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Diskutiere im Thema Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
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  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    Hey ihr Lieben,

    ich habe gerade in meinem Briefkasten ein Schreiben meiner Krankenkasse (Techniker KK) gefunden, in welchem mein Antrag auf Einzelfallentscheidung für die Kostenübernahme von unretardiertem Methylphenidat wegen Unverträglichkeit von Medikinet adult abgelehnt wurde.

    Damit hatte ich - im ersten Schritt - gerechnet, allerdings habe ich auch gedacht, dass mit der fehlenden offiziellen Zulassung des MPH für Erwachsene argumentiert wird, weshalb es wie wir wissen nicht von den KK übernommen werden muss.
    Ich habe aber einen Brief mit dem Betreff "Festbeträge für Arzneimittel" erhalten. Hier mal ein paar Ausschnitte:

    Sehr geehrte Frau XXX,

    Sie bitten uns, die über den Festbetrag hinausgehenden Kosten für das Medikament Medikinet adult zu übernehmen. Leider können wir diesen Betrag nicht erstatten.

    Das allein verwirrt mich schon. Ich will ja nicht, dass ZUSÄTZLICHE Kosten übernommen werden, sondern lediglich die Kosten für MethylpheniTAD o.ä. ANSTELLE der Kosten von Medikinet adult.

    Auf dem deutschen Arzneimittelmarkt gibt es eine Vielzahl von Präparaten mit vergleichbarer Qualität, vergleichbarer Wirkung und zum Teil auch identischer Zusammensetzung, deren Preise aber sehr unterschiedlich sein können. In Abstimmung mit dem Gemeinen Bundesausschuss legen die gesetzlichen Krankenkassen Höchstbeträge für Arzneimittel (sogenannte Festbeträge) fest. Damit wollen wir unsere Versicherten vor überhöhten Arzneimittelpreisen schützen.

    Die Festbeträge werde für Gruppen vergleichbarer Arzneimittel beschlossen [... (
    Hier werden die unterschiedlichen Kategorien erklärt, nach denen diese Gruppen gebildet werden)]

    Die Gemeinschaftspraxis hat die Wahl zwischen mehreren vergleichbaren Präparaten. Verordnet sie dennoch ein Arzneimittel, dessen Preis über dem Festbetrag liegt, zahlen sie den dadursch entstehenden Differenzbetrag zusätzlich zur gesetzlichen Zuzahlung. [...]

    Heißt das dann, die Praxis kann ein Methylphenidatpräparat ihrer Wahl auf Kassenkosten verordnen?? Das wäre mir jetzt aber völlig neu...

    Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir aus den genannten Gründen nicht anders handeln können. [...]

    Mit freundlichem Gruß,

    XXX

    Ich versteh das irgendwie alles nicht. Was hat das denn mit meinem ursprünglichen Antrag zu tun? Steh ich auf dem Schlauch? Oder hat mich jemand falsch verstanden? ich dachte eigentlich, dass ich sehr klar war mit meinem Schreiben. Vielleicht saß auch ein Gutachter über meinem Antrag, der von Medikinet nichts weiß...?
    Großes Fragezeichen in meinem Gesicht, auch nach mehrmaligem Lesen.

    Könnt ihr mir vielleicht weiterhelfen? ich würde ja anrufen, aber vor Montag dürfte da keiner mehr zu erreichen sein. Und irgendwie bin ich gerade zu verwirrt, um das einfach auf sich beruhen zu lassen.

    Es wäre deshalb echt lieb, wenn jemand von euch vielleicht ein wenig Licht ins Dunkel bringen könnte!! ^^

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 147

    AW: Ablehnung meines Antrags aus verwirrendem Grund, bitte helft mir auf die Spr

    hey
    ich denke a)die haben dich falsch verstanden bzw,dein antrag war falsch.in dem fall:anrufen/hingehen o.ä.

    b):ich sag jetzt ma das adult kostet 100 euro,das andre 120.die zahlen die 100 euro,die restlichen zwanzig musst du selbst zahlen.

    in jedem fall würd ich anrufen und nachfragen.die hotline kannste auch samstag erreichen.

