Zeige Ergebnis 1 bis 4 von 4

Diskutiere im Thema MPH: positiven Einfluss auf Tinnitus? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Lysander

    Gast

    MPH: positiven Einfluss auf Tinnitus?

    In der Suche habe ich nichts darüber gefunden, deshalb schreib ich's mal:

    Ich habe seit 8 Jahren einen Tinnitus rechts und höre ein Pfeifgeräusch besonders dann, wenn ich gestresst bin. Ich habe jetzt ein paar Monate Medikinet Adult genommen und vor zwei Wochen festgestellt, dass der Tinnitus fast weg war. Im Moment nehme ich kein MPH, deshalb höre ich das Geräusch wieder. Ich leide nicht so sehr darunter, weil ich mir das Pfeifen "wegdenken" kann oder ich höre dem Regen zu bzw. lausche für mich angenehme Geräusche. Meistens funktioniert das.

    Aber hat jemand ähnliche Erfahrungen als Effekt von MPH gemacht oder bilde ich mir das vielleicht nur ein?

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 676

    AW: MPH: positiven Einfluss auf Tinnitus?

    Tinnitus hat ja nichts mit dem Ohr zu tun. Sondern mit der Hörwahrnehmung.

    Dabei ist die "Fehlerkorrektur" im Hörsystem dadurch gestört, dass der Mandelkern eben "Alarm" meldet und ein sonst überflüssiges Signalmuster verstärkt, das dann das Hörsystem einem Pfeiffen oder Rauschen zuordnet

    Mit MPH wird in aller Regel die Summe von Wahrnehmungsstörungen / Überreizungen im Gehirn weniger bzw. die Fehlerkorrektur besser. Es kommt dann aber darauf an, ob der Tinnitus schon als "Belästigung" empfunden wird = Dekompensierter Tinnitus.

    Da hilft MPH allein dann nicht. Beim kompensierten Tinnitus schon.

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: MPH: positiven Einfluss auf Tinnitus?

    Habe ebenfalls einen Tinnitus, dürfte jetzt schon seit 25 Jahren sein,
    Ebenfalls ein Pfeifen, bei mir in beiden Ohren.
    Meist ist er kompensiert, unter Stress wird er auch bei mir lauter, habe also seit je her starke Fluktuationen.
    Er scheint mir auch sehr an der Anspannung im Kieferbereich gekoppelt zu sein.
    Ich kann ihn reproduzierbar verstärken, wenn ich den Kiefermuskel anspanne, nicht wie beim Zubeißen, dann passiert nichts, aber wenn ich ihn "festspanne", ohne dass die Zähne sich schon berühren, dann wirds richtig laut.
    Diese Anspannung habe ich bei Stress oder unter Druck, aber auch einfach so, ich muss mich immer wieder daran erinnern, den Kiefer loszulassen (ich beiße mir aber nachts auch Zähne aus, klappt also nur leidlich)
    Ich habe ihn mir sozusagen ein wenig zum Freund gemacht, .... natürlich ist das nicht mein Freund und er wird das auch niemals sein, aber er zeigt mir, wenns zu viel ist und ich versuche auf ihn zu hören.

    Die Verbindung mit MPH konnte ich noch nicht reproduzierbar herstellen.
    Mal habe ich das Gefühl, dass es sich vielleicht verbessert, aber auch, dass der Tinnitus sich verstärkt.

    Worüber ich mir derzeit relativ sicher bin ist, dass es mit dem Nachtschlaf zusammenhängt, was ja auch bekannt ist.
    Gute Nacht = Gute Wirkung und geringeres Pfeifen, aber auch insgesamt bessere Wirkung.
    Schlechte Nacht= Schlechtere Wirkung und höhere Reizoffenheit und lauterer Tinnitus.

    Das kann ich aber nur sehr sehr schwer wirklich reproduzieren, sollte vielleicht mal darüber genau Buch führen und eine Tabelle anlegen.
    Heute bin ich mit recht lautem Pfeifen wachgeworden und das ist auch noch immer da (Medi-Einnahme um 07:30)

    Insgesamt würde ich gefühlt eher sagen, dass mein Tinnitus unter MPH deutlicher wird, das gilt aber auch für die Reizoffenheit (und gibt meinen ADS-Zweifeln Nahrung).

    Allerdings kann ich das nicht wirklich mit Sicherheit sagen, das ist irgendwie immer wieder anders und da mag auch der Druck eine große Rolle spielen.

    Immer wenn ich denke, jetzt habe ich eine relative Sicherheit zu sagen, dass MPH den Tinnitus "verstärkt" (was ja nicht der Fall ist, ads ist unglücklich ausgedrückt, allenfalls verstärkt es die Wahrnehmung) oder eben mich reizoffener macht, merke ich, dass es auch in den wirkfreien Bereichen oder wenn ich mal ein Wochenende testweise aussetzen soll, genauso ist.
    Da suche ich wirklich noch nach einer Methode, dass halbwegs gesichert feststellen zu können.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: MPH: positiven Einfluss auf Tinnitus?

    Ich habe keinen echten Tinnitus, nur bei Überlastung ein leises und ganz hohes Pfeifen im Kopf, das sich nicht einem bestimmten Ohr zuordnen lässt. Bei Stressreduktion verschwindet das Pfeifen spurlos. MPH redzuiert meinen Stress, also wirkt es indirekt auch gegen das Pfeifen.

    lg
    lola

Stichworte

Thema: MPH: positiven Einfluss auf Tinnitus? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum