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Diskutiere im Thema Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #41
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    web4health schreibt:
    Gerade bei Vorliegen des (angeblichen) ADHS vom unaufmerksamen Subtyps ist das Kraut und Rüben-Medizin. Nicht umsonst diskutieren wir hier über 40 Pages über ADHS und Dissoziation. Einfach, weil es noch zig andere Gründe gibt, warum man "unkonzentriert" sein kann.
    Wird OT, aber jetzt bin ich mal wieder verunsichert und am Zweifeln, eigentlich hatte ich zumindest bei der dritten Diagnose in Bad Bramstedt die Hoffnung, dass sie sicher ist (sofern sie das sein kann).

    ADHS-Medikamente sind nicht zum "besser konzentrieren"
    ADHS-Medikamente sind keine Aufwachhilfen
    Das verwirrt mich jetzt ein wenig ... ich hatte es bisher so verstanden, dass sich daran eine Wirkung erkennen ließe.
    Wobei ich nicht sicher bin, ob ich das jetzt wirklich richtig verstanden habe.
    Mein Therapeut schilderte mir, dass ich mit Medikation den Gesprächen besser folgen und die Sätze zusammenhängender formulieren konnte (Kurzzusammenfassung).
    Das ist doch eine bessere Konzentration oder?

    Was das Helifliegen betrifft: damit meine ich nicht, dass ich mich darauf besser konzentrieren kann, ... das ist meine Leidenschaft Zeit meines Lebens, darauf kann ich mich schon konzentrieren, zumindest eine zeitlang, aber ich bin feinfühliger, nehme (unbewusst) Veränderungen in der Fluglage schneller und besser wahr und korrigiere feinfühliger, so dass der Heli ruhiger auf der Stelle bleibt.
    Länger halte ich damit nicht aus.
    Habe ich das falsch verstanden?
    Geändert von Fliegerlein (24.04.2012 um 20:53 Uhr) Grund: Föhlärr kohrrügiehrt

  2. #42
    Lysander

    Gast

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    web4health schreibt:
    Ehrlich gesagt : In einer Selbsthilfegruppe hätte ich entsprechende Mitglieder für einige Zeit aus den Sitzungen ausgeschlossen, die Stimulanzien wie Medikinet retard / adult "bedarfsweise" einnehmen. (die Gabe von kurz wirkendem MPH nach ärztlicher Absprache bei besonderen Anforderungen im Sinne der adaptativen Pharmakotheapie mal ausgenommen).
    Vielleicht nicht direkt ausschließen, sondern lieber aufklären?


    web4health schreibt:
    Dann aber müssen die Medikamente nach ärztlicher Verordnung und NICHT nach subjektivem Empfinden / Nichtempfinden des Patienten eingenommen werden. Natürlich wird man als Arzt sich an dem Empfinden orientieren. Dafür gibt es ja die Arztkontakte.
    Ich nehme meine Medikamente nur in Absprache und mit meinem Arzt und nach seiner Verordnung, aber er sagt, man könne bei der Dosierung variieren, jedoch in einem sehr begrenzten Rahmen. Muss ich ihn wohl wechseln?


    web4health schreibt:
    ADHS-Medikamente sind nicht zum "besser konzentrieren"
    ADHS-Medikamente sind keine Aufwachhilfen
    ADHS-Medikamente ohne Coaching / VT ist vergeudetes Bemühen
    Ist Unkonzentriert nicht eines der Symptome von ADHS? Mit MPH kann ich mich besser konzentrieren, aber das ist nicht der Grund, warum ich es verordnet bekommen habe, sondern weil ich das ADHS habe. Gut, dass ich einen Coach habe.

  3. #43
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 671

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Lysander, meine Kritik bezog sich nicht auf Dich.

    Ich wollte persönlich auch NIEMANDEN hier angreifen oder kritisieren. Obwohl ich gerade in einem anderen Thread über Attentin kurz vorm explodieren waren.

    Aber : ADHS-Medikamente sind keine Konzentrations-Beflügler, so wie ADHS kein Methylphenidat-Mangel-Syndrom ist.

    Wo steht, dass Unkonzentriertheit ein ADHS-Syndrom wäre ? Aufmerksamkeitsstörungen ja. Aber es ist doch ein Steuerungsproblem der Aufmerksamkeit, das sehr stark von dem emotionalen Gehalt der Aufgabe oder der Aktivierung durch eine Person abhängig ist.

    Indirekt kann man sich häufig besser konzentrieren bzw. bei der Sache bleiben. Ja, mag sein. Das ist aber eher ein Abfallprodukt der Behandlung, wenn man wichtige und unwichtige Dinge trennen kann.

