Mann kann beispielsweise Fußball gucken und alles mitkriegen und mich parallel unterhalten wenn ich will, über ein anderes Thema. Wenn ich nicht will, kann ich den anderen Menschen ausblenden, das ging vorher nicht, da wäre ich total überfordert gewesen.

    Und eine gewisse Fremdbestimmtheit zu fühlen ist am Anfang auch normal, das verschwindet zumindest laut meiner Erfahrung. Ich sage mal so: Der Körper hat es mit einer neuen Substanz zu tun. Diese mischt sich jetzt auch noch in deine Gehirnchemie ein. Ist doch klar, dass das Gehirn sozusagen sagt "Alter, was ist das denn jetzt, das schaue ich mir mal genauer an" und sich darauf fokussiert. Und recht bald hat das Gehirn mitbekommen, dass das Zeug jetzt häufiger mal vorbeischaut und fokussiert sich nicht mehr so darauf. Daher steigert sich die nötige Dosis bei den meisten Leuten in der Anfangsphase auch recht schnell, da das Gehirn zu kleine Dosen später auch nicht mehr beachtet, weil es sich halt einfach dran gewöhnt und es quasi "bei Seite legt". daher hatte ich erst tolle Wirkungen mit 10mg, dann mit 20mg. Als ich dann einfach nur mal wieder 10 genommen habe, habe ich garnichts mehr gespürt davon, da brauchte ich 20. Die Dosierung die ich jetzt habe funktioniert schon viel länger ideal als die anderen Dosierungen das taten, daher gehe ich mal davon aus, dass die Einstellungsphase beendet ist, aber das soll Donnerstag abend mein Psychiater entscheiden. Was geblieben ist sind eben die positiven Aspekte und die Nebenwirkungen der Appetitlosigkeit und Mundtrockenheit, wegen der ich grad locker 5 Liter Wasser am Tag trinke. Aber damit kann ich leben. Die Scheuklappen, das gefühl der Fremdbestimmung und sowas, das ist verschwunden. Obwohl ich deutlich mehr nehme als zu Beginn der Einstellungsphase habe ich auch keinen Flash bei Wirkungseintritt mehr. Am Anfang nimmt man ja wenig und denkt sich "Alter Verwalter, was geht denn jetzt? Is ja heftig, so kann man die Welt auch wahrnehmen?". Richtig eingestellt verschwindet auch das, es wird halt normal und mit therapeutischer Hilfe kannst du die Nachteile des ADS (MPH ist ja kein verhaltensänderndes Medikament, die Grundlagen sind immer noch da, es ist eben eine Krücke, kein Allheilmittel) bekämpfen und lernen die Vorteile zu nutzen.

    Hui, hab ich wieder nen Roman verfasst *g*

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH

    Nur einmal pro Tag ein unretardiertes MPH zu nehmen ist für Leute, welche täglich 8 Stunden im Beruf sind absolut nicht gut. Die ersten ~4 Stunden bist du unter der Wirkung natürlich besser drauf, das kann sich aber dann auch krass umdrehen. Thema rebound. Da können die Beschwerden schonmal wieder deutlich stärker sein.

    Anbieten würde sich definitiv so etwa 30-45min bevor man in den Rebound kommt nachzuwerfen. Aber ob du damit über die 8 Stunden kommst, weiß ich nicht, das musst du selber ausprobieren.

    Den Rebound minimieren kann man vielleicht mit einem Retard präparat. Ich habe ja lange Concerta genommen und mag an diesem Medikament den sanften verlauf sehr gern. Es flutet langsam an und flacht auch langsam wieder ab. Da hauts einem nicht so krass die Beine weg. Damit kommt man dann auch noch etwas länger aus, kann aber auch sein, dass man hier 2x pro Tag einnehmen muss (Medikinet adult z.B.)

    Meinen Vorrednern kann ich mich auch nur anschließen, dass bei MPH "viel hilft viel" gar nicht gilt. Deine individuelle Dosis musst du finden. Das muss man aber mit dem behandelnden Arzt besprechen. Denke aber schon, dass man vielleicht im 2 Wochenrythmus mit den Dosierungen hoch/runter gehen kann.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 136

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH

    Juhu,
    ich schließe mich dieser Meinungen an...mit mehr MPH gibt es keine Wirkverlängerung aber:
    ich probiere jetzt seit Dezember alle Varinaten aus.
    erst, wie Du 5-0-0 für 2 Wochen
    danach immer in 2 Wochenrythmus:
    Medikinet 5-5-0
    dann 7,5-5
    dann 10- 7,5
    dann adult 20
    dann 10unred. 3 stunden später 20mg adult ( ist auch nicht schlecht auf Dauer!!)
    dann 15 adult allein( zu stark zu kurz die Wirkung)
    dann adult 20 und dann 10 unred.am nachmittag

    dann 15 unred. dann 10 unred.
    das ist für mich das beste...
    habe immer wieder nach ein paar Wochen etwas anderes probiert( unter Anweisung mit dem Arzt)
    dieses Adult finde ich nicht so passend, es überrumpelt mich meist in der 2. Phase zu sehr
    ich habe auch Equasem 10 ausprobiert, flutet stärker an...
    aber als Tipp kann ích nur sagen, langsam sich rantasten...
    ich lege meist nach 5 stunden nach...wobei ich nach 3 Stunden einen starken Matetee trinke, der bei mir merklich die Wirkung
    verlängert und den Rebound nicht so stark wirken lässt.
    Gruß Alegra

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH / Methylphenidat

    Vielen lieben Dank für eure Antworten!!!

