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Diskutiere im Thema MPH / Methylphenidat lebenslang? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #61
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Hallo!

    Auch ich habe mir diese Frage gestellt.
    Als damals die Studie zu Ende war und adult noch nicht zugelassen war,
    habe ich auf Medikation verzichtet ....
    Die ersten Wochen waren ganz okay, aber dann....
    War ziemlich von der Rolle, habe dann den Unterschied
    mit und ohne ganz deutlich wahrgenommen
    bzgl. Impulsivität und vor allem Konzentrationsfähigkeit.

    Habe dann glücklicherweise an einer Ritalinstudie teilnehmen können.
    Habe Ritalin besser vertragen als Medikinet... das nur am Rande.
    Manchmal vergesse ich es einzunehmen und dann ist der Tag zwar etwas chaotischer, aber überlebbar.

    Seit Mai 2009 habe ich Kontakt zur Meditation und Körpertherapeutischen Methoden.
    Seit 11/12 übe ich fast täglich Meditation oder mache Körpertherapeutische "Arbeit".

    Im April diesen Jahres bin ich auf Medikinet adult umgestiegen in einer Dosierung von 30mg -60 mg,
    Hatte etwas Bedenken, da ich ja Medikinet nicht so gut vertragen hatte,
    bzgl. Übelkeit, Appetitlosigkeit,und Stimmungsschwankungen, was bei Ritalin nicht der Fall war.

    Aber ich hatte keine Nebenwirkungen mehr.
    Auch nehme ich manchmal nicht die "volle" Dosis.
    Ich strecke es, wenn ich z. B. länger aufmerksam sein möchte.
    Nicht nur 6-8 Stunden.

    Was die Einnahme betrifft, bin ich immer am Ausprobieren,
    hat wohl damit zu tun, dass ich an zwei Studien (je ein Jahr) teilgenommen habe
    und dabei von 20mg - 90mg tgl über einen bestimmten Zeitraum eingenommen habe.
    Die hohe Dosis hatte dann schon Nebenwirkungen wie z.B. kurz auftretendes Herzrasen
    aber ich habe die Dosissteigerúngen sonst ganz gut weggesteckt.

    Die Medikation ist nicht!!! die einzig wirksame Therapie.
    Ich habe bemerkt, dass die Meditations- und Körpertherapiemethoden
    meine "Abhängigkeit" verringern.

    Ich bemerke auch positive Unterschiede beim Meditieren
    mit und ohne MPH.
    Ich kann also nur empfehlen
    zur Einnahme Achtsamkeitsübungen zu machen
    in Form von Meditation, Tai Chi, Qi Gong, Yoga oä..

    Das Üben und Trainieren, mich mit allen Sinnen wahrzunehmen,
    unterstützt mich auf dem Weg zur Freiheit,
    auch auf dem Weg der Freiheit von MPH.

    Ich bin schon etwas älter gewesen, als ich MPH zum ersten Mal eingenommen habe.
    Mein Sohn nimmt es seit er fünf ist.

    Das beschäftigt mich mehr und macht mir "Sorge".
    Ich konnte ihn bisher nicht davon überzeugen,
    Achtsamkeitsübungen zu machen. Leider.
    Sind ja anfangs auch mühsam und anstrengend.

    Gruß
    Michi
    Geändert von 'Michi ( 8.07.2012 um 07:02 Uhr)

  2. #62
    m-s


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 296

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Fliegerlein schreibt:
    Es gibt sicher bessere Vergleiche mit anderen Krankheiten, aber von Diabetes hat jeder schon mal gehört und jeder weiß, dass sie auf Medikamente angewiesen sind.
    Ich würde das gar nicht so dramatisch darstellen. Letztens habe ich als Vergleich das Autofahren herangezogen, was ich für diese Person recht treffend fand.

    Wenn jemand 50.000 bis 100.000 KM im Jahr für seine Arbeit fahren muss, dann ist er darauf angewiesen das sein Auto funktioniert.
    Wenn dieser jemand nun feststellt, dass sein Auto mit einem Dieselzusatz immer zuverlässig funktioniert und er die Termine alle halten kann, aber ohne diesen Zusatz bleibt das immer mal einfach unvermittelt stehen, fährt plötzlich sehr langsam, beschleunigt unvermittelt in den Kurven, springt nicht an oder sonst was.
    Der Mensch bleibt dann irgendwo auf der Strecke und kann nur in die Luft gucken, oder macht Unfälle, muss also dauernd kurzfristig Termine absagen, die Kunden sind genervt usw.

    Wenn das mit dem "bockigem" Auto einmal passiert ist das kein Thema, aber macht es das immer wieder, völlig unplanbar, dann werden sich daraus Folgen ergeben. Kunden werden irgendwann unwirsch reagieren, man bekommt den Ruf unzuverlässig zu sein. Die Kunden glauben es sind nur ausreden und man nimmt sie einfach nicht ernst. Es werden Kunden abspringen, sich jemand anderen, besseren suchen. Es wird der schlechte Ruf sich verbreiten usw.
    Daraus folgt, dass man weniger Geld hat, frustriert ist, weil ja bloß die blöde Karre an allem Schuld ist usw.

    Wenn man jetzt bloß regelmäßig und immer die Zusatz für seinen Diesel hätte, dann wäre ja alles gut und die Spirale aufgehalten.

    Sicher hingt auch dieser Vergleich, aber er zeigt recht wertfrei, was es bedeutet, wenn einfach ein "Arbeitsmittel" bei einem selbst deutlich schlechter funktioniert als beim Rest der Welt. Und er zeigt auch auf, dass der "Dieselzusatz" MPH einen hohen Stellenwert einnehmen kann, zumindest wenn man darauf angewiesen ist, gleichmäßig zu funktionieren.

