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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Hallo ihr Lieben,

    ich mache mir im Moment sehr große Sorgen und Gedanken. Seit Mitte Januar nehme ich, nach einigen Startschwierigkeiten, Midikenet. Zur Zeit bin bei Morgens 30 mg und später 20 mg. Bei dieser Dosierung ging es mir eine Zeitlang recht gut. Abgesehen von den Nebenwirkungen, ständig kalte Hände zu haben und meinem erhöhten Blutdruck (ramipril nehme ich dagegen). Da ich aber ein hohes Körpergewicht habe, meinte mein Arzt das 30 mg die minimalste Dosierung ist, um überhaupt ein Wirkung zu erzielen. Somit erhöhte er die Dosis auf 30mg/30mg, später sollte ich dann auf 40mg/30m und dann auf 40mg/40mg.

    Eine ganze Zeitlang ging es mir recht gut, ich halte den Tag wunderbar durch, verspüre weniger Müdigkeit und habe viel mehr Lebensenergie und Kraft. Was für mich das Beste ist und mir ein ganz neues Lebengefühl verschaffte war, dass ich meine Esstörungen von heute auf morgen in Luft auflösten. Keinen Heishunger zu verspüren, den Drang etwas Essen bzw. naschen zu müssen. Dieses Gefühl nicht mehr zu haben, unter dem ich schon seit über 10 Jahren leide, war wie eine Befreiung. Ich habe schon 15 Kilo abgenommen.

    Vor ein paar Wochen, da nahm ich noch 30mg/20mg, da fingen langsam die Probleme an. An die kalten Hände hatte ich mich schon fast gewöhnt, aber jetzt bekam ich Probleme mit meinem Zahnfleisch. Was ich aber nach ein paar Tagen wieder im Griff hatte und mir auch weiter keine Gedanken mehr drüber machte.


    Ich erhöhte die Dosis, wie besprochen, Bei 40 mg merkte ich, dass ich mich damit nicht so wohl fühlte. Ich muss zugeben, dass ich 40 mg nur 3 Tage genohmen habe. Dann trat wieder eine neue Nebenwirkung auf, Mundtrockenheit, dass mir im Moment extreme Probleme bereitet, mein Zahnfleisch ist dünner geworden, es war 2 Tage wirklich schmerzhaft. Wie kleine Nadelstiche und ein ziehen im Mund, hatte im oberen Rachen kleine rote Pickelchen und beim Essen war es sehr empfindlich. Es ist nicht mehr so extrem wie an den beiden Tagen, aber ständig präsent und sehr unangenehm. Es fühlt sich so an, als ob im Mund ständig etwas vor sich geht. Es wird nicht besser, auch die Mundtrockenheit nicht. Obwohl ich inzwischen wieder auf 30/20 mg gegangen bin. Habe kein Zahnfleischbluten und beim Zahnarzt war ich auch schon, aber das ist echt kein Zustand. Es beinträchtigt mich einfach.

    Wie soll ich mich verhalten ? Ist das bei mir so extrem, weil ich die Richtige Dosis noch nicht gefunden habe ? Und würden diese Nebenwirkungen garnicht bei mir aufhören, egal welche Dosis ich nehme, weil ich Midikenet garnicht vertrage ? Ich bin ziemlich durcheinander und habe angst.

    Ich beobachte mich und stelle fest, dass es für mich einige positiven Eigenschaften hat. Aber diese Eigenschaften sind eigentlich Nebenwirkungen, Appetitlosigkeit. Ein Segen für mich. Aber nicht der Sinn des Medikaments.
    Ich halte so wunderbar den Tag durch, habe Kraft und muss mich nicht wie früher am Tag hinlegen und schlafen.

    Es dient doch zur konzentrationverbesserung. In diesem Punkt bin ich mir unsicher. Probleme beim schreiben von Sätzen habe ich immer noch. Ich schreibe oft falsche Wörter ich möchte - auch- schreiben stattdessen steht dann dort -auf- oder ich vergesse Buchstaben am Wortende usw. in diesem Text musste ich jetzt auch ständig Verbesserungen machen. Mein Problem lag meistens auch im Arbeitsleben (Strukturiert , schnell arbeiten usw.) und da ich im moment keine Arbeit habe, kann ich das schlecht beurteilen.

    Ich will nicht damit aufhören, weil ich zum erstenmal das Gefühl habe, dass ich dadurch meine Esstörungen unter Kontrolle habe und abnehme. Ansonsten komme ich nicht dagegen an und ich habe schon vieles versucht.

