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  1. #51
    Allanon

    Gast

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Darueber mache ich auch so meine Gedanken !
    Noch habe ichs nicht genommen, wenn ich meine Diagnose gesichert bekomme, werde ich es auch nehmen, aber die Frage ist auch WIE lange.
    Wenn man "jung" ist, ist MPH sicher ne grosse Stuetze !
    Mit zunehmenden Alter waere MPH aber nicht so der Hit, wenn andere organische Krankheiten wie Herzrhytmusstoerung, Schlaganfall oder Glaukom hinzukaeme.

  2. #52
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.649

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Geb auch mal meinen Senf dazu: Habe mit meinen Selbstzweifeln inzwischen nach mehr als 2 Jahren Frieden geschlossen und beschlossen:Solange wie es nützt nehme ich es, und das voraussichtlich lebenslang.

    Aus Angst dass ich mich zu sehr davon abhängig mache falls Krankheitn wie Allanon erwähnt dazwischenkommen lege ich regelmäßig Pausen ein und vergewissere mich dass es auch irgendwie ohne geht.

    Daran merke ich ich kann auch ohne, merke aber die Unterschiede auch sehr klar und die Zweifel sind weg.

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 181

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Also ich bin typ1 diabetikerin und mich nervt dieser vergleich "den diabetikern spricht man das insulin auch nicht an" extrem.
    Es ist etwas komplett anderes. Erstes: ohne insulin sterbe ich. Ohne mph nicht. Das sagt zwar noch nichts über die lebensqualität ohne mph aus, aber ist fact.
    Zweitens ist diabetes mittlerweile recht gut erforscht. Man weiss und kann beweisen, dass im körper ein insulinmangel herrscht, welcher mit insulin behoben wird.
    WIe und warum MPH wirkt ist meines wissens genau so wenig erwiesen, wie woher ADHS kommt.

    Ich finde es also richtig und wichtig die einnahme von mph zu hinterfragen.

    Ich nehm es jetzt seit 4 jahren in etwa der selben dosierung und war anfangs sehr begeistert. Mittlerweile muss ich sagen, halten sich vor und nachteile etwa die waagschale.
    heisst ich sehe ein, dass es mich sehr unterstützt, empfinde es aber als eine art "packt mit dem teufel" weil es mir schon auch viel nimmt, was ich als positiven teil meines charakters empfunden habe. Z.b kreativität und begeisterungsfähigkeit..
    Ich habe das gefühl, ich muss es ein stück weit "für die gesellschaft" schlucken. (ich muss im alltag ja funktionieren)

    der gedanke es ein leben lang nehmen zu müssen macht mich unglücklich.

    Ich frage mich oft, wie mein leben aussehen müsste, damit ich es nicht brauchen würde. Ich denke meine lösung wäre so reich zu sein, dass ich eine putzfrau und einen coach/assistenten anstellen könnte, die mir die struktur und ordnung geben könnten die ich brauchen würde..

    Aber soweit wird es wohl nie kommen..

  4. #54
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    soul seller schreibt:
    Erstes: ohne insulin sterbe ich. Ohne mph nicht. Das sagt zwar noch nichts über die lebensqualität ohne mph aus, aber ist fact.
    Jain, ....

    Um das zu beurteilen, muss man auch die rückwärtsgerichtete Frage stellen, wie viele Menschen mit ADHS ohne Behandlung entweder durch Unfälle, aufgrund von Unachtsamkeiten oder der Suche nach dem Adrenalinkick, etc., oder aber auch durch Komorbiditäten wie Depression und in Folge davon durch Suizid gestorben sind.

    Ohne das mit der Diabetis gleichsetzen zu wollen, denn das sehe ich genau wie Du, so darf man andererseits auch nicht außer acht lassen, dass auch ADHS eine todbringende Krankheit sein kann.
    Allerdings zumeist indirekt.
    Man stirbt nicht an der Krankheit selber, sondern an einer ihrer Folgen.

    Dennoch gebe ich Dir recht und verstehe, dass und warum der Vergleich Dich nervt.
    Aber man darf auch nicht ignorieren, dass z.B. Depressionen eine signifikante Mortalität haben und oftmals eine direkte Folge einer unbehandelten AD(H)S sind.

    Trotzdem ist der Insulinvergleich ein hinkender, das stimmt schon, aber dient dennoch auch dazu, Außenstehenden ein Bild vor Augen zu führen.
    Es gibt sicher bessere Vergleiche mit anderen Krankheiten, aber von Diabetes hat jeder schon mal gehört und jeder weiß, dass sie auf Medikamente angewiesen sind.

