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Diskutiere im Thema Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #21
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Fliegerleins Beitrag im Bezug auf die Wirkung verspricht mir aus der Seele.

    Zu Web4Health möchte ich sagen, dass er sicherlich in vielen Punktgen recht hat. Allerdings ist mir die rigide und etwas militante Forderung „So und nicht anders“ suspekt.
    [Als Arzt - Wissenschaftler – ist es sicher richtig, so zu denken. Aber ich muss diesen Anspruch zum Glück nicht erfüllen.]

    [Es tut mir leid, dass ich nun so "unvernünftig" in den Thread reinplatze, wo es um die Empfehlung für einen anderen User gibt, aber es erscheint mir wichtig.]

    „Struktur“ , „Ordnung“... das klingt sehr schön – was aber, wenn man gar nicht wie ein Uhrwerk funktionieren will? Warum muss man AD(H)Sler immer dazu drängen, sich komplett anzupassen, normal zu werden, einen Alltag zu finden? Diese Empfehlungen mögen richtig sein, wenn jemand schreibt „Hilfe, mein Leben ist so unstrukturiert, ich krieg Nichts gebacken, was soll ich tun?!!“. Aber sie besitzen keinesfalls Allgemeingültigkeit.

    Vielleicht kann man Menschen auch beibringen, außerhalb der Norm glücklich zu sein.

    Ein unstrukturierter Lebenswandel hat seinen Reiz. Ich habe eine tiefe Abneigung gegen Menschen, die von „der Gesellschaft“ fordern, sich ihnen anzupassen. Aber genauso ablehnenswert scheint mir der Gedanke, völlig in meiner Umgebung aufzugehen.

    Was heißt, seinen Lebensrythmus in Ordnung bringen? Darf es keinen Menschen mehr geben, der nachts im Halbschlaf Leinwände beschmiert oder Notizblöcke vollkritzelt, weil die Wissenschaft sagt, er habe zu schlafen?

    Ich weiß nicht, ob dieses Glück, das in der Routine, Alltag und in der Zufriedenheit liegen soll, erstrebenswert ist. Denn manchmal glaube ich, es ist die Wurzel allen Übels und nicht umgekehrt.

    Es ist, als wäre man wach und habe das dringende Bedürfnis sich auszuruhen, hin zu legen zu schlafen … aber gleichzeitig Angst davor, man würde nicht mehr aufwachen wenn man es einmal wagt, die Augen zu schließen.

  2. #22
    Mega-Wusel

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 2.452

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Mrs. Shankly es zwingt doch keiner irgendjemand sich anzupassen. Es ging um die Frage der Einnahme, das Wann und wie es aussieht, wenn man die erste Einnahme zeitlich versäumt hat. Dass dabei ein Tagesrhythmus zur Sprache kommt ist nicht mehr als logisch.

    Klar kann jeder so sein, wie er will. Nur wenn ich möchte, dass so ein Medikament wirkt, wie es soll, dann muss ich bereit sein auch Abstriche zu machen. Das Leben ist kein Ponyhof. Wir müssen uns nicht anpassen, aber ich denke den meisten bekommt es ganz gut eine Struktur in den Tag zu bekommen. Wir sind doch dann immer noch ausreichend außerhalb der Norm und daran wird sich auch nichts ändern. Das ist auch gut so. Deswegen muss man doch aber Normen und Strukturen nicht boykottieren.

    Ich sehe eine Struktur nicht als Feind, der gegen mein ADHS-gelenktes Ich spielt. Ich sehe eine Struktur als Hilfsmittel, wie bei einem Menschen der mit nem gebrochenen Bein zwei Krücken braucht. Diesem würde man die Gehhilfen auch nicht verweigern, nur weil es ihm besser damit gehen würde, weil er schneller damit voran kommt.

    Wichtig sollte doch nur sein, wo man sich selbst sieht und wohin man will.

  3. #23
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Vielleicht kann man Menschen auch beibringen, außerhalb der Norm glücklich zu sein.
    Es soll auch Menschen geben, die innerhalb der Norm glücklich sind.
    Genauso wie es Menschen gibt, die beides leben: Ein Leben innerhalb der Norm (z.B. im Beruf) und außerhalb der Norm (Freizeit).