  4. #44
    Lysander

    Gast

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Okay, das ist natürlich treffender: Steuerungsproblem der Aufmerksamkeit. :-)

    "Konzentriere Dich besser!" ist halt der Satz, den ich viele Male schon gehört habe. Und der zugehörige eigene Gedanke "Ich kann mich nicht konzentrieren. ich MUSS mich aber konzentrieren".... ;-).

  5. #45
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Also ich handhabe es mit MPH so, dass ich morgens und Mittag ne ret. MPH nehme (Wirkungsdauer ungefähr sechs Stunden).
    Wenn ich mal am Abend nocht soziale Aktivitäten habe, die für mich wichtig sind, versetze ich am Mittag die zweite Dosis nach hinten, so dass es für die Abendstunden reicht.

    Am Anfang waren für mich die MPH freien Abende der Horror, weil ich mich dann selber nicht mehr ausstehen konnte.

    Nun habe ich gelernt, mir tagsüber Routinen anzugewöhnen und siehe da, die funktionieren nun auch am Abend.
    ZB. habe ich mir eine gewisse Reihenfolge beim Kochen angewöhnt und interessanterweise hat sich diese Reihenfolge nun so eingespielt, dass ich auch strukturiert kochen kann, ohne MPH Wirkung.
    So gibt es viele kleine Dinge, die ich in der Wirkungszeit von MPH zu lernen versuche, damit ich dann am Abend nicht im Chaos versinke.
    Aber das geht nicht von heute auf Morgen, das braucht extrem viel Uebung und Geduld mit sich selber.

    Und dann ist noch was. Ich brauche es einfach auch mal, so zu sein, wie ich ohne Medis funktioniere.
    Manchmal geniesse ich das Hyper sein, weil darin auch eine Kraft und Lebensfreude steckt.
    Dieser Teil von mir gehört zu mir, ohne den würde ich wohl innert kürzester Zeit depressiv.

    LG Nicci

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Hi,

    Also ich nehme Psychostimulanzien seit 9-10 Jahren (weis jetzt nicht so genau). Ich habe von Anfang an eine abgesprochene Tagesdosis zur Verfügung, die ich innerhalb des Tages anderster einteilen kann. Ich solle blos nicht unabgesprochen die Tagesdosis überschreiten und die Abstände von 4 Stunde zwischen den Einnahmen einhalten.

    Das mache ich jetzt seit 10 Jahren. Und es funktioniert auch. Wenn ich weiß das ich Samstags Abends weggehe dann lasse ich die vormittagsdosis weg und mache nichts was mich ADSmäßig überfordert (Kopfschmerzen, Unruhe und so). Und dann am Abend wenn es etwas später wird und sich ein Rebiund ankündigt habe ich noch die Vormittagsdosis zur Verfügung. Ich trinke, rauche und kiffe nicht (mehr seit 10 Jahren).

    Wenn ich dann am Sonntag länger schlafe weil es spät wurde (Kino mit Freunden weggehen etc.) dann lasse ich auch da die vormittagsdosis weg und nehme sonntags dann sogar insgesamt weniger.

    Nehme meine Medikation sehr ernst und empfand es immer als Vorteil von Psychostimulanzien das man frei ist.

    An Weihnachten zum Beispiel nehme ich extra keine Psychostimulanzien damit ich das leckere Essen bei meiner Familie huldigen kann in dem ich soviel reinstopfe bis ich ins "Fresskoma" falle. Erst nach dem Fresskoma nehme ich meine Medis und überlege noch wie das mit den Abständen passt damit ich mich an die Anweisung des Arztes halte. Mache ich auch an Ostern.

    Man muss doch auch an sozialen Sachen teilnehmen können oder mal auf die Nebenwirkungen verzichten können um ne Fressorgie zu feiern.

    Wie gesagt, Ich nehme meine Medikation wirklich sehr ernst!


    LG, Verpeilter Junge


    (oh mann, musste grad feststellen dass ich wieder mal nicht richtig gelesen habe, es geht ja speziell um retadard Produkte, egal, hoffe meine erfahrung ist trotzdem hilfreich)
    Geändert von Verpeiler (25.04.2012 um 12:52 Uhr)

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 50

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Hab mich mal durchs internet gelesen


    Jedenfalls scheint es viele Erwachsene ADHSler zu geben die eine feste Medikation haben und zusätzlich meist in nicht retardierter Form in kleiner Dosis eine Bedarfsmedikation. Scheint fast schon standard zu sein.

    Ist auch irgendwie logisch. Nicht jeder Tag ist gleich. So gerne ich einen komplett durchstrukturierten Alltag hätte, da gibt es auch noch andere Menschen, sich ändernde Verpflichtungen usw.

