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Diskutiere im Thema Antidepressiva bei ADHS / ADS? im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 76

    Antidepressiva bei ADHS / ADS?

    Hallo!

    Als ich mit meinem Hausarzt über meine ganzen Probleme gesprochen habe, stellte er die Vermutung Depressionen

    oder AD(H)S an. Und möchte mich testen lassen (habe schon einen Termin in der Uniklinik in Münster).

    Er fragte mich ob er mir etwas verschreiben solle damit ich besser schlafen oder den Tag besser überstehe.

    (Wollte natürlich beides, worauf er meinte "Wunder gibt es nicht"

    Als ich mich für den Tag entschieden habe, meinte er das es wenn es AD(H)S ist auch nach hinten losgehen

    könnte, da ich dann noch unruhiger wäre.

    Mich würden Eure Erfahrungen interessieren, da ich glaube mein Doc kennt sich da nicht aus. Warum?

    Nun er hat mir schön eine Überweisung ausgestellt auf der geschrieben steht "Depression, ADS" und konnte mir

    aber nicht sagen an wem ich mich wenden sollte.


    Auch eine Überweisung für eine Psychotherapie mit genau dem gleichen Ergebnis.


    Auf meine Fragen, wohin und an wem ich mich denn nun wenden sollte

    konnte er mir keine Antwort geben, mit der Begründung "in einer großen Stadt ist so etwas natürlich leichter.... aber hier im Sauerl........???????


    Also mußte ich alles selber recherchieren, TOLL!

    Total vom Thema abgekommen,


    Ok, hat einer Erfahrungen mit Antidepressiva bei ADS?


    superwoman

  2. #2
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.394

    AW: Antidepressiva bei AD(H)S?

    Hallo Superwoman,

    ich war vor anderthalb Jahren genau an demselben Punkt und ebenso ratlos. Ich hatte auch schon Hausärzte, Frauenärztin (Hormone?), Fachärzte, Johanniskraut und ich weiß nicht was alles durch, aber es hat alles nicht geholfen...
    Letztlich bin ich dann stationär in eine Klinik gekommen bzw. habe mich einweisen lassen, weil ich Methylphenidat, das mir ein ambulanter Facharzt verschrieben hatte, nicht vertragen hatte, und ich wirklich nicht mehr konnte. Dort wurde dann eine schwere Depression diagnostiziert und in der dortigen ADHS-Ambulanz etwas später auch ADS. Mir ging es auch so, dass ich unbedingt eine klare Diagnose haben wollte, aber die Ärzte haben sich lange bedeckt gehalten bzw. waren zu ADHS auch nicht einer Meinung. Mittlerweile ist es aber ganz sicher.
    Seit ich Antidepressiva bekomme, geht es mir sehr viel besser. Ich war drei Monate in der Klinik und habe von dort vieles mitnehmen können. Ich war so auf das ADS fixiert, aber tatsächlich hatte ich wirklich eine schwere Depression, die man mir aber weniger angemerkt hat als anderen, wiel ich situativ immer noch stimmungsmäßig aufhellbar war... So allmählich wurde das dann alles klarer. Es hängt ja beides oft zusammen.
    Ich denke, dass mir die Antidepressiva auch beim ADS helfen konnten, dazu viele Verhaltensänderungen / Tagesstruktur etc.
    Uniklinik Münster klingt doch ganz gut. Ich bin auch erst in der Uniklinik wirklich auf Fachleute gestoßen, bei einem niedergelassenen Facharzt ging mir die Diagnose und das Verschreiben von Medikamenten auch viel zu schnell (s.o.) und wurde nicht richtig kontrolliert. Zum Eindosieren von Psychopharmaka ist es nicht verkehrt, in eine Klinik zu gehen, wenn möglich, denn dort kann wirklich genau geschaut werden, aber selbst dort muss man darauf achten, dass man entsprechende Beachtung findet... ist natürlich auch vom Leidensdruck abhängig. Ich habe mich jedenfalls so "durchgekämpft".

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Antidepressiva bei AD(H)S?

    Häufig wird bei ADS zusätzlich zu den Stimulantien ein SNRI (z. B. Venlafaxin) oder SSRI als herkömmliches Antidepressivum verschrieben. Welches aus dieser Wirkstoffgruppe in deinem Fall helfen kann, läßt sich eigentlich nur durch Durchprobieren herausfinden.
    Ein leichteres SSRI wie z.B. Cipramil oder Cipralex verschreibt dir eigentlich bei Bedarf auch ein Allgemeinmediziner, falls du noch lange bis zum Facharzttermin warten musst.
    Schau mal, ob es in deiner Nähe einen Sozialpsychiatrischen Dienst gibt. Einige Termine sind dort kostenlos und die können dir dann einige Adressen in deiner Region nennen und dir bei der Organisation der weiteren Suche nach professioneller Unterstützung helfen.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Antidepressiva bei AD(H)S?

    Hallo Wühlmaus!

    Danke für Deinen Beitrag. Tja, ich habe auch so das Gefühl ich muß mich da durchkämpfen. Mal sehen wie es weitergeht.


    superwoman

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 76

    AW: Antidepressiva bei AD(H)S?

    Hallo shroud!

    Das klingt alles bei Dir echt professionell, scheinst Dich gut auszukennen. Danke für den Tip mit den sozialpsychiatrischen Dienst. Werde mich dort mal erkundigen.


    hast Du keine Lust Dich hier im Forum mal vorzustellen?




    LG
    superwoman

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