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Diskutiere im Thema Venlafaxin vs. Elontril im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Venlafaxin vs. Elontril

    Das kommt darauf an, was diese Menschen sonst noch alles gemacht haben. Z.B. eine Psychotherapie. Eine sehr hartnäckige Depression kann man teilweise besser stationär behandeln. Bei einer Bekannten wurde das in einer Tagesklinik gemacht. Jetzt geht es ihr wesentlich besser, auch ohne MPH. Die hatte dort ein sehr gutes Therapieangebot und wurde medikamentös komplett nue eingestellt.

    MPH darf nur nach gesicherter ADHS Diagnose verschrieben werden.
    Wenn jemand mit einer Depression den Verdacht auf ADHS hat, dann muss dieser eine saubere Diagnostik machen lassen. Wenn sich dann der ADHS Verdacht bestätigt, dann kann ihm MPH verschrieben werden. MPH sind keine Smarties, die man einfach mal so ausprobieren kann.
    Und MPH wirkt auch nicht bei jedem ADHSler.

    Ohne ADHS Diagnose, kein MPH. Das ist gesetzlich vorgeschrieben.

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 330

    AW: Venlafaxin vs. Elontril

    wenn man so argumentiert wie du, dann hätte es ADHS bei Erwachsenen bis vor ein paar Jahren nicht gegeben. Gesetzlich nicht erlaubt - also kein MPH verschreiben.

    Kann sein, in 20 Jahren ist MPH ein bewährtes Mittel gegen Depressionen, dann nützt es den Patienten, die jetzt leiden halt wenig.

    Ist MPH schädlicher für den Körper als ADs?

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Venlafaxin vs. Elontril

    Mustang 68 schreibt:
    wenn man so argumentiert wie du, dann hätte es ADHS bei Erwachsenen bis vor ein paar Jahren nicht gegeben. Gesetzlich nicht erlaubt - also kein MPH verschreiben.
    Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. ADHS ist eine Erkankung und MPH ein Medikament. Medikamente können Nebenwirkungen haben. Daher sind zur Zulassung eines Medikamentes verschiedene Studien notwendig, die zeigen, dass das Medikament bei der entsprechenden Erkrankung hilft. Und die Nebenwirkungen müssen abgeklärt werden.
    Ohne diese Vorschriften und vorherigen Studien würde die Gefahr von unerwünschten und gefährlichen Nebenwirkungen erheblich steigen. Da braucht man nur mal an Contergan denken.

    Kann sein, in 20 Jahren ist MPH ein bewährtes Mittel gegen Depressionen, dann nützt es den Patienten, die jetzt leiden halt wenig.
    Ein Arzt kann in Ausnahmefällen, wenn andere therapeutischen Mittel ausgeschöpft sind, bei Depressionen MPH verschreiben. Studien dazu gab es wohl auch schon. Das ist eher die Ausnahme als die Regel und immer eine Einzelfallentscheidung des betreffenden Arztes. Der Arzt geht damit ein höheres Risiko ein.


    Ist MPH schädlicher für den Körper als ADs?
    MPH ist ein Betäubungsmittel. ADs sind das nicht.
    MPH wurde für Depressionen noch nicht ausreichend getestet. Es gibt daher noch keine verlässlichen Daten zur Wirkung und Nebenwirkungen von MPH bei Depressionen.
    Bei Angsterkrankungen z.B. ist MPH kontraindiziert. Manche AD dagegen können bei Angsterkrankungen eingesetzt werden.

    Ich kann verstehen, dass es ätzend ist, wenn man Probleme hat und leidet.
    Ich weiß nicht, bei wem du in Behandlung bist und ob dein Arzt sich mit schweren Depressionen bzw. Depressionen, die nicht auf ADs ansprechen, auskennt. Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich mich an einen Arzt/Klinik/Psychiatrische Institutsambulanz wenden, die sich damit auskennen und die MPH bei Depressionen schon erfolgreich eingesetzt haben und sich da dann auch mit der Dosierung, der Wirkung und den Nebenwirkungen auskennen.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: Venlafaxin vs. Elontril

    Fliegenpilz schreibt:
    Das kommt darauf an, was diese Menschen sonst noch alles gemacht haben. Z.B. eine Psychotherapie. Eine sehr hartnäckige Depression kann man teilweise besser stationär behandeln.
    teilweise ja. Teilweise auch nicht.
    Solche Beurteilungen sind immer schwierig, weil die (psycho)therapeutische Situation in Deutschland halt unter aller Sau ist - monatelange Wartezeiten, wenn man dann in der klinik ist, fällt die Hälfte aus, weil wenn jemand Urlaub macht einfach keine Vertretung zu bekommen (bezahlen) ist, ...
    Aber auch wenn man das alles mit bedenkt, gibt es auch therapieresistente Fälle. Und eine so hohe Komorbidität zwischen den verschiedenen Erkrankungen, dass ich die Darstellung, dass es eine trennscharfe Diagnostik gibt, die eine kausale Richtung mit absoluter Sicherheit feststellen kann, für schwierig. Manchmal muss man tatsächlich Behandlungen ausprobieren...