    Es geht hier nicht um Normen und Anpassung.

    Es geht darum, dass sich einige hier entschieden haben, Medikamente zu nehmen, weil sie im Leben nicht mehr klarkommen.

    Medikamente alleine ändern recht wenig. Dazu muss parallel eine Lebensumstellung erfolgen. Nur so kann sich dauerhaft was ändern.
    Ansonsten gurkt man ewig auf den immer gleichen ausgetretenen Wegen rum.

    Ich sehe es so, dass ADHSler wie Züge sind. Nicht-ADHSler sind wie Autos.
    Züge brauchen speziellen Kraftstoff. Den bekommen sie in Form von Medikamenten vom Arzt.
    Aber Züge brauchen auch Schienen. Ohne die läuft nix.
    Und diese Schienen sind im realen Leben gewisse Strukturen wie z.B. ein geregelter Tagesablauf.
    Sicher kann man auch ohne Schienen vorankommen. Querfeldein, da wo man keinen stört. Denn so ein entgleister Zug ist nicht gerade ungefährlich und man möchte ihm nicht so gerne begegnen.

    Mich persönlich stört es etwas, wenn ich lese, dass sich manche nicht anpassen möchten, dass sie keine Regeln, Strukturen möchten etc. Aber im gleichen Atemzug fordern, dass diese Andersartigkeit von den Mitmenschen geduldet wird. Sie selber sind aber in keinster Weise bereit, die Normalität der Anderen zu respektieren.
    Anpassung funktioniert von beiden Seiten.
    Und ich möchte keinem entgleisten Zug begegnen.

    Noch was persönliches zu Strukturen:
    Ich war nie ein Freund von Strukturen, starren Abläufen, Regeln und Routinen.
    Mein Leidensdruck war letztes Jahr so groß, dass ich das mit den Strukturen und den ganzen anderen unangenehmen Sachen einfach mal ausprobiert habe.
    Und ich muss sagen, da ist schon was dran.
    Alleine aufgrund meiner Tagesstruktur und den festen Morgen- und Abendroutinen habe ich unglaublich viel Zeit gewonnen. Zeit, die ich für schöne Dinge nutzen kann.
    Manche Dinge laufen jetzt standardisiert ab. Z.B. das Wäsche waschen immer in der Mitte der Woche und am Wochenende wird sie weggeräumt. Ich muss da gar nicht mehr großartig dran denken. Das läuft automatisch. Und spart dadurch Zeit. Und ich finde es toll, endlich mal das anzuziehen, was ich möchte und nicht, was eben am wenigsten schmutzig ist...

    Jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich endlich einige der Sachen machen kann, die ich immer machen wollte, aber nie konnte: Das studieren, was ich möchte, mich regelmäßig mit Freunden treffen, Freunde zu mir nach Hause einladen, Verantwortung übernehmen (beruflich und auch privat)....

    Ich habe Regeln, Routinen und Strukturen, die mir helfen, das zu erreichen, was ich möchte und so glücklich zu werden bzw. zu sein.

    Sorry fürs OT.

  4. #24
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 88

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Ich boykottiere Strukturen nicht grundsätzlich. In meinem vorigen Post schrieb ich, dass ich es für unsinnig halte, von der Gesellschaft zu fordern, sich einem anzupassen.

    Die Threaderstellerin ist in keinster Weise darauf eingegangen, ob sie Probleme hat. Sie hat nur ihren Umgang mit dem Medikament beschrieben.

    Als Antwort kommt von ärztlicher Seite nun aber nicht „Wie geht es dir damit?“ sondern „Das darfst du auf keinen Fall so machen. Das geht nicht“.

    Ich schreibe: Keine Ahnung, ob das richtig ist (so sein darf (wie absurd?!)) aber mir geht es gut damit. Es geht mir schlecht, wenn ich mich an die Einnahmeempfehlungen halte. Antwort: „Das darfst du auf keinen Fall. Das geht nicht“.

    Dann kommen Formulierungen wie „Seinen Lebensrythmus in Ordnung bringen“ und ich frag mich, wie man auf so etwas kommt wenn hier doch niemand geschrieben hat, dass er oder sie den Lebenswandel einer nordenglischen Punkrockband hat.

