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Diskutiere im Thema Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADS / ADHS - Medikamente, wie Ritalin, Concerta, Medikinet, Equasym und Strattera, sowie Medikamente bei Komorbiditäten, wie Antidepressiva, Neuroleptika, Benzodiazepine, andere Psychopharmaka und sonstige Medikamente
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo

    Eine Freundin (ADHS mit Tendenz hypoaktiv)von mir hat nach ca. 7 Monaten Ritlin Einnahme ähnliches festgestelt:

    - Wortfindungsstörungen
    - das Gehühl nicht mehr denken zu können
    -so ein Taubheitsgefühl im Kopf
    - gleichgültigkeit (v.a. anderen Menschen gegenüber), eingeschränkte Emotionen
    -empathieverlust (sie nennte es sogar kälte gegenüber anderen)
    - genervtheit, aggression gegenüber anderen
    -traurigkeit
    -sich zurückziehen (aber nicht wie vorher wegen der Reizüberflutung, sondern weil man einfach keine "Lust" hat auf Menschen
    - sie fand sogar sie sei nicht mehr sich selber, sie sei "in sich eingeschlossen"

    ihre (und auch meine Psychiaterin) meinte, dass könne daran liegen, dass zu wenig noradrenalin vorhanden sei, gerade bei ADS und ADHS mit nur gerngen "H" sei dies häufig der Fall. Ihre Erklärung ganz grob zusammengefasst:

    Ritalin sei ja ursprünglich für hyperaktive Kinder entwickelt worden, deshalb hemme es Dopamin (u.a. zuständig für Motorik):Noradrenalin (sehr wichtig für Gedächnis) im Verhältnis 2:1. Wenn nun v.a. eine grosse Aufmerksamkeitsschwäche vorhanden ist, sei oftmals genügend Dopamin aber zu wenig Noradrenalin vorhanden, was eben die aufgelisteten Symptome verursache. Die Dopamin/Noradrenalinhemmung sei im falschen Verhältnis.

    Meine Freundin hat nun zusätzlich ein gering dossiertes Antidepressiva verschrieben bekommen (weiss nicht mehr welches,sorry). Sie musste danach nochmal das Ritalin neu eindossieren, aber es geht ihr seit dann wieder super und das Ritalin wirke wieder wie am Anfang obwohl die Dosis nun geringer sei.
    Vielleicht wäre das für Dich auch eine Idee?

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Ich habe mal eine zeitlang Straterra (Atomoxetin) verschrieben bekommen (ewig her). Habe davon keine Veränderung gespürt.
    Nur habe ich jetzt für mich mit dem Thema Ritalin abgeschloßen und ich finde es irgendwie nicht richtig, ein Medikament gegen die Nebenwirkungen von anderen Medikamenten zu nehmen.
    Ich hoffe einfach jetzt, dass sich das ganze wieder einpendelt im Laufe der Zeit und mit Therapie.

    Aber schonmal echt beruhigend zu wissen, dass ich net der einzige mit der Problematik bin

  3. #13
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.316

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo Lillie,

    Ritalin sei ja ursprünglich für hyperaktive Kinder entwickelt worden, deshalb hemme es Dopamin (u.a. zuständig für Motorik):Noradrenalin (sehr wichtig für Gedächnis) im Verhältnis 2:1.
    Ups, also MPH erhöht doch die Dopaminverfügbarkeit und nicht umgekehrt.

    Die ganzen Neuroleptikas bewirken dagegen eine Dopaminhemmung.

    LG Nicci

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo Nicci

    Ups, da habe ich mich wohl unklar ausgedrückt....MPH erhöht dir Dopamin/Noradrennalinverfügbarkeit im synapsischen spalt, indem es die wiederaufnahme hemmt.

    LG

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 382

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo,

    niemand möchte dich hier zur Einnahme von Medis überzeugen!!!!!!
    Auch ich möchte lieber gestern als morgen auf sie verzichten.

    Sie helfen mir, mich zu konzentrieren. Ohne geht es einfach nicht.
    Nicht so, wie ich es mir wünsche.
    Oft denke ich, früher ging es doch auch ohne. 46 Jahre lang!!!!
    Doch jetzt kann ich einfach nicht mehr auf diese Hilfestellung verzichten.
    Es macht vieles einfacher!!!!

    Und der einfachere Weg war schon immer meiner!!!!
    Und doch gebe ich mich nicht nur mit der Einnahme zufrieden.
    Denn aus dem Kreislauf meiner Struktur komme ich nur mit Medis auch nicht heraus.

    Ich mache eine ANTI-Stress-Programm,
    beschäftige mich viel mit Psychologie.
    Vor allem auch mit buddhistischer Psychologie.
    Und es ist interessant, dass diese schon über 2500 Jahre weiß,
    was nicht nur für "uns", sondern für alle Menschen heilsam bzw. unheilsam ist.