    Zudem gibt es viele Erkrankungen bei denen Medikamente bei Bedarf eingenommen werden. RLS, Schmerzen, Asthma Medikamente etc.

    Ich glaube es ist wichtig das der Arzt einem einen Rahmen zur Verfügung stellt und man sich verantwortungsvoll innerhalb dieses Rahmens bewegt und diesen nicht ohne Absprache mit dem Arzt überschreitet.

    Ganz besonders als Erwachsener ist eine komplett sture Medikation nicht machbar. Allein wegen Beruf, evtl. Soziale Kontakte, besondere Ausnahmeanforderungen mit denen ein ADHSler unerwartet konfrontiert wird usw,


    LG, Verpeilter Junge


    P.S. Die Einstellung auf MPH basiert gröstenteils auf den Subbjektiven Empfindungen des Patienten, oder lieg ich da falsch. Wie soll des dann sonst gehen. Der Arzt kann wohl schlecht in meinen Kopf gucken.
    Geändert von (Alex) (26.04.2012 um 20:14 Uhr) Grund: Schriftfarbe geändert (Rot=Team-Farbe)

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 370

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Meinem Erleben nach liegst du da richtig.
    Meine jetzige Ärztin hate auch nur einen Richtwert, wo die optimal Dosis eventuell liegen könnte, zur Orientierung - alles andere mussten wir auch im Gespräch aufdröseln.
    Aber dieses subjektive Empfinden hab ich als sehr greifbar erlebt ... wenn ich nen kranken Mann zu Hause habe, der mir nicht nach einem Tag schon so auf den Wecker fällt, dass ich meine Sachen packe und bei meiner Mutter schlafe, bin ich auf dem richtigen Weg.

  9. #49
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    ² Fliegerlein

    sehr schöner Post wie ich finde, bringt mir die Sache etwas näher. Ich werde evtl. die Tage auf deinen und Lillemoors Post eingehen. Muss mir das erst mal etwas durch den Kopf gehen lassen.

    ²web4health

    Ich finde dein Diskussionsverhalten erschreckend manipulativ. Du versuchst, mich zu brandmarken, in dem du beiläufig erwähnst, das solche wie ich von dir bereits aus einer Therapiegruppe ausgeschlossen worden wären. Dazu (be)nutzt du deine Autorität als Arzt.

    Im nächsten Absatz kommt ein Seitenhieb auf die Postinguhrzeit – ebenfalls versuchte Manipulation fern ab vom Inhalt.

    All deine Anspielungen im Bezug auf Kriminalität, Charakter, „Redlichkeit“ negierst du, aber was gesagt wurde, ist in den Köpfen der Leser drin. Preaterio nennt sich das, glaube ich.

    Zum Inhalt:

    Ausschluss oder ähnliche Maßnahmen halte ich nur dann für sinnvoll, wenn der Gegenüber nicht gesprächsbereit ist und nach mehreren Versuchen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, weiterhin auf seiner Meinung beharrt.

    Ich für meinen Teil halte mich für gesprächsbereit und sehe auch in deinem Post – trotz der mir missfallenden Rhetorik –Argumente, die ich zu akzeptieren bereit bin, wie beispielsweise die Illegalität. Ich werde meinen Arzt, den ich für sehr fähig halte, darauf ansprechen, wie er dazu steht.

    Ich gebe hier keine Empfehlungen. Ich schreibe, wie es sich bei mir verhält, ohne Anspruch auf Richtigkeit meines Handelns. So wie ich es verstanden habe, ist dies ein Forum für Erwachsene. Es obliegt nicht meiner Verantwortung, wenn sich hier jemand ernsthaft denkt: „Ich hab meine Medikamente bisher immer regelmäßig genommen aber diese Userin nicht. Dann mach ich das auch mal so.“.

    Da es sich hier um offenen Austausch handelt, kann jeder deine und meine Argumente lesen und für sich selbst entscheiden, was er oder sie für richtig hält.

    Sollte es Voraussetzung sein, dass alles, was man schreibt fundiert und zu 100% empfehlenswert ist, ist hier kein freier Austausch von Betroffenen möglich.


    Auf den zentralen Inhalts meines Posts bist du wieder nicht eingegangen:

    Mich würde interessieren, wofür die Medikamente deines Erachtens nach sind.
    Ob sie dauerhaft oder nur temporär eingesetzt werden sollten.
    Ob deine hier vertretene Position nur für Retard Präparate oder auch Unrertardierte gilt.
    Und worin der Schaden besteht, wenn sie nicht regelmäßig genommen werden.