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.871

    AW: Ablehnung meines Antrags aus verwirrendem Grund, bitte helft mir auf die Spr

    Ich denke, da hat vielleicht der entsprechende Sachbearbeiter deines Antrages nur das Wort Medikinet gelesen und hat dann gedacht, dass du die Zuzsahlung erstattet haben möchtest. Und da hat er oder sie dann den entsprechenden Standard-Ablehnungstext für Festbeträge verwendet.
    Ich würde Montag dort anrufen und sagen, dass da wahrscheinlich ein Irrtum vorliegt und den Sachverhalt richtig stellen. Eventuell würde ich die Klarstellung sogar schriftlich an die KK schicken.

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    Heute hab ich angerufen - es ist definitiv ein falsches Schreiben. Die Frau, die ich am Telefon hatte, schien auch ziemlich schockiert davon zu sein, dass ihre Kollegin scheinbar so gedankenlos Ablehnungen verschickt, und dann noch aus vollkommen unzutreffenden Grünen (für meinen Fall jedenfalls). Sie prüfen es jetzt nochmal und dann kriege ich wieder Bescheid. Mal schaun.. ^^

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    Hui, jetzt habe ich gerade einen sehr unfreundlichen Anruf von der Dame bekommen, die mir ursprünglich die merkwürdige Ablehnung zugesandt hat! O.o Die Unfreundlichkeit selbst hat mich schon arg verwirrt, weil ich die Mitarbeiter der TKK eigentlich immer nur sehr höflich und kundenfreundlich erlebt und deren Service auch immer gelobt habe... hmmm.
    Naja, aber auch der INhalt des Gesprächs gibt ir Rätsel auf, so dass ich nun hoffe, dass mir vielleicht jemand von euch ein wenig Ordnung in dieses Chaos bringen könnte:

    Mir wurde gesagt, dass der Antrag so wie ich ihn gestellt habe, an der falschen Stelle eingegangen sei (ich hatte and ambulante Zentrum der TKK geschrieben und zwar nachdem ich mich bei eben dieser erkundigt hatte, wohin ein solcher Antrag gehen muss - daraufhin erhielt ich die Adresse, die ich vertrauensvoll verwendet habe...).
    Man dürfe zu diesem Antrag überhaupt gar nichts sagen, da allein der Arzt die "Verordnungshoheit" hätte, d.h. er entscheidet, welches Präparat mit dem Wirkstoff Methylphenidat für den Patienten angemessen sei und verordne dieses dann auf einem entsprechenden Kassenrezept (eine Ausnahme soll Concerta sein, weil es nicht in vergleichbarer Dosierung zur Verfügung stünde). Als ich dann schilderte, dass ich aus mehreren Quellen - u.a. auch von der diagnostizierenden Klinik und verschiedenen Spezialisten auf dem Gebiet von AD(H)S - stets die selbe Information bekam, nämlich dass ein Antrag wie ich ihn gestellt habe an die jeweilige Krankenkasse geschickt werden und von einem Sachbearbeiter im Einzelfall darüber entschieden werden muss, ob die Kosten übernommen würden oder eben nicht - hat man mir gesagt, dass das völlig abwegig sei. Ich äußerte daraufhin meine Befürchtung, dass mein Arzt mir das Medikament nicht verordnen würde wenn er denn befürchten muss, nach einem Widerspruch der Kasse selbst zur Kasse gebeten zu werden und ob man mir zusagen könne, dass dieser Widerspruch bei beweisener ärztlich gesehener Notwendigkeit durch ein entsprechend ausgestelltes Kassenrezept nicht erhoben werden würde, erhielt ich nur sehr patzig die Antwort, dass der Arzt sich bei Unsicherheit an die Kassenärztliche Vereinigung wenden müsse. Diese - und ALLEIN diese - sei Ansprechpartner für entsprechende Fragen. Ich kündigte freundlich an, dass ich die Informationen wie aufgenommen an meinen Arzt weitergeben würde und dass ich oder er oder wir bei Rückfragen noch einmal auf besagte Mitarbeiterin zurückkommen würden, worauf wieder nur kam, dass sie aber nicht weiterhelfen könne und sie wünsche mir noch einen schönen Tag. Gespräch beendet.

    Ich bin wie gesagt vollkommen überfordert, weil ich mich nun schon eine Weile mit dem Thema beschäftige und das so gar nicht einordnen kann - geschweige denn die nicht gerechtfertigte Unhöflichkeit (ich hatte übrigens gerade meine Dosis MPH genommen und war SEHR ruhig und höflich, wenn auch deutlich in meinem Anliegen XD!).