    Die westliche Psychologie entdeckt gerade diesen Weg
    oder Teile davon und baut sie ein in ihre Therapieformen ein.

    Die neue Therapieform, die mir für uns besonders geeignet erscheint
    ist die achtsamkeitsbasierte kognitive Verhaltenstherapie.
    Ganz neu und noch kaum ein Psychotherapeut nutzt sie.

    Ein Baustein sind Achtsamkeitsübungen.
    In meiner Gruppentherapie wurde ich darauf aufmerksam gemacht,
    Es wurde vorsichtig und nicht zuviel auf einmal geübt.
    Und nur ganz kleine Übungseinheiten als "Hausaufgaben" gegeben.
    Denn wenn wir erst einmal das Gefühl haben, dass wir das nicht können,
    oder dass das zu mühsam ist, dann sind wir schnell mit dem Urteil:
    "Das bringt nichts! "
    Und aus die Maus.

    Ich habe schon vor der Gruppentherapie Kontakt gehabt mit Achtsamkeitserfahrungen
    und war deshalb aufgeschlossener, wusste, wie wichtig sie sind,
    dass sie DER WEG sind in die Freiheit.
    Aber die anderen Gruppenmitglieder sahen es nur als "Spiel",
    (was es ja auch sein soll,
    Achtsamkeit spielerisch üben, aber auch ihren Lebensernst wahrnehmen.)
    als eine der Bausteine von vielen im Programm
    neben
    Stressmanagement.
    Comorbiditäten,
    Verständnis und Selbstakzeptanz
    Stärken usw....
    Doch Achtsamkeit ist die Basis für alle anderen Bausteine,
    bereitet den Weg
    zur VERÄNDERUNG.

    Und ohne Konzentrationsfähigkeit ist Achtsamkeit zu üben sehr schwer,
    aber sie bedingen auch einander.
    Durch das Üben des einen, wird das andere gestärkt und umgekehrt!!!!
    Seit ich sie übe, täglich, regelmäßig,
    habe ich vor kurzem bemerkt,
    dass wenn ich morgens aufwache,
    ich nicht aus einem Traum erwache,
    sondern ich erwache aus meinen Gedankenträumen !!!!
    Wach bin ich wohl schon ne ganze Weile?
    Oder erst sehr kurz?
    Keine Ahnung.....
    Gedankenwelten entstehen in Sekunden.

    Mir wurde dies bewusst, ganz ohne Medikament.
    Üben ist mühsam.
    Aber es lohnt sich.

    Immer wieder zu bemerken,
    dass ich mich in ihnen verliere oder verloren habe,
    dass ich abgedriftet bin:
    beim Autofahren, beim Lesen, in einem Gespräch,
    beim Zuhören, beim Fernsehen, beim....

    Nur eigenes Erleben führt wirklich zu "richtigem" Verstehen.

    Und ich bin immer häufiger nicht mehr ärgerlich auf mich,
    weil ich mal wieder abgedriftet bin,
    sondern erlebe Gelassenheit,
    wenn ich bemerke: Hey, du warst mal wieder in Gedanken spazieren.
    Es kommt aufs Bemerken an.
    Und dann auf das SIcherinnern.
    Das ist alles.

    Wünsche allen an diesem wunderschönen Frühlingstag
    viele achtsame Momente des Sicherinnerns.

    Michi

  6. #16
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo,

    bei mir wurde adhs mit 19 diagnostizert (soweit das möglich ist?)
    Behandlung mit ritalin und concerta 4-5Jahre. zu rst ging es mir auch sehr gut damit.doch nach und nach wurde meine Leistungsfähigkeit ohne Einahme immer schlechter.
    Nun bin ich mit 35 Jahren berentet, aufgrund von der langzweitnebenwirkung der medikamente RITALIN und CONCERTA.

    Ich kann nur jeden empfehlen sehr sehr Vorsichtig mit Methyphenidat zu sein.
    Ich wünschte ich wäre niemals mit dem medikament behandelt worden, es hat mich kaputt gemacht !!!
    Aus einem leicht Hyperaktiven sehr intelligenten Menschen(IQ129) ist mit Hilfe der Einnahme von ritalin über 4 Jahren, ein antriebsloser unkonzentrierter Mensch geworden.
    Obwohl ich seit fast zehn Jahren kein methyphenidat mehr Einnehme, warte ich immer noch auf den moment wo es mir wieder geht (impulsiv, hyperaktiv bzw. überhaupt mal aktiv) wie vor der behandlung mit diesem teufelszeug.

    lg
    nagus

  7. #17
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 14

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    @ nagus.Das ist ja heftig.Gut, das du langsam wieder zu dir kommst.