    Deine Metapher trifft auf mich nicht zu. Würde ich mich behindert fühlen, würde ich tatsächlich MPH gerne und durchgehend nutzen. Aber ich fühle mich nicht „Gehbehindert“. Im Gegenteil. Ich laufe zu schnell und die anderen „Fußgänger“ fordern von mir, mein Tempo zu zügeln, damit alles in geregelten Bahnen verläuft. Das ist auch in Ordnung, ich verstehe, dass das so sein muss, damit alle sicher sind. Aber wenn ich alleine bin, möchte ich bitte so schnell rennen dürfen, wie ich kann. Und wenn ich mich dabei auf die Fresse packe, ist das meine Sache.

    Gerade weil das Leben kein Ponyhof ist, kann ich nicht komplett auf MPH/Mediknet Adult verzichten. Und gerade weil das Leben kein Ponyhof ist, bin ich nicht jeden Tag um dieselbe Uhrzeit zuhause, muss mal länger und mal kürzer arbeiten, studieren, wasauchimmer.

    Es wirkt gut für mich. Und hier kommt die Antwort „Kann nicht sein“. Ja Entschuldigung, was soll ich machen?

    [Oha. 00:26 und ich bin in einem Forum Online. Shit, ich Lump : D ]

    Anmerkung: Ich hab Fliegenpilz Post übersehen. Werde noch drauf eingehen.
    Geändert von Mrs.Shankly (24.04.2012 um 02:04 Uhr)

  5. #25
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Mrs.Shankly schreibt:
    Die Threaderstellerin ist in keinster Weise darauf eingegangen, ob sie Probleme hat. Sie hat nur ihren Umgang mit dem Medikament beschrieben.

    Als Antwort kommt von ärztlicher Seite nun aber nicht „Wie geht es dir damit?“ sondern „Das darfst du auf keinen Fall so machen. Das geht nicht“.
    Das ist auch korrekt so.
    Ich denke der Kardinalfehler liegt hier im Verständnis der Forderung "seinen Lebensrhythmus in Odnung zu bringen".

    Das hat IMHO nichts damit zu tun, dass man Jemanden in eine Norm pressen will, sondern es ist vielmehr eine unabdingbare Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche und wirksame Medikation.

    Wer ein Antibiotikum einnimmt, weiß üblicherweise, dass man in der Zeit auf Milchprodukte verzichten muss und dass die Medis regelmäßig und rigide nach Vorschrift eingenommen werden müssen, ganz einfach weil sie sonst keine Wirkung erzielen.
    Wenn der Wirkspiegel nicht konstant bleibt, geht die Wirkung verloren und es setzt sich ein gegenteiliger Effekt in Gang, nämlich eine Immunisierung gegen das AB, was zudem später mal Nachteile nach sich ziehen kann.

    Um nichts anderes geht es, soweit ich das verstehe, bei der MPH-Medikation.
    Wenn diese Strukturen nicht vorhanden sind, kann man es vergessen, denn es wirkt und funktioniert dann nicht (oder nicht so wie es soll/ könnte), erfüllt nicht seinen gewünschten Zweck,
    Das eine zieht das andere mit sich!
    Da wird eben nicht gefragt "Wie geht es Dir damit?", weil die Frage nichts nützt.

    Wenn ein Krebskranker nicht regelmäßig zur Chemo geht, wird er auch nicht gefragt, wie es ihm damit geht, er verspielt damit seine Chance, dass es helfen wird.

    Struktur und Einhaltung der Anweisungen sind keine zusätzlichen Forderungen, sondern Grundvoraussetzungen für die Wirksamkeit der Medikation.

    Da nützt auch die Aussage nichts, dass es einem doch damit gut geht, ... wenn einer nicht zur Chemo geht, geht es ihm damit primär auch besser, weil er nicht ständig kotzen muss und ihm keine Haare ausfallen und wenn einer die Antibiose weglässt, hat er auch keine Verdauungsprobleme mehr, ... aber das ist dann doch etwas kurzsichtig gedacht oder?

    Wenn ich mir jeden Tag eine Kopfschmerztablette einwerfe, geht es mir damit primär auch besser, aber auf Dauer dürfte das weder dem Magen, noch den Nieren usw. gut tun und langfristig habe ich einen Preis dafür zu zahlen.