    Was haltet ihr davon??

  6. #6
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    Haha, ich habe gerade meine Abo's gelöscht und diesen Thread wiedergefunden, wobei mir auffiel, dass ich scheinbar nie vom Ausgang der Geschichte erzählt habe: Ich bekomme nämlich jetzt tatsächlich unretardiertes Methylphenidat, konkret Medikinet, auf Kassenrezept! =) Und zwar seit Juli oder August, ich weiß nicht mehr genau.

    Gehandelt hatte ich nach dieser Abfuhr wie folgt: Nachdem mir zwei Ärzte, die Erfahrung mit ADHS haben, bestätigten, dass die Verschreibungshoheit im Fall von Methylphenidat in Regressforderungen enden würde, habe ich mich weiter informiert und schließlich meinen Antrag ganz direkt mit Aufforderung zum "Hinzuziehen des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK)" gestellt. Ich bekam daraufhin einen Beurteilungsbogen mit, den ich meinem behandelnden Arzt zum Ausfüllen vorlegen musste. Um ehrlich zu sein war dieser aber ordentlich genervt von den Spielereien der Kasse -die schließlich bei Verodnung des unretardierten Medikamentes sogar etwas Geld sparen würden - und füllte den Bogen in nichtmal 10 Minuten wenig gewissenhaft aus, woraufhin ich wenig später ein Ablehnungsschreiben erhielt. Ich hatte mir aber vorgenomen, bevor ich aufgebe noch die Möglichkeit des ersten Widerspruches wahrzunehmen und kontaktierte den Arzt aus der Klinikambulanz, die bei mir die offizielle Diegnose gestellt hatte und bat ihn um ein kurzes, die Situation erklärendes Schreiben, welches er mir im Falle einer Ablehnung zugesagt hatte und auch fix zusandte. Ich fügte dieses Schreiben meinem Widerspruch bei - darin stand, dass ich eben Depressionen unter retardiertem MPH bekommen hätte, mit unretardiertem aber beeindruckende Verbesserung auch der Begleitsymptomatiken Depression und Bulimie eingetreten seien, mein Studienabschluss derzeit gefährdet sei und ich als Studentin die Kosten für die private Verordnung nicht tragen könte, weshalb freundlich um die Kostenübernahme gebeten würde. Und dann, einen Monat später, hatte ich schwarz auf weiß, dass die Notwendigkeit der Medikamenteneinnahme bei mir laut MDK nachvollzogen werden könne, weshalb die Kosten übernommen werden würden, sofern der Arzt auf Kassenrezept verschreibt, was er prompt tat, da die Vorgeschichte ja bekannt war... =) Das ist die ganze glückliche Geschichte und seit dem bin ich um einiges erleichtert, nicht nur finanziell . Einen zweiten Widerspruch hätte ich aber ehrlich gesagt auch nicht gebracht, irgendwann geht das ganze soweit ich weiß dann auch nur noch mit Anwalt und allem, das wär mir zu viel gewesen. Dann hätte ich es akzeptiert und wäre zumindest froh, dass ich es wenigstens versucht hab denn zu verlieren gabs ja nichts ^^

    Ich hoffe, dass meine Geschichte für den ein oder anderen von Euch hilfreich sein kann! Liebe Grüße,

    Marie

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 295

    AW: Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    Danke Sayuri, die wertvollen Infos in deinem Beitrag kann ich meinem Arzt mal weiterleiten. Wir arbeiten auch an einer Übernahme meiner Medis durch die Kasse.

  8. #8
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 87

    AW: Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    @ sayuri

    Hast du nur ADS oder auch Depressionen?
    Es hat für mich so geklungen als würde MPH bei dir gegen ADS und Depressionen helfen.
    Wenn ja, was für Depressionen hast du denn? Endogene oder exogene? Eher sowas in die Art Lethargie oder Bedrücktheit/Traurigkeit oder auch Angst?
    Ich dachte eigentlich immer, dass MPH gegen Depressionen nicht hilft und Angst eher verschlimmert.