    MPH darf nur nach gesicherter ADHS Diagnose verschrieben werden.
    Quatsch.
    Schon mal den Begriff "off label" gehört?

    MPH sind keine Smarties
    Antidepressiva nun wahrlich auch nicht.
    Man muss trotzdem ausprobieren.


    Mustang 68 schreibt:
    Ist MPH schädlicher für den Körper als ADs?
    Das Hauptproblem ist meines Wissens nach eher, dass es sich um ein Amphetamin handelt.
    Das fällt in D eben unter's BTM-Gesetz (in den Niederlanden bekommt man es mit "normalem" Rezept).
    Antidepressiva haben mindestens genauso viele mögliche Nebenwirkungen und gehen langfristig auch auf die Leber und die Nieren.

    MPH gibts ja nun nicht erst seit gestern. Viel problematischer als das Ausprobieren, ob's bei Erwachsenen mit unklarer Erkrankung hilft finde ich die Gabe an (kleine) Kinder, da gibts nämlich noch keine gesicherten Erkenntnisse...

    Fliegenpilz schreibt:
    Das sind zwei völlig unterschiedliche Dinge. ADHS ist eine Erkankung und MPH ein Medikament. Medikamente können Nebenwirkungen haben. Daher sind zur Zulassung eines Medikamentes verschiedene Studien notwendig, die zeigen, dass das Medikament bei der entsprechenden Erkrankung hilft.
    ach, komm.
    MPH gibts seit Jahrzehnten und wurde nicht für ADHS entwickelt...
    <polemik>und Heroin war früher n Hustensaft</polemik>

    Da braucht man nur mal an Contergan denken.
    da gabs auch Studien :p


    Ein Arzt kann in Ausnahmefällen, wenn andere therapeutischen Mittel ausgeschöpft sind, bei Depressionen MPH verschreiben. Studien dazu gab es wohl auch schon. Das ist eher die Ausnahme als die Regel und immer eine Einzelfallentscheidung des betreffenden Arztes. Der Arzt geht damit ein höheres Risiko ein.
    Naja. Der Arzt geht damit insofern ein Risiko ein, dass er verantwortlich wäre, wenn der Patient durch die (Neben)wirkungen Schäden davon trägt, wenn er es off-label verschrieben hat.
    Aber in der Regel wird ein Arzt dann ja besonders gründlich prüfen, was Sache ist.
    Grade bei Depressionspatienten muss man engmaschig kontrollieren, weil die Suizidalität erhöht sein kann - aber das ist bei jedem antriebsteigernden AD genauso.


    Ich will jetzt nicht dafür eintreten, dass MPH einfach mal probeweise bei Depressionen verschrieben werden soll, mich stört nur diese "MPH ist echt gefährlich, denn das ist ein Betäubungsmittel und nur bei ADS geeignet"-Implikation.

    Dem:
    Ich weiß nicht, bei wem du in Behandlung bist und ob dein Arzt sich mit schweren Depressionen bzw. Depressionen, die nicht auf ADs ansprechen, auskennt. Wenn das nicht der Fall ist, dann würde ich mich an einen Arzt/Klinik/Psychiatrische Institutsambulanz wenden, die sich damit auskennen und die MPH bei Depressionen schon erfolgreich eingesetzt haben und sich da dann auch mit der Dosierung, der Wirkung und den Nebenwirkungen auskennen.
    kann ich mich aber ohne weiteres anfreunden

    Schwere Depressionen sind halt leider nicht nur "echt ätzend", sondern lebensgefährlich.
    Geändert von aprilesque (16.05.2012 um 00:50 Uhr)

  5. #25
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Venlafaxin vs. Elontril

    aprilesque schreibt:
    Quatsch.
    Schon mal den Begriff "off label" gehört?
    Ich habe das in meinem Beitrag weiter unten deutlicher ausgedrückt, wann MPH bei Depressionen verschrieben werden kann.
    Strenggenommen ist es ja bei jedem MPH außer Medikinet Adult bei Erwachsenen eine off label Verschreibung.

    Ich hatte bei der Antwort auf Mustang 68 Beiträgen diesen Thread hier im Hinterkopf: http://adhs-chaoten.net/ads-adhs-erw...tml#post229943

    Daher habe ich das Gefühl, dass es weniger um die optimale Behandlung der Depression geht, sondern eher um die Verschreibung von MPH bei Depressionen. Ganz krass formuliert habe ich den Eindruck, dass hier jemand unbedingt MPH verschrieben haben möchte. Da kann ich mich natürlich irren.

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 319

    AW: Venlafaxin vs. Elontril

    Hmkay, das macht es verständlicher. Trotzdem lesen sich deine Aussagen auf den ersten Blick seltsam pauschal
    (Was insofern blöd ist, als dass die ja auch in der Google-Suche auftauchen)

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