    Ich hab schon gedacht, dass ich während meiner Ausbildung Medikamentenlehre irgendwie verpasst hätte, eigentlich dachte ich immer, dass ich sehr gut mit Medikamenten auskenn... Eigentlich tu ich das auch... aber die Antwort meines Psychiaters hat mich doch verunsichert...

    Mehr hilft nicht länger, außer evtl. bei manchen Medis, die einen Wirkspiegel aufbauen müssen...

    ich nehms jetzt grad eine Woche, fühl mich mit 5 mg gut, aber der sog. Rebound - wie ihr ihn nennt - (dieses Wort war mir bis jetzt unbekannt) ist echt grausam... habs heut wieder bei der arbeit gemerkt... der Wirkungseintritt ist sehr sanft, ich werd net wirklich überfahren... aber wenns aufhört zu wirken... mir gehts ca. 30-60 min. echt kacke... mir ist voll schwindelig (wahrscheinlich ist mein Hirn dann mit den ganzen Eindrücken überfordert) und die Konzentration ist am Popo, so dass ich gar nichts mehr bei der Arbeit hinbekomm... Ist halt auch kacke den Kollegen gegenüber, wenn ich erst sehr gut arbeite, und dann erst mal für ne stunde gar nichts mehr hinbekomm.

    Sorry Leute, das Thema der Medieinstellung ist seit ein paar Tagen voll in meinem Fokus... kann net wirklich abschalten...

    Hab ja gestern mit meinem Psychiater telefoniert, der hat ja abgelehnt, nach einer gewissen Zeit eine weitere Tbl. zu nehmen.

    Hab mich in den letzten Tagen viel informiert - fast alle die hier schreiben, haben einen schriftlichen Einschleichplan - aber ICH?!?!?! Neee... werd mal wieder net wirklich ernst genommen... könnte echt... darf bis 10.09. bis zum nächsten Termin warten um eine evtl. Dosieränderung zu bekommen...

    Würds grad echt lassen mit dem Medikament... lieber gar nichts, als das, was ich jetzt habe... würd am liebsten den Psychiater wechseln...

    das ist irgendwie wie "Zuckerbrot und Peitsche" oder wie "hier kriegst ein kleines leckerli, damit dirs kurz etwas besser geht - aber das reicht dann schon... schau zu wie du den restlichen Tag rum kriegst"...

    Könnt grad echt...

    Sorry...

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH / Methylphenidat

    Liebe Admins...

    Sorry... falls mein Beitrag eben etwas heftig war... werd mich in Zukunft zurückhalten...

  8. #8
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH / Methylphenidat

    Hi Nervzwerg,

    ich kann deinen Ärger echt nachvollziehen!
    Du musst dich nicht zurückhalten.

    Am 10.9.erst wieder einen Termin in der Einstellphase finde ich heftig! Verstehe ich absolut nicht wieso du nicht 2x 5 (also ein morgens,eine mittags) nehmen darfst?!
    Das ist das was für mich jedenfalls super funktioniert (allerdings in 1x tägl. 10 mg retard-Form,das entspricht dem und damit komme ich über den Arbeitstag.

    Vor allem 20 Tage lang auf 1x 5 zu bleiben macht doch keinen Sinn-ich würde versuchen den Arzt zu wechseln,aber ich weiss wie schwierig das in der Praxis ist...

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 30
    Forum-Beiträge: 79
    Das ist ja unglaublich. Das zeigt doch, dass der Arzt überhaupt keine Ahnung hat, was er da tut. Geht ja gar nicht. Wenn du jetzt die Dosis eigenmächtig erhöhst, wirst du mit den Tabletten sicher nicht bis zum nächsten Termin kommen, oder? Ich würde auch wenn es etwas dauern kann den Arzt wechseln. Mit einmaliger Einnahme wirst du keine zufriedenstellende Wirkung haben.

    Und deinen Ärger können wir alle verstehen, da braucht es sicher keine Entschuldigung.

    Gesendet von meinem Galaxy Nexus mit Tapatalk 2

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 139

    AW: Zwiespältiges Gefühl bzgl. MPH / Methylphenidat

    [QUOTE=silent_bob;245224Mit einmaliger Einnahme wirst du keine zufriedenstellende Wirkung haben. [/QUOTE]

    genau das versuchte ich in meinem letzten beitrag zu schreiben...

    bevor ich nur wenig wirkung habe, will ich lieber gar nix!!!!

    telefonier grad andere psychiater ab...

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