  5. #55
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Hallo soul seller,
    ich kann nachvollziehen, was du meinst - ich kenne das Gefühl der unmittelbaren Bedrohung um das eigene Leben ...
    (möchte das jetzt aber nicht näher erläutern, wenn es ok ist?) ...

    wenn ich selber den Vergleich zum insulinpflichtigen Diabetes ziehe, dann weil es aus genau der Perspektive, wie Fliegerlein sie ziemlich gut geschildert hat, für mich der hilflose Versuch ist, eine annähernd passende Metapher zu finden.

    Es ist halt unheimlich schwierig, diese gefühlte, sehr abstrakte Lebensbedrohung in Worte zu fassen ... gerade ...

    - weil die Bedrohung beim insulinpflichtigen Diabetes ganz unmittelbar spürbar ist ...
    - ... also auch von mir, die ich diese Metapher wähle, als sehr präsent und bedrohlich empfunden wird ...

    ... vermittelt genau diese Metapher für mich das Gefühl, welches ich in Bezug auf meine Symptomatik teils als lebensbedrohlich empfinde ... mir persönliches geht es also keinesfalls um eine 1:1-Gegenüberstellung des Sachverhaltes, sondern um den hilflosen Transport einer Vorstellung meiner Gefühle ...

    hm, ich glaube, als Diabetiker kann man bei der häufigen Verwendung dieses Vergleichs das Gefühl bekommen, dass die Bedrohung durch den Diabetes weniger Ernst genommen wird - aber haargenau das Gegenteil ist ja der Fall - zumindest bei mir ... hmm ... *grübel

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 181

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Es geht mir beim diabetes vergleich nicht nur um tod ja oder nein. Die diabetes empfinde ich hier in der stadt, wo ich jederzeit ins krankenhaus könnte und mir im notfall reserve insulin holen könnte usw. Nicht als unmittelbare bedrohung. Ich denk da auch nicht jeden tag darüber nach, da würde ich ja verrückt.

    Ich finde eher, der vergleich mit insulin verharmlost MPH.


    Mir geht es auch darum, dass die diabetes eine gesicherte diagnose ist, insulin kaum nebenwirkungen hat, langzeit werte vorliegen, der erfolg kontrollierbar ist und es der einzige weg ist.

    Bei MPH ist die einzige erfolgskontrolle, dass mein arzt mich fragt wie es mir geht, was ich oft selber kaum beurteilen kann. Die diagnose wurde anhand von symptomen, berichten und erinnerungen gestellt und ist für mich nicht nachweisbar.
    MPH hat bei mir die beschriebenen nebenwirkungen, die nicht ohne sind und ob es hirn oder seele zerstört wenn man es 40 jahre lang nimmt weiss auch keiner.

    Versteht mich nicht falsch. Mir hat das medi aus depressionen (die zuvor jahrelang falsch behandelt wurden), aus finanziellen schulden usw geholfen. Und ich ärgere mich jeweils schrecklich über die miesen mitmenschen, welche zwar nicht selber betroffen sind, aber ganz genau wissen, dass diese "droge" von der pharmaindustrie erfunden wurde usw.

    Aber ich persönlich könnte heulen, wenn ich daran denke, ohne das zeug nicht funktionieren zu können und finde es richtig und wichtig alternativen zumindest in betracht zu ziehen.

    immerhin weiss man bis jetzt nicht mal ganz sicher wieMPH genau wirkt.

  7. #57
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.742

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Ich finde eher, der vergleich mit insulin verharmlost MPH.
    *klatschtdiehandvordenkopf ... so hätte ich das niee verstanden ... also, verstanden, dass du das so gemeint hast ...

    kannste mal sehen ... manchmal hat man richtige Scheuklappen anner Brille ... oder so ... da möchte ich doch immer über den Tellerrand kucken, wie's sonst so ausschaut und andere so denken ... aber manchmal kommt es mir vor, als säße ich im Suppenteller und hätte Wollsocken an ... da rutscht man dauernd wieder runter, kaum dass man meint, mit der Nase den Tellerrand erreicht zu haben ...

    Mir geht es auch darum, dass die diabetes eine gesicherte diagnose ist,
    ja, das ist wohl wahr!
    hm - wenn im Gespräch die schwere "Nachweisbarkeit" von ADHS thematisiert wird, habe ich das bisher allerdings weniger mit Diabetes oder sonst einer Krankheit direkt metaphorisch in Verbindung gebracht - in dem Moment bin ich mit dem Kopf bei den auch von dir genannten Tatsachen .... und dass es schon für den ADHSler schwierig ist, sich einem Arzt anzuvertrauen und eine große Kopfsache ist, das Medikament (an-)zu nehmen - und dass es durch Verunglimpfung und Ingnoranz in "klugen" Reden nur schwerer für die Betroffenen wird ...

