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Diskutiere im Thema Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo,
    Ich habe von 2010-2011 Ritalin und Levo-Amphetamin genommen.
    Anfangs war alles noch super. Ich kam ganz gut mit meinen Mitmenschen klar, einen IQ gut über dem Durchschnitt und war bis auf meinen Drogenkonsum und ein paar ADS-Sympthomen ziemlich zufrieden mit mir.
    Irgendwann habe ich gemerkt, dass mich dieses Zeug "komisch" macht und habe es abgesetzt.

    Mit komisch meine ich unter anderem seelische Nebenwirkungen wie:
    - introvertriert (ich sitze sehr oft alleine zu hause rum)
    - "dumm", also Amnesie, Konzentrationsschwierigkeiten, "Wortfindungsschwierigkeit en"
    - Probleme aus dem Affekt zu handeln
    - Sehr verkrampft in meinem Umgang mit ... allem eigentlich -.-
    - Empathieverlust
    - Agressionen
    - Ängstlichkeit
    - geringes Selbstwertgefühl
    - ich mache mir Sorgen um meine Zukunftsperspektiven (und das mit erst 23 Jahren Oo)

    All diese Sympthome sind natürlich sehr belastend für mich.
    Einige zeitlang hatte ich sogar sowas wie eine sozialphobie ... aber das geht langsam glücklicherweise zurück.

    Im Internet findet man ja viele negative Infos über Ritalin. Z.B. das es 20-30% der hirndurchblutung unterdrückt, gehirnzellen abtötet und andere Horrorstorys (Todesfälle ua).

    FRAGE: Gibt es hier jemanden, der ähnliche Erfahrungen mit Ritalin hat ?
    Habe ich eine Chance irgendwann wieder "normal" zu sein ???

    LG raiding

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 140

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Bin grad etwas verwirrt von dem was du geschrieben hast, deswegen ein paar Fragen von mir:

    1. Hast du Ritalin und Amphetamin zeitgleich genommen, wenn ja, warum?

    2. War das L-Amphetamin ärtzlich verordnet, oder als Droge zu sehen?

    3. Wenn du von deinem Drogenkonsum redest, meinst du dann deine ärztlich verordnete Medikation, oder Drogenkonsum im herkömmlichen Sinne?

    4. Deine beschriebenen Nebenwirkungen, können in meinen Augen, durchaus durch das vorher unbehandelte ADHS entstanden sein, und dir durch die Medikation viel deutlicher ins Bewußtsein gerückt sein, da deine Wahrnehmung geschärfter war.

    5. Hast du mit deinem beh. Arzt über die Nebenwirkungen gesprochen, oder einfach selbst die Medikation abgesetzt?



    LG

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo Raiding,

    hmm, also so lange hast du ja MPH nicht eingenommen, um von Langzeitnebenwirkungen zu sprechen. Dafür hast du es also wirklich zu wenig lange genommen.

    Es verwirrt mich auch etwas. Hast du zusätzlich noch Drogen zu MPH genommen oder bezeichnest du die ärztlich verordnete Medikation als Drogeneinnahme?
    Von ner eigenmächtigen zusätzlichen Substanzeinnahme zusammen mit MPH kann ich dir jedenfalls nur abraten.
    Die Abwärtsspirale wäre so wohl wirklich vorprogrammiert.

    Dann ist noch ne Frage, wie sah es mir deiner Ernährungssituation während der MPH-Einnahme aus?
    Denn eine bekannte Nebenwirkung von MPH ist ja, dass der Appetit und damit die Nahrungsaufnahme eingeschränkt wird.
    Die ersten fünf Kilos verkraftet ein normaler Organismus gut, dann aber wirds brenzlig. Dem Körper und dem Gehirn fehlen wichtige Nährstoffe und Energie.
    Unter MPH braucht das Gehirn einen einigermassen ausgeglichenen Blutzuckerspiegel, sonst kann dies unter Umständen zu Depressionen, Aengsten... führen.
    Ich habe es schon mehrmals gehört und auch gelesen, dass Menschen unter MPH glücklich sind, endlich mal 10-15 Kg abgenommen zu haben und wundern sich dann, dass das Medi nicht mehr wirkt??? Aber wie soll es denn, wenn der Körper die Neurotransmitter gar nicht mehr bilden kann???