  3. #63
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    @the-p

    naja ... wenn du in den Tiefen dieses Forum gräbst, spielt das Thema immer wieder eine Rolle ... in manchen Diskussionen habe ich das Gefühl, dass man auf der Stelle tritt ...

    @soul sellers Betrag ist hier für mich eine echte Bereicherung ... ihre Perspektive mit der zusätzlichen Diabetikerbrille und damit mal wieder verdeutlicht zu bekommen, dass ein und der gleiche Satz oder die selbe Metapher für 5 Menschen 5 unterschiedliche Bedeutungen haben kann ...

  4. #64
    Allanon

    Gast

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Ich plane die Einnahme von MPH so:

    ich werde es nehmen (wenn endlich die Diagnose sicher ist), bis ich mein Ziel erreiche, d.h. dass ich fuer meine Kinder (ganz egal mit oder ohne Mann) Verantwortung trage bis ich Ihnen eine Ausbildung schenken kann und sie volljaehrig sind. Heute bin ich 42. Meine Kinder 2 und 3. Bis ich 62 werde, koennte ich MPH locker vertragen, da ich bisher gesundheitlich robust bin und kein Schlaganfall oder co. haette.

    Alleine bin ich ohne alles klargekommen.

  5. #65
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 58

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Hallo alle

    Danke für den Link habitbreaker.
    Ich nehme gerade für die Sommerferien keine Medis, bisher eine Woche und ich merke wie doch alles anstrengender wird.
    Ich hab jetzt bestimmt schon 5x angefangen und alles wieder gelöscht, weil es völlig unzusammenhängend wurde
    Medis nehme ich seit 2Jahren und ich werde sie wohl auch weiternehmen müssen.

    Die Nebenwirkungen (teilweise Bluthochdruck usw.) sind gar nichts gegen das, was ich vorher ertragen musste.
    Meine Gedächnisleistung geht gegen 0, ich bin kaum aufnahmefähig für "wichtige" Dinge (aber dafür kriege ich alle
    Gespräche in meiner Umgebung halb mit) - in den Ferien geht das mal, aber in der Schule würde ich so nicht hinkommen

    Ich treibe Sport, weil das ja helfen soll und versuche einen einigermaßen regelmäßigen Tagesrythmus zu verfolgen, sowas hilft,
    aber wenn jemand sagt, dass ADHS doch nur erfunden ist und blablabla...grr, ich konnte früher teilweise Tagelang kaum bis
    gar nicht schlafen, weil ich überhaupt nicht zur Ruhe kam! Mit Medis ist alles etwas mehr ausbalanciert

    Sorry, ich weiß nicht, ob der Text eine richtige Aussage hat, aber ich brauche die Medis jedenfalls (ohne ist nur eine gewisse Zeit
    witzig^^)

    Liebe Grüße

  6. #66
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84
    Es ist deine Meinung...also ist es eine Aussage

    Und hier wirst du nur wenig aktive nutzer finden, die sagen es gibt kein ADHS...
    ABER worüber hier öfter diskutiert wird ist der Umstand dass der Leidensdruck und damit Notwendigkeit von mph ein anderer ist, als bei anderen Krankheiten

    Lg , P

  7. #67
    Lysander

    Gast

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Ich habe Diabetes (allerdings 2). Ich habe auch diesen Vergleich zur Verdeutlichung desöfteren gezogen. Mir ist er klar, aber er taugt nichts, weil der Vergleich gerne missverstanden wird. Deshalb benutze ich lieber Metaphern. Interpretierbar sind alle Aussagen, die man trifft. (hm.... und was will ich jetzt damit eigentlich ausdrücken? Ich habe es vergessen)

  8. #68
    cam


    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 255

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Also, ich nehme jetzt seit etwa 4 Wochen nichts. Mein Arzt und ich haben ca 6 Monate alle möglichen MPH-Sachen durchprobiert und es war extrem problematisch, wenig Wirkung mit massiven Nebenwirkungen. Dann sind wir auf Amphetamine umgestiegen und damit ging es mir richtig gut! Plötzlich konnte ich auch mal 2, 3 Stunden am Stück konzentriert lernen und von dem gelernten blieb auch was im Kopf. Nach wenigen Wochen wurde ich dann allerdings schwanger (yeay!) und im Gegensatz zu MPH sind die Studien über Amphetamine nicht so, dass man das Risiko eingehen kann, das Zeug zu nehmen. Und jetzt nehme ich halt nichts mehr. Und ich habe den Eindruck es geht NICHTS mehr! Mein Fazit ist definitiv: Wenn es nicht um die Gesundheit des kleinen Wurms ginge, würde ich absolut nicht auf Medis verzichten. Die Vorstellung, dass ich die bis ans Ende meines Lebens nehme, habe ich akzeptiert.

    Mein Mann nimmt übrigens seit 10 Jahren Medikinet und hat in der Zeit die Dosis kaum verändert. Ich glaube um 5 mg/Tag erhöht. Aber er hat in der Zeit auch ca 15 Kilo zugenommen (war als Jugendlicher extrem untergewichtig), so dass ich die Veränderung jetzt eher mit der Veränderung des Körpers als mit irgendeiner Gewöhnung erklären würde.

  9. #69
    Allanon

    Gast

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    So, Tag 3 der Einnahme und ich muss sagen, dass ich MPH nicht entbehren will solange ich kein Schlaganfall dadurch bekaeme.
    Bei mir zeigt sich genau dort Wirkung, woran ich mich die letzten 1.5 Jahre so gequaelt hatte.
    Ich gerate nicht so schnell in Stress, die dinge die mich extremst stressen es strengt mich nicht mehr sooo an und ich werde nicht mehr so jaehzornig.

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