    Aber ich persönlich könnte heulen, wenn ich daran denke, ohne das zeug nicht funktionieren zu können
    also verstehe ich es jetzt so richtig:

    - Grundsätzlich kannst du es annehmen, wenn durch gesicherte, bspw. durch Bluttests nachgwiesene Diagnose ein Medi lebenslang genommen werden muss
    - Das Drumherum um die ADHS-Diagnose und MPH ist aber grundsätzlich verunsichernd, was die Medikamenteneinnahme für dich auf ein wackliges Podest stellt
    - MPH hat dir geholfen, aber du leidest ziemlich unter den Nebenwirkungen von MPH ...

    hm - das finde ich alles sehr plausibel ... kann es so nachvollziehen!

  8. #58
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 569

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    soul seller schreibt:
    Aber ich persönlich könnte heulen, wenn ich daran denke, ohne das zeug nicht funktionieren zu können und finde es richtig und wichtig alternativen zumindest in betracht zu ziehen.

    immerhin weiss man bis jetzt nicht mal ganz sicher wieMPH genau wirkt.
    Kann ich verstehen. Ohne entsprechende Werte über die jahrzehntelange Einnahme ist es schon ziemlich offen wie sich das im Einzelfall auswirken kann/wird.
    Gibt es eigentlich Erfahrungswerte über Insulin und MPH bzw. mögliche Wechselwirkungen? Musst du da auf eine bestimmte Reihenfolge achten?

    Ich denke für mich ist es - jedenfalls bislang - frei von irgendwelchen Befürchtungen über mögliche Folgen, weil es wirkt. Und weil es bei mir Dinge bewirkt, für die ich sehr viel größere Risiken sofort eingehen würde. Da hat vermutlich jeder seine ganz spezielle "Kosten-Nutzen-Rechnung" aufzustellen und danach zu entscheiden ob es Sinn macht das Medikament weiter oder langfristig zu nehmen oder nicht.

    So lange ich keine 'bessere' Alternative sehen kann, die gleiches bewirkt, denke ich nicht über 'wie lange' nach oder darüber was es auslösen könnte. Wäre mein 'Nutzen' geringer, würde ich das sicher auch anders sehen. Ich habe aber auch einige Vorurteile was z.B. Lebensmittel angeht und was ich damit alles aufnehme und langfristig in meinem Körper anrichte. D.h. ich gehe generell davon aus, ungewollt einiges an potentiell schädlichen Stoffen zu mir zu nehmen.

    Vielleicht bin ich deshalb nicht so schnell zu beunruhigen wenn es um mögliche Folgen von Medikamenten geht. Oder man stumpft irgendwann ab wenn es jahrelang nicht ohne Medikamente ging, deren Beipackzettel abendfüllende Lektüre bieten.

  9. #59
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 181

    AW: MPH / Methylphenidat lebenslang?

    Hallo habitbreaker.

    Du hast mich 100% verstanden. Genau so gehts mir.

    bei insulin ist der fall so klar. Bei ADHS hört man halt trotzdem immer wieder mal theorien, dass die ernährung (allergien?) etwas bewirken könnte, oder bewegung oder wasauchimmer.

    Das verunsichert mich stark.

    Und vieleicht ist es auch, weil ich MPH schon 4 jahre lang nehme. In den ersten zwei jahren vermisste ich zwar die hochs in meinem leben auch, aber die kosten nutzen rechnung war sonnenklar für MPH, so wie ihr das auch beschreibt.
    Nur langsam wendet sich das blatt und ich weiss gar nicht mehr recht wer ich bin. Was ist MPH und was habe ich ev. Auch wirklich so gut lernen können (strategien) dass ich es auch ohne MPH umsetzen könnte?

    Klar könnte ich einfach einmal einen testmonat oder so ohne machen, aber ich habe angst, den karren wieder in den dreck zu fahren.. (zb im job).

    Was ich definitiv merke ist schon beim aussetzen eines tages, dass es mich zwar ruhiger macht, aber auch antriebssteigernd wirkt.
    Wenn ich es weglasse komme ich oft in dieses neblige, bleierne, müde gedankliche wegdriften. Das kostet mich stunden, weil ich null zeitgefühl mehr habe.
    Aber da würde ja ev. Auch koffein oder ginko oder sowas helfen?

    Ich bin recht ratlos

  10. #60
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 84
    @habitbreaker

    Also irgendwie kommt mir die Diskussion bekannt vor^^

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