    LG Nicci

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hey, thx für die schnellen Antworten.

    Erstmal vorneweg: "Drogen" und Ritalin habe ich nicht zusammen genommen. Ab und An halt zu Parties Alkohol getrunken ^^
    Das Ritalin war ärztlich verordnet, 30mg pro Tag.
    Nachdem ich merkte, dass Ritalin oben genannte Nebenwirkungen hervorrief, habe ich mir L-Amphetamin verschreiben lassen. Keine gleichzeitige Gabe.
    Mit dem Drogenkonsum war hauptsächlich Kiffen uä. gemeint (BtmG).
    Abgenommen habe ich auch nicht, im Gegenteil: von 75 Kilo rauf auf 82
    Ausserdem mehr Sport gemacht und insgesammt weniger Fastfood und dergleichen gegessen (Fitnesstraining, also sehr bedacht gegessen).
    Das Medikament habe ich selber abgesetzt, aber meine Ärztin habe ich in Kenntniss gesetzt.

    Es kann gut sein, dass ein paar der oben genannten Nebenwirkungen Kopfsache sind, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mit Bestimmtheit sagen kann, dass ich vor der Behandlung mit Ritalin nicht so einen "Stock im Arsch" hatte und lockerer war.
    Ausserdem habe ich wie gesagt, ein paar Leute im Netz gesehen, die genau meine Nebenwirkungen auch hatten, was mir eig sagt, dass ich es mir nicht einbilde ...

    Naja, ich hoffe mal, dass diese Nebenwirkungen irgendwann verschwinden.
    Hatte kurze Zeit sogar auch ne Sozial-Phobie, aber die ist zum Glück auch weg

    LG

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 355

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo,

    also bei dir spielen so viele Faktoren die nicht mit Mph Einnahme zusammen hängen noch eine Rolle , so das man nicht wirklich sagen kann das deine
    "Nebenwirkungen" von der Einnahme des "Mph" kommen. Ich denke das deine Probleme schon vorher da waren .

    Gerade auch durch "Kiffen" kann es zu deinen beschriebenen "Nebenwirkungen" kommen.

    Also würde ich jetzt nicht einen "Sündenbock" in Form von Ritalin suchen auf den ich ja schön meine Probleme abwälzen kann, ich behaupte nicht das es eine harmloses Pillchen ist, aber du hast es erstens nicht sehr lange und in einer Relativ geringen Dosis genommen und zweitens eben auch noch andere Subtanzen dazu konsumiert, so das ich es doch für unwahrscheinlich halte das deine "Nebenwirkungen" von der Mph Einnahme kommen.

    Überlege dir noch mal in Ruhe wie hoch, wie regelmäßig dein Canabis Konsum ist/war und ob nicht eher da der "Hund" begraben liegt.

    LG
    Chaoskater

  6. #6
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 3.524

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    - introvertriert (ich sitze sehr oft alleine zu hause rum)
    - "dumm", also Amnesie, Konzentrationsschwierigkeiten, "Wortfindungsschwierigkeit en"
    - Probleme aus dem Affekt zu handeln
    - Sehr verkrampft in meinem Umgang mit ... allem eigentlich -.-
    - Empathieverlust
    - Agressionen
    - Ängstlichkeit
    - geringes Selbstwertgefühl
    - ich mache mir Sorgen um meine Zukunftsperspektiven (und das mit erst 23 Jahren Oo)

    klingt für mich nicht nach einer Nebenwirkung von MPH, allerdings sind das für mich halt Sachen die ich ohne Medikament zur genüge kenne... ist Deine Diagnose denn "nur" ADHS???