    Besser wäre es dann, zunächst mal zu schauen woher die Schmerzen kommen, dann dafür zu sorgen, dass die Ursachen dafür so weit wie möglich reduziert werden, damit ich den Konsum zumindest reduzieren kann.
    Das bedeutet dann aber u.U. auch, dass ich entsprechende Konsequenzen in bezug auf meinen Lebenswandel ziehen muss.
    Ich kann halt nicht alles haben und wenn, muss ich womöglich am Ende einen zu hohen Preis dafür bezahlen.
    Geändert von Fliegerlein (24.04.2012 um 11:07 Uhr) Grund: Ein Gewimmel von Fehlern korrigiert und einen Satzbau geändert. Sowas passiert, wenn man vor der Medi-Einnahme schreibt :)

  6. #26
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Ich finde es irgendwie nicht ganz passend MPH mit einer Chemotherapie zu vergleichen, sorry.

    Mit MPH soll ein Mangel an Dopamin ausgeglichen werden, oder bin ich jetzt total am falschen Dampfer?
    Also ein Produkt das normalerweise vom Körper selbst produziert wird.
    Bei einer Chemotherapie werden Stoffe in den Körper gebracht die die Krebszellen zerstören sollen und in der Regel auch gesunde Zellen zerstört werden. Auch sterbe ich höchstwahrscheinlich nicht daran wenn ich kein MPH nehme.Und ich habe leider schon einige Krebsfälle in meiner Familie trotz Chemo sterben sehen. Zuletzt meine Mutter. Ich sehe da keine passende Vergleichsmöglichkeit.

    Und ich finde es sehr wohl wichtig dass gefragt wird wie es einem damit geht.
    Mir hätte es einmal fast das Leben gekostet, weil mein damaliger Hausarzt mir ein Medikament verordnet hat was ich garnicht hätte nehmen dürfen.Hätte er gefragt hätte es ihm auffallen müssen. Nur weil ich darauf geachtet habe wie es mir selber damit ging,
    obwohl ich ja alles nach Vorschrift einnahm, konnte ich noch rechtzeitig den Notarzt alarmieren.
    Wenn ich von meinem Arzt nicht gefragt werden würde wie es mir mit meinen Medikamenten geht und mein persönliches Empfinden ignoriert, hätte dieser mich zum letzten mal gesehen.

    (Das gleiche Schmerzmittel mag bei einem wirken, bei einem anderen wiederum überhauptnicht.Mal so nebenbei)

    Ich muss leider sehr viele Medikamente nehmen und dies regelmäßig und wohl auch lebenslang.
    Das ist nicht schön, aber notwendig.
    Wenn ich mit meinen Medis irgendwelche Probleme habe, ob Wirkung oder Einnahme, dann suche ich umgehend meinen Arzt auf.
    Alle behandelnden Ärzte wissen übereinander bescheid und kennen alle Medikamente die ich nehme.
    Und bislang konnten wir gemeinsam immer eine gute Lösung finden wenn es Probleme gab. Ich vertraue meinen Ärzten und sie mir.

    Wie kommt man eigentlich auf die Idee dass jeder den gleichen Lebensrhythmus hat? Inzwischen weiß man doch, dass es sehrwohl unterschiede von Mensch zu Mensch gibt. Und soweit ich weiß macht eben die Anpassungspflicht an einen allgemeinen Lebensrhytmus viele Menschen auch krank. So gibt es doch Menschen wie mich, denen fünf Stunden Schlaf prima reicht, während andere ihre acht Stunden brauchen um fit zu sein.
    Wieso soll ich um 24Uhr schlafen um dann um fünf Uhr früh fit zu sein? . Wenn ich aber acht Stunden Schlaf bräuchte und um sechs Uhr morgens aufstehen muss, dann sollte ich um 22Uhr einschlafen.


    Ausreichender und erholsamer Schlaf ist wirklich wichtig, denn wer müde ist ist auch ohne ADHS unkonzentriert. Also finde ich logisch.