    Tut mir leid, aber ich musste einfach mal mein Herz ausschütten. Jetzt ist es doch ein Roman geworden.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Die Angst - Midikenet absetzen zu müssen

    Hallo Bella,

    wenn du dich unwohl, eingeschrenkt oder sonstwie fühlst, würde ich mit dem Arzt reden.
    Falls es zu schlimm wird, natürlich den Notruf.

    Ansonsten musst du für dich entscheiden ob die Nebenwirkungen die positive Wirkung übersteigt.


    Bei mir ist es mal so mal so.
    Die kalten Hände habe ich auch immer mal wieder (am Anfang war es stärker), Kopfschmerzen nur mehr sehr selten (wobei das auch an was Anderem liegen könnte).
    Mit dem Blutdruck habe ich zum Glück keine Probleme.
    Die Mundtrockenheit hatte ich zu Beginn auch - sehr ausgeprägt. Viel trinken :-)

    LG

  3. #3


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.804
    Blog-Einträge: 40

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Hallo.

    Hmm, also das

    Bella34 schreibt:
    mein Zahnfleisch ist dünner geworden, es war 2 Tage wirklich schmerzhaft. Wie kleine Nadelstiche und ein ziehen im Mund, hatte im oberen Rachen kleine rote Pickelchen und beim Essen war es sehr empfindlich. Es ist nicht mehr so extrem wie an den beiden Tagen, aber ständig präsent und sehr unangenehm. Es fühlt sich so an, als ob im Mund ständig etwas vor sich geht.
    ist m.e. keine Folge einer Mundtrockenheit, zumindest nicht eine alleinige und keinesfalls in dieser kurzen Zeit.

    Das klingt mir eher sehr nach einer Infektion respektive einer Besiedlung der Schleimhäute im Mund, vermutlich mit Bakterien oder vielleicht auch Pilzen, die eventuell durch den verminderten Speichelfluss exazerbiert ist, sich also akut verschlimmert hat.

    Hier müsstest du mal einen HNO-Arzt aufsuchen und einen oropharyngealen Abstrich machen lassen.

    Ich bin mir recht sicher, dass man etwas finden wird.

    Ausserdem würde ich für einige Zeit auf eine sehr pingelige Mundhygiene achten (z.B. mehrfach täglich Spülungen z.B. mit Chlorhexamed).

    Insgesamt scheint dir die Medikation mit Medikinet adult - zumindest in dieser Dosierung - nicht wirklich viel zu bringen, wenn man mal den Nutzen gegen die Nebenwirkungen und auch Risiken abwägt.

    Verminderter Appetit, der sich positiv auf eine Essstörung auswirkt (offenbar eine ES mit zu viel Nahrungsaufnahme), ist jedenfalls lediglich eine sehr häufige unerwünschte Nebenwirkung von Methylphenidat, aber keinesfalls eine Indikation, deshalb Methylphenidat einzunehmen.

    Es ist sowieso generell kritisch, bei Essstörungen Methylphenidat einzunehmen und hier sollte schon ein signifikanter Nutzen in Bezug auf die AD(H)S bemerkbar sein.

    Ich würde mal den Arzt auf eine Verminderung der Dosierung oder auf alternative Medikamente ansprechen und bin mir sicher, dass man auch für dich etwas passendes finden wird.



    LG,
    Alex

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 70

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Liebe Bella34

    wollte eigentlich nur etwas rum lesen im Forum und nicht schreiben, weil ich müde bin aber eines liegt mir schon am Herzrn!

    soweit ich weiss hat die Dosierung nichts mit dem Körpergewicht zu tun, viel eher mit dem Stoffwechsel.
    Wenn jetzt Dein Stoffwechsel eher langsam ist reicht evt auch weniger

    Dein Artzt müsste das ja aber besser wissen. ...vielleicht wirkt sich das Körpergewicht ja irgendwie aus aber es ist sicher nicht massgebend!

    besprich das doch mal mit ihm....

    Gute Besserung!



  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 135

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    jop das stimmt was vulkan geschrieben hat. mir reichen als mittagsdosis 10mg udn ich bin auch nicht gerade leicht

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Hallo, auch ich habe ab und zu bei Stress Zahnfleischprobleme,
    Tipp: gurgeln mit Sekt! Hilft auch bei Aphten.
    Beim erstenmal brennt es leicht, nach ca 3 x ist alle Beschwerde weg- kein schmerz mehr alles heilt super.