    Kleines Beispiel anhand meiner Person, ich nehme MPH seit November und habe seit dem

    - esxtreme Aggressionen die ich vorher hatte besser im Griff (nicht nur durchs Medi, aber ich merke, dass mich das ruhiger macht)
    - introvertiertheit nimmt langsam endlich ein wenig wieder ab und ich komme mal raus...
    - Ängstlichkeit - ist definitiv zurück gegangen
    - Konzentration unter MPH ist extrem besser

    Also die Dinge hatte ich vorher extrem und seit dem ist eben eine Besserung eingetreten. Aber es ist eben keine Wunderpile die "alles gut macht"...
    Fakt ist, dass es sicher Menschen gibt bei denen MPH nicht wirkt oder bei denen es eine negative Wirkung hat, weil vielleicht auch in der Diagnostik was schief gelaufen ist!?!
    Es ist nunmal wie bei jedem Medikament, es gibt immer Menschen denen es hilft und es gibt welche die es nicht vertragen, über sowas sollte man sich im Vorfeld bewußt sein und ich verstehe nicht wieso man ein Medikament ein Jahr durchgehend nimmt, wenn man merkt, dass es nicht gut für einen ist.
    Und wie Nicci schon sagte bei einem Jahr Einnahmezeit kann man finde ich nicht von einer Langzeitwirkung sprechen.

    Horrorstorys wirst Du fast zu jedem Medikament im Internet finden, wenn es ein wirksames Medikament ist das noch nicht wahnsinnig lange auf dem Markt ist die Wahrscheinlichkeit wesentlich höher!
    Die haben wir hier denke ich alle zur genüge gehört/gelesen was es uns nicht grade einfacher macht....

    Wie geht es denn nun für Dich weiter? Wird es eine andere Therapie geben?

    LG


    Rose

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 362

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo erstmal,


    Klingt jetzt zwar sehr dramatisch, aber könnte es nicht sein dass du falsch dosiert warst?
    Hat der behandelnde Artzt gewusst dass du Drogen konsumiert hattest? Ist für den Arzt ja nicht ohne Grund wichtig zu wissen, auch wenn der Drogenkonsum schon länger zurückliegt.
    Wie sah es neben den Medikamenten mit Therapie aus? Hattest du irgendeine Form von Therapie, wie zum Beispiel Verhaltenstherapie oder ähnliches?
    Nur Medikamente alleine helfen ja bekanntlich nicht.
    Wenn die Medis nicht wirken oder sogar verschlechtern ist die Möglichkeit sehr groß dass dein Problem eventuell nicht ADS ist sondern eine andere Störung vorliegt. Ja, auch ADS kann mal fälschlicherweise diagnostiziert werden.
    Ich selbst habe mich auch nochmal gründlich testen lassen, da ich unsicher war ob meine Probleme nicht doch woanders herkommen.
    Schaden kann es nicht.
    Ritalin tötet keine Gehirnzellen ab, es erhöht die Dopaminausschüttung. Und ehrlich gesagt, selbst kleinste Mengen, Alkohol tötet Gehirnzellen hundertprozent erwiesener Weise ab und auch nicht zu knapp. Und dennoch trinkst du es ohne bedenken. Komisch oder?!
    An deiner stelle würde ich mich nochmal testen lassen und mit meinem Arzt sprechen.
    LG
    Lillemoor

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Ersteinmal zu dem Kiffen:

    Ich habe mit meiner Ärztin ausführlich darüber geredet und sie hat mir auch erst das Medikament verschrieben, als ich einen zweiwöchigen stationären Entzug hinter mir hatte.
    Während des Jahres hat sie auch öfters mal unangekündigt UK-Schnelltests mit mir gemacht, um festzustellen, dass ich keinen Mist mache.
    Sie hat gleich auf alle bekannten Drogen getestet -> Standardprozedur bei Drogensüchtigen, die Medikinet erhalten, wie sie mir sagte, um sich selber abzusichern ... also Mischkonsum kann ich definitif ausschließen.
    "Drogenschmacht" hatte ich auch nicht mehr. Also hatte ich eig nur (regelmäßig) Medikinet, Kaffee und Zigaretten intus.
    Kiffen hat natürlich auch Spätschädigungen. Es kann also echt sein, dass ein paar der Macken daher rühren ...