    Es ist überhaupt keine Frage das ein strukturierter Alltag hilfreich ist um sein Leben besser auf die Reihe zu bekommen.
    Wie diese Strucktur aussieht und wie sie umgesetzt wird, sollte immer eine Individuelle Sache bleiben. Denn der eine braucht mehr, der andere weniger davon. Der eine braucht mehr Strucktur bei der Organisation seines Tagesablaufes, der andere braucht vieleicht mehr Srucktur bei der erledigung seines Haushaltes. Dafür denke ich sind dann Therapeuten oder Coaches zuständig dies zu beurteilen und gemeiinsam zu bearbeiten.

    Schon interessant wie eine kleine Frage zu soviel Diskussion führen kann. Das finde ich irgendwie klasse.

    LG
    Lillemoor

  7. #27
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Lillemoor schreibt:
    Mit MPH soll ein Mangel an Dopamin ausgeglichen werden, oder bin ich jetzt total am falschen Dampfer?
    Wenn man Deinen Satz wörtlich nimmt: Ja.
    Denn wir haben keinen Mangel an Dopamin, es wird in den Synapsen nur zu schnell abgebaut.

    Und ich habe leider schon einige Krebsfälle in meiner Familie trotz Chemo sterben sehen. Zuletzt meine Mutter. Ich sehe da keine passende Vergleichsmöglichkeit.
    Dito, mein Vater letztes Jahr, seine Frau ein Jahr davor, aber darum geht es nicht, es ging mir nur und ausschließlich darum, die Wichtigkeit der regelmäßigen Einnahme hervorzuheben, darin sehe ich keinen Unterschied.

    Und ich finde es sehr wohl wichtig dass gefragt wird wie es einem damit geht.
    Mir hätte es einmal fast das Leben gekostet, weil mein damaliger Hausarzt mir ein Medikament verordnet hat was ich garnicht hätte nehmen dürfen.Hätte er gefragt hätte es ihm auffallen müssen. Nur weil ich darauf geachtet habe wie es mir selber damit ging,
    Noch ein Missverständnis, sorry, ... aber hier ging es mir nicht darum, nicht grundsätzlich gefragt zu werden, wie es einem Patienten mit der Medikation geht, sondern darum, dass es sich um eine nicht ordnungsgemäße und nicht den Vorgaben entsprechende Einnahme handelt ... da stellt sich diese Frage nicht, sondern es sollte erstmal das erforderliche Setting gebildet werden.
    Das steht komplett unabhängig von der grundsätzlichen und wichtigen Frage danach, wie es einem Patienten mit der Medikation geht.

    (Das gleiche Schmerzmittel mag bei einem wirken, bei einem anderen wiederum überhauptnicht.Mal so nebenbei)
    Auch darum ging es mir nicht (war mein Text wirklich so derart missverständlich gechrieben?? )
    Es geht nicht darum, welche Schmerznittel wirken, sondern darum, dass ich schon selber auch darauf achten muss, dass schmerzauslösende Faktoren so weit es geht reduziert werden.
    Ich habe selber ebenfalls ein chronisches Schnmerzproblem, komme oft genug nicht an Schmerzmitteln vorbei, aber ich habe auch durch mein Verhalten Einflussnahme darauf, die Schmerzen und damit die Medikamente in Grenzen zu halten.
    Darauf wollte ich hinaus:
    Was ich selber positiv beeinflussen kann, sollte ich auch beeinflussen, um das bestmögliche Setting für eine gute und möglichst schonende Medikation zu erreichen.
    Wenn ich zu meinen ohnehin vorhandenen Schmerzproblem jeden Abend feiern gehe (nicht dass ich das überhaupt täte ... aber eben als Beispiel), tue ich mir damit in bezug zu meinen Schmerzen keinen Gefallen.

    Ich muss leider sehr viele Medikamente nehmen und dies regelmäßig und wohl auch lebenslang.
    Das ist nicht schön, aber notwendig.
    Wenn ich mit meinen Medis irgendwelche Probleme habe, ob Wirkung oder Einnahme, dann suche ich umgehend meinen Arzt auf.
    Alle behandelnden Ärzte wissen übereinander bescheid und kennen alle Medikamente die ich nehme.
    Und bislang konnten wir gemeinsam immer eine gute Lösung finden wenn es Probleme gab. Ich vertraue meinen Ärzten und sie mir.
    Das ist ja auch ok, aber ebenfalls nicht das, worum es mir ging, denn ich gehe davon aus, dass Du die Medis nach Anweisung nimmst und auch entsprechend alles tust, was drumherum dazu gehört, damit Du den größten Nutzen daraus ziehst.