    Bisher hast du nur geschrieben, wann man sie nicht nehmen soll. Aber angenommen, all diese Auflagen sind erfüllt. Was genau passiert mit dem Patienten Schreckliches, wenn er Dienstags um 8 und um 14 Uhr eine Tablette nimmt, Mittwochs um 8 und um 16 Uhr und Donnerstags nur um 8? Welches Ziel soll durch die regelmäßige Einnahme erreicht werden, das sonst nicht erreicht werden könnte?

    Aber es ist doch ein Steuerungsproblem der Aufmerksamkeit, das sehr stark von dem emotionalen Gehalt der Aufgabe oder der Aktivierung durch eine Person abhängig ist.
    Und genau das ist doch der Punkt.

    Ein Beispiel: Meine gesamt Schulzeit über hatte ich in Rechtschreibung eine 4-, mit der ich gerade so durch die Klausuren kam. In der 12 Klasse schrieben wir eine Analyse zu Klaus Mann. Ich bekam 15 Punkte. 15 Punkte in Ausdruck, Inhalt und auch in Rechtschreibung. War ich nun über Nacht ein Rechtschreibgenie geworden? Nein. Aber das Buch hatte mich berührt. Goethe konnte das bis dahin nicht leisten.

    Die Welt ist aber mehr Goethe als Mann (Klaus. Thomas ist sie allemal : D). Und um damit zurecht zu kommen – so dachte ich bisher – verschreibt man MPH.

  10. #50
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    web4health schreibt:
    Ich verstehe überhaupt nicht, wie es darüber zu einer Diskussion kommen kann ohne dass ein lauter Aufschrei der "redlichen" Forenmitglieder erfolgt.
    Ähm, *hüstel*, das kann natürlich sein. Deshalb muss man Dir das vielleicht einmal erklären.

    Wobei ich deutlich vorwegschicken muss, dass ich natürlich inhaltlich gar nichts gegen Deine Posts einzuwenden habe. Wie auch?

    Sehr viele Leute in diesem Forum, sind überhaupt nur noch deshalb am Leben, d.h. sind überhaupt nur deshalb in den "Genuss" gekommen, Stimulanzien probieren zu dürfen, weil sie ab einem gewissen Zeitpunkt die Einnahme bestimmter Medikamente oder ihrer Dosierungen radikal verweigert haben. Da Du selbst ja mal an einer Uni-Klinik tätig warst, bin ich mir sicher, dass Du weisst, dass eine solche Medikamenterverweigerung keine Witzveranstaltung ist.

    Zwei Dinge sind mir inhaltlich noch aufgefallen:

    MPH ohne Coaching bringt nichts. Ja, stimme ich zu.

    ADHSlern die medikamentöse Behandlung zu verweigern, so lange diese Coaching-Strukturen nicht existent sind, stimme ich nicht zu.

    ADHSlern mit Tag-und-Nacht-Rhythmusverschiebungen sind Stimulanzien zu verweigern, stimme ich nur bedingt zu.

    Wie viele ADHSler kennst Du ohne Tag-und-Nacht-Umkehrung, als eine von vielen komorbiden Schlafstörungen? Denen willst Du allen die Stimulanzien abgraben? Dann mal gut Nacht Marie!

    Ich gehöre leider traditionell auch zu jenen, die Morgens überhaupt nicht in die Pötte kommen. Das war schon immer so. Hat sich aber durch die Depression (Morgentief) verschärft. Leider gehört mein Arzt wie Du zu den Pünklichkeitsfanatikern einer regelmässigen Einnahme. Sodass ich jeden Morgen pflichtschuldigst um 8 Uhr meine erste Dosis einnehme. Was dann dazu führt, dass ich noch ein bis zwei Stunden weiterpenne. Der Sinn des ganzen hat sich mir noch nie erschlossen. Aber was tut man nicht alles für seine Ärzte.

    Viele ADHSler missbrauchen Stimulanzien als Weckamine. Das geht gar nicht. Stimme ich zu.

    Wenn man dazu sagt, warum dies in vielen Fällen der Fall ist, nämlich dadurch, dass eine Kombinationsbehandlung mit Antidepressiva, von denen eigentlich eine Antriebssteigerung ausgehen soll, nicht funktionierend ist.

    Bei schweren Depressionen ärtzlicherseits eine antriebssteigernde Wirkung zu verweigern, in Deinen Worten: eine Weckaminfunktion von Stimulanzien, halte ich für bedenklich. Und zwar grundsätzlich völlig unabhängig von der Frage, ob ein ADHS überhaupt vorliegt oder nicht.

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