    Ich habe gehört, dass diese ADS-Diagnosen bei 70% der Menschen zutreffen können. Egal, ob sie jetzt AD(H)S haben oder nicht ...
    ADS-Symptome habe ich auf jeden Fall.

    Dieses Medikament habe ich so lange genommen, weil es Anfangs richtig gut gewirkt hat (ca. die ersten 3 Monate) und danach ist die positive Wirkung immer mehr zurückgegangen und die Negativen traten in den Vordergrund. Ich habe halt immer gehofft, dass irgendwann die positiven Dinge wiederkommen würden ...

    Andere Diagnosen, ausser Cannabis-Sucht und ADS habe ich bisher noch nicht.
    Ich habe auf jeden Fall mit einer Ambulanten Therapie angefangen. Mal gucken, vllt kommt was ganz anderes dabei raus ^^

    Momentan Kiffe ich übrigens gar nicht.
    Das einzig gute an dem Medikinet ist, dass ich dadurch iwie keinen Bock mehr habe zu kiffen.
    Ich hoff mal, dass das so bleibt.

    Verhaltenstherapie hatte ich nicht. Ich habe nach der Arbeit noch eine ambulante Drogentherapie ein Jahr lang gemacht.

    Die Dosierung war erst 3x30mg pro Tag und zum Schluß habe ich mich dann runterdosiert auf 3x10mg und dann Mit 5mg bei Bedarf ausschleichen lassen (war ein ziehmlich krasser Entzug wie ich fand, im Vergleich zu Kiffen ...)

    @Lillemoor - mit dem Alkohol gebe ich dir vollkommen Recht, gar keine Frage ^^
    Aber Alk trinke ich schon (schande über mich^^) seitdem ich 14-15 bin oder so auf Parties und davon hatte ich noch nie Wortfindungsschwierigkeiten ...
    Kp, hat vielleicht (hoffentlich) nix mit den Hirnzellen zu tun

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo !

    Du bildest dir deine Wahrnehmungen nicht ein !!!!!!!
    Und sie sind nur in der Hinsicht "Kopfsache", dass wir dazu neigen,
    zu sehr einzusteigen, egal jetzt, ob positiv oder negativ.
    Himmelhochjauchzend.... zu Tode betrübt.

    Tanisha hat es in Punkt vier ihres Beitrages deutlich gemacht.

    Das, was du schon immer wahrgenommen, gefühlt, empfunden, gedacht hast, dringt jetzt durch die Medikation
    stärker in dein Bewusstein, ist präsenter und deine ADS Symptome sind dadurch noch ausgeprägter!!!!
    DESHALB GEHT ES OHNE ANGEPASSTE PSYCHOTHERAPIE NICHT !!!!!!

    Deine Aussage, dass du dich vor deiner Medikamenteneinnahme ziemlich zufrieden gefühlt hast,
    verstehe ich gut.
    Mir ging es ähnlich.... ich nenne es den Zustand des Narren.
    Auch ich wünsche mir manchmal zurückzukehren.
    Aber es gibt keinen Weg zurück.
    Einmal aus ihm erwacht, heißt: erkannt, was mit mir los ist,
    warum ich bin, wie ich bin, hat alles verändert.

    Mein ADHS ist für mich jedoch keine Krankheit, sondern "nur" ein anderer Wahrnehmungstil,
    der außergewöhnliche, aber mich auch behindernde Begleiterscheinungen hat.
    Und vor allem die anderen kommen nicht klar....mit manchen dieser Begleiterscheinungen.
    Und obwohl es ihr Problem ist, ist es auch mein Problem,
    denn ich will, muss in dieser Gesellschaft klar kommen,
    die kaum noch Nischen bereit hält für Anderssein, für Außergewöhnliches.