    Nu ja MPH löst nicht alle Probleme sofort.
    Ich nehme es seit ca 3 Jahen hab seit einem Jahr Ergo und Neurofeedback und Psychotherapie dazu.
    Letzte Jahr hatte ich nen burnout, totale Famielienkriese und der schock das das Leben nach der Diagnose erstmal völlig Kopf steht.
    Jetzt geht es mir endlich besser. Es bleibt hart, wird aber besser-

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Vielen Dank für eure Antworten.


    Was die Dosierung betrifft meinte mein Arzt zu mir, dass die Dosis je Kilo Körpergewicht errechnet wird. Im Internet stand mal was von 0,2 mg - 0,6 mg je Kg Körpergewicht. Bei 30mg wäre das das minimum, um eine Wirkung zu erzielen, meinte er.

    Alex du hast recht. Ich werde mit meinem Arzt noch einmal darüber reden. Ich werde mal mit der Dosierung runtergehen, da ich noch 10 mg und 5 mg zu Hause habe. Werde auch mal den HNO Arzt aufsuchen. Ich glaube das hatte mein ZA auch empfohlen.

    Was die Mundhygiene betrifft, meinte der ZA nicht so oft die Mundspülung verwenden, da sie auch die "guten Bakterien" zerstört. Ich habe Meridol zu Hause. Oder sollte ich besser Chorhexamed kaufen ?

    Alternative Medis ? Ich mache mir eher sorgen, dass MPH mein letzter Strohalm war. Elontril habe ich nicht vertragen - Magen Darm Probleme bekommen. Medikamente die ich selber zahlen muss kann ich mir nicht leisten. Paroxatin war auch nicht das richtige. Ansonsten meinte mein Arzt, dass alle Gewichtsfördernd sind.

  8. #8
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Hallo!

    Zunächst einmal, gib nicht auf!!

    Also über die Dosierung nach Körpergewicht...da scheiden sich die Geister! Die wirklichen Fachleute, die ich bisher sprach, gehen mit der Dosierung nicht nach dem Gewicht, sondern nach Wirksamkeit auf die negative Symptomatik.
    Vor allem macht es ja dann keinen Sinn, wenn du bereits 15 Kilo abgenommen hast, die Dosis zu erhöhen, oder?

    Ich arbeite mit Kindern, die medikamentös eingestellt werden und die bekommen ja auch teilweise 40-60 mg je nach Ausprägung der Symptomatik. Die sind aber wesentlich leichter...

    Zu den "Nebenwirkungen" mit Deinem Zahnfleisch kann ich nur sagen, dass ich das bisher noch nicht gehört habe u wenn Du MPH seit Januar nimmst, dann sollte sich Dein Körper schon dran gewöhnt haben. Auch die Appetitlosigkeit sollte nachlassen.
    Vielleicht ist es doch nicht das richtige Medikament, natürlich muss das Dein Arzt entscheiden.

    Ist Dein Arzt denn spezialisiert auf ADS/ADHS?

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5.009

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Noch was...

    Auf welche Symptomatik behandelt Dich denn Dein Arzt? Depressionen oder ADS

    Paroxetin ist doch nix bei ADS-Symptomatik? Ist doch ein Antidepressivum?
    Elontril soll ja noch bei ADSlern eine Kombiwirkung haben.

    Und es stimmt nicht, dass alle anderen "gewichtsfördernd" sind.

    LG

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 71

    AW: Die Angst - Medikinet absetzen zu müssen

    Jep mein Arzt ist spezialisiert auf ADS. Poraxatin habe ich vor meiner Diagnose ADS bekommen, da war ich noch bei einem anderen Arzt. Der mich auf Depressionen und Angststörungen behandelte. Paroxatin hat mir zum größten Teil die Traurigkeit genommen, allerdings ist mein Gewicht in dieser Zeit nach oben geschossen. Meine Therapheutin vermutete damals ADS und daraufhin bin ich zu einem auf ADS Spezialisierten Arzt gegangen. Der Paroxatin abgesetzt hat, weil es eher die ADS und mein Gewicht fördert. Elontril half am Anfang ganz gut hatte einen wirklich positiven Antrieb, aber dann bekamm ich wirklich unangenehmen Magen-Darmprobleme.

    Er meinte bei den Antidepressiva gibt es 3 - 4 Medis die ich überhaupt nehmen kann unter ADS. Mit dem Gewichtsfördernd meinte er, dass die Auswirkung auf das Gewicht unterschiedlich ausgeprägt ist.

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