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 181

    AW: Ablehnung meines Antrags auf Kostenübernahme unretardiertes Methylphenidat

    Hmmm, ganz so einfach tut es das auch nicht... ich versuchs mal zu erklären:

    Bei mir wurde im Jahr 2009, als ich wegen schwerer Depression und Schöafstörungen in eine psychosomatische Klinik kam, die Diagnose der Borderline-Persönlichkeitsstörung gestellt, was für mein Umfeld zu Hause (auch meine Psychiaterin und damalige Therapeutin) völlig unnachvollziehbar war. In der Klinik ging auch einiges schief für mich, weil ich - vermutlich auch aufgrund dieser Fehldiagnose - nicht in das allgemeine, sehr starre Therapiekonzept passte. Die Folge war, dass ich bei Entlassung zusätzlich eine atypische Bulimie diagnostiziert bekam (die innerhalb eines halben Jahres zur schlimmen Magersucht wurde) und später eine Angststörung, die sogar lange Zeit nur mit Tavor (Lorazepam, ein Benzodiazepin) in den Griff zu bekommen war. Kurz gesagt ging es mir also nach dem Aufenthalt noch viel schlechter als zuvor und noch heute verstehe weder ich noch die in der Heimat wieder behandelnden Spezialisten, wie das passieren kann in einer solchen Klinik.

    Ich hab mich danach ewig nicht mehr getraut, mich wieder in eine Klinik zu begeben, auch wenn es dringend notwendig gewesen wäre, die Erfahrung war nahezu traumatisch. Immerhin blieb ich ambulant in Behandlung, konnte aber kein volles Vertrauen mehr aufbauen. Irgendwie kriegte ich die Kurve kurz bevor mein Gewicht unter 40 kg fiel, was Zwangseinweisung bedeutet hätte. Geholfen haben mir dabei meine Familie, mein Hund und ein paar Wochen später die Pferde eines Therapiehofes, auf dem ich aber nicht als Patientin, sondern als Praktikantin war... so ging es in meinem Leben langsam wieder bergauf.
    Im Sommer 2011 kam mir dann selbst der Verdacht auf ADS und ich ließ mich in einer KLinikambulanz testen. Dort wollte man natürlich auch die gesamte Vorgeschichte erfahren und testete mich auch wegen dieser sehr umfangreich, um ADS und Borderline abgrenzen zu können. Das Ergebnis war auch von Seiten dieser Ambulanz ein Unverständnis für die alte Diagnose. In den Tests konnten keine ausreichenden Anzeichen gefunden werden. Für ADS dagegen mehr als ausreichend . Ich wurde also endlich "freigesprochen" (so hab ich es ernsthaft erlebt!) und begann die Therapie mit MPH, worauf ich besser ansprah als auf die ganze Palette Antidepressiva und Neuroleptika, die ich während der 3 Jahre vorher bekommen hatte.

    Das Ding dabei ist, dass ich nicht sagen würde, dass MPH im klassischen Sinn antidepressiv oder angstlösend gewirkt hätte, nicht auf biochemischer Ebene. ABER ich hatte durch das richtige Medikament endlich ZUgriff auf alle meine Fähigkeiten: Ich war sofort viel ruhiger im Umgang mit meinem Hund, freundlicher zu meinen Mitmenschen, nahm meine Gefühle wahr. Und ich konnte endlich mein Leben so leben wie ich es wollte, Dinge aufräumen, organisieren, entspannt bleiben wenn es mal nicht so klappt. Dazu war diese unangenehme ständige Unruhe weg und meine Wahrnehmung so viel besser, dass es richtig Spaß machte, alles um mich herum nur zu beobachten... mein Leben war plötzlich deutlich lebenswerter, ruhiger und ich in der Lage, wirklich ich selbst zu sein. Damit wurden bei mir frühere Verhaltensweisen zum Druckabbau und Selbstbestrafung (zB SVV, Hungern, Erbrechen usw) überflüssig. Ich hatte mehr Freude am Leben, dementsprechend legte sich die depressive Symptomatik. Und durch den Abbau von Nervosität, Aufbau von Lebens - und Sozialkompetenz und den Gewinn an (Selbst-)Vertrauen verlor ich auch eine Menge meiner früheren Ängste.
    Somit hat MPH indirekt auch auf die Komorbiditäten der ADS gewirkt. Aber eben nur INDIREKT.

    Ich hoffe, das beantwortet Deine Frage?



    Edit Alex: Nachfolgende Beiträge abgetrennt und verschoben (Off-Topic):

    http://adhs-chaoten.net/treffpunkt-f...off-topic.html
    Geändert von Alex (14.11.2012 um 20:05 Uhr) Grund: s. Edit

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