    Deine besonderen Fähigkeiten, deine überdurchschnittliche Intelligenz
    positiv zu kanalisieren .... darauf kommt es an.

    Hätte ich als junge Erwachsene die Hilfe bekommen, die heute möglich ist,
    dann wäre mein Leben vielleicht anders verlaufen,
    aber das ist nicht mehr wichtig.
    Ich bin gern, wie ich bin.

    Mir hat gefallen, dass du geschrieben hast, dass du zufrieden mit dir warst.
    Jedoch:
    Weshalb kam es zur ADS Diagnose?
    Was hat denn nicht so gut geklappt?
    Warum die Einnahme von Drogen?
    Drogenkonsum ist
    ein Zeichen für Flucht
    für Rückzug,
    für sich "besser" oder anders fühlen wollen.
    Vielleicht auch für überhaupt ins Fühlen kommen
    oder vielleicht diesen Tagträumen zu entkommen ?

    Kurz:
    Warum warst du einverstanden damit, Medikamente zu nehmen?
    Worin besteht/bestand der Leidensdruck?
    Was sollte mit den Medikamenten erreicht werden?

    Und ich möchte es abschließend noch mal wiederholen:
    Monotherapie nur mit Medikamenten ist sehr oft nicht nur nicht ausreichend!!!!,
    sondern scheint die Probleme erst mal nur zu verstärken.
    Ohne angepasste Psychotherapie hätte ich damals Medikinet auch wieder abgesetzt.

    Viele Grüße
    Michi

    p.s.

    ADHS Erwachsene :

    Dr. Martin Winkler (sein Nick hier web4health) beschreibt in diesem Artikel sehr gut,
    wie die Hilfestellungen aussehen sollten.
    Als ich meine ambulante Gruppentherapie machte, dachte ich,
    es wäre besser, dem Leidensdruck anfangs mit einem stationären Aufenthalt zu begegnen,
    um mich allem, was "hochkam", nicht so ausgeliefert zu fühlen.
    und dann weiter ambulant betreut zu werden.
    Mit meiner ambulanten Therapie war und bin ich sehr zufrieden gewesen.
    Anfangs stationär wäre eben "besser" gewesen!

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Weshalb kam es zur ADS Diagnose?
    Wie gesagt, habe ich halt gemerkt, dass irgendetwas nicht ganz richtig mit mir ist.
    - Konzentrationsmangel in der Schule (und in vielen anderen Bereichen), ich denke mal in einer Verhaltenstherapie hätte ich das gut lernen können ... eig ne gute Idee, vllt mach ich nochmal eine, nach der jetzigen ambulanten ...

    - Tagträumer (was durchs Kiffen sogar noch verschlimmert wurde, meiner Meinung nach)

    - Agressionspotential (früher in der Grundschule andere Kinder sehr brutall geschlangen und gebissen, heute eher "impulsiv verbal agressiv", also ich ärgere mich ziehmlich oft über meine Alltäglichen Äusserungen ...)

    - und weitere ...
    Alles halt die typischen Anzeichen von AD(H)S. Ich sollte schon früher als Kind Ritalin kriegen, aber meine Mum war damals absolut dagegen)

    Was hat denn nicht so gut geklappt?
    s. oben

    Warum die Einnahme von Drogen?
    Kiffen hat mich anfangs noch ruhiger und konzentrierter gemacht, ich hatte das erstemal sowas wie einen Fokus im Leben. Später dann war es eigentlich nur noch die Sucht.
    Ich habe gelesen, dass 1/3 aller AD(H)S-Leute Drogen nehmen, um sich selbst zu medikamentieren und das Stoffwechseldefizit auszugleichen. Wahrscheinlich war es bei mir der gleich Fall ...

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