    Also, ich kann hier nur von mir selbst sprechen, aber ich habe ca.7 Jahre MPH genommen mit vllt. einem Jahr Pause zwischendrin, waren villeicht 8 Jahre. In der Pause Antidepressiva, und ich will schon meinen, das ich das brauch(t)e hatte auch mit dem Ritalin zu tun.
    Im zweiten Anlauf mit MPh hab ich die negativen Auswirkungen, den Rebound und meine krasse soziale Einschränkung (Blockiertheit,Aggressionen,De pris) nochmal viel intensiver wahrgenommen und bei der Neuro nach was anderem gefragt. Jetzt bekomme ich Amphetaminsaft, der ist angenehmer. Aber ich kanns schon nachvollziehen das allein der Umstand, was nehmen zu müssen um zu funktionieren, einen runterzieht und diesen Umstand kann man gerade nicht klar von einer Drogensucht abgrenzen ( weil sich diese doch gerade in der Regelmäßigkeit des Konsums zeigt) deshalb ist das Thema Psychopharmaka in der Öffentlichkeit ja auch ein wenig schambesetzt, die meisten "Patienten" sind bezichtigt den Großteil ihres Daseins auf Medis zu sein. Von daher würde ich auch raidings Cannabiskonsum mal nicht so überdramatisieren - ich hatte in meiner Jugendzeit mit Ritalin oft das Gefühl nicht so lustig, offen und lebensfroh zu sein wie meine Schulkameraden zu sein sondern meinen eigenen verkrampften Leistungsdruckfilm zu fahren. Der Umstand Medikamente zu nehmen um den Soll der Norm zu erfüllen an sich hat mich mich schon damals als "anders", irgenwie defizitärer als die anderen wahrnehmen lassen, und ein Scheiß- Selbstwertgefühl ist ja bekanntlich ein guter Nährboden für Depressionen.
    Von daher freue ich mich auch immer, von erfolgreichen Therapien etc zu hören, die eine Medikamenteneinnahme am Ende überflüssig machen, nur so eine ist mir leider noch nicht untergekommen. Kann mir gut vorstellen, das negative Langzeitwirkungen vor allem dann möglich sind, wenn man nicht durch Begleitumstände wie ne Therapie regelmäßig bestärkt wird...

  8. #18
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Hallo,
    und danke Nastia ich glaube das bring es auf den PUNKT "das allein der Umstand, was nehmen zu müssen um zu funktionieren, einen runterzieht"

  9. #19
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    nagus schreibt:
    Hallo,
    und danke Nastia ich glaube das bring es auf den PUNKT "das allein der Umstand, was nehmen zu müssen um zu funktionieren, einen runterzieht"
    Ist das nicht auch ein bisschen eine Frage der Sichtweise?

    Ein Diabetiker hat eine Stoffwechselstörung und muss sich Insulin spritzen, damit der Stoffwechsel entsprechend eingestellt wird, er also funktioniert.

    Genauso ist es doch auch bei uns.
    Es ist eine Stoffwechselstörung und die Medikation reguliert diese Stoffwechselstörung.
    Ich sehe das nicht als Psychopharmakum, sondern eben als genau das, eine Stoffwechselregulierung.

    Natürlich ändert das nichts an der Sache als solche, aber vielleicht ändert es die innere Sichtweise, die Art, für sich selber damit umzugehen, zumindest ab und zu .

    LG
    Fliegerlein

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.257

    AW: Psychische (Langzeit-)Nebenwirkungen von Ritalin

    Ich wünschte ich wäre niemals mit dem medikament behandelt worden, es hat mich kaputt gemacht !!!
    Ich wünschte ich hätte es schon viele Jahre früher bekommen.

    Aus einem leicht Hyperaktiven sehr intelligenten Menschen(IQ129) ist mit Hilfe der Einnahme von ritalin über 4 Jahren, ein antriebsloser unkonzentrierter Mensch geworden.
    Obwohl ich seit fast zehn Jahren kein methyphenidat mehr Einnehme, warte ich immer noch auf den moment wo es mir wieder geht (impulsiv, hyperaktiv bzw. überhaupt mal aktiv) wie vor der behandlung mit diesem teufelszeug.
    Glaub ich nicht. Die Wirkung ist schlagartig weg wenn der Blutplasmaspiegel sinkt. Es verändert leider nichts langfristig im Gehirn.

    Wenn du lahm und latschig geworden bist dann liegt das nicht am MPH. Das liegt dann an Depressionen oder einfach an dir und deiner persönlichen Entwicklung. Ich tipp auf Depressionen, das ist häufig.

    Ich war auch lange lahm und antriebslos - ohne MPH - aber das waren schlicht und ergreifend Depressionsymptome. Deswegen bin ich doch zum Doc.

    Was sagt denn die Umwelt / die Ärzte?
    Geändert von Wildfang (19.10.2012 um 10:50 Uhr)

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