    Wie kommt man eigentlich auf die Idee dass jeder den gleichen Lebensrhythmus hat? Inzwischen weiß man doch, dass es sehrwohl unterschiede von Mensch zu Mensch gibt. Und soweit ich weiß macht eben die Anpassungspflicht an einen allgemeinen Lebensrhytmus viele Menschen auch krank. So gibt es doch Menschen wie mich, denen fünf Stunden Schlaf prima reicht, während andere ihre acht Stunden brauchen um fit zu sein.
    Das sagt doch auch gar keiner, ... der Rhythmus kann ja durchaus individuell sein, aber dennoch braucht es einen Rhythmus ...

    Ich weiß nicht genau, wie ich das angestellt habe, dass sich das so derart missverstehen lässt, ... sollte wohl doch lieber sowas lassen.
    Geändert von Fliegerlein (24.04.2012 um 18:30 Uhr)

  8. #28
    Lysander

    Gast
    Der Vergleich Chemotherapie mit der Einnahme von MPH hinkt auch meiner Meinung nach. Zumal das in mir traurige Erinnerungen weckt, nämlich an eine palliative Chemo, die ein mir nahe stehender Mensch über sich ergehen ließ, die keineswegs lindernd war. Aber dies nur am Rande.

    Ich denke, es gibt im Rahmen einer sinnvollen Medikamentengabe, die selbstverständlich bestimmte Voraussetzungen hat, um die entsprechende Wirkung zu haben und unerwünschte Nebenwirkungen zu vermeiden, eine Eigenverantwortung des Patienten.
    In Absprache mit dem behandelnden Arzt, kann man meiner Meinung nach, auf MPH z.B. am Wochenende verzichten, wenn es Sinn macht und der
    "Patient" sich damit wohl fühlt. Wenn sich daraus keine Nachteile ergeben, so what?
    Der Unterschied zwischen einem retardierten und einem unretardierten Präparat ist doch nur die Wirkdauer. Oder sehe ich das falsch? MPH unret. wirkt bei mir durchschnittlich 1,5 bis 2 Stunden. Um die Wirkung ganzen Arbeitstages zu erreichen muss ich also ca. 4 Tabletten nehmen. Abends kann ich sie dann weglassen. Wenn ich sie abends einnehme, kann ich übrigens gut einschlafen, nämlich dann, wenn die Wirkung nachlässt.

    Das Problem ist allerdings der Rebound. Aber ich glaube, auch der ist individuell. Die Wirkung von Medikinet Adult hält bei mir bis zu 5 Stunden an. Ich kann die zweite Dosis je nach Bedarf auch weglassen und stattdessen
    eine unretardierte nehmen oder nach 2 Stundeb noch eine. Ich habe sowohl Medikinet Adult als auch MPH unret.

    Das soll keine Dosierungsanleitung für andere sein. Und kein Aufruf zur eigenmächtigen Dosierung! Ich glaube aber, dass die Dosierung auf die Bedürfnisse eingestellt werden kann und sollte. Oder liege ich da falsch?

    Wenn Lillemoor nachts (oder am Wochenende) kreativ sein möchte und das ohne MPH macht....
    Warum nicht? Die Werke würde ich übrigens gerne mal sehen! :-)

  9. #29
    Lysander

    Gast
    Oh sorry, ich habe über Handy geantwortet und den Beitrag vor meinem nicht mitbekommen, entweder habe ich ihn überlesen oder zu langsam getippt.

  10. #30
    Lysander

    Gast

    AW: Ist Medikinet retard / adult ein Bedarfsmedikament?

    Fliegerlein schreibt:
    Ich weiß nicht genau, wie ich das angestellt habe, dass sich das so derart missverstehen lässt, ... sollte wohl doch lieber sowas lassen.
    Warum? Vor Missverständnissen ist keiner sicher, besonders in einem Forum. Ich finde Deine Postings anregend und Missverständnisse kann man doch aufklären :-))))

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